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Campus + Co -16.04.2018-

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✧ D-K34 campus + co

✧ D-K34 campus + co DAS PASSENDE STUDIUM FINDEN Studieren vorab probieren Im Rahmen des Programms One Week Student begleiten Schüler Studenten im Uni-Alltag. So können Fehlentscheidungen minimiert werden. VON KATHARINA HAMACHER Darüber, dass sie nach dem Abitur ein Studium beginnen möchten, sind sich viele Schüler im Klaren. Welche Inhalte die richtigen sind, ist eine ganz andere Frage. Schließlich ist die Auswahl riesig. Viele Abiturienten schreiben sich für Studiengänge ein, über deren Inhalt sie kaum informiert sind. Die Folge ist häufig ein schnelles Ende der gerade erst begonnenen akademischen Laufbahn: Rund 28 Prozent brechen ihr Studium ab. Genau das soll das kostenlose Programm One Week Student des Berliner Start-ups One Week Experience verhindern. Nach der Devise „Probieren geht über Studieren“ erhalten Schüler die Möglichkeit, Studierende einige Tage an der Universität oder Fachhochschule zu begleiten und sich so selbst ein authentisches Bild zu machen. Während dieser Zeit können die Schüler bei ihren Paten wohnen und haben genügend Zeit, alle Fragen rund ums Studentenleben zu stellen. Über die digitale Plattform oneweekexperience.de können sie Studierende ihres Wunschfaches finden, sogenannte Experiences anfragen und sie anschließend besuchen. Auf der Plattform sind mehr als 2.300 Studierende angemeldet, die an über 150 Hochschulen in fast 100 Städten Schnupperwochen in mehr als 500 Studiengängen anbieten. Registrierte Studieninteressierte können darunter dank Filterfunktionen einfach nach geeigneten Angeboten suchen. Als Janna Schmidt im vergangenen Jahr über die Fach- schaft von dem Programm erfuhr, war sie begeistert. „Ich habe mich direkt registriert, weil ich das Angebot super finde“, sagt die 24-Jährige, die an der Rheinischen Friedrich- Wilhelms-Universität Bonn Deutsch und Mathematik auf Lehramt studiert. Daher war sie sofort dabei, als Emma aus Münster sie über die Website anschrieb. Drei Tage lang verbrachte die Abiturientin bei ihrer Patin im Rheinland und begleitete Janna Schmidt und ihre Kommilitonen nicht nur zu den Vorlesungen. „Ich habe Emma auch das soziale Studentenleben außerhalb der Uni gezeigt“, erinnert sich Janna. „Wir waren gemeinsam in der Mensa und abends mit meinen Freunden unterwegs.“ Janna Schmidt bewundert den Mut der damals 17-Jährigen, allein durch halb Nordrhein-Westfalen zu reisen, um in die Bonner Studiengänge hineinzuschnuppern. „Das hätte ich mich damals bestimmt nicht getraut“, blickt die Mas- Nicht nur das Studium, auch das Campus-Leben samt Mensaessen wird bei der One Week Experience getestet. FOTO: ONE WEEK EXPERIENCE ter-Studentin inzwischen zurück. Svanja Kleemann hingegen wäre froh gewesen, wenn es dieses Angebot zu ihrer Abizeit bereits gegeben hätte. Aus der Erfahrung der eigenen Orientierungslosigkeit bei der Zukunftswahl kam sie während ihres Politikstudiums an der Universität Konstanz auf die Idee, das Modell einer Schnupperwoche zu entwickeln – mit Erfolg. Seit der Gründung im Jahr 2012 hat sich die Studierendeninitiative zum Social-Startup One Week Experience entwickelt, das sich inzwischen sogar ebenfalls an Ausbildungsinteressierte richtet. Die gastgebenden Studierenden erhalten für ihr ehrenamtliches Engagement ein Zertifikat mit dem Logo des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, unter dessen Schirmherrschaft das Programm steht. „Uns geht es darum, den Studien- oder Ausbildungsinteressierten zu helfen, einen Blick in ihre Zukunft zu werfen“, betont Svanja Kleeman. „Wer schon mal ganz praktisch eine Mathevorlesung oder eine Woche Ausbildung zum Fachinformatiker oder zur Fachinformatikerin gemacht hat, kann viel besser entscheiden, ob das zu den eigenen Interessen und Talenten passt.