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Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute -07.05.2018-

Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute

MG-L6 C6 Lokale Kultur RHEINISCHE POST MONTAG, 7. MAI 2018 Verbrannte Farben und montierte Fotos Die Galerie Löhrl zeigt derzeit in zwei Ausstellungen einige Werke des Künstlers Otto Piene und Montagen von Martina Sauter. VON SIGRID BLOMEN-RADERMACHER Das war schon recht ungewöhnlich, als Otto Piene vor sechs Jahrzehnten begann, seine Farbe oder auch mal die Leinwand zu verbrennen. Ruß, Blasen – man konnte deutlich sehen, wie er vorging. Vor vier Jahren starb mit dem Künstler Piene einer der wichtigsten Vertreter der Gruppe „Zéro“. Von Null, von einem neuen Ausgangspunkt ausgehen, das war die Idee von Otto Piene, Günther Uecker und Heinz Mack, die sich vor mittlerweile 60 Jahren zu der Gruppe „Zéro“ zusammenschlossen. Die Galerie Löhrl präsentiert nun die „Hommage zum 90. Geburtstag“ des Künstlers in ihren Räumen an der Kaiserstraße 58. Während Uecker und Mack in ihren Arbeiten mit Licht und dem Weiß arbeiteten, experimentierte Piene auch mit Feuer. Er verstand das Verbrennen von Farben, Grundlage seiner beeindruckenden Farbgouachen, nicht als Akt der Zerstörung, sondern als den der Verwandlung und des Schaffens eines neuen Zustands. Die Feuergouachen sind intensive, oft farbige, komplexe Bilder voller Kraft und Energie. Von einem Zentrum aus findet eine schiere Explosion von Farbe und kleinsten Strukturen über den Bildträger statt. Doch auch dort, wo die Farbe sich Die Künstlerin Martina Sauter in der Galerie Löhrl. Dort zeigt sie im Rahmen der Ausstellung „Martina Sauter – grünes Zimmer“ eine Auswahl ihrer Werke. Viele davon sind Montagen. RP-FOTOS (2): DETLEF ILGNER zurücknimmt und nur Grautöne zu sehen sind, stecken die Arbeiten voller Lebendigkeit. Ein kleiner Raum ist dem Experiment mit dem Licht gewidmet. Ein Lichtkubus, ein Würfel, durch den punktuell Licht und Schatten auf die Umgebung fallen, und Fotografien von der Sky Art erinnern an die außergewöhnlichen Ideen von Otto Piene. Einem ungewöhnlichen und Grenzen erweiternden Umgang mit dem Medium Fotografie begegnet der Besucher der Galerie Löhrl an der Kaiserstraße 67. Hier zeigt die 1974 geborene Künstlerin Martina Sauter ihre Ausstellung „Martina Sauter – grünes Zimmer“. Sie hat eine Ausbildung als Fotografin und ein Studium bei Thomas Ruff an der Kunstakademie Düsseldorf absolviert. Fasziniert steht der Besucher vor den Fotografien, die ganz unterschiedliche Motive zeigen, mal sind es Innen-, mal Außenräume, mal tauchen Menschen auf, mal nicht. Eine leichte Unschärfe fällt auf, ein Bruch im Bild, eine Irritation. Erst beim Näherkommen und genauen Hinsehen erkennt man: Die Fotografien bringen im wahrsten Sinne des Wortes unterschiedliche Welten zusammen – ohne sie allzu dicht zu verknüpfen. Denn die Brüche sind tatsächlich da, in Form von zwei Bildträgern beispielsweise, die zueinander versetzt arrangiert sind. Mit dieser Form von Montage kombiniert Martina Sauter Versatzstücke aus selbstinszenierten und gebauten Räumen mit der Realität eines Films in Form von vom Bildschirm abfotografierten Standbildern. Filme und Serien fungierten Auch Werke des Künstlers Otto Piene sind derzeit in der Galerie Löhrl als Ausstellung zu sehen. wie ein kollektives Gedächtnis, so Sauter. Und so verbindet sie die Welt des Films mit der restlichen Welt. Ein Pool aus dem Film „Shortcuts“ liegt leicht verpixelt unter Sauters Fotografie einer dichten Natur. Filmstills aus der Kultserie „Twin Peaks“ sind mit Details aus