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Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute -05.03.2018-

Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute

RHEINISCHE POST MONTAG, 5. MÄRZ 2018 MG-L3 Lokales C3 Retter üben für die Katastrophe Am Modellflugplatz Wegberg trainierte das Rote Kreuz den Einsatz nach einer Explosion – mit täuschend echt geschminkten „Verletzten“. VON DOMINIK LAUTER (TEXT) UND DETLEF ILGNER (FOTOS) Blaulicht und Martinshorn durchdringen die Idylle des ländlichen Ortsteils Peel an diesem Morgen. Sechs Sanitäts- und Gerätefahrzeuge, darunter ein Rettungswagen, bahnen sich ihren Weg durch die eisige Kälte und den Schnee zum Ort des Geschehens, dem Modellflugplatz Wegberg. An diesem Morgen ging ein Notruf bei den rund 30 ehrenamtlichen Sanitätern des Gladbacher Katastrophenschutzes ein. Das Szenario: Durch einen unachtsamen Raucher kam es im Treibstofflager zu einer Explosion mit mehreren verletzten Personen. Beim Eintreffen ruft eine junge, leicht verletzte Frau bereits um Hilfe. Und auch wenn es sich nur um eine Übung der Katastrophenschutzeinheit des Deutschen Roten Kreuzes handelt, machen sich die Einsatzkräfte fokussiert und mit vollem Elan an die Arbeit. „Los wir gehen rein“, ruft Gruppenführerin Friederike Bruns ihren Kollegen zu, bevor sie die Unfallstelle betritt, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Über Funk wird die Anzahl und der Zustand der Verletzten durchgegeben. „Wir haben hier zwei schwer-, und acht mittelbis leichtverletzte Personen im Gebäude“, gibt die 25-jährige durch ihr Funkgerät zu den anderen Gruppenführern durch. Sofort wird mit der genaueren Sichtung der Verletzungen und der Erstversorgung begonnen, was sich als kompliziert herausstellt. Denn neben der großen Zahl der teils geschockten oder bewusstlosen Betroffenen sorgt die Enge im Gebäude für Probleme. Die Sanitäter reagieren schnell: Die Einer der beiden „Schwerverletzten“ (alles sind speziell geschulte Darsteller) wird von den Rettern abtransportiert. Leichtverletzten werden nach wenigen Minuten bandagiert nach draußen zu den Einsatzfahrzeugen geführt, um sie schnellstmöglich aus der Gefahrenzone zu bringen und Platz zu schaffen. Draußen wird zeitgleich noch ein Zelt für die Patientenversorgung aufgebaut und sich auf die geschockten und verletzten Patienten vorbereitet. „Das Ganze jetzt noch ein bisschen schneller“, treibt die verantwortliche Gruppenführerin Susanne Fleck ihre Kollegen an. Die Schwerverletzten werden drinnen unterdessen stabilisiert und transportfähig gemacht. Eine junge Frau erlitt durch die Explosion eine klaffende Wunde am Kopf. Eine andere muss künstlich beatmet werden. Trotzdem: Die Sanitäter gehen merklich ruhig und mit viel Routine an die Sache heran. Diese Frau erlitt durch die Explosion eine „klaffende Wunde am Kopf“ – so das Szenario. Die Wunde ist geschminkt. Die Patienten werden bei dieser Übung von speziell geschulten Unfalldarstellern gespielt – die meisten sind vom Jugend-DRK. Dazu haben Ein „Leichtverletzter“ wird bandagiert und dann nach draußen gebracht. sie mehrere Lehrgänge besucht und sich für das Darstellen eines Patienten ausbilden lassen. Sie sorgen dafür, dass der Job der Sanitäter so realitätsnah wie möglich ist, und das nicht nur durch ihre schauspielerische Leistung. Dank des professionelles Make-Up müssen sich die Sanitäter die Verletzungen nicht vorstellen, sie sind täuschend echt aufgetragen und machen die Übung noch viel realistischer. Nachdem alle Patienten versorgt und abtransportiert sind, zieht Gruppenführerin Bruns ein positives Fazit. „Als wir angekommen sind und uns einen Überblick verschafft haben, lief trotz der schwierigen Wetterlage und Unfallstelle alles ziemlich gut. Die Leichtverletzten konnten wir schnell aus der Gefahrenzone zu den Betreuern bringen, um uns um die kritischen Patienten zu kümmern.