“ Mehr als 900 junge Menschen haben diese Chance bereits genutzt. Die Gründerin ist davon überzeugt, dass ihr mehrfach ausgezeichnetes Konzept allen Beteiligten hilft: „An den Universitäten und in den Betrieben gibt es weniger Studien- beziehungsweise Ausbildungsabbrecher. Und die Jugendlichen selbst sparen sich eine schwierige Berufsfindungsphase.“ Mehr Infos gibt es unter www.oneweekexperience.de Wer in eine Ausbildung hineinschnuppern will, findet Infos unter www.oneweekexperience.de/#azubi Weil Praxis Deine Zukunft ist. Starte Deine Karriere mit einem unserer 19 anwendungsorientierten und praxisnahen Bachelor-Studiengänge. www.h-brs.de/studium Abitur 2018 Zukunft braucht Persönlichkeiten. Wir prägen sie. Beruflicher Erfolg braucht Persönlichkeit. Mit dem Studium an der eufom Business School bilden Sie Ihre persönlichen Kompetenzen gezielt heraus. Praxisnah und international. 0800 1 97 97 97 eufom.de Semesterstart September 2018 AM NIEDERRHEIN STUDIEREN UND INTERNATIONAL DURCHSTARTEN INTERNATIONALES MASTERSTUDIUM AN DER HOCHSCHULE RHEIN-WAAL: • Bionics/Biomimetics, M.Sc. • Mechanical Engineering, M.Sc. • Biological Resources, M.Sc. • Economics and Finance, M.Sc. • Information Engineering and Computer Science, M.Sc. • International Management and Psychology, M.Sc. • Usability Engineering, M.Sc. • Sustainable Development Management, M.A. • Digital Media, M.A. Jetzt informieren unter: www.hochschule-rhein-waal.de Bachelor of Arts (B.A.) International Business Management Bachelor of Science (B.Sc.) Business Psychology Bachelor of Arts (B.A.) Marketing & Digital Media Die eufom Hochschulzentren Dortmund, Düsseldorf, Essen, Frankfurt a. M., Hamburg, Köln, München, Stuttgart Die eufom ist die Business School der FOM Hochschule, der mit mehr als 46.000 Studierenden größten privaten Hochschule Deutschlands. Alptraum Teamwork: So klappt Gruppenarbeit im Studium Manche ächzen, wenn sie das Wort hören. Doch Gruppenarbeit gehört zum Studienalltag – weil man hier mehr erreichen kann als eine gute Note. VON JULIA RUHNAU 8.15 Uhr, Seminarraum, die erste Sitzung – und dann fällt der gefürchtete Satz. „Die Note setzt sich aus der Klausur, einem Referat und dem Ergebnis einer Gruppenarbeit zusammen.“ Hektisches Köpfedrehen, Tuscheln. Darf man sich aussuchen mit wem? Kenne ich hier überhaupt jemanden? Wer sitzt neben mir? Und überhaupt – wozu immer diese Gruppenarbeiten? Ob für ein Referat, eine Aufgabe im Seminar oder ein Langzeitprojekt: Arbeit im Team ist im Studium gang und gäbe. Viele stöhnen bei der Ankündigung: Schon wieder ein Projekt mit fremden Kommilitonen, mit denen man sich über die richtige Vorgehensweise streiten muss. Und manche freuen sich, zumindest heimlich: Gruppenarbeit, ist das nicht das, wo man andere die Arbeit machen lässt und am Ende trotzdem eine gute Note bekommt? Doch wer es richtig angeht, kann auch bei den unangenehmsten Aufgaben etwas lernen. Am Anfang steht die Frage: Mit wem? „Man kann die Leute selbst wählen lassen oder losen“, sagt Siegfried