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Alles für das Tier -01.12.2018-

Alles für das Tier

Alles für das Tier ANZEIGE Diese Impfungen sind für Katzen sinnvoll Wer seine Katze schützen will, sollte sie gegen Krankheiten impfen lassen. Einige Impfungen werden für alle Katzen empfohlen, andere nur für Freigänger. Hier gibt es einen Überblick. Seuche, Schnupfen, Tollwut: Es gibt eine ganze Reihe von Krankheiten, vor denen man Katzen schützen kann und sollte. „Wichtig sind dabei vor allem Impfungen gegen die sogenannte Katzenseuche und den Katzenschnupfen“, sagt Astrid Behr, Sprecherin des Bundesverbandes Praktizierender Tierärzte in Frankfurt. Falls diese Krankheiten bei Katzen ausbrechen, verlaufen sie oft schwerwiegend und chronisch. „Es gibt kein Medikament dagegen, sondern man kann dann nur die Symptome lindern“, erklärt Behr. Deshalb sollten Halter hier unbedingt vorbeugen. Für eine Grundimmunisierung empfiehlt es sich, die jungen Tiere im Alter von acht, zwölf und 16 Lebenswochen sowie nach 15 Monaten gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche impfen zu lassen. Das sind die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission Veterinärmedizin am Friedrich-Loeffler-Institut in Greifswald (Stiko Vet). „Diese Impfungen würde ich für alle Katzen empfehlen“, rät Behr. Katzenschnupfen und Katzenseuche sind nicht nur für Freigänger ein Thema, sondern auch für Tiere, die ausschließlich in der Wohnung gehalten werden. Katzen können viele Krankheiten bekommen, die durch Impfungen vermeidbar sind: Halter sollten sich beim Tierarzt darüber informieren, was für ihr Tier jeweils sinnvoll ist. „Die Viren werden nicht nur im Kontakt von Tier zu Tier übertragen, sondern beispielsweise auch durch Kleidungsstücke oder Schuhe.“ Weil diese Viren sehr widerstandsfähig sind und auch außerhalb eines Wirtes recht lange überleben, können sich auch Tiere damit anstecken, die nur in der Wohnung leben. Die Stiko Vet empfiehlt bei Freigängern außerdem eine Impfung gegen Tollwut. Sie sollte im Alter von zwölf Wochen erfolgen. Bei einigen Impfstoffen gegen Tollwut wird noch eine zweite Impfung im Alter von 15 Monaten empfohlen. Manchmal sind auch noch andere Impfungen sinnvoll. „Dies ist vor allem dort wichtig, wo ein hoher Infektionsdruck herrscht“, sagt Behr. Betroffen sind beispielsweise Katzen, die man auf Ausstellungen zeigt, die zeitweise in Pensionen leben oder die generell sehr viel Kontakt mit anderen Katzen haben. Dazu sollten Halter am besten ihren Tierarzt um Rat fragen. „Er weiß, welche Krankheiten in der jeweiligen Region auftreten und welche Impfungen deshalb sinnvoll sind“, sagt Behr. Zu diesen individuell empfohlenen Impfungen zählen zum Beispiel die gegen Bordetella bronchiseptica (eine Atemwegserkrankung), Chlamydien, Feline Infektiöse Peritonitis (Erkrankung des Bauchfells), Leukose (Katzenleukämie) und Pilzinfektionen. Der Tierarzt sollte auch Ansprechpartner sein, wenn es um Auffrischungsimp- Es empfiehlt sich, die Tiere gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche zu impfen. fungen geht. Manche Impfstoffe werden erst nach drei Jahren aufgefrischt, bei anderen ist eine frühere Auffrischung vorgesehen. Nach einer Impfung können bei Katzen außerdem leichte Nebenwirkungen auftreten. „Es kann zum Beispiel zu Irritationen durch die Spritze kommen“, sagt Behr. In der Regel seien diese