Aufrufe
vor 5 Monaten

40 Jahre Wohnstift Haus Horst

  • Text
  • Haus
  • Horst
  • Bewohner
  • Wohnstift
  • Zeit
  • Siekmann
  • Wohnungen
  • Senioren
  • Juli
  • Mittendorf

40

40 Jahre Wohnstift Haus Horst Wechselvolle Geschichte: Vom Rittergut zur Seniorenresidenz ANZEIGE Haus Horst war erst Wasserburg, dann Villa und schließlich Wohnstift. Der 90-jährige Bewohner Dietrich Paul Wilke hat die Historie zusammengefasst. Ende des 11. bis Anfang des 12. Jahrhunderts wurden das Rittergut und die Wasserburg Haus Horst angelegt. Durch Gütertrennungen, Abtretungen und Verkauf wurde das Rittergut immer kleiner. 1866 erbte Ferdinand Lieven, später Stadtrat und erster Beigeordneter in Hilden, die inzwischen weitgehend verfallene Anlage. Er restaurierte den Turm und errichtete auf den alten Grundmauern eine historische Villa. 1951 kaufte die Stadt Hilden den zugehörigen Wirtschaftshof mit den noch landwirtschaftlich genutzten Ländereien, ohne Villa und Park. Bekannt war der dort geführte Tierpark. Nach dem Abbruch des villenartigen Anwesens blieb 1965 nur der Turm mit angrenzenden Mauerresten übrig. 1967 wurde das gesamte Anwesen an die Wohnungsbaugesellschaft „Neue Heimat“ verkauft, die dort zunächst Sozialwohnungen bauen wollte. Als sich in den Jahren um 1970 abzeichnete, dass die Haus Horst heute: Wohnen und Pflegen Die Leitidee ist es, den Bewohnern ein unabhängiges und aktives Leben in Sicherheit zu ermöglichen. Die Bewohner ziehen dort ein, wenn sie noch selbständig sind. Sie leben ein wenig wie in einem Hotel mit eigenem Friseur und einem gut sortierten Laden: Die Rezeption ist 24 Stunden geöffnet, fürs Essen sorgt die hauseigene Küche, auch Feste und Feiern werden vom Haus organisiert. Sie können sich Verwandte und Freunde einladen, die gern gesehene Gäste sind. Mal kommt die Mobile Tierfarm vorbei und bringt Vierbeiner zum So sah Haus Horst im 19. Jahrhundert aus, als es noch ein Gut war. Der Titel „Rittergut“ war damals bereits verloren. Streicheln vorbei, mal besuchen die Kinder des benachbarten Waldkindergartens die Senioren. Musiker und andere Künstler treten in Haus Horst auf. Bei Krankheit oder Pflegebedürftigkeit sicherte Haus Horst schon immer umfassende Versorgung und Pflege zu. Manche Hochbetagte werden demenzkrank oder so pflegebedürftig, dass sie ständig intensive Betreuung brauchen. 2001 habe eine Arbeitsgruppe damit begonnen, einen neuen Wohnbereich Pflege zu planen, sagt nen, war zu überlegen, wie man diese „geschenkten Jahre“ auf das Sicherste und Angenehmste verbringen kann. Es wurde die Idee der „Seniorenwohnanlage“ geboren. Vorrausschauend erkannte der damalige Vorsitzende des Vereins Haus Lörick, Dr. Walther Hensel, welche gewaltige Aufgabe vor ihm lag. Im Frühjahr 1976 nahmen die Verantwortlichen Kontakt zur Wohnungsbaugesellschaft „Neue Heimat“ auf. So wurde der Verein Haus Horst gegründet, indem neben den Mitgliedern des Vereins Haus Lörick die damalige Bürgermeisterin der Stadt Hilden, Frau Dr. Ellen Wiederhold, und ein Mitarbeiter der „Neuen Heimat“ vertreten waren. Dem damaligen Vorstand von Haus Lörick ist es zu verdanken, dass das Wohnstift nicht an eine Finanzierungsgesellschaft verkauft wurde, sondern in das Eigentum des Trägervereins von Haus Horst überging. Nun fanden Bau- und Umbauarbeiten statt, die von Mitte 1976 bis Juni 1977 dauerten. Im Juni 1977 konnten die ersten Wohnungen bezogen werden. 