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Auf gute Nachbarschaft -12.12.2018-

Auf gute Nachbarschaft

ngz MITTWOCH, 12. DEZEMBER 2018 Kaarst/Korschenbroich C7 NE-L6 Ein Besuch im Berliner Büro von Heveling Der Korschenbroicher ist 2019 seit zehn Jahren Bundestagsabgeordneter. Er gehört inzwischen dem Vorstand seiner Fraktion an. VON FRIEDHELM RUF KORSCHENBROICH Wer das Büro von Ansgar Heveling im Jakob-Kaiser-Haus betritt, dem liegt Berlin zu Füßen. Rechts auf der anderen Seite der Wilhelmstraße hat die ARD ihr Hauptstadtstudio, etwas weiter die Spree hinunter die Weidendammer Brücke mit dem von Wolf Biermann besungenen Preußischen Ikarus. Wer nach vorne schaut, kann das imposante weiße Gebäude der Charité nicht übersehen. Und wer den Kopf dann nach links wendet, erblickt die Gebäude der Macht. Später wird Ansgar Heveling zeigen, wie die Abgeordneten aus dem Jakob-Kaiser-Haus in den Reichstag kommen, ohne den Fuß nach draußen ins lärmende Berlin zu setzen. Ja, es waren aufregende Wochen für den Abgeordneten aus Korschenbroich. Nicht nur ein neuer Fraktionsvorsitzender wurde gewählt, sondern auch eine neue Parteivorsitzende. Heveling wird nun dabei sein, wenn es darum geht, die CDU zu erneuern. Er hat eine besondere Stellung in der Bundestagsfraktion, deren Justitiar er ist. Im Fraktionssaal hat er seinen festen Platz am Vorstandstisch. In seinem eigenen Büro im Jakob-Kaiser-Haus blickt er vom Schreibtisch aus auf ein Porträt von Heinrich von Gagern, den Präsidenten des Pauskirchen-Parlaments und auf ein kleines Landschaftsbild eines niederländischen Malers. Die Bilder hat er aus dem Depot, die im Kunstraum des Bundestages an der Schadowstraße gelagert sind. Dort dürfen sich die Abgeordneten Kunstwerke für ihre Büros aussuchen. Ergänzt wird die Kunst durch Bilder, die Hobbyfotograf Heveling selbst gemacht hat. In Deutschland als Bundestagsabgeordneter zu arbeiten, bedeutet, viel unterwegs zu sein. „Grob kann man sagen, dass wir die Hälfte des Jahres in Berlin sind und die andere Hälfte im Wahlkreis.“ In Berlin sitzt Heveling in den Ausschüssen für Recht und Verbraucherschutz, für Kultur und Medien sowie für Wahlprüfung, Immunität und Geschäftsordnung. Außerdem im Wahlprüfungsausschuss sowie im Innenausschuss, dessen Vorsitzender er nach dem Abgang von Wolfgang Bosbach zwei Jahre lang war. Als Justitiar ist Heveling für alle Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht zuständig, wenn es darum geht, dass der Bundestag beteiligt ist. Wenn Verfassungsbeschwerden behandelt werden, muss Heveling darauf achten, ob davon der Bundestag betroffen sein könnte. Hinzu kommen viele Themen und konkrete Anliegen, die Bürger aus dem Wahlkreis direkt an ihren Abgeordneten stellen. Und warum findet die Politik derzeit kaum Antworten bei schwierigen Themen, wie etwa dem Dieselfahrverbot? Heveling sieht da ein Ansgar Heveling in seinem Büro, er ist auch Justitiar der Bundestagsfraktion von CDU und CSU. FOTO: FRIEDHELM RUF ganz spezielles Problem nicht nur beim Thema Diesel, sondern auch bei Fragen von Asyl und Migration. „Wir sind mittlerweile so ausdifferenziert geworden und haben eine Komplexität erreicht, die es uns in der Politik schwer macht, Entscheidungen zu treffen und sie dann zu kommunizieren.“ Das führe natürlich auch dazu, dass es für die Bevölkerung schwerer werde, die politischen Diskussionen und Entscheidungen zu verstehen. „Wir müssen versuchen, diese Überkomplexität wieder aufzulösen. Wir sollten nicht einfache Antworten geben, aber klare Linien aufzeigen.