Aufrufe
vor 8 Monaten

775 Jahre Kleve

  • Text
  • Kleve
  • Klever
  • Stadt
  • Hochschule
  • Zeit
  • April
  • Geschichte
  • Moritz
  • Kurhaus
  • Offern

Kleves

Kleves Boulevard Die Tiergartenstraße ist Kleves Prachtstraße, von Bäumen gesäumt. Erbaut wurden die Bauwerke von den Reichen im 19. Jahrhundert. Bisher wurden einige renoviert, andere hingegen verfallen. Die Tiergartenstraße, morgens um 7 Uhr: Dieses wunderbare Bild hat uns der verstorbene Günni Hendricks in dem Buch „Kleve, Cleves, Kleef“ hinterlassen. Fotos: Buch/Evers (3) Zum Schluss öffnet sich die Straße in den Park, lädt ein, den Berg zu erklimmen, um den Blick über den Moritz-Kanal zu genießen. Hier ist man Mensch, hier darf man’s sein: Das fanden schon Philosophen, Herrscher und Grafen, wie die Urlauber, als Kleve noch mit „C“ geschrieben wurde und eine überaus beliebte Kurstadt war. Über die Tiergartenstraße ging es hinaus ins Grüne. Sie ist eines der ganz großen Kleinode Kleves. Auch der einstige Leiter des Museums Kurhaus Kleve, Guido de Werd, sagte einmal zum damaligen Bürgermeister Theo Brauer: „Wahren Sie diese Straße! Gehen sie sehr sensibel mit diesem Schatz um.“ Bis zum 17. Jahrhundert war gleich hinter der Einmündung der Gruftstraße noch ein Tor, durch das man in den Park konnte. Im frühen 19. Jahrhundert „eroberten“ dann die in große Gärten gebetteten Villen der Reichen das Gelände und säumten wie Perlen die einst vom Statthalter angelegte Allee. Heute wurden manche Villen renoviert, andere hingegen verfallen. jul In dieser schönen Villa befindet sich ein Altenheim. Franz Sanders betrieb zwischenzeitlich ein Café. In der Villa Nova gibt es griechische Spezialitäten.

Im und um das bekannte Spiegelzelt von Cinque herum geht’s rund mit vielen Aktionen. Foto: Stadt Kleve 775 Schritte durch die Stadtgeschichte Viele Künstler und Vereine haben sich zusammengetan nd für den 2. Juli rund um das Cinque-Zelt eine „Kultureile“ geplant. Neben viel Tanz und Musik werden Schüer Porträts von bekannten Klever Köpfen ausstellen. VON SABRINA PETERS 775 Jahre Stadt Kleve – das möchten auch die Kulturschaffenden aus dem Kleverland feiern. Dazu laden sie für Sonntag, 2. Juli, auf das Gelände des ehemaligen Klever Schützenhauses, wo im und rund um das dann dort aufgebaute Cinque- Zelt auf einer „Kulturmeile“ von 12 bis 22 Uhr gefeiert werden soll. Der Tag steht dazu anlässlich des Jubiläums der Schwanenstadt unter dem Motto „775 Schritte durch die Klever Stadtgeschichte“. Auf die Idee war Bruno Schmitz vom Kulturbüro Niederrhein gekommen, der auch Vorsitzender des Kleinstkunstvereines Cinque ist. Dieser beteiligt sich unter anderem mit dem Zelt am Geschehen. „Die Stadt Kleve feiert Ende April selbst ein kleines Fest. Wir als freie Künstlerszene wollten aber gerne noch etwas Eigenes machen, um 775 Jahre Stadt Kleve auch von unserer Seite angemessen zelebrieren zu können“, sagt Schmitz. Sein Vorschlag sei vor einem Jahr „auf große Begeisterung“ gestoßen. Viele Künstler beteiligen sich. Unter anderem sind das Theater im Fluss, die Klangfabrik-Allstars, KLEFOR“, die Jazzfreunde, ELLE- Tanzkunst und das ArToll Klanglabor mit dabei. Sie treten im und um das Spiegelzelt auf. Zur Kultur gehört aber nicht nur Tanz und Musik, sondern auch die Kunst, beispielsweise auf der Leinwand. Dazu bereiten Schüler der Klever Gesamtschule eine Open-Air-Ausstellung vor. „Sie befassen sich im Geschichtsunterricht mit der Klever Geschichte und zeichnen Porträts von berühmten Klevern wie Anna von Cleve oder Joseph Beuys“, berichtet Schmitz. Die fertigen Kunstwerke werden am 2. Juli an der Platanen-Allee ausgestellt. Die berühmten Klever greifen die Kulturschaffenden des Kulturraumes Kleverland auch noch einmal bei den für Besucher zu mietenden Tischen auf. Diese tragen die Namen von den herausragenden Persönlichkeiten der 775-jährigen Stadtgeschichte. So wird es neben einem Beuys-Tisch auch einen Gustav Hoffmann-Tisch geben. Für 35 Euro können diese bei Schmitz telefonisch unter 0282124161 reserviert werden. Auf der „Kulturmeile“ sollen die Gäste aber auch darüber hinaus eingebunden werden. „Wir wollen das Publikum überraschen und mit in die Aktionen einbeziehen“, sagt Schmitz. Die kleinen Gäste können zum Beispiel bei der Bildhauerei zuschauen und mitmachen. Zudem soll das Publikum „Poetry- Slammer“, welche die Geschichte einer Stadt mit Gefühl, Schabernack und witzigen Einlagen beschreiben, im Anschluss an die Auftritte bewerten. Bruno Schmitz. Foto: Endermann

Sonderveröffentlichungen