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Bauen und Wohnen Bergische Morgenpost - 20.9.2017

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4 BAUEN & WOHNEN

4 BAUEN & WOHNEN Der Fiskus fördert nur Arbeitskosten, nicht aber Ausgaben für das benötigte Material. Daher sollten Lohn- und Materialkosten auf der Rechnung stets getrennt aufgeführt werden. Foto: Scholz Handwerkerkosten von Steuer absetzen Renovieren und dabei Steuern sparen? Ja, das geht. Für Handwerksarbeiten gibt es einen Steuerbonus von jährlich bis zu 1200 Euro. Der Lohnsteuerhilfeverein Vereinigte Lohnsteuerhilfe informiert. Sind Handwerker im Haus, ist das nicht immer ein Anlass zur Freude. Die Profis kommen zwar, um die Heizung zu reparieren, die Küche zu erneuern oder das Bad zu verschönern. Ein Handwerkerbesuch ist aber meistens auch mit viel Zeitaufwand, Aufräumarbeiten und hohen Kosten verbunden. Immerhin: Wer einen Handwerker beauftragt, kann das Finanzamt an den Kosten beteiligen. „Eigentümer oder Mieter einer Immobilie können 20 Prozent der Ausgaben, maximal aber 1.200 Euro im Jahr, steuerlich geltend machen“, sagen die Experten des Lohnsteuerhilfevereins Vereinigte Lohnsteuerhilfe (VLH). Doch es gibt ein paar Voraussetzungen: Zum einen müssen die Handwerkerarbeiten in der selbst genutzten Wohnung, im Haus, Garten oder in der eigenen Ferienwohnung ausgeführt werden. Zum anderen werden nur Bau- und Renovierungsarbeiten an einem bereits bestehenden Haushalt gefördert. Anders ausgedrückt: Neubauten gehen leer aus, hierfür gibt es keine Steuererleichterungen. Außerdem fördert der Fiskus nur die tatsächlichen Arbeitskosten, nicht aber die Ausgaben für das benötigte Material. „Bitten Sie daher Ihren Handwerker immer darum, Lohn- und Materialkosten getrennt auf der Rechnung aufzulisten“, raten die VLH-Steuerexperten. In einigen Fällen erkennt das Finanzamt auch in Rechnung gestellte Maschinen- und Fahrtkosten an. Eine weitere wichtige Voraussetzung: Nur Überweisungen werden berücksichtigt. Handwerkerrechnungen, die bar bezahlt werden, erkennt das Finanzamt nicht an. „Selbst bei kleineren Beträgen lohnt es sich, die Rechnungen per Überweisung zu zahlen“, empfehlen die VLH-Experten. In der Vergangenheit gab es immer wieder Unklarheiten, inwieweit die eine oder andere Leistung absetzbar ist oder nicht. Jetzt gilt im Grundsatz, dass die Steuerermäßigung nicht nur für das Reparieren, Renovieren oder Austauschen gilt, sondern auch für das Erweitern von Wohnraum. Wer also zum Beispiel den bislang ungenutzten Dachboden ausbauen lässt, kann die Handwerkerrechnung steuerlich geltend machen. Die Liste der geförderten Arbeiten ist lang – selbst das Klavierstimmen oder der Einbau von Insektenschutzgittern gehört dazu. Anders sieht die Sache bei Vermietern aus. Vermieter dürfen die Handwerkerkosten für jede bauliche Maßnahme als Ausgabe von der Steuer absetzen. Sie können sogar die komplette Rechnung beim Finanzamt einreichen. Es werden also nicht nur der Arbeitslohn oder die Fahrt- und Maschinenkosten, sondern auch die Materialkosten berücksichtigt. rps