“ Für die 25- jährige Erzieherin war das aber keine gewöhnliche Übung. Noch vor dem Einsatz wurde sie zur Gruppenführerin befördert. „Das war heute mein erster Einsatz in dieser Position. Ich bin zufrieden mit unserer Leistung.“ Der Schlüssel zu einem erfolgreichen Einsatz sei die Kommunikation, die auch heute perfekt funktioniert habe. Ziel dieser Übung sei es, Routine zu bekommen, vor allem für die jüngeren Sanitäter, die nicht viel Erfahrung mit Großschadenslagen haben, so Übungsleiter Volker Jahn. „Wir müssen nicht nur den Umgang mit dem Equipment üben, wie Zelte aufbauen oder Verbände anlegen, sondern vor allem die Stresssituationen nachstellen und einüben“, erklärt Jahn. Die Katastrophenschutzeinheit ist bei Großschadenslagen die letzte Reserve. „Wir müssen jederzeit für solche Einsätze gewappnet sein und dürfen uns keine Fehler erlauben, selbst in stressigen Situationen nicht.“ Borussias Fanszene trauert um „Walli“ (jaso) Am Ende hatte sich jeder der 2700 Kilometer im Bus gelohnt: Aufbruch am Mittwochabend, dann ein sonniger Tag am Strand in Marseille und am Donnerstagabend das 2:2, am Freitag nach Fürth, dort am Sonntag einen 4:2-Sieg gefeiert und zurück nach Mönchengladbach. Waltraud „Walli“ Hamraths nannte es kurz und knapp „Urlaub“. Damals, im November 2012, war sie 77 Jahre alt. Es folgten großartige Erlebnisse mit Borussia, „ihrem“ Verein, gekrönt von der Qualifikation für die Champions League. Das war „Walli“ Hamraths ist unweit des Bökelbergs aufgewachsen. FOTO: WDR/KRAMER selbst für „Walli“ neu, die jeden der zehn großen Titel Borussias hautnah miterlebt hat. In einem Werbevideo für das Champions-League-Trikot spielte sie 2015 die Hauptrolle. „Borussia ist mein Leben“, sagte „Walli“, während sie durch das Wohngebiet schlenderte, wo früher das Bökelbergstadion stand. Nun ist „Walli“ mit 83 Jahren gestorben. 2017 hatten sie Fans abseits von Borussia kennengelernt, erst durch einen Auftritt in einer WDR-Doku, dann durch ein Porträt im Magazin „11 Freunde“. Außerdem warb „Walli“ für Gladbachs Bewerbung als Spielort für die EM 2024. In Borussias Fanszene war die Frau mit den rotgefärbten Haaren seit Jahrzehnten eine Institution. „Walli“ kellnerte in der Vereinskneipe „Alt Eicken“ und organisierte den Fanladen in Eicken, als noch niemand das Wort „Merchandising“ kannte, und leistete dort soziale Arbeit, als es keine Fanprojekte gab. „Die gute Seele des Fanprojekts“ wurde „Walli“ genannt, die jeder kannte, die von allen Fangruppen respektiert wurde und die in Gladbach niemand vergessen wird. MELDUNGEN Zwei Festnahmen bei Fahrzeugkontrolle (angr) Die Polizei hat am Freitagabend auf der Bachstraße zwei mutmaßliche Diebe festgenommen. Die Beamten kontrollierten einen VW Golf mit schwedischem Kennzeichen gegen 19.20 Uhr. Sie stellten fest, dass der Fahrer zur Festnahme ausgeschrieben war, unter Drogeneinfluss stand und keinen Führerschein hatte. Im Auto wurde eine Diebestasche und wahrscheinliches Diebesgut gefunden. Beide Pkw-Insassen wurde festgenommen. Kunststoff verschmorte auf dem Herd (angr) Eine