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BERUF&KARRIERE EXTRA MASTER & MBA SAMSTAG, 4. FEBRUAR 2017 rHEINISCHE POST Ein besonderer Masterabschluss INTERVIEW MBA – SPEZIALISIERUNG VERSUS GENERALISIERUNG VON ISABELLE DE BORTOLI Seit einigen Jahren gewinnt mit dem MBA ein aus der angelsächsischen Welt stammender Abschluss in Deutschland immer mehr an Bedeutung. So gibt es auch in NRW inzwischen eine Reihe von MBA- Studiengängen, wie an der Hochschule Niederrhein, die dieses Programm bereits 2009 eingeführt hat. Doch was bietet der MBA überhaupt? Und welche Ansätze und Spezialisierungen haben sich inzwischen herausgebildet? Ein Interview mit Harald Vergossen, Professor und Studiengangskoordinator für den MBA an der Hochschule Niederrhein. (debo) An der ESCP Europe in Berlin studieren derzeit 102 Menschen aus 31 Nationen den Executive MBA. Er wird parallel zum Job absolviert; im Schnitt verfügen die Studierenden über 13 Jahre Berufserfahrung. Drei von ihnen berichten, warum sie sich für das Programm entschieden haben. Der nächste Jahrgang startet im Januar 2018, Bewerbungen sind ab sofort möglich. Das Studium will die internationalen Karrieremöglichkeiten der Absolventen fördern und natürlich ihr Führungspotenzial stärken. Ein neuer Vollzeit MBA in International Management startet an der ESCP ab September. Er findet in Europa und Asien statt und bietet vor allem die Möglichkeit, länderspezifische Besonderheiten kennenzulernen. as genau ist ein MBA? VERGOSSEN MBA steht für Master of Business Administration, was – direkt übersetzt – auf ein Masterstudium im Bereich Betriebswirtschaftslehre hindeutet. Allerdings ist der MBA nicht, wie die meisten anderen Masterstudiengänge, zur Vertiefung der Inhalte eines zuvor absolvierten Bachelors gedacht. Vielmehr schließt der MBA ein nicht-konsekutives, weiterbildendes Managementstudium ab, welches erste Erfahrungen in der beruflichen Praxis voraussetzt. Im Gegensatz zu vielen anderen Masterabschlüssen verfügt der MBA über einen weltweit hohen Bekanntheitsgrad und ein sehr gutes Image, er gilt allgemein als Karrierebeschleuniger. Harald Vergossen, Hochschule Niederrhein FOTO: KNAPPE Inzwischen gibt es viele Spezialisierungen – wie kam es dazu? VERGOSSEN Die Popularität und das gute Ansehen des Abschlusses machen ihn auch für die Hochschulen attraktiv, weshalb die Anzahl der Studiengänge, die zu einem MBA- Abschluss führen, in den letzten Jahren stark gestiegen ist. Neben generalistischen Ansätzen finden sich inzwischen auch viele MBA-Angebote, die auf einzelne Branchen oder Funktionsbereiche spezialisiert sind. So wird Studieninteressenten zum Beispiel ein MBA Agrarmanagement ebenso angeboten wie ein MBA Einkauf und Logistik oder ein MBA Projektmanagement. Hinzu kommen noch sogenannte Executive MBA, welche sich explizit an Senior Manager richten und mindestens sieben Jahre Berufspraxis voraussetzen. Insgesamt werden an rund 250 deutschen Hochschulen inzwischen über 500 verschiedene Programme angeboten. Statements: Darum haben wir uns für ein MBA-Studium entschieden Catherine Gaudry, Management Supervisor bei der Kreativagentur KKLD* in Berlin: „Mit dem Executive MBA möchte ich vor allem mein Managementwissen auffrischen und neue Impulse für meine Führungsentscheidungen gewinnen. Die kompakten Module und die Facetten der unterschiedlichen Persönlichkeiten der Executive- MBA-Teilnehmer machen das Programm für mich so spannend.