Innenräumen verknüpft. Faszinierend die Collage „Zeitungen/Briefe“ – fast unmerklich sind Papiere und Dokumente in die Fotografie eingearbeitet. Die Galerie Löhrl an der Kaiserstraße ist bis Samstag, 14. Juli, außer an Pfingstsamstag, dienstags bis freitags von 13 bis 18 Uhr und samstags von 10 bis 14 Uhr geöffnet. In der Woche vom 9. bis 16. Juni nur nach Vereinbarung. Sieben Künstler stellen im Nassauer Stall aus (isch) „7 Facetten“ ist der Name der Ausstellung, die am Samstag und Sonntag, 12. und 13. Mai, jeweils von 11 bis 18 Uhr im Nassauer Stall am Schloss Wickrath gezeigt wird. Die Oberhausener Künstlerin Nicole Tenge und die Zwillinge Rita Lasch und Inge Woeste aus Düsseldorf malen Acrylbilder. Die Grevenbroicherin Ulrike Hasenburg hat sich der 2500 Jahre alten Encaustik- Kunst verschrieben und schafft farbintensive Werke. Irmgard Heckner aus Korschenbroich zeigt mit ihren Akt-Keramiken die Schönheit des menschlichen Körpers fern von Idealmaßen, ihr Mann Michael Heckner wandelt als Fotograf zwischen Gesellschaftskritik und Pop- Art. Die Malerin Bettina van de Loo hat sich der Darstellung von Emotionen und Lebenshaltungen verschrieben. Der Eintritt ist frei. Streicherduo als Ersatz für das Evenos String Quartet Das „Rosenduo“ rettete mit bewundernswertem Einsatz das letzte Zykluskonzert im Rittersaal von Schloss Rheydt. VON HEIDE OEHMEN Drei Tage vor dem Termin des letzten Zykluskonzerts dieser Saison zog sich einer der Geiger des für diesen Abend verpflichteten „Evenos String Quartet“ eine heftige Handverletzung zu, und das geplante Konzert hätte fast abgesagt werden müssen. Doch ganz kurzfristig erklärte sich das „Rosenduo“ bereit, den Termin zu retten. Hinter dem blumigen Namen verbergen sich die Finnin Anna Marila, die bei Professor Ulrike-Anima Mathé an der Hochschule für Musik in Detmold studiert, und Nils Biesewig, der an derselben renommierten Ausbildungsstätte bei Professor Diemut Poppen sein Violaspiel vervollkommnet. Seit vier Jahren musiziert das deutsch-finnische Duo zusammen und hat inzwischen zu einer solchen Homogenität gefunden, dass es für die Besucher im voll besetzten Rittersaal kein Ersatz für das Streichquartett, sondern vielmehr eine willkommene Entdeckung war. Die beiden blutjungen Musiker begannen ihr abwechslungsreiches Programm mit einer Bearbeitung des „Einzugs der Königin von Saba“ aus dem Händel-Oratorium „Salomon“, im Original für Kammerorchester komponiert. Schon hier zeigte sich, dass die Reduktion auf nur zwei Instrumente keinesfalls zu einer klanglichen Verarmung führt. Allerdings nur, wenn Violine und Viola technisch so versiert und interpretatorisch sattelfest gehandhabt werden, wie es die mit musikantischem Schwung agierenden Gäste vermochten. Acht der für Klavier komponierten zweistimmigen Inventionen von Das deutsch-finnische „Rosenduo“ Anna Marila und Nils Biesewig trat im Rittersaal von Schloss Rheydt auf. FOTO: BAUM Johann Sebastian Bach zeigten, dass die Interpreten auch mit polyphonen Strukturen bestens vertraut sind. Besonders gefielen die vierte, die sechste und die achte Invention. Carl Stamitz (1745-1801), selbst ein ausgezeichneter Bratscher, setzte als Erster in seinen Kompositionen die bis dahin als Begleitinstrument eingesetzte Viola solistisch ein. Entsprechend anspruchsvoll ist sein Duo für Violine und Viola C- Dur op.18 Nr.1, dem das „Rosenduo“ ebenso wenig schuldig blieb wie dem Duo von Jean Sibelius (1865-1957), einem Landsmann der Geigerin, der ebenfalls hervorragend Bratsche spielte und seinen Interpreten eine Menge abverlangt. Zum Abschluss präsentierten die vor jedem