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Beruf & Karriere -23.06.2018-

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Beruf & Karriere

BERUF&KARRIERE EXTRA AUSBILDUNG & DUALES STUDIUM SAMSTAG, 23. JUNI 2018 Von Chef-Duzern und Langschläfern Viel zu spät in den Betrieb schlendern, dem Chef auf die Schulter klopfen und dann erst mal mit dem Gabelstapler losrollen: Wer seinen ersten Tag als Azubi so beginnt, darf sich über Gegenwind nicht wundern. VON TOBIAS HANRATHS Die Ausbildung beginnt, der Tatendrang ist groß. Doch gerade auf den ersten Metern der Azubi-Laufbahn lauern zahlreiche Fettnäpfchen und Fallstricke. Die sollten Neu-Lehrlinge möglichst umgehen. Allerdings ist nicht jeder Stolperer zu Beginn der Ausbildung auch Schuld des Auszubildenden. Typische Fehler und Probleme von Azubis im Überblick – und Tipps, wie man sie umgehen kann: - Zu spät im Betrieb: Das ist der Klassiker unter den Fehlstarts, sagt Ausbildungsberaterin Katharina Schumann von der Handwerkskammer Berlin: „Ich sollte abklären, wie lange der Weg zur Arbeit dauert, und entsprechend planen.“ Wichtig ist dabei auch die Frage, wo man überhaupt hin muss: Zum Betrieb, zur Filiale, direkt zur Baustelle? Gerade wenn die Unterschrift unter den Ausbildungsvertrag schon ein paar Wochen alt ist, lohnt sich für solche Fragen ein Anruf im Betrieb, etwa eine Woche vor dem Start. - Unvorbereitet: Wer vor dem ersten Tag nochmal im Betrieb anruft, kann auch gleich ein paar andere Fragen stellen – auch wenn sie blöd erscheinen. „Ich kann eigentlich nicht zu viel fragen“, sagt Schumann. „Der Betrieb freut sich dann in der Regel, weil es zeigt, dass da jemand wirklich Interesse hat.“ Muss ich mich selbst um mein Mittagessen kümmern? Und was muss ich anziehen und sonst so mitbringen? Arbeitsmaterialien muss der Betrieb allerdings stellen, sagt Simon Habermaaß, Bundesjugendsekretär bei Verdi. Das umfasst Schutzkleidung, Fachliteratur oder die Scheren für Friseure. - Falsche Anrede: Jeder Betrieb ist anders – und damit auch der Wie lange dauert es, zur Arbeit zu fahren? Diese Frage sollten Azubis vorher klären. Nichts ist peinlicher, als gleich zu spät zu kommen. Tonfall unter Kollegen und gegenüber dem Azubi. „Im Handwerk zum Beispiel duzen sich oft alle, in großen Unternehmen kann das aber ganz anders aussehen“, sagt Schumann. Hier sollten Neulinge also erst einmal zurückhaltend sein und genau hinhören, statt direkt beherzt den Geschäftsführer anzukumpeln. Blöde Sprüche und Beleidigungen ihnen gegenüber können sich Azubis aber natürlich verbitten. Und einen festen Ansprechpartner für Fragen und Probleme dürfen sie auch einfordern. - Ungeduld und Übereifer: Großem Tatendrang folgt manchmal noch größere Ernüchte- rung – weil man sich alles ganz anders vorgestellt hat. „Man fängt wirklich von vorne an und darf nicht erwarten, dass man im Friseursalon zum Beispiel sofort Kunden die Haare schneiden darf“, sagt Schumann. Deshalb gilt gerade am Anfang: Erstmal zuhören, auch wenn es um scheinbar banale oder langweilige Dinge geht. Sicherheitseinweisungen zum Beispiel sind in vielen Jobs am Anfang Pflicht. Wer da gleich Desinteresse demonstriert, hinterlässt nicht den besten ersten Eindruck. - Ausbeuten lassen: „Es gibt Arbeitgeber, die mustergültig ausbilden“, sagt Habermaaß. „Und genauso gibt es leider - Rechte nicht kennen: Überstunden sollten für Azubis eigentlich die absolute Ausnahme sein. Laut dem Ausbildungsreport des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) für 2017 sind sie in mehr als einem Drittel der Fälle aber eher Alltag. „Azubis dürfen nicht dazu ausgenutzt werden, um falsche Personalplanung aufauch Betriebe, in denen Azubis eher billige Arbeitskräfte sind.