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Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute -ET 07.08.2017 VIE-

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Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute -ET 07.08.2017

VIE-L4 C4 Grenzland-Kurier RHEINISCHE POST MONTAG, 7. AUGUST 2017 Hilfe bei der betrieblichen Integration Bahnhofsfoyer: Umbau startet bald Die Arbeiten sollten längst laufen, doch laut Bahn AG war es schwer, eine Baufirma zu finden. Die Verschönerung ist dringend nötig. Denn bei einem Ranking landete der Hauptbahnhof Mönchengladbach auf dem vorletzten Platz VON LISA KREUZMANN UND DENISA RICHTERS MÖNCHENGLADBACH Der seit Jahren geplante Umbau des Mönchengladbacher Hauptbahnhofs schien schon zur unendlichen Geschichte zu werden. Letztes Kapitel in dem ewigen Hin und Her: der Umbau des Foyers am Europaplatz. Für rund 1,1 Millionen Euro sollen dort die Beleuchtung, die Türen und die Taubenabwehr erneuert sowie der Dachstuhl gestrichen werden. Die Maßnahme war bereits 2014 geplant, wurde von der Bahn AG auf 2016 geschoben. Dann hieß es, dass diese Arbeiten noch dieses Jahr abgeschlossen werden. So hatte es der Konzernbevollmächtigte für NRW, Werner J. Lübberink, dem Mönchengladbacher Bundestagsabgeordneten Günter Krings (CDU) zumindest bei einem Termin im Januar versichert. Passiert ist seitdem aber nichts. Das hat offenbar nicht nur Krings, sondern auch seine Bundestagskollegin Gülistan Yüksel (SPD) sowie die Landtagsabgeordneten Hans- Willi Körfges (SPD) und Jochen Klenner (CDU) umgetrieben. Sie alle erhielten kürzlich per Mail in einem Schreiben, das unserer Redaktion vorliegt, die Antwort auf ihre Anfragen: Darin erklärt Lübberink, dass es zu Verzögerungen gekommen sei, weil auf die erste Ausschreibung keine Baufirma ein Angebot abgegeben habe. Inzwischen seien jedoch alle Aufträge vergeben. Die Arbeiten sollen, so versichert Lübberink, ab 1. September weitergehen. Nächstes Jahr sollen auch die Fenster modernisiert werden. Fünf Millionen Euro hat die Bahn AG bisher bereits in neuen Brand- „Schrecklich, grottig, verwahrlost – ich finde das ist eine Katastrophe.“ Ingrid Kuckuck aus Neuss „Der Gang ist sehr schlecht beleuchtet. Sicher fühlt man sich da nicht.“ Colin Leßmann, 17 aus Bedburdyck „Als Frau traut man sich hier abends nicht hin. Die Sprüche sind unangenehm.“ Anastasia Böttcher, 28 aus Rheydt schutz, das Entfernen einer Zwischendecke, in Aufzüge, Bahnsteige, Beleuchtung, Personenunterführung und eine modernere Fahrgastinformationsanlage investiert. Dennoch besteht offenbar noch reichlich Handlungsbedarf. Denn bei einem bundesweiten Ranking landete der Hauptbahnhof Mönchengladbach jetzt auf dem vorletzten Platz, nur der in Wuppertal wurde noch schlechter bewertet. Das Vergleichsportal „Netzsieger“ hat anhand von Google-Rezensionen die Beliebtheit der Hauptbahnhöfe der 30 größten deutschen Städte ermittelt. Von 5,0 möglichen Google- Sternen erhält der Gladbacher Bahnhof unterdurchschnittliche 3,0. Der Schnitt lag bei 3,8. Die Reisenden am Gladbacher Bahnhof spiegeln ein ähnliches Bild UMFRAGE Wie finden die Reisenden den Bahnhof? „Mein erster Eindruck: dreckig, und es stinkt nach Urin. Das muss nicht sein.“ Jörn Ipsen, 57 aus Cuxhaven RP-FOTOS: DENISA RICHTERS UND LISA KREUZMANN (4) wider. „Ganz schlimm“, ruft ein Mann im Vorbeigehen und schüttelt den Kopf. „Die Gleise sind zugewachsen und überall liegt Müll“, sagt Erika Hildebrandt aus Grevenbroich, die eigentlich gerne mit der Bahn unterwegs ist. Die hässlichen Stellen am Bahnhof ärgern sie. „Schauen Sie sich doch mal um“, sagt auch Ingrid Kuckuck aus Neuss. Am Bahnsteig sind zahlreiche Bodenplatten gesprungen, die Flächen voll mit Taubendreck, in den Fugen Zigarettenkippen. Auch der Gang zu den Gleisen hinterlässt keinen besseren Eindruck. Die ehemals weißen Fliesen sind verdreckt, vergilbt, stellenweisen von den Wänden gerissen. „Der Gang sieht richtig trostlos aus“, sagt Jan-Daniel Jennes aus Hochneukirch. „Fast wie ein verlassener Ort.“ Im Foyer hängen Kabel lose von der Wand, Netze schützen die Reisenden vor Taubendreck. „Man hat das Gefühl, da kümmert sich überhaupt niemand mehr drum“, sagt Ingrid Kuckuck. Dabei gehe es auch anders, weiß das Ehepaar Ipsen. Statt einer Motorradtour macht das Paar dieses Jahr eine Fototour durch die Republik. Nach Gladbach sind sie gekommen, weil der Sohn Borussia-Fan ist. Ihr erster Eindruck: „Dreckig, und es stinkt nach Urin.