BAUEN & WOHNEN 5 Tipps zum Küchenkauf Die Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche hat eine Acht-Punkte-Checkliste erstellt, die bei der Anschaffung eier neuen Küche hilfreich ist. Kirk Mangels, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche (AMK), weiß, dass sich viele mit dem Kauf einer neuen Küche schwer tun. Das Wichtigste ist daher eine kompetente Beratung und Planung“, betont er. Um die individuelle Wunschküche zu realisieren, sollten ein paar Dinge im Vorfeld berücksichtigt werden. Dazu hat die AMK eine acht Punkte umfassende Checkliste erstellt: . Vorgaben Welche räumlichen oder baulichen Vorgaben sind zu beachten? Handelt es sich um eine komplett neue Küche oder die Renovierung/Modernisierung einer bestehenden Küche? Liegt ein Grundriss mit der korrekt eingezeichneten Position der Elektro- und Wasseranschlüsse sowie der Anzahl und Position der Fenster, Türen und Heizkörper sowie der Raumund Fensterbrüstungshöhe vor? 2. Nutzer Wie viele Personen leben im Haushalt, und wer nutzt die Küche am häufigsten? Das ist wichtig, um die individuellen ergonomischen Arbeitshöhen bestimmen zu können. Die Höhe des Ellenbogens bestimmt die ideale Arbeitshöhe, individuell abgestimmt auf den Hauptnutzer. 3. Präferenzen Was sind die persönlichen Vorlieben? Welche Grundform soll die neue Küche haben (offene Wohnküche, mit einer Kochinsel, ein-, zwei-zeilig, L- oder U- Form, mit einer integrierten Essecke oder Esstheke)? Wird ein spezielles Lichtkonzept gewünscht? Vernetzte Hausgeräte, die auch von unterwegs gesteuert und kontrolliert werden können? 4. Design Welcher Wohnstil und welches Design wird bevorzugt? Zeitlos-elegant, grifflos, im Industrial Look oder moderner Landhausstil, unifarben oder in Farbe, hochglänzend oder matt? Professionell mit viel Edelstahl oder ganz naturnah mit Echtholz, Naturstein und Glas? Extravagant oder luxuriös, mit Unikat-Charakter? 5. Innenausstattung Wie soll die Innenausstattung beschaffen sein? Mechanische oder elektrische Öffnungsunterstützung? Viel Stauraum, übertiefe Arbeitsplatten, komfortable Hochschränke und Eckschranksysteme, dynamisch belastbare Schubkästen mit Innenauszügen und flexiblen Inneneinteilungssystemen? 6. Elektrogeräte Welche Einbau-Elektrogeräte sollen vorhanden sein? Zu einer zeitgemäßen Küchenausstattung zählen energieeffiziente, leistungsstarke Hausgeräte mit hohem Bedienkomfort – das sind ein Kochfeld mit flexibler Induktion, ein Backofen (eingebaut in Sicht- und Arbeitshöhe) oder ein Kombigerät (Backofen, Dampfgarer und Mikrowelle in einem Gerät), eine NoFrost-Kühlgefrierkombination mit feuchteregulierten Fächern für Obst und Gemüse, Fisch und Fleisch. Keinesfalls fehlen sollten ein leiser Geschirrspüler sowie eine Dunstabzugshaube. Der Fachmann erklärt, „Tag der Küche“ bundesweit am Samstag, 30. September Zum 18. Mal findet am Samstag, 30. September, der von der Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche (AMK) ins Leben gerufene bundesweite „Tag der Küche“ statt. „Die Ansprüche an die Gestaltung und Ausstattung einer modernen Küche steigen stetig. Am 30. September kann jeder Gast alle Neuheiten hautnah miterleben“, sagt Kirk Mangels, Geschäftsführer der AMK. Weitere Informationen: www.tag-der-kueche.de, www.amk.de Die Kombination aus Metalllook und softmatten, schwarzen Oberflächen verleiht dem Raum eine stilvolle Ausstrahlung und besticht durch ihren luxuriösen Look. Foto: AMK welche Bauform und Betriebsart (Abluftbetrieb, Umluft oder mit Switch-Funktion zum Umschalten zwischen Umluft und Abluft) für welche Raumsituation am geeignetsten ist. 7. Spülbereich Fragen sind hier: Wie soll der Spülcenter aussehen – und aus welchem Werkstoff hergestellt sein? Voluminös und mit großer Abtropffläche oder eher dezent und zierlich? Rund oder eckig? Mit einem oder mehreren Becken? Aus robustem Edelstahl, samtweicher Keramik, pflegeleichtem Compositmaterial? Mit oder ohne antibakteriellem Oberflächenschutz? Mit praktischen Extras wie zum Beispiel einhängbaren Gastronorm-Behältern und einem verschiebbaren Schneidbrett? 8. Steuerung Welche Küchenarmatur soll es sein? Berührungslos und sensorgesteuert oder mit Hebel? Mit LED-Beleuchtung oder eine Mehrwegarmatur für Sprudelwasser, kochend heißes Wasser und Mischwasser? Sehr empfehlenswert: eine Armatur mit ausziehbarer Schlauchbrause. rps

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