Aufrufe
vor 6 Monaten

Baumschulen Schmitz -10.05.2018-

Baumschulen Schmitz

RHEINISCHE POST DONNERSTAG, 10. MAI 2018 R-WI3 Wirtschaft B3 Ein Bergmann führt die RAG-Stiftung Das Kuratorium der RAG-Stiftung wählte Bernd Tönjes zum neuen Hüter der Milliarden. Er wird im Mai den erkrankten Werner Müller ablösen. Tönjes hat einst als Steiger im Bergwerk Lippe angefangen. VON ANTJE HÖNING ESSEN Bergleute gehen früh in den Ruhestand, manche schon mit 49 Jahren. Nicht so Bernd Tönjes. Der 62-Jährige Chef des Zechenkonzerns RAG beginnt im Mai sogar ein neues Kapitel in seiner Karriere. Dann wird er Chef der mächtigen RAG-Stiftung, die das Milliardenvermögen zur Finanzierung der Ewigkeitslasten im Bergbau verwaltet. Gestern bestellte das Kuratorium, das die Stiftung kontrolliert, Tönjes einstimmig und für fünf Jahre zum neuen Hüter der Milliarden. Tönjes hätte darauf gerne verzichtet, eigentlich wollte sein langjähriger Förderer Werner Müller noch lange die Geschicke der Stiftung lenken. Doch Müller ist schwer erkrankt und legt zum 24. Mai alle Ämter nieder, wie er im Februar angekündigt hatte. Das Kuratorium ernannte Müller gestern zum Ehrenvorsitzenden der Stiftung. Tönjes ist Müllers Wunsch-Nachfolger, dieser hatte ihn einst schon an der Spitze der RAG beerbt. Tönjes zählte auch zu der handverlesenen Gästegruppe, die dabei waren, als Müller unlängst den Verdienstorden des Landes erhielt. Abgesehen von den tragischen Umständen kann Tönjes als eine Idealbesetzung gelten: Er wurde 1955 in Dorsten geboren, als die Kommune am nördlichen Rand des Ruhrgebiets noch eine stolze Zechenstadt war und von der Nordwanderung des Bergbaus träumte. „Mein Vater und meine Großväter waren Bergleute. Ich habe als Steiger im Bergwerk Lippe angefangen“, sagte Tönjes mal. Er Bernd Tönjes wurde 1955 in Dorsten geboren, als die Kommune noch eine stolze Zechenstadt war. Schon Vater und Großväter arbeiteten auf dem Pütt. FOTO: DPA selbst hat die harte Arbeit und die besondere Kameradschaft unter Tage erlebt. Sein Bergbau-Studium an der RWTH Aachen finanzierte er über die Arbeit auf dem Pütt. Tönjes war auf vielen Zechen im Ruhrgebiet tätig: Fürst Leopold, Schlägel&Eisen, Ewald. Alle sind mittlerweile geschlossen. Als 2008 das große RAG-Imperium nach Müllers kühnem Plan aufgeteilt wurde in einen weißen Bereich, aus dem der Chemiekonzern Evonik hervorging, und einen schwarzen Bereich, die neue RAG, stieg Tönjes auf zum Bergwerksdirektor der Nation. Mit ruhiger Hand, uneitel und einem Blick für Belegschaft und Region führte er das Unternehmen durch den harten Schrumpfungsprozess. 2008 hatte die RAG noch 20.000 Mitarbeiter, nun sind es 6000. Und auch für die ist absehbar Schicht im Schacht. Wenn am 21. Dezember Prosper Haniel als letzte deutsche Zeche schließt, wird man in Bottrop viele Bergleute weinen sehen. Zusammen mit Spitzenpolitikern und Unternehmern wird Tönjes nach der letzten Seilfahrt die Schicht am Förderkorb in Empfang nehmen. Auch für ihn wird das ein harter Tag. „Mit dem Bergbau endet auch für meine Familie ein Ära“, sagte er. Als Chef der RAG-Stiftung geht die Arbeit für ihn weiter. Tönjes muss deren Vermögen wahren, aus dem das ewige Abpumpen des Grubenwassers bezahlt wird. Ohne Pumpen ständen Teile von Essen längst unter Wasser. Zur Arbeit gehören auch große Anlageentscheidungen: Bisher ist das Vermögen der RAG- INFO Chronik des deutschen Steinkohle-Bergbaus 1834 Erster Tiefbauschacht: Franz Haniel durchbohrt den Mergel 1956 480.000 Beschäftigte 1958 erste Zechenschließungen 1968 Gründung des Zechenkonzern Ruhrkohle AG 2007 Ende des Bergbaus beschlossen, Gründung RAG-Stiftung 2018 Letzte Zechen schließen Stiftung zum großen Teil in Evonik- Aktien gebunden, knapp 68 Prozent hält die Stiftung an dem Chemiekonzern. Der liefert auch stetig gute Dividenden ab. Dennoch ist Evonik für die Stiftung ein Klumpenrisiko, das sie langfristig auf gut 25 Prozent reduzieren will. Nur ist die Frage, wo man das Kapital