Aufrufe
vor 8 Monaten

Bauen & Wohnen

  • Text
  • Wasser
  • Klasse
  • Wohnen
  • Dach
  • Bauen
  • Holz
  • Klassen
  • Parkett
  • Fliesen
  • Regel

2 BAUEN & WOHNEN Inhalt

2 BAUEN & WOHNEN Inhalt Dauerhaft luftdicht Cellulose-Dämmstoff ist vielseitig verwendbar ....... 3 So lassen sich Haustüren nachrüsten Eine gut gesicherte Tür hilft, Diebe abzuhalten....... 4 „A“ ist nicht immer gut erwirrende Vielfalt bei Energielabels...................... 5 m Frühjahr sollte das Dach überprüft werden Das Dach hat im Herbst/Winter viel mitgemacht.... 7 Heizen mit Holz: Neues Label Für Pellets gibt es nun ein Energieeffizienzlabel...... 8 eue Helfer in der Küche Pfiffige Lösungen für kleine Alltagsärgernisse ......... 9 Wann sich ein neuer Kühlschrank lohnt Anhaltspunkte für den richtigen Kaufzeitpunkt.... 10 en passenden Boden finden berblick über die vielen Möglichkeiten................ 11 So spart man Wasser Auch im Haushalt sind noch Reserven drin........... 12 Impressum EXTRA Handwerk & Wohnen Verlag: Rheinische Post Verlagsgesellschaft mbH, Zülpicher Straße 10, 40196 Düsseldorf. Geschäftsführer: Dr. Karl Hans Arnold, Patrick Ludwig, Hans Peter Bork, Johannes Werle, Tom Bender (verantwortl. Anzeigen), Stephan Marzen Druck: Rheinisch-Bergische Druckerei GmbH, Zülpicher Straße 10, 40196 Düsseldorf Anzeigen: Kontakt: Melanie Herfurth, 0211 505 2411, E-Mail: melanie.herfurth@rheinische-post.de Redaktion: Rheinland Presse Service GmbH, Zülpicher Straße 10, 40196 Düsseldorf, José Macias (verantwortlich), Mario Emonds, Christiane Bours Kontakt: Telefon 0211 528018-0, E-Mail: redaktion@rheinlandpresse.de Titelfoto: Wavebreakmedia/ Thinkstock Holzmöbel brauchen vor Saisonstart etwas Pflege, alle paar Jahre ist auch ein neuer Anstrich fällig. Foto: Warnecke Balkon und Terrasse frühlingsfit machen Balkon und Terrasse ergeht es nicht anders als den Menschen, wenn sie zu lange Kälte, Regen und Eis aushalten müssen. Die Haut wird trocken, dann reißt sie ein. Die Nässe dringt bis zur letzten Kleidungsschicht vor, die Haut schrumpelt. Am Haus ist das nicht viel anders: Putz kann von an den Wänden abgeplatzt sein, und Risse zeichnen sich an Fliesen und Platten ab. Das können Anzeichen dafür sein, dass die Konstruktion nicht mehr in Ordnung ist, sagt Michael Henze vom Bundesverband Garten- und Landschaftsbau (BGL). Durch die Risse kann Feuchtigkeit ins Gemäuer und in den Untergrund eindringen, die nach und nach den Bau zerstört. Denn bei winterlichen Minusgraden gefriert die Feuchtigkeit, sie dehnt sich und entwickelt dadurch eine enorme Sprengkraft. An einem in der Luft hängenden Balkon hat das natürlich noch schlimmere Folgen als an einer Terrasse. Für den Frühling empfiehlt Henze daher, den Balkon gründlich von unten zu inspizieren sowie Fliesen und den angrenzenden Sockelputz nach Hohlräumen abzuklopfen. Und nicht nur das, auch Holzkonstruktionen kann das feucht-kalte Klima zu schaffen gemacht haben. „Alle Bauteile sollten nach dem Winter auf Fäule und holzzerstörende Pilze hin geprüft und gegebenenfalls fachgerecht instandgesetzt werden“, sagt Florian Zeller vom Gesamtverband Deutscher Holzhandel in Berlin. Die Hauptarbeit am Draußen-Wohnzimmer ist aber das Putzen und Reinigen. Die Pflege hängt vom jeweiligen Material ab, ist oft auch vom Hersteller vorgegeben. Hochdruckreiniger ohne spezielle Waschbürsten oder Spritzschutz sind prinzipiell nur in Ausnahmefällen geeignet. „Die Schäden durch Hochdruckreiniger übersteigen oft den Nutzen“, betont Henze. „Selbst wenn unmittelbar nach der Reinigung keine Probleme erkennbar sind, wird die Oberfläche zunehmend rauer. Dadurch können sich unmittelbar Staub und Schmutz absetzen, Algen bilden und Wasser eindringen.“ Außerdem kann der hohe Wasserdruck Steinschichten abplatzen lassen und Fugen tief ausspülen. Auch auf Holzböden kann ein Hochdruckreiniger schwerwiegende Folgen haben. „Dreckfräsen oder ein zu schneidender Wasserstrahl schädigen das Holz und sorgen dafür, dass die Oberfläche vorzeitig erodiert“, erläutert Zeller. Er empfiehlt, die Böden mit einem grobborstigen Besen, Scheuerbürste, Neutralseife und Wasser zu reinigen – am besten in Richtung der Dielenstruktur. Nötig ist auch die Reinigung der Spalten zwischen den Dielen und der Unterkonstruktion der Terrasse. „In solchen Laub- und Schmutzansammlungen bilden sich gern Feuchtnester, die zu einem Pilzbefall des Holzes führen können“, warnt Holzexperte Zeller. Eine regelmäßige Auffrischung der Versiegelung mit Imprägniermitteln schützt das Material vor Wasser und UV-Strahlen. „Durch die Imprägnierung dringt kein oder nur wenig Wasser in Dielen, Platten oder Steine ein. Die Böden verschmutzen und verfärben sich weniger und lassen sich leichter reinigen“, erläutert Henze. Bei Holz bietet sich Öl oder eine Lasur an – man muss nur bei dem bleiben, womit das Holz schon behandelt wurde. Wenn die Gartenmöbel drinnen, überdacht oder unter einer Kunststoffabdeckung überwintert haben, müssen sie in der Regel nicht außerordentlich gereinigt werden. „Einmal abstauben genügt“, sagt Ursula Geismann vom Verband der Deutschen Möbelindustrie. Bei offen gelagerten Tischen und Stühlen aus Kunststoff reichen auch Putzlappen und Neutralseife. Aber ein Mikrofasertuch sollte dafür besser nicht benutzt werden. „Mikrofaser zerkratzt die Oberfläche“, erklärt Geismann. Ihr Extra-Tipp: „Autopolitur schützt das Material nicht nur gegen Regen, sondern sorgt auch für einen tollen Glanz.“ Holzmöbel sollten maximal nebelfeucht gewischt werden, denn Seifenwasser bekommt dem Material ebenso wenig wie viel Feuchtigkeit. Die Fasern quellen sonst auf. Um offenporigem Holz etwas Gutes zu tun und die im UV-Licht ausbleichende Farbe aufzufrischen, empfiehlt Geismann, die Möbel alle zwei Jahre zu ölen oder zu wachsen. Von Melanie Öhlenbach

