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Beruf & Karriere -23.02.2019-

Beruf & Karriere

BERUF&KARRIERE WIEDEREINSTIEG IN DEN BERUF SAMSTAG, 23. FEBRUAR 2019 RHEINISCHE POST BERATUNG Netzwerk will bei Wiedereinstieg helfen In Mettmann wollen 60 Akteure die Strukturen für Berufsrückkehrer verbessern und Perspektiven aufzeigen. VON THERESA DEMSKI Die Kinder sind groß geworden, die eigene Ausbildung liegt 15 Jahre zurück, und zum ersten Mal seit Jahren bleibt Zeit, um sich über eine eigene berufliche Perspektive Gedanken zu machen. Wenn Frauen nach der Elternzeit ihre Rückkehr in den Beruf in den Blick nehmen, will das „Netzwerk Wiedereinstieg im Kreis Mettmann“ Unterstützung leisten – das gilt für Frauen und Männer gleichermaßen. „Uns ist es wichtig zu zeigen: Wir sehen diese Zielgruppe“, sagt Anne-Kathrin Goßmann von der Wirtschaftsförderung in Mettmann, die das Netzwerk koordiniert. Insgesamt 60 Partner aus zehn Städten im Kreis Mettmann – unter ihnen Bildungsträger, Verbände wie AWO, Caritas oder Diakonie, die IHK oder das Jobcenter – ziehen dafür an einem Strang und bündeln ihre Kompetenzen. „Wir möchten gemeinsam die Strukturen für Berufsrückkehrende hier vor Ort verbessern“, erklärt Anne-Kathrin Goßmann, „dies kann nach unserer Überzeugung nur gelingen, wenn Akteure aus den Bereichen Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Gleichstellung und Weiterbildung zusammenarbeiten.“ Gemeinsam stellen sie Veranstaltungen auf die Beine, bringen Infobroschüren heraus, und gemeinsam haben sie das nie- Verschiedene Bildungsträger, Verbände, die IHK und das Jobcenter bündeln im Netz ihre Kompetenzen derschwellige Internetportal wiedereinstieg-me.de auf den Weg gebracht. Der Kreis Mettmann ist kein Einzelfall wenn es um das Engagement beim beruflichen Wiedereinstieg und die Stärkung einer existenzsichernden Erwerbstätigkeit geht. Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung NRW fördert im Rahmen der Initiative „Netzwerk W“ aktuell 40 aktive Netzwerke in Das Netzwerk Wiedereinstieg zeigt nicht nur online Präsenz, sondern stellt auch auf Veranstaltungen Wege zurück in den Arbeitsalltag vor. FOTO: NETZWERK WIEDEREINSTIEG METTMANN Nordrhein-Westfalen, die beim Wiedereinstieg unterstützen. „Das Problem ist nicht lila“, sagt Anne-Kathrin Goßmann. Frauen seien nicht schlechter ausgebildet oder qualifiziert. Aber das gesellschaftliche System sorge dafür, dass es meistens Frauen seien, die für die Familie berufliche Pausen einlegen. „Dann geht es darum, sie beim Wiedereinstieg zu unterstützen und ihnen Möglichkeiten anzubieten, sich wieder fit zu machen für den Arbeitsmarkt“, sagt Goßmann. Wie unterschiedlich die Wege zurück in das Berufsleben aussehen können, zeigt das Internetportal des Netzwerks. Weiterbildung oder Umschulung, Selbstständigkeit oder Zeitarbeit, Teilzeit oder Vollzeit: Im ersten Schritt will das Netzwerk Frauen helfen, ihre Interessen und Fähigkeiten zu bestimmen. „Nicht jede Frau will im sozialen Bereich arbeiten“, sagt Anne-Kathrin Goßmann. Und deswegen sei es wichtig, verschieden Perspektiven aufzuzeigen. Im zweiten Schritt werden Frauen über Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten informiert – und an die richtigen Ansprechpartner verwiesen. Wer Hilfe bei der Bewerbung braucht, bekommt sie ebenfalls. „Für die eigene Familie da sein und berufstätig sein? Das passt zusammen“, sagt Anne-Kathrin Goßmann, „die richtige Balance zu finden, ist aber im Alltag nicht immer leicht.“ Deswegen will das Netzwerk helfen und zeigt im Internet verschiedene Möglichkeiten der Unterstützung auf, verweist an Fachleute und informiert über Fördertöpfe. Auch Unternehmen, die ihren Mitarbeitern bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf helfen wollen, bekommen auf dem Portal Unterstützung. Nach Krankheit zurückkehren (tmn) Wer durch eine Krankheit länger ausfällt, dem fällt ein Wiedereinstieg in den Job unter Umständen schwer. Arbeitnehmer, die mehr als sechs Wochen innerhalb von zwölf Monaten arbeitsunfähig waren, haben einen Anspruch auf ein betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM). Darauf weist die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) hin. Dieses Recht gilt unabhängig davon, ob jemand am Stück oder in mehreren Etappen gefehlt hat, auch ein Jahreswechsel hat keinen Einfluss darauf. Ziel des BEM ist es, eine individuelle Lösung zu finden, wie der Betroffene eine reelle Chance hat, in seine Tätigkeit zurückzufinden. Am BEM sind neben dem Chef und dem Beschäftigten auch betriebliche