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Besser hören -08.09.2017-

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MG-K25

MG-K25 Besser hören OHNE GRAVIERENDE EINSCHRÄNKUNG HÖREN UND VERSTEHEN KÖNNEN RHEINISCHE POST FREITAG, 8. SEPTEMBER 2017 D5 Wie gut hören Sie? – Ein Selbsttest Bei Hörproblemen empfiehlt sich ein Test beim Fachmann, um die eigene Hörleistung testen zu lassen. (FGH) Hörtest? Ich höre doch alles. Verstehen? Na ja, nicht immer... Viele Menschen kennen das: Sie hören alles, aber es kommt immer wieder vor, dass man das Gesprochene dann doch nicht oder nur bruchstückhaft versteht. Das passiert zum Beispiel bei Ansagen in der Bahnhofshalle, bei Unterhaltungen im belebten Straßencafé oder bei einzelnen Wortbeiträgen in einer angeregten Diskussionsrunde unter Freunden oder bei der Arbeit. „Der Übergang vom einwandfreien Hören zu leichten Hörminderungen verläuft fließend,“ sagt Burkhard Stropahl von der Fördergemeinschaft Gutes Hören. „Deshalb fallen kleine Defizite anfangs gar nicht so sehr auf. Man glaubt, noch gut zu hören, versteht aber immer weniger, vor allem wenn es lauter wird.“ Einige einfache Fragen können dabei helfen, die eigene Hörleistung einzuschätzen. Voraussetzung ist natürlich, dass man sich selbst gegenüber bei der Beantwortung ehrlich bleibt. Dafür hat die Fördergemeinschaft Gutes Hören zehn Fragen zusammengestellt, die schnell beantwortet sind. „Die Testfragen beziehen Moderne Hörgeräte versprechen Hörgeschädigten nicht nur wieder die Teilnahme am täglichen Leben, sie sehen auch schick aus. FOTO: FGH sich auf alltägliche Situationen, in denen es auf Sprachverstehen und das Hören bestimmter Geräusche ankommt“, erläutert Burkhard Stropahl. „Diese Fragen sind natürlich kein Ersatz für einen Hörtest beim Fachmann, aber die Beantwortung kann erste wichtige Hinweise darauf geben, wie gut man noch hört.“ So sind wiederholtes Nachfragen oder auch entsprechende Bemerkungen von Mitmenschen sehr oft die ersten Anzeichen für Hörminderungen. Die anderen bemerken es nämlich meistens zuerst, wenn 1. Besuchen Sie regelmäßig laute Musik- oder Sportveranstaltungen? 2. Sind Sie am Arbeitsplatz Lärm ausgesetzt? 3. Sprechen Ihre Gesprächspartner häufig undeutlich? 4. Müssen Sie in Gesprächen häufiger nachfragen? 5. Beugen Sie sich zu Ihrem Gesprächspartner, um ihn besser zu verstehen? 6. Haben Sie Schwierigkeiten, alles zu verstehen, wenn durcheinander gesprochen wird? 7. Verstehen Sie Ihre Gesprächspartner am Telefon häufig schlecht? 8. Haben Sie Schwierigkeiten, sich auf einer lauten Party zu unterhalten? 9. Stellen Sie das Radio oder den Fernseher lauter als andere? 10. Sind Sie älter als fünfzig Jahre? Auswertung: Wenn Sie mehr als dreimal mit Ja geantwortet haben, sollten Sie vorsorglich Ihr Gehör bei einem Hörakustiker testen lassen. Expertenempfehlung: Ab 40 Jahren gehören regelmäßige Hörtests zur Gesundheitsvorsorge. In vielen Alltagssituationen kommt es auf gutes Hören und Verstehen an. Die zehn Fragen der Fördergemeinschaft Gutes Hören geben Hinweise auf die eigene Hörleistung. mit den Ohren etwas nicht mehr stimmt. Beschweren sich die Familie oder die Nachbarn über zu laut gestellte Radios und Fernseher? Und sind umgekehrt die Lautstärkeeinstellungen bei den Mitmenschen immer viel zu leise? Auch der Eindruck, dass alle anderen nicht laut genug und undeutlich sprechen, verweist auf mögliche Einschränkungen des eigenen Gehörs. Ganz typisch für beginnende Hörminderungen sind Verwechslungen stimmloser und ähnlich klingender Konsonanten wie etwa bei den Anfangsbuchstaben von „Züge“, „Flüge“, „Krüge“ oder „Rüge“. In Deutschland hören Schätzungen zufolge über 15 Millionen Menschen nicht mehr einwandfrei. Davon nutzen rund 3,5 Millionen moderne Hörsysteme und sichern damit ihr Wohlbefinden und ihre