“ Die Fülle an Thesen nur eines Themas INFO Entscheidung über höchste deutsche Richter Bundestag Seit 2009 ist Ansgar Heveling Mitglied des Bundestages. Von 2015 bis 2017 war er Vorsitzender des Innenausschusses. Richter Heveling entscheidet im Richterwahlausschuss auch mit darüber, wer einen Richterposten an den obersten Gerichten des Bundes bekommt. sei überbordend. „Dann verlieren wir uns selbst in diesem Gestrüpp der Überkomplexität. Und das führt dazu, dass man nicht mehr verstanden wird.“ Heveling will daran mitarbeiten, damit Politik wieder verständlicher wird. „Ich mache meine Arbeit gerne. Ich sehe jetzt aber auch, dass man Zeit braucht. In meiner ersten Wahlperiode war ich ein Neuling. Ich musste mich in die Strukturen erst einarbeiten. So ab Mitte der zweiten Wahlperiode, wo ich Ausschuss-Vorsitzender wurde, war ich im Geschehen wirklich drin. Und jetzt mit der Aufgabe als Justitiar, wo ich zum geschäftsführenden Fraktionsvorstand gehöre, bin ich wirklich im Bereich des Gestaltens angekommen.“ „Kaffeetassen“ begeistern Besucher Beim Weihnachtssingen im Café Einblick hat der Chor bekannte Lieder und eine Eigenkreation gesungen. Brandschutz-Nachhilfe für die Kita Robert-Bunsen-Weg VON KATHARINA MOLZBERGER KAARST Weihnachten ist die Zeit der Freude. Vorfreude auf die Adventsund Weihnachtszeit, Freude über das gemeinsame Beisammensein. Am Montagnachmittag bescherte und zeigte der Chor Die „Kaffeetassen“ im Kunstcafé Einblick genau das: Freude. Die jungen Sängerinnen und Sänger waren mit viel Spaß und Begeisterung bei der Sache, was sich auf die zahlreichen Zuschauer übertrug. Anlass war ein gemeinsames Adventssingen. Die „Kaffeetassen“ unter der Leitung von Horst Bischoff sangen zusammen mit den anwesenden Gästen des Cafés bekannte Weihnachtslieder. Die Texte hierfür lagen an allen Tischen aus, an denen das Publikum vor Beginn des Konzertes fröhlich plauderte. Kaffee, Tee und Kuchen wurden serviert, damit jeder vor und zwischen den Liedern versorgt war. Die neun Sänger stellten sich auf, hatten die Texte in Mappen mit dabei, konnten die Lieder Die „Kaffeetassen“ sind im Café Einblick aufgetreten. NGZ-FOTO: ANJA TINTER zum größten Teil aber auswendig mitsingen. Ausgelassene Stimmung herrschte im Chor, es wurden Witze gemacht, die Leistung des Publikums kommentiert und auch mit Chorleiter Horst Bischoff gescherzt. Die Freude am Singen war jedem anzusehen. Das Repertoire reichte von „Stille Nacht“, „Stern über Bethlehem“ bis hin zu „Oh Tannenbaum“, wo eindeutig alle am lautesten mitgesungen haben. Seit vier Jahren gibt es die „Kaffeetassen“ nun schon. Sie proben jeden Montag und zeigen das Gelernte bei verschiedenen Konzerten. Am Montag waren es Julian, Melina, Stephanie, Carla, Constanze, Lars, Vivian, Dominic und Necati, die allen Anwesenden einen schönen späten Nachmittag im Advent bereiteten. Julian hat neben dem Gesang noch die rhythmische Begleitung an der Cajón – einer Kistentrommel aus Peru, das mit der Hand oder vereinzelt mit Besen gespielt wird – übernommen. Der Elfjährige hat Spaß beim Chor und zu seinen Lieblingsweihnachtsliedern gehören „Oh Tannenbaum“ und „Wir sagen euch an, den lieben Advent“ , welches im zweiten Teil des Konzertes gesungen wurde. Den Abschluss bildete ein von Horst Bischoff selbst geschriebenes Weihnachtslied. Den „Schneemann“ und wie man diesen baut, haben die Sänger und Sängerinnen zusätzlich noch mit Gesten dargestellt. Im nächsten Jahr möchten die „Kaffeetassen“ wieder zur Weihnachtszeit ein Konzert geben und den Besuchern erneut einen unvergesslichen Nachmittag im Advent bescheren. KAARST (abe) Künftig sollen sich die Kinder der Kita Robert-Bunsen-Weg mit Brandgefahren gut auskennen. Dazu wurden sie mit dem Brandschutzkoffer von der Feuerwehr geschult. Mit diesem Koffer sollen Kinder für Brandgefahren sensibilisiert werden. Im Koffer enthalten ist unter anderem eine kleine Telefonanlage, mit der das Absetzen eines Notrufes geübt werden kann. Darüber hinaus beinhaltet er einen Rauchmelder. So können sich die Kinder mit dem Piepen vertraut machen und dieses sofort erkennen. Feuerwehrchef Andreas Kalla beschreibt den Koffer als „ein wichtiges Werkzeug für eine praxisnahe und anschauliche Brandschutzerziehung vor Ort.