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Bauen & Wohnen

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4 BAUEN & WOHNEN Die

4 BAUEN & WOHNEN Die Haustür als Barrikade Wie kann man sich vor Einbrechern schützen? Die Eingangstür steht dabei it im Fokus. VON JANA ILLHARDT Eine Schwachstelle im Haus ist die Eingangstür. Dabei kann man sie gut nachrüsten. Doch: „Leider informieren sich die meisten erst, nachdem sie Opfer eines Einbruchs wurden oder jemand in der Nachbarschaft“, sagt Tobias Enke, Sprecher der Initiative für Einbruch- schutz „Nicht bei mir!“. Auch bei Mietwohnungen lässt sich einiges verbessern. Doch: Vermieter haben nur die Pflicht, die Tür mit einem Schloss zu sichern. „Für eventuelle mechanische Nachrüstungen muss im Zweifel der Mieter aufkommen“, erklärt Enke. Aber der Experte stellt klar: Absolut sicher wird die Tür durch zusätzliche Beschläge Mit Querriegelschloss, Türspion und Bandsicherungen wird eine Haustür einbruchsicherer. FOTO: DPA und Schlösser nicht. Nur die Zeit, die der Dieb zum Einbrechen benötigt, werde erhöht. „Jedoch lassen Einbrecher in der Regel wieder ab, wenn sie die Tür nicht innerhalb von zwei bis fünf Minuten öffnen konnten.“ Wie also kann man Dieben ihr Werk an der Tür erschweren? Türschloss Das Schloss ist das Herz der Tür. „Es sollte der Klasse 4 entsprechen, also einbruchhemmend sein“, erklärt Harald Schmidt von der Polizeilichen Kriminalprävention. „Schlösser mit Mehrfachverriegelung empfehle ich ab Klasse 3.“ Im Idealfall weisen sie die Angriffswiderstandsklasse 2 auf, sind also bohrsicher. „Um sicherzustellen, dass keine Nachschlüssel angefertigt werden können, gibt es Schließzylinder mit Sicherungskarte.“ Zudem sei ein Schutzbeschlag notwendig, der den Schließzylinder eng umschließt und von innen stabil verschraubt ist. Er schützt den Profilzylinder und das Einsteckschloss. Idealerweise verfügt er über eine zusätzliche Zylinderabdeckung. Querriegelschloss Wird die Tür außerdem durch ein Querriegelschloss gesichert, sei eine weitere Nachrüstung in der Regel nicht erforderlich, erklärt Schmidt. „Wichtig dabei ist, dass der Schließkasten im Mauerwerk fest verankert und der Zylinder durch eine Schutzrosette, am besten mit zusätzlicher Zylinderabdeckung, geschützt wird.“ Kastenschloss mit Sperrbügel Es wird auf der Türinnenseite montiert und im Mauerwerk verankert – es erhöht so den Sicherheitswert der Tür. „Ist die Tür spaltbreit geöffnet, wird durch den Sperrbügel das Aufstoßen verhindert“, erläutert Schmidt. Türrahmen „Jede Tür ist nur so sicher wie ihr schwächstes Teil“, betont Enke. Oft sei dies der Türrahmen. „Ist er instabil, also nicht fest mit dem Mauerwerk verbunden, lässt er sich leicht aufhebeln.“ Um ihn zu sichern, gibt es Schließbleche. „Sie werden mehrfach im Mauerwerk verankert und sollten drei Millimeter stark sein“, erläutert Schmidt. Türblatt „Ein schwaches Türblatt sollte unbedingt verstärkt oder besser gegen ein massives ausgetauscht werden – etwa eine 40 Millimeter starke Vollholztür“, empfiehlt Schmidt. Türspion Auch das Guckloch in der Tür lässt sich nachrüsten. „Verwendet werden sollten dabei ausschließlich Weitwinkel-Spione“, Auch wichtig: Der Bereich vor der Tür sollte gut beleuchtet sein, etwa mit Hilfe eines Bewegungsmelders. rät Enke. Nebeneingänge Sofern eine Nebeneingangstür vorhanden ist, sollte man ihre Widerstandsfähigkeit der der Eingangstür anpassen. Handelt es sich dabei jedoch um eine Brandschutztür, dürfen nachträglich so gut wie keine Veränderungen werden. Die Lösung: „Zahlreiche Hersteller bieten sogenannte an, die sowohl die Anforderungen wie auch der Einbruchhemmung erfüllen“, sagt Harald vorgenommen Multifunktionstüren des Brandschutzes Schmidt. Beratung vom Profi Tobias Enke von der Initiative empfiehlt, einen Sicherheitsexperten zur Beratung zu rufen. „Er kann den Bedarf genau benennen, ein erstes Beratungsgespräch ist meist kostenlos.“ Auch die Polizei hat kostenlose Beratungsstellen.