in Zeiten von Minizinsen alternativ anlegt. Auch für die Sanierung von Bergschäden und die Förderung von Kultur und Wissenschaft in den Bergbauregionen ist die Stiftung zuständig. Aber nicht jedes Zechengelände kann Welterbe wie Zollverein in Essen werden, wo Tönjes’ Büro ist. Zugleich geht es bei der RAG-Stiftung immer auch darum, die Posten und Milliarden vor dem Zugriff der Politik zu schützen. Der Bergmann Tönjes wird zum wachsamen Bewahrer von Müllers Erbe werden. ProSieben erwartet Durststrecke im Sommer MÜNCHEN (rtr) ProSiebenSat.1 erwartet nach einem deutlichen Gewinnplus zu Jahresbeginn kaum noch Zuwächse im Jahresverlauf. Eine Durststrecke mit Gewinnrückgängen im Sommer werde erst im Weihnachtsquartal wieder ausgeglichen, kündigte der Fernsehkonzern an. Im Gesamtjahr ist jedoch ein Gewinnanstieg möglich, wie Interims- Chef Conrad Albert bei der Vorlage des Quartalsberichts deutlich machte: Der Umsatz werde wachsen, die Umsatzrendite werde wie im vergangenen Jahr rund 25 Prozent erreichen. Ein Grund der Delle im Sommer seien Kosten, die sich in diesem Jahr stärker auf die Jahresmitte konzentrierten. Die Aktie, die sich in den vergangenen Wochen von einem Kursabsturz erholt hatte, brach erneut ein: Mit einem Minus von mehr als neun Prozent waren die Konzerntitel der schwächste Wert im M-Dax. Beck’s-Brauer steigert Gewinn LEUVEN (dpa) Der Beck’s-Brauer AB Inbev profitiert vom wachsenden Bier-Konsum in China, Europa und Mexiko. Marketingkampagnen vor der für Bierbrauer so wichtigen Fußball-WM in Russland im Sommer drücken allerdings den Gewinnanstieg. Der weltgrößte Bierbrauer erhöhte den um Sondereffekte bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen um rund vier Prozent auf 4,99 Milliarden Dollar (rund 4,2 Milliarden Euro). Der Umsatz legte um etwas mehr als ein Prozent zu, wie der Anbieter von Marken wie Beck’s, Budweiser, Corona und Stella Artois mitteilte. info@baumschulen-schmitz.de ANZEIGE Großes Grün gegen Nachbars Blicke Die Baumschule Schmitz in Kaarst–Neuss ist spezialisiert auf Bäume mit einer Höhe von 15 Meter. Die Laubbäume und Immergrüne sind mit dieser Größe perfekt geeignet, um einem Garten die nötige Privatsphäre zu geben. Heute ausgesucht – morgen gepflanzt! Die meisten Anfragen beschäftigen sich mit Sichtschutz. Gerade in dieser Zeit ständiger Erreichbarkeit möchten viele Menschen ihren Garten in Ruhe genießen. Dazu kommt, dass viele Neubauten große Glasflächen haben: Die Aussicht soll ins Grüne gehen, aber Einsicht von außen vermieden werden. Perfekte Lösungen dafür bietet Gerhard Schmitz an. Seine Baumschule ist spezialisiert auf Bäume mit bis zu 15 Meter Höhe. So große Bäume sind perfekt geeignet, um Gärten eine natürliche Grenze zu geben und den Hausbewohnern das Gefühl von Privatsphäre zu vermitteln. Auch Martin Straßen kennt die Vorzüge von der Baumschule Schmitz. Straßen ist Landschaftsarchitekt und hat vor kurzem einen Kunden gehabt, der seinen edlen Garten in Hamburg-Blankenese neu gestaltet haben wollte. Um eben diesen Hausbesitzer auch einen Sichtschutz zu bieten, ließ er 15 große Bäume von Kaarst per Tieflader nach Hamburg transportieren und einpflanzen. Mit Erfolg: Straßens Konzept für den Villen- Park wurde als „Garten des Jahres 2018“ ausgezeichnet. „Ohne die Bäume der Firma Schmitz hätte ich das nicht geschafft“, sagt Martin Straßen. Gerhard Schmitz betont den hohen Wert eines Baumes als Gestaltungselement. „In Großstädten ist die Wohnraumverdichtung zurzeit ja rasant“, sagt er. Vor allem Neubauten stellen Herausforderungen dar. Architekten würden ihre Bauten und Gärten zwar mit Bäumen und Pflanzen planen, lassen aber meist junge und kleine Bäume einsetzen. „Aber auch ein Neubau muss von Einzug an grün sein, und nicht erst zehn Jahre später“, sagt Schmitz. Der Wert eines Neubaus würde extrem steigen, wenn die Bäume von Anfang an groß sind und vor unerwünschten Blicken in die Wohnung schützen. Die Vielfalt des Wuchses sei übrigens extrem groß, sagt Gerhard Schmitz. „Unsere Bäume sind immer einmalig und individuell gewachsen.