1983 bot die „Neue Heimat“ dem Verein Haus Horst das Objekt zum Verkauf an. Nach intensiven Beratungen wurde schließlich im Jahr 1986 beschlossen, den Verein Horst aufzulösen und das gesamte Objekt dem Verein Haus Lörick zuzuordnen. Die Vision von Dr. Walther Hensel: „Im Alter aktiv bleiben, Kultur und Geselligkeit genießen, das Leben in den eigenen vier Wänden unbeschwert von Sorgen selbst gestalten“ sollte auch in Haus Horst umgesetzt werden. Seit 1994 ist der heutige Geschäfts- Geschäftsführer Mittendorf: „Wir haben uns dann für einen Neubau entschieden. Die Alternative wäre gewesen, Zimmer für Zimmer umzubauen.“ Den damit verbundenen Baulärm wollte man den alten Menschen nicht zumuten. So entstand das „Haus auf Stelzen, ein separates Gebäude, das über eine Brücke mit dem restlichen Wohnstift verbunden ist.“ 44 der 370 Bewohner leben im Wohnbereich Pflege. Das Haus hat zwei Etagen: „In der ersten leben überwiegend Menschen mit Demenz, in der Haus Horst – vom Park aus gesehen. Menschen mit einer höheren Lebenserwartung rechnköführer, Karl-Heinz Mittendorf, für das Wohnstift verantwortlich. Unter seiner Führung gelang es, Haus Horst zu einem attraktiven Wohnstift weiter zu entwickeln. Heute stehen den Bewohnern attraktive Woh- Haus Horst, wie es sich Besuchern präsentiert, die mit dem Auto anreisen: Links der Wohnbereich Pflege, rechts das Wohnstift. Dazwischen die Verbindungsbrücke. nungen und umfangreiche Serviceleistungen zur Verfügung. Im Wohnstift gibt es ein Lebensmittelgeschäft, einen Friseursalon, eine Heilpraktikerin, Fußpflege, Krankengymnastik und vieles mehr. zweiten körperlich Gebrechliche“, erzählt die Pflegedienstleiterin Anette Karsch. Es gibt 30 Einzel- und sieben Doppelzimmer. „Die Zimmer sind vormöbliert, unter anderem mit einem Pflegebett, die Bewohner dürfen sich ihre Zimmer ansonsten mit eigenen Sachen einrichten.“ Die 44 Bewohner werden von jeweils 11 Mitarbeitern betreut. Das ganze Haus ist hell und freundlich eingerichtet. Große Terrassen und Gemeinschaftsräume, begrünte Innenhöfe und bequeme Sessel sorgen für Behaglichkeit. Auch den Pflegebedürftigen wird ein umfangreiches Programm geboten: „Täglich von 15 bis 18.30 Uhr ist die Nachmittagsbetreuung. In dieser Zeit sind Demenzkranke oft besonders unruhig.“ Es gibt Rätseln, Bingo, Gedächtnistraining und jede Menge kleine Feste. Die Senioren sollen sich ja nicht langweilen im Wohnbereich Pflege. Zahlen und Fakten Wohneinheiten 96 Wohnungen mit 34 Quadratmetern 153 Wohnungen mit 45 Quadratmetern 65 Wohnungen mit 68 Quadratmetern 7 Wohnungen mit drei Räumen Bewohner 370 Leitung Karl-Heinz Mittendorf, Geschäftsführer Ute Franke-Hesse Wohnstiftsleitung, Mitarbeiter 167 Größe des Areals 60 Hektar Lage In einem großzügigen Park liegen zwei Wohneinheiten und der separate Wohnbereich Pflege. In Sichtnähe befindet sich ein Naherholungsgebiet an der Itter. Verkehrsanbindung Es gibt einen eigenen Shuttle-Bus nach Hilden und nach Benrath. Direkt vor dem Wohnstift fährt auch die Buslinie 783 nach Hilden.

