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ADFC Fahrrad-Sternfahrt NRW -03.05.2018-

ADFC Fahrrad-Sternfahrt NRW

RHEINISCHE POST DONNERSTAG, 3. MAI 2018 Düsseldorfer Wirtschaft D7 D-L7 In der Stadthalle fand zuletzt die Meisterfeier der Handwerkskammer statt. Auch das Brauchtum feiert dort regelmäßig. RP-FOTO: ANDREAS BRETZ Messe und Stadt spalten Firma DCSE auf VON UWE-JENS RUHNAU Was gestern freudig begrüßt wurde, soll morgen nicht mehr sein: Der Stadtrat wird heute das Ende der Düsseldorf Congress Sport & Event GmbH einläuten. In Zukunft soll es einerseits eine Kongressgesellschaft geben und andererseits ein Unternehmen für Event und Sport unter dem Namen D.Live – dieser wird bereits jetzt in der öffentlichen Kommunikation eingesetzt. Noch offen ist die Zukunft der Stadthalle. Sie könnte in das Eigentum der Messe übergehen. Die Fakten: Vorgeschichte In den neunziger Jahren gründeten Messe und Stadt gemeinsam und zu gleichen Teilen eine Kongressgesellschaft. Der Markt boomte, Düsseldorfs Engagement war ausbaufähig. Aus Karlsruhe wurde Hilmar Guckert abgeworben, ein Profi im Kongressgeschäft. Der wunderte sich nicht schlecht, als er im Laufe der Jahre für immer mehr zuständig wurde. Erst für die Arena, als dort die Kooperation der Stadt mit der Firma Walter Bau, die pleite ging, endete. Später auch für den Dome und die Mitsubishi Electric Halle und auch das Castello in Reisholz, das wirtschaftlich strandete. Den Namen DCSE komplett machte der Sportbereich, der zunächst bei Düsseldorf Marketing und Tourismus angesiedelt war. INFO Umsatz von mehr als 40 Millionen Euro Bilanz Mehr als 2,2 Millionen Besucher bei knapp 3700 Veranstaltungen gab DCSE in seiner Bilanz im vergangenen Jahr an. Der Umsatz lag 2016 bei gut 35 Millionen Euro, 2017 ist er auf mehr als 40 Millionen Euro geklettert. Die Zahlen werden noch vorgelegt. Veranstaltungen Es gab 86 Kongresse sowie Firmenveranstaltungen, 100 Konzerte und Shows und 61 Sportveranstaltungen. Neue Struktur Seit 1. Oktober 2017 ist Michael Brill als DCSE-Geschäftsführer für Sport und Event zuständig. Er soll ab 1. Juli diese Bereiche unter dem Namen D.Live GmbH & Co. KG als Geschäftsführer managen. Seine Ziele: mehr Umsatz, mehr Ertrag und 2020 endlich eine schwarze Null. Heute nämlich macht der Eventbereich einen Verlust, den Insider auf jährlich um die drei Millionen Euro beziffern. Davon bekommt man kaum etwa mit, weil die Stadt das Minus von DCSE über einen Zuschuss ausgleicht. Brill wird auch Chef der Verwaltungsgesellschaft der Arena, deren Kredite jährlich bei um die zehn Millionen Euro liegen. Ein Teil teurer Kredite konnte gerade umgeschuldet werden. DCSE gehört je zur Hälfte Stadt und Messe. Langfristiges Ziel ist, dass das Kongressgeschäft komplett bei der Messe angesiedelt wird, D.Live komplett bei der Stadt. Dies ist aber nicht Gegenstand der Entscheidung heute im Rat. Rund 2500 Gewerkschafter zogen von der Friedrich-Ebert-Straße quer durch die Stadt zum Johannes-Rau-Platz am Rheinufer. RP-FOTO: ANNE ORTHEN Stadthalle Die Stadthalle spielt eine Sonderrolle. Sie wurde einst auf der Fischerstraße aufgegeben, um Platz für einen Neubau der Victoria-Versicherung (heute Ergo) zu machen. Sie wurde gleich am Messe-Kongresszentrum mit Zugang vom Rhein aus neu erbaut. Veranstaltungen fürs Brauchtum und die Stadt wurden vertraglich abgesichert, daneben wird sie für Kongresse genutzt. Nun ist die Stadthalle sanierungsbedürftig, seit Monaten wird hinter den Kulissen die Frage diskutiert, ob sie nicht besser von der Messe modernisiert und gleichzeitig übernommen wird. Hier geht es um den Preis, der noch ermittelt werden muss. Klar ist, dass die Messe-Geschäftsführung die Nutzung für Stadt und Brauchtum weiter garantieren möchte. Im internen Gefüge zwischen Messe und Kongressgesellschaft erhebt die Messe den