BAUEN & WOHNEN 5 „A“ ist nicht immer gut Mittlerweile gibt es bei den Energielabels eine verwirrende Vielfalt an Kennzeichnungen für den Verbrauch. VON KATJA FISCHER Als die Energielabel vor 20 Jahren eingeführt wurden, gab es sieben Effizienzklassen, gekennzeichnet mit den Buchstaben A bis G. „Die technische Weiterentwicklung führte aber recht schnell zu einer Ballung des Angebotes in der besten Klasse A. Für Verbraucher verlor das Energielabel damit an Aussagekraft“, erklärt Werner Scholz vom Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI). „Deshalb wurden bereits 2010 die Klassen A+ bis A+++ eingeführt.“ „Besonders schwer zu verstehen ist für viele Verbraucher, dass A nicht unbedingt eine gute Energieeffizienzklasse ist“, sagt Elke Dünnhoff von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Irritierend sei auch, das die Kennzeichnung für einzelne Produktgruppen nicht einheitlich ist. Für Staubsauger ist A sehr gut, bei Waschmaschinen und Kühlschränken ist A für Neugeräte so schlecht, dass sie gar nicht mehr auf den Markt kommen dürfen.“ Die EU arbeitet daran, wieder zu klaren Effizienzklassen von A bis G zurückzukehren. Doch bis das umgesetzt ist, wird es noch dauern. „Vor 2019 wird es keine neuen Energielabel im Markt geben“, prophezeit Werner Scholz vom Zentralverband Elektrotechnik. Um den Käufern die Orientierung etwas zu erleichtern, hat die HEA-Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung den aktuellen Stand bei den einzelnen Gerätegruppen zusammengestellt: Waschmaschine Die Hersteller dürfen nur noch Modelle in den höchsten Energieeffizienzklassen A+++ bis A+ auf den Markt bringen. A+++ verbraucht rund ein Viertel weniger Energie als A+. Alle weiteren auf dem Etikett angegebenen Effizienzklassen von A bis D sind zu vernachlässigen, weil diese Geräte nicht mehr neu in den Handel gebracht werden dürfen. Wäschetrockner Hier gelten die Klassen A+++ bis D. In die besten vier Klassen schaffen es aber nur noch Geräte mit Wärmepumpen. Sie verbrauchen bis zu 70 Prozent weniger Energie als herkömmliche Trockner. Geschirrspüler Grundsätzlich dürfen nur noch Modelle mit A+++ bis A+ in den Handel kommen. Zusätzlich zur Energieeffizienzklasse und dem Wasserverbrauch ist auf dem Energielabel von Geschirrspülern auch noch die Trocknungswirkung von A bis G angegeben. Staubsauger Sie gibt es in den Klassen A bis G. Da die Geräte aber immer effizienter und sparsamer werden sollen, lässt die EU ab September 2017 nur noch Geräte mit den Klasse A+++ bis D in den Handel. Die Reinigungsklasse ist bei Staubsaugern fast genauso wichtig wie der Energieverbrauch. Diese gibt an, wie gut das Gerät Staub und Schmutzpartikel von Teppichböden und Hartböden, etwa Fliesen, Laminat oder Holzdielen, aufnimmt. Die Staubemissionsklasse bewertet das besonders für Allergiker wichtige Staubrückhaltevermögen, also die Sauberkeit der Ausblasluft. Kühl- und Gefrierschränke Nur die Klassen A+++ bis A+ dürfen neu in den Handel. Geräte mit tieferen Klassen bis D dürfen noch abverkauft werden. Wer ein altes Gerät kauft, muss mit hohen Kosten rechnen. Schon in der oberen Kategorie sind die Unterschiede groß: Ein A+++-Gerät verbraucht etwa halb soviel Energie wie ein A+-Modell. Backofen Seit Januar 2015 reichen die Klassen von A+++ bis D. Aktuell ist B die schlechteste Klasse, die noch auf den Markt darf. Dunstabzugshauben Sie sind aktuell in die Energieeffizienzklassen A+ bis F eingeteilt. Besonders sparsame Geräte dürfen auch schon mit A++ ausgezeichnet werden. Wichtig sind aber auch Luftführungseffizienz, Beleuchtungseffizienz und Fettabscheidegrad (möglich sind A bis G) sowie die Geräuschentwicklung in Dezibel. A+++ bei Waschmaschinen bedeutet einen 25 Prozent niedrigeren Energieverbrauch als mit Kennzeichnung A+. Foto: Schuh

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