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Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute -04.09.2017-

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Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute

VIE-L4 C4 Grenzland-Kurier RHEINISCHE POST MONTAG, 4. SEPTEMBER 2017 Ein Anschub für die Ökumene Bei der Reformationssynode in der Hauptkirche unterzeichnen Präses Manfred Rekowski und Bischof Helmut Dieser einen „Ökumenischen Brief“ an katholische und evangelische Gemeinden. 250 Delegierte diskutierten über neue Wege VON ANGELA RIETDORF KREIS VIERSEN/GLADBACH Es ist eine bunte, vielfältige Gemeinde, die sich am Samstagmorgen in der Rheydter Hauptkirche versammelt: Delegierte aus vier rheinischen Kirchenkreisen, Vertreter der namibischen und tansanischen, marokkanischen, indonesischen, belgischen und niederländischen evangelischen Kirchen ebenso wie der katholischen Nachbargemeinden und der Kirchenleitungen. Simultan wird ins Französische und Englische übersetzt und beim gemeinsamen Gebet hört man das Vaterunser in vielen Sprachen. In Rheydt tagt die Reformationssynode mit 250 Delegierten. Der Protestantismus diskutiert über Wege in die Zukunft. „Wir wollten etwas machen, das richtig evangelisch ist“, erklärt Martina Wasserloos-Strunk, Präses der Synode. Und eine Synode, das ist urevangelisch. Und so tauschen sich Synodale über Herausforderungen und Perspektiven des Glaubens aus, lernen die unterschiedlichen Akzente kennen, die die Kirchen des Nordens und des Südens setzen und hören einander zu. Karen Thomas Smith von der marokkanischen Kirche hält eine kämpferische Predigt, in der sie die Funktionsweise der Autobahnkreuz Neersen vor dem Umbau Der Landesbetrieb Straßen NRW baut die A 52 bis Ende 2018 zwischen Mönchengladbach-Nord und dem Kreuz aus VON JAN SCHNETTLER KREIS VIERSEN Wer auf der A 52 ist Ostrichtung das Kreuz Neersen durchfährt, landet seit einigen Wochen in einer Baustelle mit entsprechender Tempobegrenzung. Noch laufen die Arbeiten neben der Autobahn ab – unter anderem werden die Lärmschutzwände in Teilen ersetzt, ausgebaut und erhalten eine Höhe von acht Metern, wovon die letzten zwei Meter transparent gestaltet werden. Doch das ist nur der Auftakt. Denn der Landesbetrieb Straßen NRW baut die A 52 bis Ende 2018 zwischen der Anschlussstelle Mönchengladbach-Nord und dem Autobahnkreuz Neersen aus. Der Beginn des eigentlichen Streckenausbaus ist für Anfang 2018 terminiert. Damit einher, teilt der Landesbetrieb auf Anfrage mit, geht die Standstreifenertüchtigung in Fahrt- Sie unterzeichneten in der Rheydter Hauptkirche einen „Ökumenischen Brief“: Bischof Helmut Dieser (l.) und Präses Manfred Rekowski. 250 Delegierte diskutierten bei der Reformationssynode von vier Kirchenkreisen über die Zukunft. FOTO: RAUP richtung Düsseldorf zwischen MG- Nord und Kreuz Neersen (in 2018) beziehungsweise in Fahrtrichtung Roermond zwischen dem Neersen und der Anschlussstelle Neuwerk (daran anschließend, voraussichtlich 2019). Das Kreuz selber werde Das Kreuz wird unter anderem um zusätzliche Fahrstreifen beziehungsweise Beschleunigungsspuren erweitert. dann mit zusätzlichen Fahrstreifen beziehungsweise Beschleunigungsspuren erweitert sein. Diese Arbeiten sind (in Fahrtrichtung Roermond) bereits seit geraumer Zeit in der Durchführung. Geplant ist, die Standstreifen zu Stoßzeiten – das Wirtschaft hinterfragt und dagegen