“ Ein guter Indikator dafür: Wer über Wochen immer den gleichen, langweiligen Routine- Job macht und gar nichts Neues lernt, sollte sich beschweren oder Alarm schlagen. Ansprechpartner bei solchen Problemen sind etwa Ausbildungs- und Mitarbeitervertretung im Betrieb, die zuständige Gewerkschaft oder die jeweiligen Kammern. Dort wird dann das Gespräch auch mit dem Betrieb gesucht. - Den Druck unterschätzen: Eine Ausbildung ist etwas anderes als der Schulbesuch. Das macht sich gerade am Anfang bemerkbar: „Die erste Woche ist anstrengend, abends sind die Azubis meistens platt“, sagt Schumann – und das nicht nur in Jobs, in denen körperlich gearbeitet wird. „Deshalb sollte man sich zu Beginn auch privat nicht zu viel vornehmen, sondern sich wirklich ganz auf den Ausbildungsstart konzentrieren.“ FOTO: CHRISTIN KLOSE/DPA zufangen“, sagt Habermaaß. Außerdem haben Lehrlinge ein Recht darauf, ihren Ausbildungsplan zu sehen. Auch der fehlt aber in vielen Ausbildungsbetrieben. - Fehler vertuschen: Kleine Fehler passieren – und große manchmal auch. Das ist auch okay so, gerade für Auszubildende, sagt Schumann. „Aber man muss auch dazu stehen.“ Wer Mist baut, sollte sich also entschuldigen, den Fehler erklären und außerdem versprechen, das es nicht wieder vorkommt. „Die Schuld bei anderen zu suchen oder etwas zu vertuschen, ist gerade im Handwerk und in kleinen Teams fatal.“ rHEINISCHE POST Ausbildung gute Vorbereitung auf den Job (dpa) Ausbildung oder Studium? Junge Menschen müssen sich entscheiden, immer mehr wählen nach der Schule ein Studium. Dabei zeigt ein Vergleich, dass eine Lehre durchaus Vorteile bietet: So fühlt sich die Mehrheit der Nicht-Akademiker (60,8 Prozent) durch ihre Berufsausbildung gut bis sehr gut auf ihren Job vorbereitet. Von den Akademikern sagt das nur ein Drittel (34,2 Prozent) über ihr Studium. Das zeigt eine Studie des Marktforschungsinstitut respondi, die das Portal meinestadt.de in Auftrag gegeben hat. Allerdings blicken fast sechs von zehn Akademikern (58,6 Prozent) optimistisch bis sehr optimistisch in die Zukunft. Bei den Nicht-Akademikern sind es etwas weniger (52,4 Prozent). Insgesamt wurden 2068 Teilnehmer im Alter von 25 bis 65 Jahren im April 2018 dazu befragt, wie sie auf ihre berufliche Situation blicken. Die Hälfte der Befragten waren Akademiker, die andere Hälfte hat eine Berufsausbildung absolviert. ONLINE-SERVICE Waschen wie ein Profi: Textilreiniger sind auch Chemiker Big Brother im Büro: Wie viel Überwachung ist erlaubt? Harte Zeiten: Der richtige Umgang mit Überstunden www.rp-online.de www.ngz-online.de Verlag: Rheinische Post Verlagsgesellschaft Anzeigen Verkaufsleiter: Sven Retz, Rheinische Redaktion: Rheinland Presse Service GmbH, Monschauer Straße 1, 40549 Düsseldorf, José Macias (verantwortlich), Isabelle De Bortoli, Beruf&Karriere mbH, Zülpicher Straße 10, 40196 Düsseldorf, Geschäftsführer: Johannes Werle, Patrick Ludwig, Hans Peter Bork, Tom Bender (verantwortl. Anzeigen), Druck: Rheinisch-Bergische Druckerei GmbH, Zülpicher Straße 10, 40196 Düsseldorf, Post Medien GmbH, Tel. 0211 505-2490, E-Mail: sven.retz@rheinische-post.de, Tel. 0211 528018-27, redaktion@rheinlandpresse.de Mint-Dual – Probestudium für junge Frauen Um Abiturientinnen für ein naturwissenschaftlich-technisches Studium zu begeistern, bietet die Hochschule Niederrhein jungen Mädchen ein Probestudium. (rps) Aus Münster an den Niederrhein – für das Probestudium ist Jana Israel extra nach Krefeld gezogen. „Ich wusste, dass ich gerne etwas im Bereich der Naturwissenschaften studieren möchte. Ich war mir jedoch nicht ganz sicher, welcher Studiengang der richtige ist und ob ich die Anforderungen erfüllen kann“, sagt die 18- Jährige. Nachdem ihr Probestudium fast vorbei ist, weiß sie nun: „Ich möchte Chemieingenieurwesen studieren.