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Weltdiabetestag -14.11.2018-

Weltdiabetestag

Weltdiabetestag RHEINISCHE POST AM 14. NOVEMBER STEHT DIE ZUCKERKRANKHEIT IM FOKUS MITTWOCH, 14. NOVEMBER 2018 Wohlstandskrankheit auf dem Vormarsch Fast sieben Millionen Deutsche sind von Diabetes betroffen. Man unterscheidet zwei Typen der Zuckerkrankheit. Beide kann man behandeln. VON PATRICK JANSEN Menschen mit Diabetes müssen regelmäßig ihren Blutzuckergehalt überprüfen und ihrem Körper Insulin zuführen. Wohlstandskrankheit, Zuckerkrankheit oder Blutzuckerkrankheit – im Volksmund hat Diabetes viele Namen. Rund 422 Millionen Menschen weltweit sind laut der Weltgesundheitsorganisation WHO von der Stoffwechselerkrankung betroffen, in Deutschland sind es laut Deutscher Diabetes-Hilfe sieben Millionen. Diabetes ist damit eine der am häufigsten auftretenden Krankheiten. Das liegt auch daran, dass es den Menschen heute an so Wenigem mangelt. Essen gibt es im Überfluss, dazu kommt weniger Bewegung, und daraus resultiert Übergewicht und Adipositas, also krankhafte Fettleibigkeit. Die Medizin unterscheidet meist zwei Typen von Diabetes. Am häufigsten kommt der Typ 2 vor. Diese Art Diabetes entwickelt sich oft schleichend. Er wird häufig erst bemerkt, wenn Folgeerkrankungen auftreten, wie zu hoher Blutdruck, Herzinfarkt, Nerven- und Nierenschäden und sogar Erblinden. Die Bauchspeicheldrüse kann den Körper hierbei nicht mehr mit genügend Insulin versorgen, das er braucht, um Zucker nach der Aufnahme für die Energiegewinnung im Körper zu verwerten. Bemerkbar macht sich Diabetes durch unterschiedliche Symptome. Dazu gehören häufige Toilettengänge, übermäßiger Durst, Juckreiz, schlecht heilende Wunden, Müdigkeit, Mattheit und Leistungsminderung sowie Konzentrationsstörungen, verschwommenes Sehen und Anfälligkeit für Infektionen. Für den Typ 1 wiederum ist eine Autoimmunerkrankung verantwortlich. Die Immunabwehr des Körpers greift die Insulin produzierenden Betazellen in der Bauchspeicheldrüse an und zerstört sie. Dieser Insulinmangel für zu einer Unterversorgung durch Zucker in den Körperzellen und zu einer Überzuckerung des Blutes. Der Körper versucht dann, sich über die Fettreserven mit genügend Energie zu versorgen. Die daraus entstehenden Abfallstoffe kann der Körper nur schlecht abbauen. Das führt zu einer Übersäuerung. Daher ist ein Gewichtsverlust ein häufiges Symptom eines Typ-1-Diabetes. Diabetes durch gutes Wissen rechtzeitig erkennen Das Deutsche Diabetes-Zentrum hält viele Beratungsangebote bereit. Wer an diesem ersten Typ erkrankt ist, muss sich unbedingt Insulin von außen zuführen. Dies ist per Spritze oder durch eine Insulinpumpe möglich, die die Betroffenen rund um die Uhr versorgen. Tabletten sind bei diesen Menschen nicht wirksam. Dazu müssen Typ-1-Diabetiker auf die Menge der Kohlenhydrate in der Nahrung achten und sie mit der injizierten Insulinmenge abstimmen. Heilbar ist diese Art des Diabetes nicht. Bei Diabetikern des Typs 2 ist FOTO: MAYA23K/GETTY IMAGES meist erst einmal keine Insulinbehandlung nötig. Wer seine Lebensweise umstellt, erzielt bereits Fortschritte. Dazu gehört in erster Linie eine Ernährungsumstellung, mehr Bewegung und dadurch eine Gewichtsreduktion. Erst falls dies nicht ausreicht, können Typ-2-Patienten zusätzlich mit Tabletten oder Insulinspritzen behandelt werden. „Jeder kann selbst dazu beitragen, sein Diabetesrisiko hinsichtlich der Entwicklung eines Typ-2-Diabetes zu senken“, sagt Dr. Jens INFO Weltdiabetestag Der Weltdiabetestag findet jedes Jahr am 14. November statt. An diesem Tag wurde Frederick G. Banting geboren, der zusammen mit Charles Herbert