die Ökonomie Gottes in ihrer Fülle und Großzügigkeit stellt – mit Blick auf das Flüchtlingselend, das in Marokko besonders sichtbar wird und dem sich die kleine evangelische Gemeinde dort helfend und engagiert entgegenstellt. Diesen Rahmen des Dialogs und des Miteinanders bei allen Unterschieden haben Manfred Rekowski, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, und der Aachener Bischof Helmut Dieser gewählt, um gemeinsam einen „Ökumenischen Brief“ an die evangelischen und katholischen Gemeinden zu unterzeichnen. In dem Schreiben werden die „wiederentdeckten Gemeinsamkeiten“ beschworen und zu einer vertieften ökumenischen Zusammenarbeit auf Gebieten wie der caritativen und diakonischen Arbeit, in der Jugendarbeit und in der Bildung ermutigt. Die Gemeinden werden aufgefordert, dort, wo blinde Flecken der Ökumene sind, neue Wege zu suchen. Die theologischen Differenzen werden dabei ausgespart. könnte auf 6 bis 9 Uhr sowie 16 und 19 Uhr hinauslaufen – für den Verkehr freizugeben; ein ähnliches Modell gibt es etwa bereits auf der A 57 kurz vor Köln. Bis das dann soweit ist, dauert es aber noch. Wie Gregor Hürter von In Richtung Roermond ist das bereits zu erkennen. In Gegenrichtung wird am Lärmschutz gearbeitet. FOTOS (2): REICHARTZ „Abendmahl, Amtsverständnis, Wesen der Kirche“, zählt Rekowski die Bereiche auf, in denen sich weiterhin konfessionelle Gräben auftun. Vor allem die Trennung am Tisch des Herrn schmerze alle. „Es gibt keine Alternative zum Dialog“, betont der Präses, der sich mit Blick auf ökumenische Fortschritte als „zuversichtlich, aber auch ungeduldig“ beschreibt. Auch Bischof Dieser unterstreicht die Bedeutung der Ökumene und spricht von einer gemeinsamen Sendung in die Welt hinein und von der Sehnsucht nach Einheit. „Die Ökumene bekommt in diesem Jahr Schub“, stellt er fest. Die Theologen seien in ihren Gesprächen schon weiter, als es oft bekannt sei. „Das müssen wir rezipieren und daraus Konsequenzen ziehen“, sagt der Bischof. Es gelte, in diesem Prozess alle mitzunehmen. Und das gemeinsame Abendmahl? Das sei das eigentliche Ziel der Ökumene. Die Synodalen tagen noch bis zum Abend. „Wir erleben eine wunderbare Gemeinschaft und ein großes Zusammengehörigkeitsgefühl“, sagt Superintendent Dietrich Denker. Die internationalen Gäste bleiben noch bis zum Fest der Begegnung am kommenden Sonntag im Jülicher Brückenkopfpark. der Straßen-NRW-Regionalniederlassung Niederrhein mitteilt, läuft es – mit Einbau der Telematik, also modernste Verkehrssteuerungstechnik – wohl auf das Jahr 2019 hinauf. Auch diese Arbeiten sind allerdings lediglich vorbereitender Natur. Übergeordnetes Ziel ist der sechsspurige Ausbau der Autobahn zwischen den Kreuzen Mönchengladbach und Neersen. Der ist mittlerweile fest vorgesehen, der aktuelle Planungsstand lasse aber noch keine verlässlichen Aussagen zu möglichen Start- und Fertigstellungsterminen zu, sagt Hürter: „Zurzeit ist nicht mit einer Einleitung der Planfeststellung vor 2020 zu rechnen.