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775 Jahre Kleve

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Die City, die anzieht

Die City, die anzieht Die Einkaufsstraßen Kleves bieten viel Charme. Etliche Geschäfte haben eine lange Tradition. VON MARC CATTELAENS Ein ganz normaler Samstag in der Klever Fußgängerzone. ell. Einige Beispiele: „Kiesow bags and travel“ kann auf eine 167-jährige Geschichte zurück blicken. 1850 gründete Friedrich Kiesow seine Sattlerei und Treibriemenfabrikation. Sebastian Kiesow führt heute mit seiner Frau Nina den Familienbetrieb in fünfter Generation. Kiesows führen Handtaschen, Reisegepäck, Gürtel und Kleinlederwaren wie Geldbörsen sowie Schultaschen. Von der Schmiede für Kaffemühlenwerke – 1830 gegründet – entwickelte sich das Klever Familienunternehmen Kotters zum modernen Fachgeschäft für Haushaltswaren. Es wird von Michael Kotters und seiner Frau Cornelia Kotters in der vierten Generation geführt. Sie bieten ein breit gefächertes Sortiment an Haushalts- und Eisenwaren. Das älteste Hutgeschäft in Nordrhein- Westfalen befindet sich in Kleve: Hut Dreis zieht 206 Jahre nach seiner Gründung im 55 Quadratmeter großen Ladenlokal an der Großen Straße/Ecke Kavariner Straße viele Kunden aus nah und fern an. Seit 1885 bietet die traditionsreiche Schlossbergkellerei Peters aus Kleve internationale Weine und Spirituosen. Das Einrichtungshaus Rexing an der Kavarinerstraße kann eine 125 Jahre lange Firmengeschichte vorweisen. „Wir bieten Möbel-Klassiker, die trotz ihres Alters un- Foto: Markus van Offern Kleve ist eine Einkaufsstadt mit Flair. Wer im Schatten der Schwanenburg durch die Klever Einkaufstraßen flaniert, der fühlt sich einfach wohl. Ein bunter Mix aus inhabergeführten Geschäften mit individuellem Sortiment, großen Kaufhäusern mit einem vielfältigen Angebot, einladenden Cafés, Bäckereien und Eisdielen sowie Fleckchen am Wasser zum Verweilen bietet einen unverwechselbaren Reiz. Das schätzen unzählige Besucher aus nah und fern. Gerade auch die Nachbarn aus den Niederlanden lieben es, einen Ausflug in die Schwanenstadt zu machen, in einem der Cafés einen „Koffie met Gebak“ zu bestellen und anschließen auf Shopping-Tour zu gehen. Wer noch nie in Kleve war, wird sich wundern: Die Große Straße und ihre Nebenstraßen sind stets gut besucht. Das lässt sich auch in Zahlen ausdrücken: Kleve konnte im vergangenen Jahr die Einzelhandelszentralitätskennziffer 63,4 vorweisen. Das bedeutet, dass der Kreisstadt eine enorm große Kaufkraft von außerhalb zufließt. Anders gesagt: Die Klever Händler machen sehr viel Umsatz mit Kunden aus anderen Städten. Die Treue der Kunden hat es ermöglich, dass viele Klever Geschäfte eine äußerst lange Tradition vorweisen können. Hinter den modernen Fassaden verbergen sich oft Unternehmen, die im vorletzten Jahrhundert gegründet wurden. Das Angebot ist topaktuglaublich modern wirken, und die modernen Möbel, die in einigen Jahren als die Klassiker unserer Zeit gelten werden“, sagt Susanne Rexing. Der Juwelier Knops am Fischmarkt im Herzen von Kleve kann auf eine 183-jährige Firmengeschichte zurückblicken. Ausführliche Beratung und ein umfassendes Angebot von Trauringen, Schmuck und Uhren zeichnen Knops aus. Innerhalb von 90 Jahren hat sich Möbel Kleinmanns an der Emmericher Straße von der kleinen Schreinerei zum großen Einrichtungshaus gewandelt. Heute verfügt Möbel Kleinmanns über 2500 Quadratmeter Ausstellungsfläche, auf der Möbel und Küchen präsentiert werden. Christoph Dreis führt eins der ältesten Geschäfte in Kleve: Hut Dreis an der Großen Straße. Foto: Stade