Anspruch auf Vorrang. Politik Die Trennung von Kongressauf der einen sowie Event- und Sportgeschäft auf der anderen Seite dürfte heute mit großer Mehrheit abgesegnet werden. Die Ampel-Kooperation aus SPD, Grünen und FDP hat die Frage intensiv diskutiert. „Es ist klargeworden, dass etwas nicht mehr zusammenpasst“, sagt Grünen-Fraktionssprecher Norbert Czerwinski. Kunden, Abläufe und Zeithorizonte der Geschäftsbereiche seien zu unterschiedlich. Die CDU will sich heute noch mit Michael Brill treffen, Fraktionschef Rüdiger Gutt rechnet jedoch mit einer Zustimmung. Mai-Kundgebung wird zum bunten Familienfest Erst drohte wegen heftigen Windes eine Absage des Festes zum Tag der Arbeit. Schließlich aber feierten Tausende. VON THORSTEN BREITKOPF Das Thema bezahlbares Wohnen war eines der zentralen Kernpunkte der Kundgebung zum Tag der Arbeit am Düsseldorfer Rheinufer. Nach einer aktuellen Studie der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung fehlen in den deutschen Großstädten fast zwei Millionen bezahlbare Mietwohnungen. In Düsseldorf fehlen mindestens 32.195 Wohnungen für Menschen mit niedrigen Einkommen laut einer weiteren Untersuchung der Stiftung. „Wie soll denn ein Gemeinwesen, wie soll eine Stadt funktionieren, wenn Männer und Frauen mit durchschnittlichem Einkommen es sich nicht mehr leisten können, in der Nähe ihres Arbeitsplatzes zu wohnen“, sagte Sigrid Wolf, Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) in Düsseldorf bei der Maikundgebung. „Wir brauchen dringend einen Richtungswechsel in der Wohnungspolitik. Wir wollen dass Jung und Alt, Familien, Wohngemeinschaften, Single-Haushalte gut in Düsseldorf leben können. Daher brauchen wir ein vielfältiges Angebot bezahlbaren Wohnens. Dafür brauchen wir öffentliche Investitionen, vor allem in bezahlbaren Wohnraum“, so die DGB-Chefin weiter. Am Morgen des 1. Mai drohte dem Fest eine Absage. Heftige Windböen gefährdeten die Zeltstände am Johannes-Rau-Platz. Die DGB-Spitze entschied sich, am Termin festzuhalten. Eine im Nachhinein richtige Entscheidung. Gegen Mittag beruhigte sich das Wetter und die Sonne kam raus. Mehr als 10.000 Gäste besuchten die 90 Stände diverser Vereine, Gewerkschaften und Institutionen im Rahmen des Familienfestes, das vor fünf Jahren vom Hofgarten an das Rheinufer umzog. IHK informiert über Geschäfte mit Kuba (tb) Die IHK Düsseldorf lädt für den 9. Mai von 9.30 bis 11.30 Uhr zu einem Tisch-Gespräch mit dem Delegierten der Deutschen Wirtschaft in Kuba, Gunther Neubert, in ihrem Hause, Ernst-Schneider-Platz 1, ein. „Das ist eine hervorragende Gelegenheit, um sich aus erster Hand über die Situation im Land zu informieren. Denn wir setzen darauf, dass Kuba sich weiter öffnen wird und sich so die Geschäftschancen für deutsche Unternehmen vor Ort deutlich erhöhen werden“, sagt Gerhard Eschenbaum, stellvertretender Hauptgeschäftsführer und Leiter der Abteilung Außenwirtschaft der IHK Düsseldorf. Im Zuge der Normalisierung der gemeinsamen Beziehungen kam es zu US- Embargoerleichterungen. Die Teilnahme an der Veranstaltung kostet 65,45 Euro für IHK-Mitglieder und 89,25 Euro für Nicht-Mitglieder (jeweils pro Person inklusive Mehrwertsteuer). Informationen und Online-Anmeldung im Internet unter www.duesseldorf.ihk.de, Veranstaltungsnummer 119107976. AUS DER WIRTSCHAFT Laureus Bank knackt die Milliarden-Grenze (tb) Die Laureus AG Privat Finanz, die Private-Banking-Tochter der genossenschaftlichen Sparda-Bank West, hat das Geschäftsjahr 2017 erfolgreich abgeschlossen. Sowohl der Kundenbestand als auch das betreute Vermögen konnten gesteigert werden. Das betreute Kundenvermögen stieg um 9,9 Prozent auf erstmals mehr als eine Milliarde Euro. Die Provisionserlöse konnten 2017 um 15,9 Prozent gesteigert werden. Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen legten dagegen deutlich geringer zu, um 12,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Roland Wutz wechselt zu Development Partner (tb) Der Düsseldorfer Projektentwickler Development Partner hat sein Team mit dem Engagement von Roland Wutz als Kaufmännischer Leiter verstärkt. Der 51-jährige Betriebswirt tritt als Direktor für Finanzen und Controlling die Nachfolge von Stephan Peters an, der nach langjähriger Tätigkeit für das Unternehmen in den Ruhestand getreten ist. Roland Wutz war zuletzt als Finanz-Manager für die Redevco Services Deutschland tätig. Zuvor arbeitete er für die KPMG Europe LLP in Köln sowie den Bundesverband der Unfallkassen in München. ADFC Fahrrad-Sternfahrt NRW ANZEIGE Fahrrad-Demo für saubere Luft in der Stadt Unter dem Motto „Stadt. Rad. Luft!“ radeln Tausende am Sonntag, 6. Mai, durch Düsseldorf. Der ADFC lädt ein: „Fahren Sie mit!“ FOTO: ULRICH PEGELOW Dort, wo sonst Autos unterwegs sind, nehmen die Radfahrer bei der Sternfahrt die Straßen Düsseldorfs ein. Am Sonntag, 6. Mai, wird Düsseldorf erneut zur Fahrradhauptstadt Nordrhein-Westfalens: Von über 50 Start- und Sammelpunkten aus führt die ADFC Fahrrad-Sternfahrt NRW mehrere tausend Radfahrerinnen und Radfahrer in die Landeshauptstadt, um für ein fahrradfreundliches NRW zu demonstrieren. „Stadt. Rad. Luft!“ lautet das Motto in diesem Jahr. Denn der Allgemeine Deutsche Fahrrad- Club ist überzeugt, dass die Menschen in der Stadt nur mit mehr Radverkehr wieder gute Luft zum Atmen bekommen. Die größte Fahrrad-Demonstration im Land soll eindrucksvoll zeigen, wie viele bereits das umweltfreundliche Verkehrsmittel Fahrrad nutzen. Ziel ist es, Präsenz zu zeigen und so auf die landesweiten Forderungen – Radschnellwege, geschützte Radstreifen oder Tempo 30 in Innenstädten – hinzuweisen. Dafür geht es von acht innerstädtischen Sammelpunkten aus zum Johannes-Rau-Platz (siehe Box). Für 15 Uhr ist dort eine zentrale Kundgebung geplant, mit Lastenrad-Parade und Gästen vom befreundeten Kölner Radkomm-Netzwerk. Ab 15.30 Uhr setzt sich der Zug in Bewegung – an diesem Tag nehmen die Radfahrer, organisiert vom ADFC Düsseldorf, die Fahrbahnen der Landeshauptstadt ein. Autos, Motorräder und Lkw halten Abstand, an keiner Ampel bleiben die Radler stehen. Die Polizei eskortiert die Gruppe. Gefahren wird mit familienfreundlichen zwölf Kilometern pro Stunde – unter anderem über zwei Rheinbrücken und als Highlight durch den Rheinufertunnel, der sonst Autos vorbehalten ist. Die rund 18 Kilometer lange Rundtour führt durch die Innenstadt – beispielsweise entlang der Kö – oder linksrheinisch durch Oberkassel. An verkehrspolitisch brisanten Stellen wie dem Bilker Bahnhof, dem Worringer Platz und der Oberkasseler Brücke wird es kurze Zwischen-Stopps geben. Während die großen Sternfahrer die Stadt umrunden, zeigen die jüngsten Verkehrsteilnehmer, wie schön Düsseldorf auf der Erholspur ist: Bei der beliebten Sternchenfahrt geben Kinder ab drei Jahren auf rund drei autofreien Kilometern Gummi. Ab 15 Uhr wird sich dazu am Johannes- Rau-Platz getroffen. Um 16 Uhr erfolgt der Start mit Polizei- und Elternbegleitung. Die Kleinsten geben auf dem Kurs am Rheinufer das Tempo vor: Nach einer Schleife zum Alten Hafen und zu den Kasematten geht es an Landtag und Fernsehturm vorbei zurück zum Johannes-Rau-Platz. Am Ziel gibt es Urkunden für die Kinder sowie Speisen und Getränke für alle. Der ADFC ist sicher: „Spaß ist garantiert!“ Sammelpunkte Stockum Aquazoo, 14 Uhr Oberkassel Barbarossa- Platz, 14 Uhr Benrath Schloss-Vorplatz, 14 Uhr Eller Rathaus, Gertrudisplatz, 14.15 Uhr Gerresheim Neusser Tor, 13.45 Uhr Kaiserswerth Klemensplatz, 13.45 Uhr Grafenberg Staufenplatz, 14.15 Uhr Wersten Werstener Deckel / Werstener Dorfstraße, 14.20 Uhr Alle Infos unter: www.adfc-sternfahrt.org

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