Stumpf. Er ist Professor für Kommunikationspsychologie und Führungslehre an der TH Köln und nutzt in seinen Veranstaltungen immer wieder Gruppenarbeit als Methode. „Wir machen zurzeit die Losvariante“, sagt er. So lernen Studierende, mit fremden Menschen zusammenzuarbeiten, und erweitern ihr Netzwerk – und das Teamklima sei häufig besser. Prinzipiell spricht aber nichts dagegen, mit Kommilitonen zusammenzuarbeiten, mit denen man sich gut versteht. „Wenn Studierende eine Gruppe gefunden haben, in der die Zusammenarbeit gut läuft, sollten sie diese für die nächsten Gruppenarbeiten wieder aktivieren“, rät Jörg Wendorff, Senatsbeauftragter für Hochschuldidaktik an der Hochschule Ravensburg- Weingarten. Mehr als fünf Leute sollten es aber nicht sein, da sind sich die Experten einig. Sonst bilden sich Untergruppen, was Kommunikation und Zusammenarbeit erschwert. Beim nächsten Schritt passieren oft die ersten Schnitzer: „Die Studenten teilen zu schnell auf“, sagt Stumpf. Zu Beginn sei eine kurze Kennenlern- und Teambuilding-Phase sinnvoll. In der klärt man, wer welche Kompetenzen und Vorstellungen mitbringt. Erst dann sollten sich die Studierenden über die gestellte Aufgabe verständigen und diskutieren, welche Teilschritte zu erfüllen sind und wer für was am besten geeignet ist. „Rollen können sich entweder spontan ergeben, je nachdem, wer welche Kompetenzen mitbringt, oder zu Beginn der Gruppenarbeit vereinbart werden“, sagt Wendorff. Einer sollte zum Beispiel die Moderation der Treffen übernehmen, ein anderer Zwischenergebnisse protokollieren, einer die Einhaltung des Zeitplans überwachen. Dabei ist nichts in Stein gemeißelt. „Auch wenn Rollenzuweisungen stattfinden, kann jeder natürlich auch bei den anderen Aufgaben unterstützen.“ Bei der folgenden Arbeitsphase sind zwei Dinge wichtig: Die Gruppe muss erstens den Zeitplan einhalten und zweitens möglichst effizient zusammenarbeiten. Beides scheitert schnell. Das liegt einerseits am „Studentensyndrom“, wie Psychologe Stumpf sagt: Die Deadline wird möglichst weit nach hinten verlegt, trotzdem fangen alle erst auf den letzten Drücker an. Das könne man verhindern, indem man Meilensteine festlegt – also Teilziele, die man in den Zeitplan integriert. Der zweite Fallstrick ist die Gruppendynamik. „Die meisten Probleme sind Motivationsdefizite“, sagt Stumpf. Er nennt das auch „soziales Faulenzen“. Dieses Phänomen entsteht, wenn einige Übermotivierte alles an sich reißen und die anderen sich gar nicht mehr gebraucht fühlen. Oder wenn manche von Beginn an wenig Lust haben, sich zu engagieren. Stumpf rät, in solchen Fällen individuelle Teilaufgaben festzulegen. Dann ist leichter nachvollziehbar, wer welchen Anteil erfüllt hat. Wer sich trotzdem fragt, wozu das Ganze überhaupt gut sein soll, für den hat der Motivationspsychologe und Coach Martin Krengel eine Antwort. „Doch nur dann, wenn ich das Wissen anwenden und es kommunizieren kann, nützt es mir.“ Außerdem sei die Arbeit mit anderen ein Kreativitäts- Booster. „Gruppenarbeit ist bei komplexeren Aufgaben sinnvoll, bei denen der Wissens- und Ideenaustausch sowie kreative Elemente eine wichtige Rolle spielen“, ergänzt Dozent Wendorff. Und: „Die Kompetenzen, die dabei erworben werden, helfen später im Beruf weiter.“ Gruppenarbeit unter Studenten gelingt am besten, wenn Aufgaben und Kompetenzen von Anfang an klar sind. FOTO: WESTEND61/DPA-TMN

