Aufrufe
vor 8 Monaten

Classic&Prestige

  • Text
  • Porsche
  • Baujahr
  • Ferrari
  • Regelbesteuert
  • Yvel
  • Taubengasse
  • Automobile
  • Oldtimer
  • Auto
  • Autos

6 Classic &

6 Classic & Prestige Automobile STAUNEN STAUNEN Classic & Prestige Automobile 7 diten von bis zu 300 Prozent und das sogar für Autos, die vorher schon im zweistelligen Millionenbereich lagen. Das sei auch der Grund, weshalb sie heute kaum noch bewegt werden. Die Besitzer hätten Angst, dass ihnen etwas zustoßen könnte. „Als ich bei Auto Becker gearbeitet habe, wurden die Ferraris gefahren wie normale Autos. Ich weiß noch, dass einer sogar mit Schneeketten zu uns kam.“ Meissner war zu der Zeit Chefmechaniker von Fußballerlegende Günter Netzer. Der besaß einen schwarzen Ferrari 512 BB. „Als er Manager beim HSV war, ist er damit bestimmt 50.000 Kilometer im Jahr gefahren. Das muss man sich mal vorstellen“, sagt Meissner, „mit einem Ferrari“. Viele Pferde zum Geburtstag Uwe Meissner repariert in seiner Werkstatt auch Formel-1-Wagen von Ferrari – hier ein Bolide von Jacky Ickx. ren. Ziel war es, historische Kulturgüter – dazu gehören nicht nur Ferraris – am Laufen zu halten und sie nicht in irgendwelchen Museen vergammeln zu lassen. Er kaufte eine kleine Halle in Langenfeld im Stadtteil Immigrath. Ein Ferrari-Sammler suchte eine Betreuung. Eine Weile, sagt Meissner, habe er die Werkstatt mit ihm zusammen geführt. Nach drei Jahren stieß sein Vater zu ihm und mit ihm das Know-how in Sachen Restauration. „Im Nachhinein hat mein Vater ganz schön Eier gezeigt, als er nach 15 Jahren bei Auto Becker zu seinem Sohn in die Firma wechselte“, sagt Meissner voller Stolz. Inzwischen sind weitere Hallen hinzugekommen. Fast könnte man den Eindruck gewinnen, Meissner will nicht gefunden werden. Die Gebäude sind ein bisschen in die Jahre gekommen. Ein grüner und ein roter Streifen zieren die Wand. Daneben hängen zwei Neonschilder mit der italienischen Flagge. Das war’s. Was sich hinter den Mauern für Schätze verbergen, bleibt ein Geheimnis. Acht Angestellte arbeiten auf insgesamt 1500 Quadratmetern in drei Abteilungen: der Lackiererei/Restauration, der mechanischen Abteilung und der Formel 1. Es gibt noch einen kleinen Ausstellungsraum. Doch die Kundschaft aus ganz Europa weiß, wo Modena Motorsport seinen Sitz hat. „Die Werbung läuft nur durch Verkäufe“, sagt Meissner. mit einem Wagen von Jacky Ickx. „Blauäugig wie ich war, habe ich ihn eingeladen, ob er nicht Lust hätte, vorbeizukommen. Und was soll ich sagen: Er kam wirklich.“ Die beiden sind bis heute gut befreundet. „Wir waren die ersten, die mit zwei Trucks zur Strecke fuhren und dort acht Ferraris ausluden“, erzählt Meissner. 1996 kaufte er seinen ersten Formel-1-Wagen, einen 1993er Ferrari von Jean Todt, seinerzeit Teamchef in der Scuderia. Im selben Jahr wechselte Michael Schuhmacher zu Ferrari. „Keiner konnte damals ahnen, dass das der fünfmalige Weltmeister sein würde.