BAUEN & WOHNEN 3 Dauerhaft luftdicht Dämmstoff aus Cellulose fügt sich fugenlos in Hohlräume ein. Das Material ist vielseitig verwendbar. Eine gute Wärmedämmung des Hauses ist heute Pflicht für jeden Bauherren. Dies regelt schon die Energieeinsparverordnung (EnEV), die vorgibt, dass die wärmeübertragende Umfassungsfläche einschließlich der Fugen dauerhaft luftundurchlässig abgedichtet sein muss. Der Luftdichtigkeit eines Wärmedämmsystems kommt somit eine hohe Bedeutung zu. Sie ist ein wichtiges Kriterium für die Wirksamkeit einer Wärmedämmung. Hier punktet Cellulose als Dämmstoff, da dieses Material sehr vielseitig verwendbar ist und beste bauphysikalische Eigenschaften in nahezu allen Bereichen besitzt. Der Faserdämmstoff weist eine enorm hohe Dichte auf, lässt sich absolut passgenau einbauen und übertrifft die Anforderungen der Energieeinsparverordnung deutlich. Cellulosefasern vereinen in sich die positiven Eigenschaften von Holz, dessen Dämmfähigkeit die Menschen seit jeher nutzen. „Wer schon einmal das ganz besondere Raumklima eines Holzhauses erlebt hat, wird auch bei einer Dämmung mit Cellulosefasern ein echtes Wohlfühl-Erlebnis haben“, versichert Marcel Bailey, Geschäftsführer der Firma Climacell. Der Werkstoff lässt sich sehr effizient einsetzen und ist zudem ökologisch völlig unbedenklich. Der inneren Struktur der Cellulose ist es zu verdanken, dass der Dämmstoff beim Einbau eng verfilzt und damit ein Durchkommen der Luft unmöglich macht. Der Cellulose-Dämmstoff wird unter anderem in die Hohlräume unter dem Dach und der Fassade Cellulose-Dämmstoff weist eine enorm hohe Dichte auf, lässt sich passgenau einbauen und übertrifft die Anforderungen der Energieeinsparverordnung deutlich. Fotos (2): climacell.de fugenlos eingeblasen. Durch diese Verarbeitungstechnik gelangt er noch bis in die letzte Ritze, schmiegt sich an Balken und Sparren geradezu an und verhindert so das Eindringen von Luft. Außerdem lassen sich auch hohe Dämmstärken, wie sie etwa bei Passivhäusern üblich sind, mit einer Einblasdämmung problemlos und preiswert ausführen. Diese Methode hat sich seit Jahren bewährt und stößt auf eine sehr positive Resonanz bei Bauherren. Die Verarbeitungsmaschinen sind den unterschiedlichen Einsatzbedingungen angepasst, sodass der lose Dämmstoff fugenfrei verdich- tet werden kann. Die „Verschnittfehler“, die bei herkömmlichen Dämmsystemen Lücken in der Wärmedämmschicht hinterlassen und damit die Dichtigkeit der Hülle gefährden, treten bei einer Cellulosedämmung nicht auf. Da Cellulose sich auch nach dem Einbau elastisch verhält, kann sie die natürlichen Bewegungen des Holzes, etwa im Dachstuhl, ausgleichen. Starre Dämmmaterialien in Plattenform können dies nicht. So entstehen Ritzen und Lücken, die bei wechselnden Wetterbedingungen Wärmebrücken bilden und die erforderliche Luftdichtigkeit mindern. rps Der Cellulose-Dämmstoff wird unter anderem in die Hohlräume unter dem Dach und der Fassade fugenlos eingeblasen.

Sonderveröffentlichungen