58 Jahre tierisches Domizil Seit 1959 ist der Klever Tiergarten ein Zuhause für bedrohte Wild-und Haustierarten. VON JULIA ZUEW Klappern, Blöken, Fiepen, Kreischen: Still ist es im Tiergarten Kleve selten. Dort nisten Störche, Lämmer haben Wildschweine und Frischlinge zum Nachbarn: Seit 1959 ist der Tiergarten ein beliebtes Ausflugsziel für Besucher aus der Region und beherbergt unterschiedliche Arten von Haus- und Wildtieren, die zum Teil vom Aussterben bedroht sind. Auch Exoten haben dort ein Zuhause gefunden. Dazu gehören Kleine Pandas, auch Katzenbären genannt. Und eine ganze Trampeltier-Familie. Ein Streichelzoo mit Ziegen lässt Kinderaugen strahlen. Mitten im Grünen und abseits von Straßenlärm und Stadt gelegen, mit Pfaden, Sitzbänken, Imbissecke und einem Spielplatz herrscht familiäre Atmosphäre. Betriebsleiter Dietmar Cornelissen begann 1993 beim Tiergarten. „Jeder von den Mitarbeitern hat zwar seine Schwerpunkte in der Arbeit“, sagt er, „aber die Handwerker kennen sich auch mit der Pflege des Tieres aus“. Zumindest bei dem Tier, an dessen neuem Zuhause gezimmert wird. Ein Beispiel ist die Anlage für die Polarfüchse: „Der Handwerker, der die Hütte gebaut hat, hat auch am Wochenende Dienst bei den Tieren.“ Dann heißt es füttern, ausmisten, das Außengehege reinigen. Die sieben fest Der Katzenbär ist das Wahrzeichen des Klever Tiergartens. Foto: van Offern angestellten Pfleger und Handwerker teilen sich die Arbeit – je nach Erfahrung, Können und Einsatzzeit. Die knapp 350 Tiere auf sechs Hektar Fläche halten auf Trab. Und brauchen Platz. Als nächstes soll bei den Vögeln neuer Wohnraum entstehen: „Es soll noch eine Voliere für Schnee-Eulen und Bartkäuze gebaut werden“, sagt Cornelissen. Die Behausungen der Tiere sehen simpel aus, der Tiergarten stemmt das meiste an Arbeit mit eigener Personalkraft – hinter einem neuen Zuhause für die Bewohner stecken viel Arbeit, Zeit und Geld. „Manchmal muss man einen Bagger oder Betonmischer dazu holen, das muss auch bezahlt werden“, betont Cornelissen. Die Anlagen für die kleineren Tiere benötigen manchmal mehr Aufwand, als für die großen. Für das Revier der Polarfüchse wurde Material im Wert von etwa 20.000 Euro benötigt. Für die Asiatischen Zwergotter musste der Tiergarten dicke Glasscheiben, eine Heizung für das Häuschen und eine Mauer bezahlen: knapp 50.000 Euro. Bis das neue Otter-Domizil stand, verging knapp ein Jahr Bauzeit. Für manche Tiere ist der Klever Tiergarten ein Zuhause auf Lebenszeit geworden. Zu ihnen gehört Shetland-Pony Zofe. Ihr Alter schätzt Cornelissen auf mehr als 30 Jahre: „Sie war schon da, bevor ich hier anfing“, sagt er. ANZEIGE Investition in die Zukunft Verkaufs- und Betriebsleiter Wilhelm ten Eikfelder freut sich über den gelungenen Umbau. Da sein, wenn man gebraucht wird und ein offenes Ohr für die Sorgen der Kunden haben, das ist die Firmenphilosophie im Autohaus Leiting Automobile, seit 2010 an der Van-den-Bergh- Straße 63-65 in Kleve, das seinen Showroom gerade neu gestaltet hat. Mit dem kürzlich abgeschlossenen Anbau hat der Servicebereich rund 50 Quadratmeter zusätzliche Fläche inzugewonnen. Platz für Beratung und Kundengespräche in angenehmer Atmosphäre. Auf 100 weiteren Quadratmetern entstanden zwei zusätzliche Werkstattarbeitsplätze. Dort wird auch der moderne Achsenessstand stehen, der in den ommenden Wochen geliefert wird. Damit können nicht nur Achsen vermessen werden, sondern auch die Justiersysteme für die Assistenzsysteme der Fahrzeuge. Weitere 1000 Quadratmeter im Außengelände wurden als Präsentationsfläche für die Neu- und Gebrauchtwagen gepflastert. Das sind Um- und Anbaumaßnahmen, die den Kunden auffallen. „Es sei toll zu seen, dass wir in die Zukunft investieren, hat kürzlich ein Kunde gesagt“, erzählt Wilhelm ten ikelder. Ein Lob, das den Veraufs- und Betriebsleiter der lever Leiting-Automobile-Betriebsstelle freut. Ist es doch der persönliche Kundenkontakt, auf den er und sein Team größten Wert legen. Ansprechpartner bei Fahrzeugproblemen sein, freudige Ereignisse wie den Kauf des neuen Wagens mit dem Käufer teilen oder gemeinsam mit dem Kunden mittels Car-Konfigurator am Bildschirm individuelle Lösungen für Wünsche finden, für all das braucht es neben fachlicher Kompetenz und Servicebereitschaft auch Zeit für das menschliche Drumherum. Aufgehoben sollen sich die Kunden fühlen, als Mensch beachtet statt nur als zahlender Auftraggeber. „Darum passt Skoda so gut zu uns. Wir verkaufen hervorragende Autos. Das ist Superqualität zu vernünftigen Preisen. Auch da kann sich der Kunde wohlfühlen“, berichtet ten Eikelder mit einem Lächeln. „Wir versuchen, immer kundenorientiert zu arbeiten. Kundenzufriedenheit ist unser höchstes Ziel. Das versuchen wir zu leben. Aber es ist ein stetiger Prozess. Immer mit dem Ziel, es von Tag zu Tag noch besser zu machen.“ So gehört die „Dialogannahme“ zu den Neuerungen so selbstverständlich dazu wie die gerade installierte LED-Beleuchtung im Showroom. Mit der Dialogannahme sieht der Kunde vor Ort, welche Probleme an seinem Auto zu lösen sind. Transparenz, die Vertrauen schafft. In den kommenden Tagen werden die restlichen Renovierungsarbeiten abgeschlossen. Dann erscheinen Innen- wie Außenbereich in „frischem Anstrich“, modern, effizient und optisch ansprechend. Von montags bis samstags sind die elf Mitarbeiter im Einsatz. Und für echte (!) Notfälle gibt es 365 Tage im Jahr den 24-Stunden- Notfallservice. So wie man das von früher vom Mechaniker um die Ecke kennt. PORTRÄT Leiting Automobile

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