aber nicht heftig und der Schutz durch die Impfung überwiege. Wer sich eine Katze anschaffen möchte, sollte auch an die Kosten für Impfungen denken. Lea Schmitz vom Deutschen Tierschutzbund rät, die ungefähre Preisspanne beim Tierarzt vorher zu erfragen. Wer dann feststellt, dass er die Kosten auf längere Zeit nicht tragen kann oder will, überdenkt die Anschaffung eines Tieres besser noch einmal. Neben den Impfungen ist ein jährlicher Gesundheitscheck beim Tierarzt sinnvoll. Sarah Ross, Heimtierexpertin bei Vier Pfoten in Hamburg, empfiehlt deshalb, für Impfungen, Untersuchungen und Notfälle bewusst Geld zur Seite zu legen und zu sparen. „Manchmal bietet sich auch an, eine Krankenversicherung für ein Tier abzuschließen.“ Einige Kassen tragen auch die Kosten für Impfungen. Ob sich das rechnet, sollte jeder selbst durchkalkulieren. Impfungen schützen zum einen die Katze selbst. Sie leisten aber auch einen Beitrag, um andere Tiere zu schützen: „Wer sein Tier impfen lässt, trägt dazu bei, dass sich Infektionskrankheiten nicht weiterverbreiten“, sagt Ross. So verhindern Halter beispielsweise, dass das eigene Tier als Freigänger Streunerkatzen infiziert und sich Krankheiten wie Katzenschnupfen weiterverbreiten. Langhaarkatzen richtig pflegen Perser und Maine Coon benötigen eine intensive Pflege. Von Bürsten über Kämme bis hin zu Entfilzungsspray gibt es im Einzelhandel vieles zu kaufen – aber was brauchen Halter wirklich? Halter von Perserkatzen sollten ihre Tiere mit einem Kamm oder einer Bürste von vorne nach hinten ausbürsten. Verfilzungen, Ekzeme, Parasiten: All das droht, wenn das Fell von Langhaarkatzen nicht richtig gepflegt wird. Eigentlich reinigen sich die Tiere mit Zunge und Speichel selber. Langhaarkatzen sind bei der Fellpflege aber auf ihre Besitzer angewiesen: „Langhaarkatzen schaffen es durch das lang gezüchtete Fell häufig nicht, sich alleine vor Knoten und Verfilzungen zu schützen“, erklärt Lea Schmitz vom Deutschen Tierschutzbund. Diese Unterstützung brauchen die Tiere aber nicht nur während des Fellwechsels, sagt Astrid Behr vom Bundesverband Praktizierender Tierärzte. „Bei Langhaarkatzen ist tägliche Pflege angesagt.“ Denn für die Tiere mit dem langen Fell gilt: Kleine Knötchen im Fell können schnell zu großflächigen Verfilzungen werden – deshalb müssen sie samt loser Unterwolle sorgfältig herausgekämmt werden. Am besten klappt das mit einer Unterwollbürste aus Metall mit breiten abgerundeten Zinken. Die abgerundeten Zinken sind hierbei ein absolutes Muss: „Vor allem Perserkatzen haben eine pergamentdünne Haut, die extrem empfindlich ist“, erklärt Behr. Anschließend kann man mit einem feingezahnten Metallkamm oder einer mittelharten Drahtbürste noch einmal nachkämmen. Die regelmäßige Fellpflege sorgt nicht nur dafür, dass das Haar nicht verfilzt, sondern beugt auch dem Dauereinsatz eines Staubsaugers vor, wenn die Katze gerade viele Haare verliert. Generell sollte das Fell des Tieres immer von vorn nach hinten gestriegelt werden – und nicht gegen die Haarwuchsrichtung. Der hochempfindliche Schwanz sollte ebenso wie der Bauch besonders vorsichtig im Anschluss gepflegt werden. „Am besten funktioniert die Pflege, wenn die Katze schon als Jungtier an Kamm und Co. gewöhnt wird“, sagt Sabine Müller, Mitglied des Zentralverbandes Zoologischer Fachbetriebe (ZZF). Sie betreibt einen Pflegesalon für Katzen und Hunde und ermuntert Halter dazu, sich gegenüber dem Kätzchen ruhig durchzusetzen: „Wie Menschenkinder probieren auch junge Katzen aus, was sie sich erlauben können und was nicht.