Best 1921 das Hormon Insulin entdeckte. Den Weltdiabetestag gibt es seit 1991, seit 2007 ist er ein offizieller Tag der Vereinten Nationen und neben dem Welt-Aids-Tag der zweite Tag, der einer Krankheit gewidmet ist. Der Weltdiabetestag steht in diesem Jahr unter dem Motto „Die Familie und Diabetes“. Das Ziel dieses Mottos ist, das Bewusstsein für die Auswirkungen von Diabetes auf die Familie zu schärfen. Dies soll die Rolle der Familie im Alltag, die Pflege, Prävention und die Aufklärung der Krankheit fördern. Kröger, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Diabetes Hilfe. Laut der Deutschen Diabetes-Hilfe erhalten jeden Tag mehr als 1000 Menschen in Deutschland die Neu-Diagnose Diabetes. Fast sieben Millionen Menschen sind in Deutschland daran erkrankt. Hinzu kommen rund zwei Millionen weitere, die noch nichts von ihrer Erkrankung wissen. 95 Prozent von ihnen sind vom Typ 2 betroffen. In Europa leben mindestens 60 Millionen Menschen mit Diabetes. Fünf Tipps für Diabetiker (rps) Professor Stephan Schneider, Chefarzt Endokrinologie und Diabetologie im St. Vinzenz-Hospital Köln, gibt fünf Tipps für einen gesunden Alltag mit Diabetes: 1. Sich selbst und das Umfeld informieren Für Menschen, die an Diabetes erkranken, ist es wichtig, sich eingehend mit ihrer neuen Lebenssituation vertraut zu machen. Darüber hinaus empfiehlt es sich, enge Freunde und Verwandte in die Situation einzuweihen. 2. Den eigenen Körper kennenlernen Das Kontrollieren des Blutzuckerspiegels gehört für Betroffene zu den essenziellen Aufgaben. Damit Diabetiker ein Gefühl für ihre Werte bekommen, müssen sie diese mithilfe eines Messgeräts bestimmen und notieren. 3. Die Seele pflegen Diabetiker leiden häufiger unter Depressionen. Erkrankte sollten frühzeitig Hilfe suchen, um mit der Diagnose umzugehen. Über die Situation zu reden, hilft vielen Patienten. 4. Auf die Ernährung achten Eine Diabeteserkrankung bedeutet kein generelles Verbot von gewissen Lebensmitteln. Viel Obst und Gemüse, aber auch Zucker, Fett und Kohlehydrate dürfen auf dem Speiseplan stehen. Diabetiker sollten sich generell mit ihrer Ernährung auseinandersetzen. 5. Mehr Bewegung integrieren Bewegung zählt zu einer gesunden Lebensweise dazu und sollte Bestandteil des Alltags sein. 150 Minuten Sport pro Woche sollten Patienten dabei absolvieren. Auch ein kleiner Spaziergang an der frischen Luft ist förderlich fürs Wohlbefinden. ANZEIGE (lod) Wenn ein Familienmitglied an Diabetes erkrankt, ändert sich einiges im Leben. Diabetes betrifft als Erkrankung die ganze Familie und verändert das Leben der betroffenen Familien. Deshalb hebt der Weltdiabetestag in diesem Jahr am 14. November die Rolle der Familie in den Mittelpunkt. Die Landeshauptstadt Düsseldorf, das Deutsche Diabetes-Zentrum (DDZ) und das Regionale Innovationsnetzwerk (RIN) Diabetes wollen bis zum 18. November in der Düsseldorfer Diabeteswoche für das Krankheitsbild Diabetes mellitus sensibilisieren. Aktuell sind etwa 6,7 Millionen Menschen in Deutschland an Diabetes erkrankt. Das entspricht mehr als neun Prozent der erwachsenen Bevölkerung und damit mehr als elfmal der Bevölkerung von Düsseldorf. Hinzu kommt eine hohe Dunkelziffer. Beim Typ-2-Diabetes ist die Diagnose zu Beginn der Erkrankung häufig unklar, da der Typ-2-Diabetes oft schleichend verläuft. Bis zu 95 Prozent der Betroffenen haben einen Typ-2-Diabetes. Hierbei spielt der Lebensstil eine zentrale Rolle – sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen. „Neben der erblichen Belastung sind starkes Übergewicht, kalorienreiche Nahrung und zu wenig Bewegung von Bedeutung“, erklärt Prof. Dr. Michael Roden, Vorstand des