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Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute -02.10.2017-

Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute

RHEINISCHE POST MONTAG, 2. OKTOBER 2017 MG-L3 Lokales C3 Gladbach gegen Düsseldorf: Die Seitenwechsler Am 24. Oktober steht das Pokal-Derby an. Wir beleuchten bis dahin jeden Tag die Rivalen aus unterschiedlichen Perspektiven. Hans-Jürgen Schnaß Manfred Abrahams Das Stadion von Borussia Mönchengladbach im Nordpark – hier wird Bundesliga-Fußball gespielt. Unter den Fans sind auch viele Prominente. ARCHIVFOTOS: KREBS, ILGNER, BRETZ, MÜLLER, ENDERMANN Gregor Bonin Die Esprit-Arena – hier spielt Fortuna Düsseldorf, aktuell in der zweiten Liga, aber dafür in Spitzenposition. Aufstieg nicht ausgeschlossen. VON DENISA RICHTERS Mönchengladbach und Düsseldorf – das war schon immer eine spezielle Beziehung, nicht nur auf dem Fußballfeld. Hier die beschauliche Großstadt, die nach dem Abstieg der Textilwirtschaft harte Jahre hinter sich bringen musste und jetzt spürbar im Aufbruch ist. Dort die schillernde Landeshauptstadt, die immer etwas dicker aufträgt, aber international ist und ein Magnet für Investoren, große Unternehmen und viele Neubürger. Hier eine Stadt mit zwei Kernen und Hauptbahnhöfen, hohen Schulden, vielen ländlichen Strukturen mit wunderbarer Natur. Dort die pure Urbanität, an den Rändern garniert mit Dörflichkeit, finanziell stark und gespickt mit hochpreisiger Architektur. So gegensätzlich die nur 30 Kilometer voneinander entfernten Städte scheinen, es gibt doch viele Verbindungen zwischen ihnen. Mönchengladbacher bewegen einiges in Düsseldorf, Düsseldorfer wechseln in führende Positionen in Mönchengladbach, mancher lebt hier und arbeitet dort, andere halten es umgekehrt. Der Wechsel gehört wie beim Fußball zum Konzept. Und einem der beiden Fußballvereine – oder sogar beiden – drückt jeder die Daumen. Wer in Düsseldorf mit der Weißen Flotte auf dem Rhein unterwegs ist, weiß vermutlich nicht, dass die Chefin, Simone Küffner, aus Mönchengladbach stammt; aus Hardt, um genau zu sein. Gertrud Peters, Leiterin von Kunst im Tunnel (KiT) am Düsseldorfer Rheinufer, stammt ebenfalls aus der Vitusstadt. Oder Philipp Maiburg, der Düsseldorf mit dem Open Source Festival, einem Musikereignis der Extraklasse, bereichert – auch er ein gebürtiger Mönchengladbacher. Gegenbeispiele gefällig? Da ist zum Beispiel Hans-Jürgen Schnaß. In Mönchengladbach kennt man Noch 22 Tage 24. Oktober Fortuna. Fohlen. Flutlicht. ihn als den Mann, der die Stadt sauberer macht. Was aber schon fast vergessen ist: Schnaß kam einst aus dem Düsseldorfer Rathaus, wo er das Hauptamt geleitet hatte, und wurde in Mönchengladbach Beigeordneter für Personal und für Ordnung. Ordnung schafft er inzwischen mit der Mags, einer vor rund einem Jahr gegründeten Stadttochter. Schnaß’ neues Metier sind jetzt Müll und Asphalt, Wälder und Parks. Er lebt nach wie vor in Düsseldorf – jedoch mit extrem möglicher Gladbach-Nähe, nämlich im westlichsten Stadtteil Heerdt. Der Sozialdemokrat ist Fortuna-Fan, weiß aber auch die erstklassigen Spiele der Borussia zu schätzen. Übrigens: Sein Vorgänger als Ordnungs- und Personaldezernent, Peter Holzenleuchter (CDU), war auch aus dem Düsseldorfer Rathaus gekommen, aus dem Büro des damaligen Oberbürgermeisters Joachim Erwin (CDU). Auch der vorerst letzte Seitenwechsler vom Düsseldorfer ins Mönchengladbacher Rathaus ist ein einstiger Erwin-Vertrauter: Gregor Bonin. In Düsseldorf war er erst im OB-Büro für Stadtplanung zuständig, wurde 2006 zum Planungsdezernenten gewählt, was er neun Jahre blieb. Große Bauprojekte wie der Kö-Bogen in der City der Landeshauptstadt oder das neue Wohnquartier auf dem Derendorfer Güterbahnhof fielen in seine Verantwortung. Was in Düsseldorf viele nicht wussten: Bonin lebte all die Jahre in Mönchengladbach, wo sich manche Widrigkeiten der Landeshauptstadt relativierten und der Christdemokrat