“ Bis 2000 hatte Meissner so viele Formel-1-Wagen verkauft wie kein anderer. Mit seinem Chefmechaniker Andreas Stoodt stand er regelmäßig an der Rennstrecke. „Der hat sich mit den Italienern über Technik unterhalten, obwohl er kein Wort Italienisch sprach“, sagt Meissner und muss schmunzeln. Das führte 2001 dazu, dass Modena Motorsport zum weltweit ersten F1-Clienti- Stützpunkt ernannt wurde, zur ersten offiziellen Werkstatt für Formel 1-Autos. Eigentlich waren noch Stützpunkte in England, Japan und Frankreich geplant, aber daraus wurde nichts. Irgendwann ist Ferrari selbst in das Geschäft eingestiegen. Formel- 1-Wagen repariert Meissner heute noch. Gerade stehen in seiner Werkstatt Wagen von Jacky Ickx und Niki Lauda. FOTO: ANDREAS ENDERMANN Im vergangenen Jahr wurde ein Ferrari 335 S Spider von 1957 für die Rekordsumme von umgerechnet 32.075.200 Euro versteigert. „Ich kann verstehen, dass manche bereit sind, so viel Geld auszugeben“, sagt Meissner. „Es gibt ja auch Leute, die für einen Picasso oder einen Richter Millionen hinblättern. Warum also nicht für ein technisches Meisterwerk, das vielleicht einmal Niki Lauda gefahren ist?“ Ab und zu blute ihm deswegen aber schon das Herz, wenn es lediglich um ein Investment ginge. Oder die Vervollständigung einer Sammlung. „Natürlich ist das auch ein Geschäft. Es geht um Geld, um viel Geld. Aber es ist ein schöner Trost zu wissen, dass alle Fahrzeuge irgendwann wieder auf den Markt kommen.“ Privat fährt Meissner einen Ferrari 512 BB aus den 70er Jahren. Das gleiche Modell, das Günter Netzer hatte. „Den habe ich mir als 27-Jähriger gekauft. Da dachte ich, ich hätte es geschafft.“ 30 Jahre später fährt er ihn noch immer. Meissner ist eine treue Seele. Mittlerweile hat das Auto rund 120.000 Kilometer auf dem Tacho stehen. Damit dürfte Meissner langsam an den Rekord von Netzer herankommen. Fahrtwind ist einfach. Zum 70. Jubiläum stellt Ferrari fünf Exemplare aus der aktuellen Baureihe bereit, die sich individuell gestalten lassen – jedes Modell 70 Mal. Macht 350 Varianten. Inspiriert wurden sie von Ikonen der Ferrari-Geschichte. Je nach Konfiguration tragen die Boliden klangvolle Namen wie „The Schumacher“ (488 GTB), „The Stirling“ (F12 Berlinetta) oder auch „The Steve McQueen“ (California T). In Genf präsentierte der Hersteller zuletzt den 812 Superfast. Es ist der schnellste und stärkste Ferrari in der Geschichte des Cavallino Rampante. Der neue 6,5-Liter-Zwölfzylinder bringt glatte 800 PS auf die Straße. Der 1525 Kilogramm schwere Bolide soll von null auf 100 km/h in 2,9 Sekunden beschleunigen. Die Höchstgeschwindigkeit gibt Ferrari mit mehr als 340 km/h an. Erstmals wurde in einem ihrer Straßenfahrzeug EPS verbaut. Im Profil soll der 812 Superfast an den 365 GTB/4 Daytona von 1969 erinnern. Speziell zum Geburtstag gibt es ihn in einem neuen Farbton: Rosso Settanta. webe FOTO: FERRARI Mit dem Rennsport kam er 1991 in Berührung. In dem Jahr veranstaltete er den ersten Modena-Trackday auf dem Nürburgring, „Der Wert der historischen Fahrzeuge ist in den vergangenen zehn Jahren exorbitant gestiegen“, sagt Meissner. Es gibt Ren- 1987 Premiere für den F40 auf der IAA Frankfurt 2004 Neuer Rekord: Ferrari gewinnt in der Formel 1 aufeinanderfolgend sechs Konstrukteurs- und fünf Fahrertitel FOTOS: FERRARI 2013 Produktionsstart des LaFerrari, dem ersten Hybrid-Fahrzeug in der Geschichte Ferraris Wenn der Finanzpartner für die passende Finanzierung sorgt. Sparkassen-Autokredit. 1984 1988 2006 2017 Präsentation des Ferrari Testarossa auf dem Pariser Autosalon 14. August: Enzo Ferrari stirbt im Alter von 90 Jahren Start des exklusiven XX-Programms: extreme Leistung für die besten Kunden In Genf debütiert der jüngste Spross aus dem Hause Ferrari: der 812 Superfast sparkasse.de

Sonderveröffentlichungen