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28. Brunnenmarkt -08.06.2018-

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28. Brunnenmarkt

MO-L5 C6 Grafschafter Kultur RHEINISCHE POST FREITAG, 8. JUNI 2018 Am Sonntag, 17. Juni, öffnet die Moerser Stadtkirche ihre Pforten für das Barockkonzert „Dixit“. Initiiert wurde es von Natascha Lenhartz und Lucius Rühl. F:AKA Musik aus dem Barock für die Stadtkirche Natascha Lenhartz hat für das Konzert „Dixit“ in der Stadtkirche eigens das Barockensemble „Ondeggiando“ gegründet. Es wird zusammen mit dem Kammerchor Westfalen unter Leitung von Lucius Rühl auftreten. VON ANJA KATZKE MOERS Sonntag, 17. Juni, 17 Uhr: die deutsche Fußball-Elf spielt in Russland gegen Mexiko. Keine zweieinhalb Stunden später feiert in der Moerser Stadtkirche ein Herzensprojekt der Violinistin Natascha Lenhartz seine Moerser Premiere: Das Konzert „Dixiti“ ist der Barockmusik gewidmet. Vom Fußball bange machen lässt sich die Musikerin nicht. Sie weiß, dass sie starke Partner und wahre Barockprofis an ihrer Seite haben wird: Das eigens von ihr zusammengestellte Ensemble Ondeggiando. Es vereint 14 Solisten, die auf Barock-Instrumenten spielen werden. Unterstützt wird das Ensemble vom Kammerchor Westfalen unter Leitung von Lucius Rühl, mit dem die Musikerin mehrfach zusammengearbeitet hat, sowie durch die Solisten Evelyn Ziegler (Sopran), Karin Boers (Sopran), Jan Kullmann (Altus), Johannes Klüser (Tenor) und Andreas Bruys (Bass).„Es wird sich für die Zuhörer in der Stadtkirche gut anhören“, betont Lenhartz. Zumal das Publikum ein Konzert in der historischen Aufführungspraxis erleben wird. Im Mittelpunkt des Konzerts stehen zwei Komponisten, die Zeitgenossen waren: Georg Friedrich Händel (1685 bis 1759) und Jan Dismas Zelenka (1679 bis 1745). Der Konzerttitel „Dixit“ ist das erste Wort des Psalms Dixit Dominus Ps. 109. „Er wurde sehr häufig vertont“, erläutert Lucius Rühl, der den Kammerchor Westfalen seit etwa fünf Jahren leitet und seit 2000 freischaffend als Pianist und Dirigent arbeitet. Der Psalm sei rätselhaft in seiner Aussage, betont Rühl. Er stecke voller Bilder, die bis heute noch nicht entschlüsselt seien. „Unter Theologe gibt sehr verschiedene Deutungen.“ Die wichtigste Aussage sei jedoch, dass Gott die Menschen begleitet. „Das hat Händel in seiner Vertonung fühlbar umgesetzt“, betont Natascha Lenhartz. Mehr noch: Chor und Orchester bildeten gleichwertige Klangkörper, berichtet die Musikerin begeistert, die in Moers das Stadtkirchen-Orchester mit begründet hatte. Beim Dixit habe man es mit dem ganz jungen Händel zu tun, erläutert Lucius Rühl. „Er war gerade Anfang 20 und in Rom, als er diese fulminante Vertonung schuf. Sie ist komplexer als sein Messias, und die Fugen sind wesentlich geistreicher.“ Das Dixit Dominus werde heute nur selten aufgeführt und sei für Sänger eine große Herausforderung. Händel stellen Natascha Lenhartz und Lucius Rühl den heute eher unbekannten Komponisten Jan Dismas Zelenka gegenüber. „Er war Hofkompositeur an der Hofkirche in Dresden und irgendwie eine tragische Figur“, erzählt Rühl. Zelenka sei ein großes Talent gewesen, der allein 21 Psalm- Vertonungen hinterlassen habe. „Er hat aber nie die Anerkennung erhalten, die er verdient hätte.