Deutschen Diabetes-Zentrums (DDZ) und Direktor der Klinik für Endokrinologie und Prof. Dr. Roden vom Deutschen Diabetes-Zentrum FOTO: DDZ Diabetologie am Universitätsklinikum Düsseldorf. Die Erkrankung kann erhebliche Folgen für das Leben der Betroffenen und deren Lebensqualität haben. Es ist folglich „sehr wichtig, Diabetes rechtzeitig zu erkennen und optimal zu behandeln, um das Risiko für Folgeerkrankungen zu minimieren“, betont Prof. Roden. Viele Tipps finden Interessierte, Betroffene und Angehörige auf der Webseite www.diabetesinformationsdienst.de. Dieses Diabetes-Cockpit für den Body-Mass-Index, Blutdruck und Blutglukosewert bietet auf einen Blick gute Hilfestellung für die Einschätzung des Gesundheitszustands und des individuellen Diabetes-Risikos. Qualitätsgesichert und nach neuen Erkenntnissen der Wissenschaft finden Patienten mit Diabetes beim Diabetesinformationsdienst Antworten auf ihre Fragen und erhalten wertvolle Hinweise, was im Alltag wichtig ist. Anlässlich der Diabeteswoche Düsseldorf veröffentlicht das RIN Diabetes mit seinen mehr als 60 Partnern zudem den „Wegweiser Diabetes“. eine Informationsbroschüre zu lokalen Präventions-, Beratungs- und Versorgungsangeboten im Großraum Düsseldorf. Menschen mit Diabetes und andere Interessierte finden in dieser praktischen Orientierungshilfe übersichtlich aufgearbeitet mehr als 200 Präventions-, Beratungs- und Versorgungsangebote von Diabetologen, Bewegungs- und Ernährungsanbietern, Selbsthilfegruppen sowie von weiteren Akteuren im Großraum Düsseldorf. Die Online-Variante ist kostenlos und ohne Anmeldung im Internet unter https://wegweiser.rin-diabetes.de/ abrufbar. Weitere Informationen gibt es beim Deutschen Diabetes-Zentrum (DDZ). Ziel ist, einen Beitrag zur Verbesserung von Prävention, Früherkennung, Diagnostik und Therapie des Diabetes mellitus zu leisten. Das DDZ ist Ansprechpartner für alle Beteiligten im Gesundheitswesen, bereitet wissenschaftliche Informationen zum Diabetes mellitus auf und stellt sie der Öffentlichkeit zur Verfügung. Deutsches Diabetes-Zentrum Auf‘m Hennekamp 65, Telefon 0211 3382-0, https://ddz.de/de Jan, Typ-1-Diabetiker „Mit der Pumpe bin ich sicher unterwegs.“ „Genau wie beim Auto vertraue ich auch auf die Sicherheitstechnik meiner Mini- Med 640G Insulinpumpe. Seitdem ich diese Pumpe trage, habe ich fast keine Unterzuckerungen mehr und überhaupt keine schweren. Bei mir ist kein Tag wie der andere und als Familienvater sind mir Sicherheit, aber auch Spontanität unglaublich wichtig. Wie beispielsweise spontan mit meinem Sohn spielen zu können, ohne dabei von meinem Diabetes eingeschränkt zu sein. Die SmartGuard Technologie unterstützt mich sehr dabei, einfach mein Leben zu leben, wie ich es will.“ Informationen unter: medtronic-community.de oder unter 0800 6464633 1.Biester T, Remus K, Holder M, Aschemeier B, Kieninger-Baum D, Wadien T, Kordonouri O, Danne T, Thomas A. „Lass doch mal die Pumpe machen“: Hohe Zufriedenheit dank weniger Hypoglykämien bei prädiktiver Hypoglykämieabschaltung – Eine multizentrische Anwendungsbeobachtung des SmartGuard-Algorithmus. Diabetologie und Stoffwechsel a; 12(4): 286-293. SmartGuard-Technologie MiniMed 640G mit SmartGuard Technologie Den Hypo-Crash vermeiden – ähnlich der modernen Sicherheitstechnik von Autos, stoppt diese Insulinpumpe vorausschauend. Die MiniMed 640GInsulinpumpe mit SmartGuard Technologie stoppt rechtzeitig. Sie unterbricht die Insulinzufuhr vorrauschauend, bevor der niedrige Grenzwert erreicht wird. So werden nahezu alle Unterzuckerungen vermieden und Sie haben einen stabileren Stoffwechsel 1 . 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