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Classic&Prestige

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2 Classic &

2 Classic & Prestige Automobile STAUNEN Classic & Prestige Automobile 3 Der 68er Ford Mustang aus dem Film „Bullitt“ mit Steve McQueen. FOTO: FORD/TMN Jedes Auto hat seine Geschichte Im Herbst 2000 verliebte ich mich das erste Mal in ein Pony. Einen 68er Ford Mustang. Eine automobile Legende aus der Pony-Car-Klasse. GT500 Fastback. 360 PS. Die Ikone der US-Sportwagenszene. Filigran. Feurig. Schön. Ich lebte damals für ein halbes Jahr in Los Angeles, schrieb für ein Promi-Magazin. Ein Schauspielerfreund meiner Chefin nahm mich mit auf eine Spritztour. Es ging nur ein paar Kilometer den Highway No. 1 hinauf nach Malibu. 20 Minuten. Es wurde die Fahrt meines Lebens. Das knurrige Brummen des Cobra-7-Liter-V8-Motors vergesse ich nie. Ein Antrieb wie im Düsenjet. Ein wilder Hengst, kein Pony. Und der Beginn einer Beziehung. Der Mythos Mustang ist mein Hobby. Ich schaute Steve McQueen in „Bullitt“, liebte Robert Urich („Spenser“) in seinem grünen 66er Fastback und hörte Wilson Pickets „Mustang Sally.“ Fords Klassiker begleitet mich, auch wenn ich noch immer keinen besitze. Noch nicht. Die Verhandlungen laufen. Mit einem US-Importeur. Aber vor allem mit meiner Ehefrau. Sie weiß, dass mich diese Liebe nicht mehr loslassen wird. Bei Oldtimern gilt das Sprichwort eben buchstäblich: Alte Liebe rostet nicht. Das ist es, was die Faszination der Oldtimer ausmacht. Jedes Auto hat seine Geschichte. Aber jeder Besitzer (jede Besitzerin) hat auch seine (oder ihre) Geschichte zu den alten Autos. Für uns ein guter Grund für eine journalistische Extratour in die Welt der automobilen Klassiker. Vor Ihnen liegt ein Heft voller Technik, Typen und Traditionen. Unter anderem erzählt Ihnen darin FDP-Chef und Oldtimer-Fan Christian Lindner, warum sein 82er Porsche 911 SC ein ganz besonderes Auto ist und wir besuchen zum 70. Geburtstag von Ferrari einen Restaurator in Langenfeld. Ex-Formel-1-Star Jochen Mass versucht die Schönheit der Nordschleife am Nürburgring in Worte zu fassen und natürlich gibt es wieder jede Menge Service, zum Beispiel eine Checkliste für den Oldtimer-Kauf. Wir hoffen, dass Ihnen unser Magazin für Liebhaber gefällt. Ganz im Sinne der Rennfahrer- Legende Walter Röhrl. „Man kann ein Auto nicht wie ein menschliches Wesen behandeln. Es braucht Liebe.“ FOTO: RP Michael Bröcker, Chefredakteur der Rheinischen Post Emotionen mit Köpfchen Die Techno-Classica zeigt dieses Jahr, dass alternative Antriebe schon zu Pionierzeiten eine Rolle gespielt haben. Ein Gespräch mit Stefan Eck vom Veranstalter S.I.H.A. Herr Eck, was halten Sie von dem Zitat Kaiser Wilhelms II.: „Ich glaube an das Pferd. Das Automobil ist eine vorübergehende Erscheinung.“? Stefan Eck: Der Spruch ist aus der damaligen Perspektive durchaus sinnvoll. Erst in der Rückschau zeigt sich, wie haltbar eine solche Einschätzung ist. Und was halten Sie von dem Wunsch, bis 2020 eine Million Elektroautaus auf deutsche Straßen zu bringen? Eck: Da spielen so viele Faktoren mit hinein, man müsste ein Prophet sein, um eine realistische Einschätzung abzugeben. Ich frage danach, weil beide Perspektiven bei der 29. Techno-Classica in Essen Thema der Sonderschau zur Elektromobilität sein werden. Was wollen Sie zeigen? Eck: Wir wollen demonstrieren, dass alternative Antriebskonzepte schon zu Pionierzeiten des Automobils eine große Rolle gespielt haben. Wir zeigen unter anderem einen Stanley Steamer mit Dampfantrieb, einen Detroit Electric mit Elektroantrieb und einen Opel 6/16 mit Verbrennungsmotor. Außerdem wird das erste Elektroauto der Welt, ein Nachbau von Ayrton und Perry von 1882, und ein aktueller Opel Ampera-e zu sehen sein. Die Sonderschau zeigt, Fangios Weltmeister-Bolide wird ausgestellt dass sich in den 1910er Jahren nicht abzeichnete, welches Konzept sich durchsetzen würde. Es war der Verbrennungsmotor, der jetzt mehr denn je infrage steht. Was leiten Sie aus der Schau ab? Eck: Ich als Automobil-Liebhaber lerne daraus, dass man über den Tellerrand hinausschauen muss. Verbrennungsmotoren und Elektroantrieb schließen sich doch nicht aus. Im Gegenteil: Je intelligenter wir Strom als Energieträger FOTO: STIFTUNG MUSEUM AUTOVISION Nachbau des ersten batterie-elektrisch angebetriebenen Autos der Welt von Ayrton & Perry aus dem Jahr 1882. für Fahrzeuge vorantreiben, umso länger wird man Liebhabern die alten Antriebsarten gestatten. Dabei geht es um Vernunft einerseits