“ Natascha Lenhartz ist von seiner Musik angetan: „Seine Musik ist abgedreht. Er hält Musiker wie Zuhörer unter Spannung, weil er zum Beispiel mittendrin einfach aufhört“, erzählt sie begeistert. „Verrückt, dass der so was gemacht hat.“ Das 14-köpfige Ensemble hat sie deshalb auch nach einer Effektbezeichnung benannt, die Zelenka benutzt hatte: Ondeggiando. „Es geht um die wellenartige, ja vibrierende Art, wie die Töne auf den Instrumenten produziert werden“, erläutert sie. Gespielt werden die Zelenka-Kompositionen „Missa Dei Patris“ sowie das Instrumentalstück „Hipocondrie“. „Das habe ich mir gewünscht, weil es von Dur nach Moll schwankt. Es ist packend und extrovertiert“, betont sie. Bevor das Konzert „Dixit“ am Sonntag, 17. Juni, 19.30 Uhr, in der Moerser Stadtkirche aufgeführt wird, ist es bereits am Samstag, 16. Juni, um 19 Uhr in der Christuskirche, Schwartzstraße, in Bocholt zu hören. Der Eintritt zum Konzert in Moers kostet im Vorverkauf 20 Euro. Schüler und Studenten zahlen 15 Euro. Die Karten kosten an der Abendkasse 22 / 15 Euro. Eintrittskarten gibt es in der evangelischen Kirchengemeinde, Haagstraße 11, in der Barbara-Buchhandlung, Burgstraße 3, und in der Villa Wölkchen, Fieselstraße 7a. Erlebnisreiches Flügelkonzert MOERS (prs) Die „Flügelkonzerte“ in der Stadtkirche stellen „Künstler von Rang“ vor. Im dritten Abend der Reihe gastierte jetzt der Pianist Michael Zieschang, der sich als Solist, Kammermusiker und Dozent einen Namen gemacht hat. Für das Konzert war der Konzertflügel in direkter Blickachse zur Orgel und zu Kantor Axel Berchem aufgestellt, dem zweiten hochrangigen Künstler des Abends. Das Programm war dem Komponisten Sigfrid Karg-Elert gewidmet, dessen Rezeption in Deutschland lange an seiner ungerechtfertigten Aufnahme ins „Lexikon der Juden in der Musik“ litt und dessen Musik nach und nach wiederentdeckt wird. Den Auftakt des Flügelkonzerts bildete allerdings kein Orgelwerk, sondern die 1914 entstandene Klaviersonate „Patetica“, ein riesig anmutendes Werk, das sich stilistisch an der Klangwelt der Spätromantik orientiert, teilweise aber auch impressionistische Züge aufweist. Den Interpreten stellt die Sonate vor höchste technische und musikalische Herausforderungen, die Zieschang souverän meisterte. Nach dem ruhigen und feierlich schreitenden Beginn führte er die Zuhörer durch spannende Steigerungen in Dramatik und Dynamik und setzte die Spielanweisungen des Komponisten wie „körperlos in Nichts zerfließend“ in Klang um. Dem programmatischen Werk stellte Berchem, mit erkennbarer Freude an den Klangfarben und Nuancen der neuen Orgel, die Drei Impressionen op. 72 gegenüber. Sie stimmten auf die zweite Konzerthälfte ein mit den „Heidebilder“ op. 127, in denen Zieschang an impressionistische Vorgänger erinnerte. In drei der „Pastelle vom Bodensee“ griff Berchem diesen Klangzauber auf und führte ihn in gleicher impressionistischer Koloristik auf der Orgel weiter. 