“ An junge Frauen wie Jana – technikaffin aber unsicher ob ein Studium im Mint-Bereich etwas für sie ist – richtet sich das Programm Mint-Dual der Hochschule Niederrhein. „Mint“ steht für Fächer aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Die Teilnehmerinnen haben die Möglichkeit an der Hochschule in technische Studiengänge reinzuschauen. Gleichzeitig lernen sie in Unternehmen den Arbeitsbereich von Ingenieurinnen kennen. „Durch die Mischung von Theorie und Praxis sollen die Studentinnen erfahren, welches Wissen später einmal im Job gefordert ist“, erklärt Beate Brungs, die das Programm an der Hochschule begleitet. An zwei Tagen pro Woche nahm Jana Israel an den regulären Lehrveranstaltungen des Studiengangs Chemieingenieurwesen teil. Dadurch konnte sie einen Eindruck in den Alltag einer Studentin gewinnen. An den drei anderen Tagen machte sie ein Betriebspraktikum, zuerst für drei Monate im Chemielabor der Hochschule, im Anschluss bei der imat-uve GmbH in Mönchengladbach. „Für uns als Jana Israel absolvierte ein dreimonatiges Betriebspraktikum bei der imat-uve GmbH in Mönchengladbach. FOTO: HS NIEDER- RHEIN Unternehmen ist das Probestudium eine gute Möglichkeit für die Nachwuchsförderung. Die jungen Frauen können bei uns eine genaue Vorstellung von möglichen Berufsfeldern und Tätigkeiten bekommen“, sagt Nicola Sengpiel-Bender, Sprecherin von imat-uve. Viele Schülerinnen wissen zum Beginn der Oberstufe noch nicht, was sie gerne studieren möchten. Dies war auch bei Jana Israel der Fall. „Ich habe in der Oberstufe keine Chemie belegt. Daher wusste ich nicht, ob ich ein Chemiestudium überhaupt schaffen kann oder ob es mich ausreichend interessiert“, sagt sie. Durch den Besuch der Vorlesungen stellten sich diese Zweifel schnell ein. Neben den Erfahrungen nimmt Jana aus der Zeit des Probestudiums auch ein Hochschulzertifikat und die Praktikumszeugnisse als Nachweis ihres Engagements mit. Zur Auswahl stehen beim Programm MINT-Dual Studiengänge in den Fachbereichen Chemie, Elektrotechnik und Informatik, Maschinenbau und Verfahrenstechnik sowie Wirtschaftsingenieurwesen. Alle Veranstaltungen dazu sind in Krefeld. Die Bewerbung läuft über die Hochschule Niederrhein. Auch Unternehmen, die sich an dem Projekt beteiligen möchten, können sich an die Hochschule wenden. Weitere Informationen gibt es unter www.hs-niederrhein.de/ gleichstellung/mint-forum/ mint-dual Besuche uns, noch freie Ausbildungsplätze in: Ergotherapie, Physiotherapie Präha Gesundheitsschulen Düsseldorf www.praeha.de Besuche uns, freie Ausbildungsplätze: Gymnastiklehrer/in, Motopäde/in, Fitness- und Wellness-Coach Präha Weber-Schule Düsseldorf www.praeha.de Schule fertig und keinen Plan? Jetzt Ausbildung 2018 klarmachen mit der IHK! Wir finden mit Dir die passende Ausbildung. Wir checken Deine Bewerbung und vermitteln Dich. Kontakt: IHK-Vermittlungsteam Telefon: 0211/35 57-448 oder E-Mail: lehrstelle@duesseldorf.ihk.de

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