“ Burcin Sezgen arbeitet für AVM GmbH als Director International Sales: „Gerade in Zeiten, in denen hinter der europäischen Idee ein Fragezeichen gesetzt wird, finde ich diesen Schwerpunkt enorm wichtig. Für mich ist das Programm ein langfristiges Investment in mich. Es unterstützt mich in meinen beruflichen Fragestellungen – zum Beispiel, Entscheidungen auch unter Ungewissheiten zu treffen.“ Welchen Ansatz verfolgen die ursprünglichen MBA-Angebote? VERGOSSEN Der erste MBA wurde 1902 am Dartmouth College New Hampshire mit dem Ziel eingeführt, die US- Wirtschaft durch die Ausbildung von Führungskräften konkurrenzfähig zu halten. Die renommierte Harvard University setzte diese Richtung Anfang der 1920er Jahre fort, später folgten Unis in England, wobei der Fokus stets darauf lag, Führungskräften wichtiges betriebswirtschaftliches Knowhow vermitteln zu wollen. Das gute Ansehen des Abschlusses führte dazu, dass er – vor der Bolognareform – lange Zeit auch als Alternative zum Doktortitel gesehen wurde. Was sind Inhalte des MBA-Studiums? VERGOSSEN Studienangebote wie der MBA Management an der Hochschule Niederrhein knüpfen an dem ursprünglichen Grundgedanken des MBA an und bereiten ihre Teilnehmer umfassend auf Managementaufgaben vor. Dazu werden ökonomische Fachkompetenzen vermittelt, weshalb sich im Curriculum alle wichtigen betriebswirtschaftlichen Funktionsbereiche wie Rechnungswesen und Controlling, Marketing und Vertrieb, Produktion oder Human Resources wiederfinden. Gleichzeitig werden die Führungs- und Sozialkompetenzen der Teilnehmer vertieft, also wichtige Fähigkeiten für Führungskräfte. Die Qualifizierung für Führungstätigkeiten macht MBA- Studiengänge für Ingenieure, Nina Bomberg ist Strategic Sourcing Manager bei H.B. Fuller: „Das Programm ist sehr modular. Es gibt zehn Pflichtkurse, aber ob Finanzen, Marketing oder Persönlichkeitsentwicklung, man kann aus 40 Kursen Wahlfächer wählen und eigene Schwerpunkte legen. Darüber hinaus ist das Programm europäisch und international – in Bezug auf die Teilnehmer, aber auch auf die Lernstandorte.“ Natur- und Geisteswissenschaftler sowie Juristen oder Mediziner attraktiv, die in ihrem beruflichen Werdegang immer häufiger mit Managementfragen konfrontiert werden. Aber natürlich haben wir auch Teilnehmer mit BWL-Abschluss. Für wen macht welcher MBA Sinn? VERGOSSEN Spezialisierungen auf eine bestimmte Branche beziehungsweise einzelne Funktionsbereiche sind zwar einerseits sinnvoll, da Experten oft gebraucht werden. Andererseits gilt es zu bedenken, dass jeder Spezialist auf einen Bereich festgelegt und seine Einsatzfähigkeit eingeschränkt ist. Wer weiß heute schon, ob er sein ganzes Berufsleben in ein und der selben Branche oder in nur einem Funktionsbereich verbringen kann oder will. Somit sollte gut überlegt werden, ob eine Spezialisierung auch langfristig sinnvoll ist. Der MBA-Abschluss wird übrigens – wie auch an der Hochschule Niederrhein – oft in Form von Teilzeitstudienmodellen angeboten, mit Veranstaltungen freitagsabends und samstags. ONLINE-SERVICE Trends im Blick Azubis in der Marktforschung haben meist Abitur In Ruhe alle Optionen prüfen Bei Änderungskündigungen genau hinsehen Jeder bringt was mit Das Prinzip „Bring your own Device“ im Job www.rp-online.de www.ngz-online.de Beruf&Karriere Verlag: Rheinische Post Verlagsgesellschaft mbH, Zülpicher Straße 10, 40196 Düsseldorf, Geschäftsführer: Dr. Karl Hans Arnold, Patrick Ludwig, Hans Peter Bork, Johannes Werle, Tom Bender (verantwortl. Anzeigen), Stephan Marzen, Druck: Rheinisch-Bergische Druckerei GmbH, Zülpicher Straße 10, 40196 Düsseldorf, Anzeigen Verkaufsleiter: Sven Retz, RP Media Service, Tel. 0211 505-2490, E-Mail: sven.retz@rheinische-post.de, Redaktion: Rheinland Presse Service GmbH, Zülpicher Straße 10, 40196 Düsseldorf, José Macias (verantwortlich), Isabelle De Bortoli, Tel. 0211 528018-27, redaktion@rheinlandpresse.de Karriere in der Gesundheitsbranche ANZEIGE Master für den Markt der Zukunft Die Menschen leben nicht unbedingt gesünder. Aber sie werden gesundheitsbewusster und älter, wodurch der Gesundheitsmarkt weiter wächst. Davon profitieren Bachelor-Absolventen, die sich für den Masterstudiengang „Prävention, Sporttherapie und Gesundheitsmanagement“ an der IST-Hochschule für Management entscheiden. Mit dem neuen Master of Arts in der Fachrichtung „Prävention, Sporttherapie und Gesundheitsmanagement“ bietet die IST-Hochschule Bachelor- Absolventen von sportwissenschaftlichen und gesundheitswissenschaftlichen Studiengängen jetzt eine zielgerichtete Qualifikation an, die managementspezifische Kenntnisse mit sport- und bewegungswissenschaftlichem Fachwissen kombiniert. Damit sind die Absolventen des Fernstudiums, das auch in Teilzeit und als duale Variante angeboten wird, optimal vorbereitet auf vielfältige Aufgaben in leitenden und führenden Positionen im Gesundheitssektor. Großer Praxisbezug Die Vorteile des im April startenden Studiengangs fasst Prof. Dr. Karsten Witte von der IST-Hochschule zusammen: Mit einem Masterstudiengang an der IST-Hochschule steigt die Chance auf eine Führungsposition in der Gesundheitsbranche. „Der Master zeichnet sich vor allem durch seinen hohen Praxisbezug aus. Ein weiterer Vorteil für die Studenten ist zudem, dass dieser Master-Abschluss Qualifikationen beinhaltet, die zur Abrechnung mit Leistungsträgern berechtigen, also zum Beispiel Krankenkassen. Den Studenten stehen hier vielfältige Lizenzen und Zertifikate aus den Bereichen Prävention und Rehabilitation zur Wahl. So können sie ihre individuellen Wunsch-Studienschwerpunkte setzen.“ Die späteren Berufsaussichten sind ausgezeichnet. „Die potenziellen Aufgabenfelder im Gesundheitsbereich sind sehr vielfältig. Es können zum Beispiel führende Positionen in Fitness- und Gesundheitszentren oder medizinischen Einrichtungen wie Rehakliniken belegt werden, aber auch in Vereinen und Verbänden sowie bei Krankenkassen und Berufsgenossenschaften.“ Flexibles Fernstudium Neben allgemeinen Managementinhalten liegt der Schwerpunkt des viersemestrigen Studiums auf gesundheitsspezifischen Spezialisierungsfächern wie „Gesundheitsförderung und Prävention“ oder „Versorgungsmanagement“. Der Master wird als Fernstudium durchgeführt, die Lehrinhalte werden durch flexibel zu bearbeitende Studienhefte, Online-Vorlesungen und –Tutorien, eine eigene App sowie ergänzende Präsenzphasen vermittelt. Er kann in Voll- zeit, berufsbegleitend in Teilzeit und dual absolviert werden. Neben dem Studieren bleibt so genügend Zeit für die Arbeit in der Branche und das Sammeln von Praxiserfahrung. Die IST-Hochschule für Management Die IST-Hochschule bietet Bachelor- und Masterstudiengänge in den Zukunftsbranchen „Sport & Management“, „Tourismus & Hotellerie“, „Fitness & Health“ sowie „Kommunikation, Event & Medien“ an. Alle Informationen zu den Studiengängen, auch zum Master-Studiengang „Prävention, Sporttherapie und Gesundheitsmanagement“, gibt es auf www.ist-hochschule.de.

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