40 Jahre Wohnstift Haus Horst ANZEIGE INTERVIEW MIRA SIEKMANN Haus Horst ist begehrt: „Es gibt hier lange Wartelisten“ Mira Siekmann ist in Haus Horst für Beratung und Vermietung zuständig. Sie gehört zu den Mitarbeitern des Wohnstifts, die schon fast so lange dort arbeiten, wie Haus Horst besteht. Seit wann sind Sie bei Haus Horst? Hat es sie nie gereizt, den Arbeitgeber zu wechseln? SIEKMANN Mittlerweile arbeite ich seit 39 Jahren in Haus Horst und habe keinen Tag bereut. Seit 16 Jahren arbeite ich in der Vermietung, davor war ich im Sekretariat. Ich kann sagen, dass ich in Haus Horst wirklich meine Lebensaufgabe gefunden habe. Wechseln wollte ich nie, denn von Anfang an hat mir die gute Laune der Kollegen gefallen und ich dachte, hier möchtest du gern bleiben und arbeiten. Für wen ist Haus Horst geeignet und welche Kosten müssen Interessenten einkalkulieren? SIEKMANN In Haus Horst können ausschließlich Selbstzahler einziehen. Eigene Möbel werden mitgebracht, daher fühlen sich die Bewohner gleich heimisch. Anders als im „Betreuten Wohnen“ bietet Haus Horst noch rüstigen Senioren Ein-, Zwei- und Drei- Bewohner und Besucher schätzen das viele Grün ums Haus und genießen es bei schönem Wetter, viel Zeit draußen zu verbringen. Der große Park, der Garten der Begegnung und die vielen Bänke laden dazu ein. Mira Siekmann arbeitet schon seit 39 Jahren bei Haus Horst. Raumwohnungen mit vielen Leistungen an, die bereits im Pensionspreis erhalten sind. Es gibt zum Beispiel Ein-Raum- Wohnungen mit 34 Quadratmetern. Sie kosten pro Monat 1330,44 Euro. Darin enthalten sind die Wohnungsgrundmiete, alle Nebenkosten, Strom, das Mittagessen, Telefongrundgebühr, Reinigung und Fensterreinigung, Notrufbereitschaft, Nutzung aller Gesellschaftsräume sowie Kurse und kulturelle Veranstaltungen. Aus kerngesunden Senioren können innerhalb weniger Jahre Pflegebedürftige werden. Wer kann ein Wohnung bei Ihnen mieten? SIEKMANN Beim Einzug darf kein Pflegegrad und auch keine demenzielle Erkrankung vorliegen. Wenn jedoch im Laufe der Zeit die Kräfte nachlassen und pflegerische Versorgung notwendig geworden ist, so erhalten die Bewohner diese durch den hauseigenen ambulanten Dienst in ihrer Wohnung. Bei Schwerstpflegebedürftigkeit haben die Bewohner die Möglichkeit, in den vollstationären Pflegebereich umzuziehen. Wenn jetzt ein einzelner älterer Mensch oder ein Ehepaar kommt, die ihre Vorgaben erfüllen, können die sofort bei Ihnen einziehen? SIEKMANN Zur Zeit sind alle Wohnungen in Haus Horst vermietet und es bestehen Wartezeiten für alle Wohnungstypen. Daher ist es ratsam, sich rechtzeitig in Haus Horst anzumelden. Die Altersgrenze für die Anmeldung sollte 80 Jahre nicht übersteigen und auch hier darf noch keine Pflegebedürftigkeit vorliegen. Was unterscheidet Haus Horst von anderen Seniorenheimen? SIEKMANN Es hat einen wunderschönen Park, viele Aufenthaltsmöglichkeiten im Freien, eine gute eigene Küche und vielfältige Freizeitangebote. Wer mehr wissen will, kann mich montags bis freitags von 8-13 Uhr unter 02103-915201 erreichen und sich anmelden oder ein Probewohnen vereinbaren. Das Konzept