“ Trotzdem sollte man die Katzen vorsichtig an die Pflege gewöhnen, rät Lea Schmitz. Zum sanften Einstieg empfiehlt sie, zunächst eine ganz weiche Bürste statt eines Kammes zu verwenden. „Wenn es ziept, wehrt sich die Katze natürlich schneller, als wenn sie merkt, dass es angenehm ist und die Fellpflege eher an Streicheln erinnert.“ Wird die Pflege als Ritual eingeführt, das täglich zur gleichen Zeit am gleichen Ort abläuft, gewöhnt sich die Katze aber meist schnell daran, sagt Müller. Außerdem ist die Pflege nicht nur für die Gesundheit des Tieres wichtig. „Die Körperpflege stärkt auch die Bindung zwischen Katze und Mensch.“ Wer sein Haustier besonders verwöhnen möchte, kann mit einer Naturhaarbürste oder einem Fellpflegehandschuh für eine kleine Wellnessbehandlung sorgen. „Für die Pflege ist das kein Muss, aber beides kann das Wohlbefinden der Katze steigern“, meint Tierärztin Astrid Behr. Da damit außerdem die Durchblutung der Haut angeregt wird, ist auch die sanfte Massage für die Gesundheit des Tieres förderlich. Entstehen trotz der Pflege doch einmal kleine Knötchen im Fell, können die Besitzer zunächst versuchen, diese mit den Fingern zu lösen. Bei hartnäckigeren kleinen Verfilzungen kann zusätzlich ein Sprühstoß Entfilzungsspray helfen. Alternativ lassen sich die verknoteten Stellen auch mit einem Entfilzungsmesser entfernen oder mit einer Schere mit abgerundeten Spitzen herausschneiden. „Wichtig ist dann aber, die Finger zwischen Schere und Haut zu legen, um die Verletzungsgefahr bei der Katze zu minimieren“, rät Behr. Vorsicht bei Futterallergien Kahle Stellen und Durchfall sind Symptome, die auf eine Unverträglichkeit hindeuten. Normalerweise vertragen Hunde und Katzen Alleinfutter gut. Bei manchen Tieren reagiert das Immunsystem aber auf einzelne Bestandteile überempfindlich. Den Tierhaltern kann solch eine Futterallergie zum Beispiel durch Hautprobleme wie Juckreiz und Entzündungen auffallen. Viele Katzen lecken sich dann Fellstellen wund, erläutert Heidi Bernauer-Münz von der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz (TVT). Dazu kommen Magen-Darm-Probleme wie Bei einer Allergie vertragen Hunde ihr Futter nicht. FEINE PASTETEN & FEINE FILETS MIT AUSGEWÄHLTEN ZUTATEN F VOM etwa chronischer Durchfall. Oft ist auch eine immer wiederkehrende Ohrenentzündung ein Symptom. Ein Tierarzt sollte dann zuerst einmal überprüfen, ob die Symptome nicht durch Bakterien, Viren oder Parasiten ausgelöst werden. Eine Eliminationsdiät kann dann in einem zweiten Schritt zeigen, ob und gegen was das Tier allergisch reagiert. Dabei bekommt das Tier über mindestens zwei Monate Futter, das voraussichtlich keine Allergie auslöst. Bei Hunden sind dies zum Beispiel Reis und Fisch. Verschwinden die Symptome, ist eine Futtermittelallergie sehr wahrscheinlich. Dann werden in einem sogenannten Provokationstest verschiedene andere Futtermittel über einen längeren Zeitraum dazu gefüttert. Treten die Symp tome dann zum Beispiel bei Rindfleisch wieder auf, ist das- Allergen bekannt und sollte als Futtergabe durch den Tierbesitzer in Zukunft vermieden werden. – Schnuppern Sie mal rein ür Verführung FEINSTEN

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