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Bauen und Wohnen Bergische Morgenpost - 20.9.2017

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2 BAUEN & WOHNEN Inhalt

2 BAUEN & WOHNEN Inhalt Holzböden schmeicheln auch den Ohren Parkett ist ideal für Musikräume.............................. 3 andwerkerkosten von der Steuer absetzen Die Vereinigte Lohnsteuerhilfe informiert ............... 4 Tipps zum Küchenkauf Eine Acht-Punkte-Checkliste hilft bei der Wahl ...... 5 inbrechern das Leben schwer machen Das Netzwerk „Zuhause sicher“ hilft dabei.............. 6 Maßgeschneiderte Wärmepumpen Die Systeme müssen genau zum Haus passen ......... 7 Impressum Jetzt die Heizung überprüfen Der Heizölkessel sollte möglichst frei von Ruß sein. Der Schornsteinfeger hat das und die Kontrolle der Brennerdüse im Blick. Foto: Schornsteinfegerhandwerk EXTRA Handwerk & Wohnen Verlag: Rheinische Post Verlagsgesellschaft mbH, Zülpicher Straße 10, 40196 Düsseldorf. Geschäftsführer: Dr. Karl Hans Arnold, Patrick Ludwig, Hans Peter Bork, Johannes Werle, Tom Bender (verantwortl. Anzeigen) ruck: Rheinisch-Bergische Druckerei GmbH, Zülpicher Straße 10, 40196 Düsseldorf Anzeigen: Kontakt: Melanie Herfurth, 0211 505 2411, E-Mail: melanie.herfurth@rheinische-post.de edaktion: Rheinland Presse Service GmbH, Zülpicher Straße 10, 40196 Düsseldorf, José Macias (verantwortlich), Mario Emonds Kontakt: Telefon 0211 528018-0, E-Mail: redaktion@rheinland-presse.de itelfoto: PointImages/Thinkstock Das ist für Hausbesitzer am besten ein wiederkehrender Termin jedes Jahr: Vor den kalten Tagen sollte die Heizung gewartet und gereinigt werden. Schritt 1: Anlage begehen Heizungsanlagen laufen in den meisten Haushalten das ganze Jahr über, weil sie für das Warmwasser genutzt werden. Trotzdem sollten Hausbesitzer vor der Heizperiode die gesamte Anlage einmal gründlich in Augenschein nehmen, auch das verzweigte Rohrsystem. „Es ist darauf zu achten, dass nichts verstellt und zugehängt ist und man im Notfall gut herankommt“, rät Matthias Wagnitz vom Zentralverband Sanitär Heizung Klima. Für einen tiefergehenden Heizungscheck sollte dann ein Fachmann herangezogen werden. Schritt 2: Wasserdruck in der Heizung überprüfen Der Druck lässt sich am Manometer der Heizungsanlage ablesen. „Ist er zu gering, weist das auf einen Wasserverlust hin“, erklärt Wagnitz. „Einige Heizkörper im Haus bleiben dann kalt, weil zu wenig warmes Wasser bei ihnen ankommt. Der Unterdruck zieht Luft ins System, was langfristig zu Korrosionsschäden führen kann.“ Eine gewisse Leckage von einem halben Liter Wasser sei normal, sagt Wagnitz. Geht aber viel mehr Wasser verloren, muss ein Fachmann die Ursache ermitteln. Schritt 3: Entlüften und Wasser nachfüllen Auf zu viel Luft weist ein Gluckern in den Heizkörpern hin – oder wenn sich die Wärme am Heizkörper nicht gleichmäßig verteilt. „Dann muss die Luft herausgelassen und Wasser aufgefüllt werden“, erläutert Wagnitz. Um die Luft aus den Heizkörpern zu lassen, wird mit einem Vierkantschlüssel oder einer Zange das Entlüftungsventil am Heizkörper geöffnet. Meist befindet es sich an der Seite. Das Ventil so lange offen lassen, bis Wasser statt Luft entweicht. Die Flüssigkeit mit einer Schüssel auffangen. Um den daraus vielleicht folgenden Wassermangel ausgleichen, ist Trinkwasser nur bedingt geeignet. Besser ist enthärtetes oder entsalztes Wasser. Schritt 4: Reinigen des Heizkessels Der Heizkessel ist das Herzstück der Anlage. Um die Verbrennungsprozesse zu optimieren und die Abgastemperaturen zu senken, muss er möglichst rußfrei sein. „Sonst entweicht die Wärme gleich wieder durch den Schornstein“, erklärt Alexis Gula vom Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks. Wird eine nur ein Millimeter starke Rußschicht entfernt, sinkt die Abgastemperatur schon um 30 bis 40 Grad. Schritt 5: Brennerdüse gegebenenfalls austauschen lassen Neben den Ablagerungen von Ruß hat der Fachmann die Brennerdüse im Blick. Sie ist ein Verschleißteil, das ab und zu ausgetauscht werden muss. Der Fachbetrieb muss die Heizung so einstellen, dass die vorgeschriebenen Abgaswerte eingehalten werden. Temperatur sowie CO 2 - und Sauerstoffgehalt müssen stimmen. „Für die Betriebs- und Brennsicherheit ist besonders bei Gas- und Ölkesseln außerdem der Kohlenmonoxidgehalt des Abgases ein entscheidender Faktor. Der muss passen, sonst kann es zu Vergiftungen kommen“, warnt Gula. Von Katja Fischer