Interessenvertreter wie Betriebsärzte beteiligt. Beruf & Karriere Verlag: Rheinische Post Verlagsgesellschaft mbH, Zülpicher Straße 10, 40196 Düsseldorf, Geschäftsführer: Johannes Werle, Patrick Ludwig, Hans Peter Bork, Matthias Körner, Druck: Rheinisch-Bergische Druckerei GmbH, Zülpicher Straße 10, 40196 Düsseldorf, Anzeigen Verkaufsleiter: Sven Retz, Rheinische Post Medien GmbH, Tel. 0211 505-2863, E-Mail: stellenmarkt@rheinische-post.de, Redaktion: Rheinland Presse Service GmbH, Monschauer Straße 1, 40549 Düsseldorf, José Macias (verantwortlich), Sarah Schneidereit, Tel. 0211 528018-34, redaktion@rheinland-presse.de Darf ich eine Stelle ablehnen? Arbeitnehmer dürfen nach der Elternzeit mit einer neuen Tätigkeit nicht schlechter gestellt sein als vor ihrer Auszeit. Wenn der Chef einen anderen Arbeitsplatz anbietet, sollten Beschäftigte das Angebot ganz genau prüfen. FOTO: GETTY IMAGES Gesundheitszentrum KöniGstrasse Das Gesundheitszentrum Königstraße in Haan mit den Fachrichtungen Innere Medizin, Kardiologie und Allgemeinmedizin sucht baldmöglichst eine/n MEDIZINISCHE/FACHANGESTELLTE/N in Voll- oder Teilzeit. Sie arbeiten in einer modern ausgestatteten Praxis mit besonderem Ambiente, haben flexible Arbeitszeiten und profitieren von sehr attraktiven Bedingungen. Bewerben Sie sich bitte telefonisch unter 0 21 29/26 20 oder per E-Mail an bewerbung@gesundheitszentrum-koenigstrasse.de Gesundheitszentrum Königstraße Königstraße 12 – 14 · 42781 Haan www.gesundheitszentrum-koenigstrasse.de (tmn) Auch wenn die Monate mit dem Nachwuchs toll waren – nach der Elternzeit freuen sich viele Mütter und Väter wieder auf die Arbeit. Doch die Freude weicht schnell dem Ärger, wenn sie plötzlich eine ganz andere Tätigkeit machen sollen. Dagegen lässt sich angehen. Prinzipiell haben Arbeitnehmer zwar keinen Anspruch auf den früheren Arbeitsplatz, aber auf einen gleichwertigen, wie Jürgen Markowski erklärt. Er ist Fachanwalt für Arbeitsrecht und Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Arbeitsrecht im Deutschen Anwaltverein. Gleichwertig bezieht sich auf Aufgaben, Gehalt, Arbeitszeit, notwendige Qualifikation und Ort. Es ist beispielsweise in Ordnung, in eine andere Abteilung am selben Standort versetzt zu werden. Aber die Tätigkeit muss ähnlich sein. Eine Mitarbeiterin, die vor der Elternzeit im Innendienst war, muss einen Wechsel in den Außendienst nicht hinnehmen. Allgemein gilt: Angestellte dürfen mit der neuen Tätigkeit nicht schlechter gestellt werden. Doch das lässt sich nicht immer eindeutig klären. Strittig sei etwa, ob jemand mit Führungsverantwortung nach der Elternzeit eine Position ohne diese akzeptieren muss. Bietet der Chef eine neue Stelle an, sollten Beschäftigte sich das Angebot genau durchlesen: Nehmen sie es an, gilt das als Zustimmung zur neuen Position – und damit zu den neuen Bedingungen. Wer sich schlechter gestellt fühlt, kann die angebotene neue Tätigkeit ablehnen und eine gleichwertige Arbeit fordern. Ändert das nichts, können Betroffene auch vor einem Arbeitsgericht auf eine vertragsgemäße Beschäftigung klagen. Wir öffnen Ihnen eine neue Tür: Rhein-Taxi Chauffeur (m/w/d) Bewerbung per Mail: info@rhein-taxi.de Infos: 0211/2100-162 52 Unterrichtstage Arbeitsvertrag unbefristet Sie werden erwartet. Anzeigen in Ihrer Zeitung machen neugierig. Beginn 02.04.2019 Erwerb des P-Scheins f. Düsseldorf Gesundheits- und Krankenpfleger (m/w/d) mit flexibler Arbeitszeitgestaltung – individuell nach Ihren Wünschen zur Unterstützung unseres Teams für unser Ausfallmanagement der Medizinischen Klinik 1 (Kardiologie) und der Medizinischen Klinik 3 (Onkologie, Hämatologie) Folgende Rahmenbedingungen erwarten Sie im Ausfallmanagement: • Arbeitszeitmodelle in Teil- und Vollzeit in Früh-, Spät- und Nachtzeiträumen nach Ihren Wünschen • eine absolut verlässliche Dienstplanung • einen unbefristeten Arbeitsvertrag und eine Vergütung nach Entgeltgruppe P8 TVöD-K • eine intensive Einarbeitungszeit von acht Wochen Ausführliche Informationen zu diesem und weiteren Stellenangeboten sowie zu unseren Arbeitgeberleistungen finden Sie unter www.klinikum-lev.de/pflegekraefte. Bei Fragen melden Sie sich gerne bei Frau Steffi Meißner, Pflegebereichsleitung, unter 0214 13-3144 oder bei Frau Maike Bohlen, Personalabteilung, unter 0214 13-2602. Klinikum Leverkusen gGmbH Personalabteilung • Frau Maike Bohlen • bewerbung@kls-lev.de Am Gesundheitspark 11 • 51375 Leverkusen Internet: www.klinikum-lev.de Youtube: klinikumleverkusen

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