“ Die Bäume in der Baumschule Schmitz sind vorbereitet oder in Containern gewachsen, wodurch auch die Pflanzung im Sommer möglich wird. Auf dem großen Verkaufsgelände von zehn Hektar Fläche wird das breite Spektrum an großen und kleinen Gartenpflanzen zur Auswahl angeboten, zum Beispiel Spalierbäume, Säulenformen, Hochstämme, formgeschnittene Bäume, Bonsaiformen, Skulpturenbäume, Wolkenformen, Schirmformen und mehr. Dieses vielfältige Angebot ist sonst nirgends zu finden. Die Großbäume können in den nahen Baumschulquartieren ausgesucht werden. „Es ist ein gemeinsames Erlebnis für mich und den Kunden, einen oder mehrere speziellen Solitärbäume für den individuellen Wunsch aus zu suchen, Lukas Schmitz, Gerhard Schmitz und Martin Straßen organisieren die Verpflanzung einer Säulenhainbuche in einen Garten. weil jeder Baum ein Unikat ist“ sagt Seniorchef Gerhard Schmitz. Vor kurzem hat Uwe Peters, der Ingenieur der Baumschule Schmitz, mit sechs Meter hohen Linden-Spalieren und Der von Landschaftsarchitekt Martin Straßen mit Bäumen der Baumschule Schmitz gestaltete Garten wurde „Garten des Jahres 2018“. ren sehr zufrieden mit der Arbeit der Baumschule Schmitz. Die Firma ist auch ein erfolgreicher Familienbetrieb. Sohn Lukas zum Beispiel leitet den Verkauf, Sohn Gregor ist für die Produktion verantwortlich. Eine Arbeit übrigens, die viel Zeit und Geduld benötigt. Eine Säulenhainbuche braucht gute 20 Jahre, um eine Höhe von neun Metern zu erreichen. Trotz dieser Größe ist ein Umsetzen dieses Baumes in kurzer Zeit möglich. Der komplette Wurzelwuchs wird durch eine spezielle Maschine ausgehoben, eingepackt, zum Kunden gebracht und wieder eingesetzt. Zu Schmitz’ Service gehört auch, die perfekte Größe eines Baumes für jeden Kunden auszumessen. „Die meisten Käufer schätzen die nötige Höhe eines Baumes als Baumschule Schmitz Adresse Baumschule Schmitz, Baumschule Schmitz Straße 1 41564 Kaarst-Büttgen Kontakt Telefon 02131 523 19 87, info@baumschulen-schmitz.de und im Internet unter: www.baumschulen-schmitz.de Öffnungszeiten montags bis freitags, 9 bi s 18.30 Uhr, samstags von 9 bis 16 Uhr, sonntags von 11 bis 14 Uhr oder Termine nach Absprache. Anfahrt Von der A57, Abfahrt Büttgen, dann wenige Minuten über die Rheydter Straße. neun bis zehn Meter hohen Bäumen einer jungen Familie in der Kölner Innenstadt zu einer grünen Oase verholfen. Die Bäume wurden erst einige Tage vorher in der Baumschule Schmitz ausgesucht. Die Familie hat ein schönes Haus mit großem Garten gekauft und baut dieses zurzeit um. Leider ist der Garten von lauter Balkonen umgeben. Damit Eltern und Kinder sich wohlfühlen und vor neugierigen Blicken geschützt sind, wurden große Bäume gepflanzt. Es war nicht einfach, die große Hainbuche und die zehn Meter hohe Baumhasel entlang der schmalen Zufahrt vom Lkw in den Garten zu transportieren, aber dank des speziellen Maschinenparks der Baumschule hat es am Ende funktioniert. Die Bauherren waren bei der Pflanzaktion anwesend und sehr beeindruckt, wie der Garten sich durch die großen Gehölze an einem Tag verändert hat. Von den Balkonen der Nachbarn war nichts mehr zu sehen, Eltern und Kinder wazu niedrig ein“, sagt Landschaftsarchitekt Martin Straßen. Ist aber ein Baum zum Beispiel nur zehn Meter hoch statt elf, geben eben genau dieser fehlende Meter den unerwünschten Blick in die privaten Zimmer frei. Auch bei der Frage Laub- oder Nadelbaum beraten die Fachleute in der Baumschule Schmitz. „Nadelbäume sind das ganze Jahr über grün und geben daher immer einen Blickschutz“, erklärt der Spezialist. Laubbäume würden vielen Gartenbesitzer gefallen, weil sie je nach Jahreszeit viele schöne Laubfarben böten. Gut geeignet seien Laubbäume zum Beispiel für Terrassen. „Dort sitzt man ja meist nur im Sommer, dann bietet das dichte grüne Laub genug Schutz“, sagt Gerhard Schmitz.

Sonderveröffentlichungen