“ Jetzt wollen sie die Stadt erkunden. KREIS VIERSEN (RP) Die Willkommenslotsen und „Starthelfende Ausbildungsmanagement Migration und Flüchtlinge“ der Ausbildungs-GmbH der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein bieten für Unternehmen, die Flüchtlinge in ihrem Betrieb integrieren möchten oder bereits Migranten beschäftigen, am Donnerstag, 10. August, zwischen 13.30 und 15 Uhr eine Hotline an. Der thematische Schwerpunkt lautet: „Unterstützungsmöglichkeiten während der Ausbildung“. „Wir wollen interessierte Unternehmen vor allem auf die zahlreichen Fördermöglichkeiten hinweisen“, sagt die IHK-Willkommenslotsin Silke Fuchs. Welche sprachlichen Förderungen und finanzielle Unterstützung gibt es? Wie sieht es mit sozialpädagogischer und individueller Betreuung während der Ausbildung aus? Gemeinsam mit ihrem Kollegen Lawin Osman versucht die Beraterin, Antworten auf möglichst alle Fragen zu geben und den Kontakt zu Förderträgern herzustellen. Fuchs: „Falls im Rahmen der Hotline nicht alle Fragen beantwortet werden können, vereinbaren wir mit den Unternehmen auch gerne einen Anschlusstermin.“ Lawin Osman ist unter Telefon 02151 635369 erreichbar. Steuer: Was Azubis beachten müssen KREIS VIERSEN (hd) Grundsätzlich müssten auch Auszubildende Steuern zahlen, sagt Ludger Brückmann, Leiter des Kempener Finanzamts: „In der Praxis ist es jedoch so, dass insbesondere im ersten Ausbildungsjahr meistens noch keine Steuern anfallen.“ Ein lediger Auszubildender dürfte 1000 Euro monatlich verdienen, bevor Lohnsteuer fällig wird. Für Verheiratete sind die Freibeträge noch höher. Wenn ein Auszubildender so viel verdient, dass er Steuern zahlen muss, kümmert sich der Arbeitgeber darum. „Der Betrieb zieht die Steuern direkt vom Lohn ab und überweist sie an das Finanzamt“, sagt Brückmann. Auszubildende müssen dem Arbeitgeber lediglich ihre steuerliche Identifikationsnummer mitteilen. Wer sie nicht kennt, kann sie über das Internet beim Bundeszentralamt für Steuern erfragen. Eine Steuererklärung müssen Auszubildende normalerweise nicht machen. Sind Steuern einbehalten worden, könne es sich aber lohnen, so Brückmann, eine Einkommenssteuererklärung einzureichen. Zecken-Biss gilt als „Unfall“ Mönchengladbach, im August 2017. Waldspaziergänge gelten als erholsam. Doch manchmal lauern dort auch Gefahren wie Zecken, die Bakterien und Viren übertragen können. Ihr Biss gilt auch als Unfall, wenn der privaten Unfallversicherung die neuesten Bedingungen zugrunde liegen. Darauf macht der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) aufmerksam. Die Umstellung alter Verträge auf neuere Bedingungen erfolgt jedoch nicht automatisch. Man muss sie verlangen, wenn man finanziell besser geschützt sein will. Abgesehen von einigen spezialisierten Unternehmen, die schon seit Jahren in anspruchsvollen Verträgen die Folgen von Zeckenbissen als Unfälle anerkennen, hat sich das Gros der Versicherer bisher an die traditionelle Unfalldefinition geklammert, wonach ein „plötzlich und unabwendbar von außen kommendes Ereignis“ Voraussetzung für einen anerkannten Unfall ist. Als solcher gilt dann ein zunächst unbemerkter Zeckenbiss nicht. Die Folge: Weder bei der Bakterien-Infektion Borreliose noch bei Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) noch bei Myelitis (Rückenmarkserkrankung), den drei möglichen schlimmen Folgen von Bissen infizierter Zecken, gab es bisher das für einen Unfall vereinbarte Geld. Auf Krankenhaustagegeld, noch auf eine finanzielle Abfindung oder Rente warteten die Versicherten vergebens. Wer diesen finanziellen Schutz für wichtig hält, der sollte die Vertragsumstellung auf neuere Bedingungen fordern, empfehlen die Vermittler des Bezirks Mönchengladbach im BVK. Besonders Familien sollten darauf achten, dass ihre Unfallversicherungen auch Zeckenbisse als Unfälle im Versicherungsschutz eingeschlossen haben. Auch sollten Versicherte ihre Verträge auf den Einschluss von so genannten Assistance-Leistungen überprüfen. Diese beinhalten Haushaltshilfen und Dienstleistungen, wenn man aufgrund eines Unfalls so schwer geschädigt worden ist, dass die Verrichtung alltäglicher Aufgaben nicht selbst bewältigt werden kann. Zudem gibt es Tarife, die Krankenhaustagegeld zahlen, wenn eine stationäre Behandlung notwendig geworden ist. Zu den einzelnen Tarifdetails befragt man am besten den Versicherungsvermittler seines Vertrauens.

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