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Classic Prestige Automobile

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16 CLASSIC UND PRESTIGE

16 CLASSIC UND PRESTIGE AUTOMOBILE „Classic Car Leasing ist ein individuelles Geschäft“ Die Firma Comco in der Düsseldorfer Classic Remise ist auf das Leasing- Geschäft klassischer Fahrzeuge spezialisiert. FOTO: CHRISTOPH GÖTTERT Bei Comco können die Kunden Classic Cars leasen. Wie funktioniert das Geschäftsmodell? Keller Unsere Kunden leasen klassische Fahrzeuge, um sie als Firmenfahrzeuge einzusetzen. Meist haben sie schon ein Fahrzeug gefunden, wenn wir kontaktiert werden, wir helfen aber auch bei der Auswahl zuverlässiger Lieferanten. Es gibt steuerliche Vorteile: Denn für die private Nutzung eines Klassikers gilt genau wie beim Neuwagen der Bruttolistenpreis, der bei den meisten Oldtimern deutlich geringer ist als der heutige Kaufpreis. Beispiel Porsche 911 T: Heutiger Wert 70.000 Euro, Listenpreis 1970 hingegen 26.473 D-Mark. Statt 700 Euro sind also nur 135 Euro zu versteuern. Was sind die Unterschiede zum Leasen moderner Fahrzeuge? Keller Wir haben es fast immer mit Fahrzeugen zu tun, bei denen die Umsatzsteuer nicht mehr ausweisbar ist. Außerdem kaufen wir in der Regel direkt von Privatpersonen oder Händlern, die im Kundenauftrag handeln. Deshalb gibt es bei uns auch keine in Stein gemeißelten Prozesse – Classic Car Leasing ist ein sehr individuelles Geschäft. Welche Kompetenzen müssen Sie mitbringen, um Classic Cars durch Leasing an die Kunden zu bringen? Keller Ohne Benzin im Blut können wir dieses Geschäft nicht betreiben. Unsere Kunden erwarten eine umfassende Beratung bei Fahrzeugbeurteilung und steuerlichen Aspekten. Wir haben über Jahrzehnte gewachsene Kontakte in die Oldtimerszene, ohne die wir viele Fragen gar nicht klären könnten. Wer sind Ihre Kunden? Keller Die Menschen sind so vielfältig wie die von uns verleasten Fahrzeuge. Die Bandbreite reicht vom Handwerker, der einen stilvollen Pick-Up als Werbeträger fährt, bis zum Luxushotelier, der seine Gäste im Bentley chauffiert. Nach welchen Fahrzeugmodellen fragen Ihre Kunden besonders oft? Keller Beliebt sind alltagstaugliche Klassiker – dabei liegen Porsche 911 und Mercedes Benz Coupés und Cabrios seit Jahren vorne. Grundsätzlich sind alle Autos der 1970er und frühen 1980er Jahre im Fokus – Autos eben, an denen sich unsere Kunden schon als Kinder die Nasen plattgedrückt haben. Das Interview führte Holger Lodahl.

CLASSIC UND PRESTIGE AUTOMOBILE 17 Nichts von der Stange Geht der Oldtimer kaputt, hat der Besitzer ein Problem. Nicht nur das Auto ist alt, die Technik ist es auch – und Ersatzteile sind schwer zu beschaffen. Also wem das alte Schätzchen anvertrauen? Wir haben drei Werkstätten in der Region besucht, die sich auf die Reparatur solcher Klassiker spezialisiert haben: Premium-Cars Krefeld, das Porsche Zentrum Niederrhein und die Motor Village Duisburg. VON PETER KUMMER, DIETER ACKERMANN UND JUTTA LANGHOFF FOTO: FOTOLIA.COM Premium-Cars Krefeld Von seinem Schreibtisch im Präsentationsraum des Krefelder Autohauses Dinnebier aus hat Marco Walter seinen formschönen Traum in Gestalt eines Jaguar XK 140 ständig vor Augen. Das Cabrio mit den roten Ledersitzen und dem Armaturenbrett aus edlem Holz stammt von 1955; rund 170 PS stecken unter der langgestreckten Motorhaube. „Mein Vater hat ihn als Schrotthaufen in den Niederlanden gekauft“, erinnert sich der Werkstattleiter. In jahrelanger Kleinarbeit hat Sohn Marco die automobile Schönheit wieder zum Vorschein gebracht. Klar, dass das Fahrzeug tiptop gepflegt und gewartet ist. Das macht der 52-Jährige selbst, er kennt dieses Schätzchen in- und auswendig. Andere Besitzer von Old- und Youngtimern hingegen müssen sich auf den Sachverstand einer Werkstatt verlassen und bedienen sich dafür zunehmend der Dienste spezialisierter Autohäuser. Wie eben Dinnebier: Im Sommer vor drei Jahren hat das Unternehmen die neuen Geschäftsräume im Krefelder Gewerbegebiet Mewissenstraße eröffnet. In der Ausstellung stehen die neuesten Modelle von Jaguar und Land Rover, hinten ist eine eigene Werkstatt angeschlossen. Etwas seitlich mit separatem Eingang liegt zusätzlich ein kleinerer Raum, der eigens für die Inspektion und Reparatur älterer Modelle eingerichtet ist. Arbeit gibt es ausreichend, gerade stehen wieder drei Autos in der Halle. „Die Besitzer suchen wieder jemanden auf, der sich mit der alten Technik auskennt und der noch die alten Testgeräte hat. Diesen Trend stellen wir seit vier oder fünf Jahren fest“, meint Marco Walter. Eine Reparatur oder Inspektion kann auch schon mal länger dauern, nicht jedes Ersatzteil ist von heute auf morgen lieferbar, sondern muss erst anderswo – mitunter weltweit - gesucht und geordert werden. Und selbst wenn es dann bereitliegt, ist der Einbau nicht im Handumdrehen erledigt. „Das alles kann man nicht einfach bestellen und anschrauben“, erläutert Walter. Die alten Modelle vieler Hersteller waren seinerzeit noch nicht so durchgenormt wie heute, die Einzelteile nicht problemlos austauschbar. Daher kommt der neue alte Kotflügel auch nicht von der Stange direkt an die Karosserie, sondern er muss in-

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