BAUEN & WOHNEN 3 Holzböden schmeicheln auch den Ohren Parkett ist ideal für Räume, in denen musiziert wird. Es ist ein gewohnter Anblick: Im Theater, in der Oper, in der Schulaula oder auch im Uni-Hörsaal sind fast immer Holzböden verlegt. Abgesehen von der Optik liegt dies im optimalen Raumklang begründet. „Dank der Fähigkeit, Schallwellen zu absorbieren, vermag Holz den Nachhall deutlich zu reduzieren. So klingt zum Beispiel die Musik in der Kölner Philharmonie viel transparenter, als dies bei einem Bodenbelag aus anderen Materialien der Fall wäre“, erklärt der Vorsitzende des Verbandes der Deutschen Parkettindustrie, Michael Schmid. Auch Privatpersonen können von diesem Umstand in ihren eigenen vier Wänden profitieren, indem sie ihre Stereo-Anlage oder das Home-Entertainment-System in einem Raum mit Parkett- Fußboden installieren. Die dort erzeugten Schallwellen werden so auf natürlichem Wege zum lebendigen Klangerlebnis. Auf die einzigartigen Klangeigenschaften des Naturmaterials setzen seit Jahrhunderten auch die Hersteller von hölzernen Musikinstrumenten – mit Ausnahme von einigen Blasinstrumenten und Orgeln. „Diese Herstellerwissen, dass Musiker größten Wert auf die Reinheit der Klänge legen. Die erzeugten Töne sollen nicht nachhallen und möglichst unverzerrt den Holzböden fördern die Raumakustik maßgeblich. Zuhörer erreichen“, erläutert Schmid. Viel Erfahrung im Umgang mit der Kombination von Parkett und Musik hat der Schweizer Innenarchitekt Andrea Renzo Lardelli im Lauf seines Berufslebens gemacht. Für ihn steht fest: „Holzböden sind einfach ideal für die Wiedergabe klassischer Musik geeignet. Die Klänge werden optimal im Raum verteilt – und das mit einem ganz kurzen Nachhall.“ Foto: vdp/Haro Der Innenarchitekt gibt zu bedenken, dass mitschwingende Materialien oder Konstruktionen im Umfeld der Musikerzeugung auf jeden Fall vermieden werden sollten, da diese den Klang verfälschen. Cellisten oder Bassisten hingegen setzen auf der Bühne gerade auf das Mitschwingen des Holzbodens, da sie so auf noch direkterem Weg mit ihrer Musik in Verbindung treten können. vdp

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