und um Emotion andererseits. Ein Verbrennungsmotor spricht die Sinne über Geruch, Optik, Fahrgefühl an. Das macht die Emotionen rund ums Automobil aus. 2016 kam die Grugahalle als Ausstellungsfläche für das Auktionshaus Coys dazu. Gibt es wieder Veränderungen? Eck: Die Hallen 9.0 und 9.1 stehen wegen Umbauarbeiten nicht zur Verfügung, dafür werden zwei temporäre Hallen an die Grugahalle angedockt. Eine davon wird exklusiv von der BMW Group Classic bespielt. Die Gesamtausstellungsfläche ist im Wesentlichen aber gleich geblieben. Auf welches Ausstellungsstück sind Sie in diesem Jahr besonders stolz? Eck: Auf den Bugatti 57 mit Gangloff-Karosserie. Dieses Automobil ist wie eine Skulptur, eines der schönsten Autos der letzten 125 Jahre. Es steht ganz selten zum Verkauf. Das Interview führte Andreas Gruhn. Prospekt anfordern: 0177-8373600 kluth-oldmerreisen.de Wir lieben Drehzahl. werktags 7–24 Uhr · samstags 9–19 Uhr 0211 862 070 2182 www.diepluszahnaerzte.de/gas24 Zahnarztpraxis in der G·A·S 24 Graf-Adolf-Str. 24 40212 Düsseldorf Kooperationsform: Praxisgemeinschaft Inhalt Staunen Herzlichen Glückwunsch: Ferrari wird 70...................................... 4 Vorhang auf für die neuen Luxus-SUVs ......................................... 8 Louwman Museum – Paradies für Oldtimer-Fans................. 10 Motorworld: Ein kölscher Treffpunkt....................... 12 Christian Lindner und sein Porsche-Gen......................... 13 Classic Days: Eine Gartenparty für Klassiker............ 14 Das Goodwood Revival in Bildern............................................. 16 90 Jahre Nürburgring: Das Monster im Dschungel................. 18 Glückwünsche von Rennfahrer Jochen Mass................... 20 Neuauflage des Eifelrennens ............ 20 Schrauben Rollende Rendite................................... 21 Checkliste: Alte Liebe rostet doch........ 22 Die Jagd nach Ersatzteilen................... 24 Den Alten gut versichern......................25 Service Auf großer Fahrt im Oldtimer............... 26 Freie Fahrt für Fahrzeuge mit H-Kennzeichen?............................. 28 Veranstaltungskalender....................... 30 „Masterpieces und Styles“ auf Schloss Dyck.................................. 30 Impressum............................................ 31 Es ist fast genau 60 Jahre her, dass der argentinische Formel-1-Pilot Juan Manuel Fangio seinen Maserati 250F in Monte Carlo als erster durchs Ziel fuhr. Der Wagen, mit dem Fangio nicht nur diesen Grand Prix, sondern im selben Jahr auch die Fahrer-Weltmeisterschaft gewann, ist das Prunkstück in der Sonderschau der Techno-Classica. Der Rennwagen ist seit vielen Jahren in Privatbesitz und wird in Essen zum ersten Mal seit rund 20 Jahren der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. In Halle sechs im Palais d’Automobile präsentiert Veranstalter S.I.H.A. unter dem Titel „Grand Prix Monaco – Die goldenen Fünfziger“ eine Reihe erlesener Rennwagen, die alle beim Großen Preis von Monaco im Mai 1957 gestartet sind. Sowohl für den fünfmaligen Formel-1-Weltmeister Fangio, dessen Rekord erst 2003 von Michael Schumacher eingestellt wurde, als auch für Maserati war dies der letzte Sieg beim Großen Preis von Monaco. Zweiter wurde damals mit 25 Sekunden Abstand auf Fangio der Brite Tony Brooks im Vanwall VW5. Brooks‘ Bolide war seinerzeit bei einem Unfall mit Mike Hawthorn und Stirling Moss am Heck beschädigt worden. Auch dieser Rennwagen wird in der Sonderschau zu sehen sein. Außerdem werden unter anderen ein Mercedes-Benz Silberpfeil, ein Lancia-Ferrari D 50 und ein Cooper T45 Climax, den unter anderem Stirling Moss und Maurice Trintignant fuhren, gezeigt. webe OTO: ALBERT RIETHAUSEN/MASERATI Juan Manuel Fangio wird am 4. August 1957 auf dem Nürburgring zum fünften Mal Weltmeister der Formel 1. Tour de Düsseldorf am 08. + 09. Juli Wer Bugattis, Facel Vegas, seltene Rosengarts, aber auch „Göttinnen“, Peugeots oder Alpines erleben möchte, hat dazu am 08. und 09. Juli in Düsseldorf die Gelegenheit. Dann findet Deutschlands größtes Treffen ausschließlich französischer Oldtimer statt: 150 Klassiker starten am 08. Juli zur „Tour de Düsseldorf“, einer gemütlichen, rund 120 km langen Ausfahrt an den Niederrhein. Nach ihrer Rückkehr können die Teilnehmer das Düsseldorfer Frankreichfest mit über 100 Ausstellern besuchen – und das berühmte Savoir-vivre genießen. Weitere Informationen/Anmeldung unter info@destination-duesseldorf.de Tel. 0211/45 60 -979

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