“ Immerhin: Der aktuelle Umbau des Autobahnkreuzes Neersen berücksichtigt bereits den späteren sechsstreifigen Ausbau, so dass dieser dort nahtlos anschließen wird. Untreue-Prozess: Weiterer Zeuge belastet Vauth KREIS VIERSEN (BL) Der angeklagte Krefelder Anwalt Lothar Vauth, ehemaliger Landratskandidat im Kreis Viersen, ist vor Gericht von einem Zeugen schwer belastet worden. Dieser gab an, er habe mehrere Jahre auf die Auszahlung von knapp 170.000 Euro warten müssen. Wie auch bei anderen Zeugen ging es bei dem 49-Jährigen und seiner Ehefrau um Erbschaftsstreitigkeiten. Er habe die Kanzlei wohl Ende 2006 oder Anfang 2007 beauftragt. Die Anwälte sollten bei seiner Schwägerin die Zahlung des Pflichtteils aus einer Erbschaft erwirken. Vauth habe einen Brief an die Schwägerin geschrieben und 185.000 Euro gefordert. In der Folgezeit habe er immer wieder nach dem Geld gefragt. Vauth habe ihm wiederholt gesagt, das Geld sei noch nicht eingegangen, ihn mit fingierten Mahnungen hingehalten. „Im Nachhinein Anzeige hat sich herausgestellt, dass sie schon Zahlungen geleistet hat, die aber nicht bis zu uns vorgedrungen sind.” Das habe er erst erfahren, als er sich an den Anwalt der Schwägerin wendete. Die Mahnungen dienten nur der Verschleierung, vermutete er: „Das waren wohl Briefe, die nur wir bekommen haben.” Über einen Zeitraum von rund zwei Jahren – 2008 bis 2010 – erhielt er knapp 170.000 Euro, allerdings in sechs Raten. Irgendwann gab es auch Gespräche mit einem Kanzleikollegen des Angeklagten und dem Zeugen. Der Kanzleikollege sei erstaunt gewesen, dass es gar keine Unterlagen über den Vorgang gab. Fliegen mit hohem Risiko Mönchengladbach, im September 2017. Es gibt eine Freizeitbeschäftigung, die boomt seit Jahren: die Hobbyfliegerei mit ferngesteuerten Multikoptern und kleinen mehrrotorigen Flugdrohnen. „Bei allem Spaß sollten Hobbypiloten vor dem Aufsteigen an den Versicherungsschutz denken“, sagen die Vermittler des Bezirks Mönchengladbach im Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK). „Denn wenn der Multikopter irgendwo gegendonnert oder außer Kontrolle gerät und einen Schaden anrichtet, ist der Hobbypilot voll schadensersatzpflichtig. Das kann bei Personenschäden in die Hunderttausende, manchmal sogar in die Millionen gehen. Die bestehenden privaten Haftpflichtversicherungen decken in der Regel diese Risiken nicht ab.“ Doch es gibt einen Ausweg aus der möglichen Misere: Spezielle Haftpflichtpolicen für Modellflieger, die ab 80 Euro im Jahr zu haben sind, können dieses Risiko versichern, wenn die Privat-Haftpflichtversicherung das Risiko nicht eingeschlossen hat. „Drohnenpiloten sollten dabei darauf achten, dass die Mindestdeckungssumme fünf Millionen Euro beträgt, egal ob für Personen- oder Sachschäden“, informieren die Fachleute vom BVK . „Wichtig ist auch, dass die Fliegerei nicht professionell betrieben wird. Denn dafür braucht es noch einen besonderen Versicherungsschutz. Über weitere wichtige Vertragsdetails geben Versicherungskaufleute Auskunft.“ Auf jeden Fall sollten Multikopter-Piloten darauf achten, dass ihr Fluggerät nicht mehr als fünf Kilo wiegt. Denn dafür wird eine spezielle Aufstiegserlaubnis der jeweiligen Landesluftfahrtbehörde benötigt. Außerdem dürfen die Mini-Drohnen nur auf Sicht bis maximal 100 Meter Höhe und je nach Bundesland zwischen 200 bis 300 Meter weit geflogen werden. Aufnahmen von Menschenansammlungen und Personen sind verboten. Auch die Nähe zu Flughäfen ist tabu: Hier sollten Multikopter-Piloten einen Mindestabstand von mindestens 1,5 Kilometern zu den Außengrenzen einhalten, um nicht den vorher vereinbarten Versicherungsschutz zu riskieren. Denn auch wenn sie sich im freien Raum bewegen: Im rechts- und risikofreien Raum fliegen die Mini-Drohnen nicht.

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