des Wohnstifts im Park Haus Horst ist Teil des Vereins „Haus Lörick“, der dem Paritätischen Wohlfahrtsverband angeschlossen ist. Dr. Walther Hensel, ehemaliger Oberstadtdirektor von Düsseldorf und Erfinder des Konzepts, nach dem Haus Horst geführt wird. Geschäftsführer Karl-Heinz Mittendorf und Wohnstift-Leiterin Ute Franke-Hesse leiten Haus Horst schon seit vielen Jahren. Im Alter aktiv bleiben, Kultur und Geselligkeit genießen, das Leben in den eigenen vier Wänden unbeschwert von den Sorgen des Alltags selbst gestalten. Diese Vorstellungen von einem erfüllten Leben führten im Februar 1965 zur Gründung des Vereins Haus Lörick in Düsseldorf. Heute betreibt er neben Haus Lörick auch noch das Wohnstift Haus Königshof in Mettmann und Haus Horst in Hilden. Die drei Häuser gewährleisten den Erhalt größtmöglicher Selbständigkeit und gesellschaftlicher Kontakte in einer freundlichen persönlichen Atmosphäre. Bei Krankheit oder Pflegebedürftigkeit kann jeder Bewohner auf verständnisvolle Fürsorge vertrauen. Eigeninitiative und Engagement der Bewohner bilden neben aufgeschlossenen Mitarbeitern und Partnern in der Geschäftsführung die Grundlagen des Vereinskonzepts. Das Modell Haus Lörick und seine Verwirklichung ist maßgeblich auf das sozialpolitische Engagement prominenter Düsseldorfer zurückzuführen, unter ihnen Oberstadtdirektor Dr. Walther Hensel. Alle drei Häuser sind überkonfessionell, überparteilich, gemeinnützig und oientiert am christlichhumanitären menschenbild mit seinen Wertvorstellungen. Der Verein ist dem Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband angeschlossen. Am Grundkonzept hat sich seit der Gründung nichts geändert, wohl aber an der Umsetzung: „Wir sind in den letzten 40 Jahren mit der Zeit gegangen. Mit den sich wandelnden Bedürfnissen der Menschen, mit gesellschaftlichen Anforderungen, mit fachlichen und technischen Neuerungen haben wir wichtige Entwicklungen aufgenommen und uns mit ihnen verändert“, sagt Geschäftsführer Karl-Heinz Mittendorf , der schon seit 25 Jahren die Geschicke des Hauses leitet. Wohnstiftsleiterin Ute Franke-Hesse verweist darauf, dass es ein neuer Trend unter Senioren um die 70 sei, früh ins Wohnstift zu ziehen: „Wir hatten schon Bewohner mit eigener Jacht oder Ferienhaus, die dies auch weiter nutzen und daneben die Kulturangebote des Hauses nutzen und die Sicherheit dort schätzen.“ Für veränderte Interessen werden immer wieder neue Freizeitangebote geschaffen, etwa ein Bildhauerseminar oder Tai- Chi Kurse, PC- und Englisch. „Ein weiterer Trend ist es, dass die Bewohner mehr Zeit draußen verbringen wollen. Deswegen haben wir unter anderem eine große Außenterrasse geschaffen und eine Boule-Bahn angelegt. Der Rasen wird mittlerweile vvon einem Mähroboter namens „Horsti“ gemäht: Ein Bewohner hat ihn dem Haus spendiert. Haus Horst unterzieht sich regelmäßig Qualitätschecks durch den TÜV Rheinland: Er prüft die Leistungen, die Abläufe in den einzelnen Bereichen des Wohnstifts und – ob es Ideen zur Verbesserung der Leistungen gibt. Die letzte Prüfung wurde im Mai 2017 durchgeführt und – bestanden.

Sonderveröffentlichungen