bereits manches mit anschob, wie den Masterplan. Insofern passte es, dass 2015 der Ruf der Gladbacher CDU kam. Sie wollte das Schlüsselressort des Technischen Beigeordneten im Rathaus mit einem mutigen und forschen Stadtgestalter besetzen. Borussia-Fan Bonin wiederum kehrte Düsseldorf durchaus freudig den Rücken – zwischen ihm und dem neuen Oberbürgermeister, Thomas Geisel (SPD), stimmte die Chemie nicht. Jetzt krempelt Bonin Mönchengladbach in einem Tempo um, das manche atemlos macht, und gilt als Anwärter für den Posten des Stadtdirektors. Den hatte in Düsseldorf drei Jahre lang ein Mönchengladbacher: Manfred Abrahams. Er war viele Jahre Kämmerer in Krefeld, wechselte 2010 in gleicher Position ins Düsseldorfer Rathaus und erhielt obendrauf die mächtige Position des Stadtdirektors. Die wiederum wollte Geisel sozialdemokratisch besetzen und lobte Abrahams 2015 weg in den Vorstand der Stadtwerke Düsseldorf. Mönchengladbach, die Stadt, in der Abrahams lebt und die er liebt, hat auf seiner Karriereleiter keine Rolle gespielt. Wobei: Fast wäre er mal Geschäftsführer der städtischen Entwicklungsgesellschaft geworden. Das ist aber eine andere Geschichte. Eines ist dem Neuwerker Pflicht: Spiele der Borussia. Und das, obwohl bei den Stadtwerken Fortuna-Fans klar in ANZEIGE-------------------------------------------------------------- ERGO. Offizieller Partner des DFB-Pokals. der Mehrheit sind. Sogar das neue Kraftwerk wurde nach dem Klub benannt. Derby-Atmosphäre ist also am 24. Oktober garantiert. Weiterer Bericht Sport Heute schon an morgen denken Mönchengladbach, im Oktober 2017. Viele junge Erwachsene beginnen in diesen Wochen ihre Berufsausbildung und stehen damit auch vor der Frage ihrer Vorsorge fürs Alter. Dabei lautet die Devise: „Vorsorgen und sich Optionen offen halten“, sag die Vermittler, die im Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) organisiert sind. „Die spätere Rente ist zwar für einen 16- bis 25-Jährigen noch sehr weit hin, es lohnt sich aber trotzdem, etwas aufzubauen, da man sich ohne großen Aufwand bereits jetzt günstige Konditionen sichern kann.“ Drei Tipps nur sollten junge Erwachsene beherzigen. Erster Tipp: Zunächst ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) viel wichtiger als „Geld für später“, da die gesetzliche Sozialversicherung in den ersten Jahren nur dann eine sehr kleine Erwerbsminderungsrente zahlt, wenn das Ende des Erwerbslebens durch einen Arbeitsunfall oder eine Berufskrankheit erzwungen wurde. Bei Kombination der Berufsunfähigkeits- mit einer Lebensversicherung, die vielleicht erst später hinzukommt, sollte im Falle einer Berufsunfähigkeit die Beitragspflicht zur Lebensversicherung erlöschen. Denn es wäre unpassend, von einer Rente wegen Berufsunfähigkeit wieder etwas für eine Lebensversicherung abzweigen zu müssen. Zweiter Tipp: „Unbedingt die Grundzulage von derzeit 154 Euro pro Jahr mitnehmen, die es vom Staat für die Riester-Vorsorge gibt. Sie wird ab dem nächsten Jahr sogar auf 175 Euro erhöht“, empfehlen die Vermittler. Voraussetzung ist jedoch, dass mindestens 60 Euro oder jährlich vier Prozent des Vorjahresbruttoeinkommens abzüglich der staatlichen Zulagen in den Riestervertrag eingezahlt werden, um die volle Förderung zu bekommen. Mit dem neuen „Berufseinsteiger-Bonus“ stockt der Staat zudem jetzt für alle Riester-Sparer unter 25 Jahren das private Rentenkonto kräftig auf. Maximal 200 Euro erhält im Folgejahr einmalig ausgezahlt, wer einen Riester-Vertrag dieses Jahr noch abschließt. Dritter Tipp: Azubis sollten sich frühzeitig nach Möglichkeiten für eine Betriebsrente erkundigen, die aus Brutto-Gehaltsanteilen gespeist wird. Auch hier winkt ein doppelter Vorteil: Die Beiträge dazu werden nämlich aus den Brutto- Gehaltsanteilen gespeist und bauen nicht nur schon eine Altersvorsorge auf, sondern mindern zudem schon heute die gesetzliche Abgabenbelastung.

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