Lebensqualität. Dringend zu empfehlen sind daher die regelmäßigen vorsorglichen Hörtests bei einem Hörakustiker. HÖRAKUSTIK Aktiv werden Deutschlandweit gehen Experten von rund 15 Millionen Menschen aus, die nicht mehr einwandfrei hören. Wer aktiv etwas dagegen unternimmt, kann ohne größere Einschränkungen am täglichen Leben, das von Hören und Verstehen geprägt ist, teilnehmen. Allerdings lassen noch zu wenige Menschen ihre mangelnde Hörleistung durch moderne Höraktustik kompensieren, mahnen Fachleute aus Medizin und Hörakustik. Denn ein eingeschränktes Hörvermögen bleibt für die Betroffenen meistens nicht ohne Folgen. Die häufigen Missverständnisse führen zu Konflikten und schließlich zu Stress und Versagensängsten. Die Ursachen liegen in den meisten Fällen in schleichenden Verschleißerscheinungen des Innenohres. Diese lassen sich mittels moderner Hörakustik kompensieren. Weitere Informationenauf www.fgh-info.de Hörgeräte regelmäßig benutzen (FGH) Die Ursachen für schlechteres Hören und Verstehen mit fortschreitendem Alter sind komplexer als bisher angenommen. Nicht nur Verschleißerscheinungen im Innenohr, sondern auch der Alterungsprozess des Gehirns beeinträchtigt die Sprachverarbeitung. Das fanden Wissenschaftler der Universität Zürich heraus. Die Studie zeigte auch, dass regelmäßiges Tragen von Hörgeräten wieder zu einem besseren Sprachverstehen führt. Ältere Menschen mit Hörverlust, die neu mit Hörgeräten versorgt wurden, brauchten circa zwölf Wochen intensives Training, um Sprache wieder annähernd so gut verarbeiten zu können wie Gleichaltrige ohne Hörverlust. Für die Rückkehr zu besserem Sprachverständnis sollten die Hörsysteme während des ganzes Tages, mindestens zwölf Stunden ohne Unterbrechung getragen werden. Die Erkenntnisse der Studie zeigen Experten zufolge, wie wichtig es für den Hörerfolg ist, seine Hörgeräte regelmäßig zu nutzen: Dadurch stellten sich Routine und Selbstverständlichkeit ein, die wesentlich dazu beitragen, Normalität in den Alltag einkehren zu lassen. Ärzte raten: Verstopfte Ohren dem Profi überlassen (tmn) Nach dem Haarewaschen klingt plötzlich alles dumpf, Herumhopsen oder Schütteln helfen nichts: Das Ohr fühlt sich verstopft an - und ist es auch. In einer solchen Lage sollte man zum Arzt gehen und die Ohren reinigen lassen, rät der Facharzt Jan Löhler vom Berufsverband der Hals-Nasen-Ohren-Ärzte. Meist steckt Ohrenschmalz dahinter, der durch das Wasser aufgequollen ist. Der HNO- Arzt entfernt ihn dann mit Häkchen, oder er spült die Ohren aus. Die Kosten dafür tragen dem Ärzteverband zufolge die Krankenkassen. Wattestäbchen im heimischen Badezimmer sind bei einem verstopften Ohr dagegen tabu: „Damit schiebt man das Ohrenschmalz nur noch tiefer ins Ohr“, warnt Löhler. Außerdem läuft man Gefahr, das Trommelfell zu verletzen oder gar zu durchstoßen. Mitunter schiebt man auch das Ohrenschmalz auf das Trommelfell. „Das macht die Reinigung Wenn man nur noch gedämpft hört und das Ohr verstopft ist, geht man am besten zum Arzt. FOTO: TMN schwieriger und unter Umständen auch schmerzhafter, weil der Arzt die Verunreinigungen vom Trommelfell abkratzen muss.“ Wenn manche Menschen häufiger verstopfte Ohren haben als andere, kann das von verschiedenen Faktoren abhängen. Ein Stück weit ist es Veranlagung und abhängig vom Geschlecht: Männer sind eher betroffen als Frauen, wie Löhler sagt. Aber auch wer seinen Gehörgang regelmäßig verschließt, also zum Beispiel bei der Arbeit einen Lärmschutz tragen muss, ein Hörgerät hat oder mit Ohrstöpseln schläft, habe ein erhöhtes Risiko für verstopfte Ohren. Grundsätzlich ist Ohrenschmalz nützlich, wie Löhler betont: „Es hat eine pflegende und antibakterielle Wirkung. Und es schützt den Gehörgang davor, dass Schmutz wie Staub tiefer eindringt.“

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