28. Brunnenmarkt Kulinarische Angebote ● Musikverein Harmonie Sonsbeck ● Kinderanimation 1000 mVerkaufsstände ● Spiel, Spaß und Spannung ● Fahrrad-Putzaktion Zum Brunnenmarkt: 20% auf Sonnenbrillen! Wallstraße 5 · Sonsbeck VERTRAUEN & NÄHE & IHR TEAM IN SONSBECK Holger Sandt Annette Schneider Sabrina Wilke Claudia Stammen Carsten Paßen Sandra Lange Andrea van Huet Mareike Fett Geschäftsstellenleiter Timm Enters Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Sonsbecker Brunnenmarkt. 5 Verkaufsoffener Sonntag 10.06.2018 ab 11 Uhr auf der Hoch-, Wall- und Herrenstraße Kinderspaß und Führungen durch Sonsbeck Der Brunnenmarkt ist auch eine gute Gelegenheit, den Ort besser kennenzulernen. Am Sonntag dürfen sich die Besucher wieder auf den Brunnenmarkt mit zahlreichen kulinarischen Angeboten, einer großen Verkaufsmeile, Unterhaltung und verschiedenen Aktionen freuen. Auch die Geschäfte auf der Hoch-, Wallund Herrenstraße öffnen ab 11 Uhr ihre Türen. Auch für Kinder wird einiges geboten: Sich auf dem Hüpfkissen richtig austoben, dann vielleicht eine Weile basteln und sich danach fantasievoll schminken lassen, Aktionen wie diese sorgen dafür, dass bei den kleinen Gästen beim Brunnenmarkt keine Langeweile aufkommt. An langen Tischen kann man neue oder auch alt bekannte Spiele in aller Ruhe ausprobieren. Dank der Spiel-Betreuer ohne lange Anleitungen lesen zu müssen. Einfallsreiche Ideen sind bei den Fotos aus der Foto-Box gefragt. Vielleicht kommt ja sogar Voba-Maskottchen Sam mit aufs Bild – und der Ballon für den Flug-Wettbewerb vor seinem Start sowieso. Andere Länder, andere Schreibweise, unter dieses Motto könnte man die Aktion der Flüchtlingshilfe stellen. Der Römerturm und die St. Gerebernus-Kapelle: Zwei sichere Ziele der Stadtführungen, zu denen der Verein für Denkmalpflege Sonsbeck wieder einlädt. Hier fragt man sich: Wie sieht eigentlich mein Name in anderen Sprachen aus? Das zeigen Flüchtlingskinder den anderen Kindern, indem sie die Namen in ihrer jeweiligen Muttersprache schreiben. Mit der neugierigen Violetta und Hund Bodo sind zudem die beiden Handpuppen wieder dabei, die die Kinder bereits von vorherigen Marktbesuchen kennen. Auch Kasperle ist erneut im Einsatz, um Gretl und die Großmutter vor dem Krokodil zu retten. Die kurzen Stücke werden jeweils um 11.30 Uhr, 12.30 Uhr, 14.30 Uhr sowie 15.30 Uhr in/an den Räumlichkeiten von „Menschenskinder“ (Ecke Wallstraße) aufgeführt. Auf den Weg „Zu den Wurzeln Sonsbecks“ macht sich ab 14 Uhr der Verein für Denkmalpflege Sonsbeck, um eventuell neue Erkenntnisse zu alter Orts-Geschichte zu vermitteln. Treffpunkt der Führung durch das historische Sonsbeck ist um 14 Uhr am Informationskasten des Heimatund Verkehrsvereins am Neutorplatz (Parkplatz beim Rathaus). Von dort führt der rund anderthalbstündige Spaziergang über einen Mühlen- Besuch erst zum ehemaligen Evangelischen, dann zum Jüdischen Friedhof. Die Führung endet am alten Sonsbecker Stadtkern mit Römerturm, St. Gerebernus Kapelle und Gerebernushaus. Der Vorsitzende des Vereins für Denkmalpflege, Heinz-Peter Kamps, wird bei dem Spaziergang Wissenswertes und Spannendes aus früheren Zeiten, auch hinsichtlich der fast 700-Jährigen Stadtgeschichte, berichten. Die Teilnahme an der Führung ist kostenfrei.

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