✧ D-K35 campus + co FINANZIELLES Kein geschenktes Geld: Wer im Studium Bafög bekommt, muss es später zurückzahlen – zumindest einen Teil davon. FOTO: FLORIAN SCHUH/DPA-TMN So läuft die Bafög- Rückzahlung „ICH FORSCHE AN DER ENERGIE­ SPEICHERUNG DER ZUKUNFT!“ Das Forschungszentrum Jülich leistet als Mitglied der Helmholtz- Gemeinschaft wirksame Beiträge zur Lösung großer gesellschaftlicher Herausforderungen in den Bereichen Information, Energie und Bioökonomie. Arbeiten Sie zusammen mit rund 5.900 Kolleginnen und Kollegen themen- und disziplinenübergreifend an einem der größten Forschungszentren Europas. 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Fünf Jahre später will der Staat bis zu 10 000 Euro davon zurück. VON VERENA WOLFF 44.100 Euro. Mehr Bafög gibt es zurzeit nicht. Der Höchstsatz liegt nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz bei 735 Euro pro Monat, die maximale Dauer sind in der Regel 60 Monate. Doch das bedeutet nicht, dass Bafög-Empfänger mit gut 40.000 Euro Schulden ins Berufsleben starten. „Bafög wird zur Hälfte als Darlehen und zur Hälfte als Zuschuss gezahlt“, sagt Bernhard Börsel, Experte für das Thema beim Deutschen Studentenwerk in Berlin. Und wenn es an die Rückzahlung geht, ist der Betrag gedeckelt: Maximal 10.000 Euro müssen an das Bundesverwaltungsamt überwiesen werden, längstens über 20 Jahre – wenn die Förderung nach dem 28. Februar 2001 begonnen hat. Zurückzahlen müssen alle, die als Studenten Bafög bezogen haben und an einer Hochschule, einer höheren Fachschule oder einer Akademie eingeschrieben waren. Derzeit sind das rund 500.000 Menschen. Ähnlich verhält es sich beim Meister-Bafög, nur das Schüler-Bafög wird als sogenannter Vollzuschuss gewährt – ganz ohne Rückzahlung also. Die Studentenwerke zahlen das Geld für eine Höchstdauer. Sie richtet sich nach der Regelstudienzeit, die in der Studienoder Prüfungsordnung des jeweiligen Studienfachs festgelegt ist. Nach den Prüfungen ist aber erstmal Ruhe. Niemand muss direkt mit der Abschlussfeier die erste Rate abstottern: Erst viereinhalb Jahre nach Ende des ersten Studiums, also in der Regel nach dem Bachelor- Examen, bekommen die Absolventen einen Brief aus Köln. Das dortige Bundesverwaltungsamt (BVA) ist in Deutschland die zentrale Stelle für die Rückzahlung des zinslosen Darlehens. „Und das kann auch schon das erste Problem sein“, sagt Der Höchstsatz der Förderung liegt zurzeit bei 735 Euro pro Monat der dortige Bafög-Experte Thorsten Rolfes. Denn nicht selten sind die Studierenden unbekannt verzogen. „Wenn wir sie erst ermitteln müssen, fällt gleich eine Gebühr von 25 Euro an“, sagt er. Darum rät er Bafög-Empfängern, das Amt immer über die aktuelle Adresse zu informieren. Gegen den Feststellungsbescheid können die Empfänger einen Monat lang Widerspruch einlegen. Machen sie das nicht, ist er gültig. «Die Absolventen sollten vom Bafög- Antrag an alle ihre Bescheide abheften und dann die Darlehenssumme überprüfen, wenn der Brief aus Köln kommt», rät Börsel. Und dann gibt es verschiedene Varianten, das Geld zurückzuzahlen. Am günstigsten fährt, wer die maximal 10.000 Euro auf einen Schlag zurückzahlen kann. Denn dann gewährt das BVA einen Nachlass von 28,5 Prozent. „Auch bei kleineren Beträgen wird in 500- Euro-Schritten ein Nachlass gewährt. Der Tilgungsplan und ein Angebot zur vorzeitigen Tilgung liegen dem Feststellungsbescheid bei“, erklärt Rolfes. Wer sich aufgrund seiner Einkommenssituation für eine Rückzahlung in Raten entscheidet, hat