Vortrag kenntnisreich und charmant moderierenden Streicher noch ein Standardwerk für ihre Besetzung – das Duo G-Dur KV 423 von Wolfgang Amadeus Mozart, das durch gewagte Harmonik, rhythmische Vielfalt und hohe technische Anforderungen herausfordert. Für den begeisterten Beifall nach diesem rundum gelungenen Ausklang des Konzerts gab es noch den „Purzelbaum“ von Benedikt Brydern (geboren 1966), ein ungestümes, nur vermeintlich ungeordnetes Duettieren mit glücklichem Ausgang. AXA Generalvertretung Gregor Correnz In der Duis 7 · 41068 Mönchengladbach Tel. (0 21 61) 95 20 20 · Fax (0 21 61) 95 20 22 AXA Generalvertretung Lenßen & Dahmen GmbH Kaiserstraße 95 · 41061 Mönchengladbach Tel. 0 21 61/ 24 55-0 · Fax 0 21 61/ 24 55-55 E-Mail: lenssen.dahmen@axa.de AXA Generalvertretung Marz & Marquardt Vers.- Büro Inh. Oliver Marquardt e. k. Peter-Nonnemühlen-Alle 7 · 41063 M’gladbach Tel. 02161/8 9135 · Fax 021 61/891 37 AXA Generalvertretung Busch & Helmgens KG Hansastr. 58–60 · 41066 Mönchengladbach Tel. 0 21 61/96 30 93 · Fax 0 21 61/96 38 78 busch.helmgens@axa.de Frühlingszeit – Unfallzeit Mönchengladbach, im Mai 2018. Der Frühling lockt mit seinen höheren Temperaturen und den längeren Tagen viele zu Fahrradtouren. Doch das Schöne hat leider auch seine Schattenseiten: Da viele im Winter aufs Rad verzichteten, sind sie jetzt im Umgang damit noch ungeübt. Gerade zum Frühlingsbeginn häufen sich deshalb Unfälle auf zwei Rädern. Einige davon sind schwer und die Leidtragenden werden für ihr weiteres Leben leider was davon mitnehmen. „Hier können Unfallversicherungen weiterhelfen“, informiert der Bezirksverband Mönchengladbach im Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK). „Passiert ein Unfall, übernehmen sie alle Kosten, die durch die dauerhaften körperlichen oder geistigen Beeinträchtigungen entstanden sind, bis hin zur Invalidität. Manche Vertragsvarianten bieten sogar einen Hinterbliebenenschutz für die Familie an.“ Doch manchmal trifft es nicht einen selbst, sondern andere. Auch das kann ruinös enden, denn ein selbst verursachter Schaden, der andere zu Invaliden macht, kann in die Millionen gehen. „Deshalb ist es ratsam, auf jeden Fall eine private Haftpflichtversicherung zu haben, bevor man sich zu ausgedehnten Fahrradtouren locken lässt“, empfehlen die Vermittler des BVK. Diese Versicherung kostet im Jahr meist nur einen zweistelligen Betrag und kommt auch für zahlreiche andere Schäden auf, die man unabsichtlich oder fahrlässig anderen zufügt. Da sie eine Familienversicherung ist, kann sie auch Schäden abdecken, die minderjährige Kinder anderen zufügen, beispielsweise wenn sie mit ihrem Fahr- oder Laufrad parkende Autos zerkratzen. Bis zum vollendeten zehnten Lebensjahr sind Kinder auch für fahrlässig verursachte Schäden im Straßenverkehr nicht verantwortlich. Deshalb bieten einige Haftpflichtversicherer eine sogenannte Kinderkulanzklausel an, die auch Schäden deliktunfähiger Kinder abdeckt. Der Haftungsschutz von Familienangehörigen geht bei privaten Haftpflichtversicherungen aber noch weiter: Auch wenn der Nachwuchs noch in der Ausbildung ist, deckt diese Versicherung Schäden ab, die er anderen zufügt. Eine private Haftpflichtversicherung sollte daher in keinem Haushalt fehlen. Versicherungsbüro Christoph Cremers Wevelinghover Str. 1 · 41334 Nettetal Tel. 0 21 53 / 66 16 · Fax 0 21 53 / 55 78 E-Mail: info@christoph-cremers.de Versicherungsfachwirt Hans-Jörg Becker Generalvertretung der Allianz Tönisvorster Str. 5, 41749 Viersen Tel. 0 21 62/97 01 80, Fax 0 21 62/9 70 18 20

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