eingeschaltete Herdplatte hat in der Nacht zu Sonntag einen Feuerwehreinsatz in einer Wohnung an der Hermann-Löns-Straße ausgelöst. Als die Einsatzkräfte gegen 0.50 Uhr in Geneicken eintrafen, stellten sie eine starke Rauchentwicklung aus der Wohnung fest. Auf dem eingeschalteten Herd verschmorten Kunststoffteile. Die Wohnung wurde entraucht, ist aber wegen der starken Rußablagerungen derzeit nicht bewohnbar. Verletzt wurde niemand. Versicherungsfachwirt Hans-Jörg Becker Generalvertretung der Allianz Tönisvorster Str. 5, 41749 Viersen Tel. 0 21 62/97 01 80, Fax 0 21 62/9 70 18 20 Maßstäbe / neu definiert Michael Huberty Generalvertretung der AXA Versicherung AG Viersener Straße 55 • 41061 Mönchengladbach Tel.: 0 21 61 / 89 60 00 • Fax: 0 21 61 / 89 60 01 Schwere Schäden durch Eisplatten von Lkw-Dächern AXA Generalvertretung Gregor Correnz In der Duis 7 · 41068 Mönchengladbach Tel. (0 21 61) 95 20 20 · Fax (0 21 61) 95 20 22 AXA Generalvertretung Busch & Helmgens KG Hansastr. 58–60 · 41066 Mönchengladbach Tel. 0 21 61/96 30 93 · Fax 0 21 61/96 38 78 busch.helmgens@axa.de AXA Generalvertretung Marz & Marquardt Vers.- Büro Inh. Oliver Marquardt e. k. Peter-Nonnemühlen-Alle 7 · 41063 M’gladbach Tel. 02161/8 9135 · Fax 021 61/891 37 Die eigene Kfz-Versicherung zahlt, trotzdem kann es teuer werden. Mönchengladbach, im März 2018. Das zuletzt sehr kalte Hochdruckwetter hat nicht nur viele kleine Wassertümpel gefrieren lassen, sondern auch das auf Lkw-Dächern stehende Wasser, das teilweise mehrere hundert Liter ausmachen kann. Dabei bilden sich entsprechend schwere Eisplatten, die sich besonders bei höherer Geschwindigkeit oder in Kurven lösen und auf nachfolgende Pkw krachen können. Diese Gefahr wird von vielen Autofahrern oft unterschätzt, obwohl die Schäden gerade während der Fahrt immens sein können. Und zur Empörung geschädigter Autofahrer kommen die Lkw-Fahrer – oder vielmehr ihre Haftpflichtversicherung – meist auch noch ungeschoren davon, weil häufig Zeugen fehlen. Denn wenn eine Eis- und Schneeladung den nachfahrenden oder überholenden Pkw trifft, hat der Fahrer mit anderen Problemen zu kämpfen, als sich ein Nummernschild einzuprägen, schildern die Vermittler des Bezirks Mönchengladbach im Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) die normale Panik-Situation. Und einen Lkw nach ein paar Kilometern zu stellen, ist meist sinnlos, da der Fahrer sein Versäumnis – nämlich das Wagendach sauber zu halten – einfach abstreiten kann. Ein Nachweis misslingt zudem, denn die Lkw-Eisplatte hat sich schon vorher beim Fahren gelöst. Hier kann also in der Regel nur die eigene Versicherung helfen: „Verursachte Glasschäden deckt die eigene Teilkasko ab, Blechschäden die Vollkasko“, berichten die Versicherungsprofis vom BVK. „Aber wenn die Vollkasko zahlt, kann es durch die Rabattrückstufung in den Folgejahren richtig teuer werden. Glück im Unglück hat meist dann nur jemand, der geistesgegenwärtige Zeugen an Bord hat.“ In diesen Wintertagen lautet daher der praktische Rat: Abstand zu Lastwagen halten und sie möglichst nicht in Außenkurven überholen. Versicherungsbüro Christoph Cremers Wevelinghover Str. 1 · 41334 Nettetal Tel. 0 21 53 / 66 16 · Fax 0 21 53 / 55 78 E-Mail: info@christoph-cremers.de AXA Generalvertretung Lenßen & Dahmen GmbH Kaiserstraße 95 · 41061 Mönchengladbach Tel. 0 21 61/ 24 55-0 · Fax 0 21 61/ 24 55-55 E-Mail: lenssen.dahmen@axa.de

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