dafür bis zu 20, in besonderen Fällen sogar bis zu 30 Jahre Zeit. Arbeitslosigkeit, ein geringes Einkommen oder Kinder sind mögliche Gründe, aus denen ein Bafög-Empfänger die Zahlungen für einen befristeten Zeitraum aussetzen oder reduzieren kann. Wer in Insolvenz gehen muss, ist zudem verpflichtet, das Bundesverwaltungsamt in die Gläubigerliste aufzunehmen. Normalerweise verlangt das Amt Raten von 105 Euro pro Monat – 315 Euro im Quartal also. Wer mit seinen Zahlungen in Verzug ist, muss sich auf deftige Verzugszinsen einstellen. „Dann werden sechs Prozent Zinsen fällig, und zwar auf die Gesamtschuld des Darlehens“, sagt Rolfes. Streitfälle gibt es so gut wie nicht mehr, weil in den vergangenen Jahren zahlreiche Sonderregelungen abgeschafft wurden. „Die Teilerlässe für besonders schnelle oder besonders gute Studierende gibt es nicht mehr“, sagt Wilhelm Achelpöhler, der als Rechtsanwalt auf Fälle der Ausbildungsförderung spezialisiert ist. Auch dass der Brief vom Bundesverwaltungsamt nicht ankommt, ist recht unwahrscheinlich – selbst wenn die Studentenwerke keine korrekte Adresse mehr haben. Streit um die finanzielle Unterstützung der Ausbildung gibt es inzwischen eher zwischen Eltern und Kindern – nämlich dann, wenn erstere sich als nicht unterhaltspflichtig ansehen. „Das haben wir gar nicht so selten, vor allem wenn Vater und Mutter getrennt sind“, sagt Achelpöhler. Für Studierende gibt es dann die Möglichkeit, sogenanntes Bafög im Wege der Vorausleistung zu beantragen. „Damit wird der Unterhaltsanspruch an die Eltern dem Bundesland übertragen“, so der Anwalt. Der Grund: Das Amt für Ausbildungsförderung versucht in solchen Fällen, den Unterhaltsanspruch gegen die Eltern durchzusetzen, erklärt Achelpöhler. Gelingt das, reduziert sich automatisch auch die Darlehensschuld – die Vorausleistung müssen Studierende später also nicht zurückzahlen. Ist das Amt allerdings zurückhaltend beim Durchsetzen des Unterhaltsanspruchs, könne der Student dies dem Rückforderungsanspruch entgegenhalten. „Dafür muss er natürlich gegen den Festsetzungsbescheid Widerspruch einlegen.“ Alles ganz einfach also? Für Studierende offenbar nicht: Noch immer scheuen sich junge Leute, Schulden für ein Studium aufzunehmen. Das hat die aktuelle Sozialerhebung des Studentenwerks ans Licht gebracht. Doch das braucht beim Bafög niemand, betont Börsel. Die Rückzahlung der Ausbildungsförderung unterliege klaren, transparenten Regeln – und hat nur noch wenig Streitpotenzial. Und nach wie vor ist das Bafög als Darlehen zinslos. „So günstig bekommt man nirgendwo sonst eine Finanzierung, wenn man sie braucht.“ Pharmazie-Studium – und jetzt? Apotheker in der öffentlichen Apotheke! Apotheker – Die Arzneimittel-Spezialisten. Die Gesundheit der Patienten: das ist das Ziel der Apotheker vor Ort. Sie beraten und informieren persönlich zu allen Fragen rund um Arzneimittel, Gesundheitsprodukte und Gesundheitsvorsorge. Moderne Arbeitsmethoden und patientenorientierte Digitalisierung sind selbstverständlich. Selbstständige Apotheker sind zudem Chef oder Chefin eines Betriebes. Sie führen und motivieren ihr Team, um tagtäglich das Beste für die Gesundheit ihrer Patienten zu leisten. Pharmaziestudium kurz vor dem Abschluss? Selbstständigkeit als Apotheker/in geplant? Wir beraten und unterstützen Dich bei Deiner Existenzgründung. Persönlich und kompetent. www.av-nr.de w w w. aknr.de

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