“ Die Koffer, die als Lerninstrument dienen, werden bei der Feuerwehr vorbehalten und können von den Kindertagesstätten zur Brandschutzerziehung beansprucht werden. Die Kinder wurden von Feuerwehrmann Helmut Offer geschult. Er bereitete die wichtigen Informationen zu dem Thema Brandschutz kindgerecht auf. Darüber hinaus besuchen die Kinder auch die Feuerwache. Dort soll das Thema erneut vertieft und das Wissen erweitert werden. Auch die Erzieher in der Kita werden für das Programm von der Feuerwehr geschult. Sie bereiten sich in Projekten auf die Brandschutzerziehung vor. Derzeit werden nur Kita-Kinder Brandschutz geschult. In naher Zukunft soll die Brandschutzerziehung auch in den Kaarster Schulen durchgeführt werden. Auf gute Nachbarschaft ANZEIGE Neusser Bauverein bietet mehr als nur Wohnen Mieterfeste, Treffs, Cafés und Gärten, Sport und Freizeitangebote – der Neusser Bauverein kümmert sich um seine Mieter und schafft zahlreiche Gelegenheiten, um sich mit den Menschen von nebenan auszutauschen. Raum zum Wohnen schaffen – das bedeutet für den Vorstandsvorsitzenden des Neusser Bauvereins, Frank Lubig, „weit mehr als ein paar Steine übereinander“ zu setzen. Das Wohnungsunternehmen stellt den Menschen in den Mittelpunkt. Und der ist angesichts der Zunahme von Single-Haushalten stärker von Einsamkeit und Isolation bedroht als in früheren Zeiten – vor allem im Alter. Darum fördert das Unternehmen das Miteinander: Mit Nachbarschaftstreffs, Veranstaltungen wie der alljährlichen Schiffstour auf dem Rhein für langjährige Mieter, Nachbarschaftsfesten und Gartengemeinschaften ermöglicht der Neusser Bauverein Begegnung. Mieterbüros und der Beratungsbus sind Anlaufstellen für Hilfesuchende. Zudem fördert das Wohnungsunternehmen in jedem Jahr soziale Projekte in der Stadt, wie den Jugendförderpreis des Stadtsportbundes, Sport für alle, Spaß im Gras, das Spielmobil des Kinderschutzbundes oder Ringen für Kids mit dem KSK Konkordia Neuss. Das „Zusammenleben moderieren“ nennt der Vorstandsvorsitzende die vielfältigen sozialen Aktivitäten und Angebote. „Das zeichnet uns als städtisches Wohnungsunternehmen aus“, sagt Lubig und betont: „Solche Angebote macht kein privater Anbieter.“ Dazu gehören der Mietertreff auf der Südlichen Furth und das MARIBU an der Marienburger Straße. Gut angenommen wird auch das Nachbarschaftscafé an der Weberstraße. Eine kleine Erfolgsgeschichte ist das Café Dialog an der Theresienstraße in Weckhoven, das mit dem Integrationsförderpreis der Stadt Neuss ausgezeichnet worden ist. Im Oktober 2017 wurde das Nachbarschaftscafé Friedrich an der Friedrichstraße nach dem Umbau neu eröffnet. Alle Mietertreffs tragen das städtische Siegel „Vernetzt im Quartier“. „Diese Orte der Begegnung, die zum Gemeinschaftsgefühl beitragen können, sind ein wichtiges Thema – gerade bei neu entstandenen Quartieren“, sagt Lubig. Noch in diesem Winter wird an der Hülchrather Straße in Weckhoven ein neuer Nachbarschaftstreff eröffnet. Im Begegnungsgarten Am Kotthauserweg graben und harken Naturfreunde in ihren kleinen Parzellen, tauschen Tipps zu Anbaumethoden und Arbeitsweisen aus und kommen so miteinander ins Gespräch. Dem demographischen Wandel begegnen die Planer im Haus am Pegel, dem Unternehmenssitz der Neusser Bauverein AG, mit neuen Wohnkonzepten. Diese reichen von Gruppenwohnungen über Betreutes Wohnen bis hin zu Pflegewohnungen. Mit regelmäßigen Freizeitaktivitäten wie der jährlichen Schiffstour für Mieter kümmert sich der Neusser Bauverein um die Menschen.

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