Aufrufe
vor 7 Monaten

Faszination Auto

Faszination

Anzeige Anzeige AUTO Vorsicht bei Baumharz auf dem Auto Insekten auf der Scheibe werden Fahrer nur mit Wasser los – und mit einigen Tricks. Wenn die Temperaturen steigen, bedeutet das wieder Flugwetter für Insekten und Ärger für Autofahrer. Denn die kleinen Tiefflieger zerschellen nur zu gerne auf der Windschutzscheibe. Und die Reste dort wieder zu entfernen, ist oft alles andere als einfach. Deshalb lautet der beste Tipp gegen Insektenreste auf der Scheibe: Sofort nach dem Aufprall mit Scheibenwischwasser sprühen, danach mit dem Wischer entfernen, rät Vincenzo Lucà vom TÜV Süd. So können die Kadaver auf der Scheibe gar nicht erst verkrusten. Ins Scheibenwasser kommt am besten ein Sommerkonzentrat, empfiehlt Lucà. Es ist wie Frostschutzmittel an Tankstellen, in Baumärkten oder im Fachhandel erhältlich und enthält spezielle Reinigungsmittel, erklärt der Experte. „Diese helfen, die Insektenkadaver aufzuweichen.“ Wenn die Reste von Fliege, Wespe und Co fest angetrocknet sind, sollte der Scheibenwischer lieber ausbleiben. In dem Fall helfen eher Wasser und ein Schwamm. In ganz harten Fällen kann ein Stück Küchenpapier nützlich sein. Das kommt über den Fleck und wird mit Wasser eingesprüht. Über Nacht weicht die Kruste ein und kann am Folgetag einfach abgewischt werden. Verzichten sollten Autofahrer dagegen auf den Einsatz von Schabern, sagt Lucà. Denn neben den Insektenresten sind auch Staub und kleinste Stein- Unfallgefahr durch Wild ist jetzt besonders hoch Mit dem Frühling kommt der Wildwechsel. Dann sollten Autofahrer vor allem in der Dämmerung vorsichtig sein. Ein Tier kommt selten allein. chen auf der Scheibe. Werden diese mit dem Schaber auf das Glas gedrückt, können Risse entstehen. Auch aggressive Chemikalien sind nichts für die Frontscheibe. Sie können die Gummis der Scheibenwischer und die Plastikummantelung an den Scheibenwasser- Düsen beschädigen. Ein weiteres leidiges Thema ist Baumharz auf dem Lack. „Je frischer das Harz ist, desto besser bekommt man es herunter“, erklärt Markus Herrmann, Präsident des Bundesverbands Fahrzeugaufbereitung (BFA). Er rät, erst durch die Waschanlage zu fahren und dann den besudelten Lack mit Autopolitur zu behandeln. „Ist das Harz bereits angetrocknet, ist nach der Wäsche eine Vorbehandlung mit einem Lösemittel wie Nitroverdünnung erforderlich. Dabei nicht zu stark reiben und drücken, denn der Lack ist durch das Harz meist empfindlich.“ Das gilt auch für die Nachbehandlung mit einem Lackpflegemittel. Besudelte Gummidichtungen an Schiebe- und Panoramadächern oder den Fensterrahmen dürfen nicht mit Autopolitur von Harztropfen befreit werden. Die Schleifpartikel würden sich im Gummi festsetzen und es grau werden lassen. Zur Reinigung empfiehlt er Betroffenen ebenfalls ein sanftes Lösemittel. „Danach die Dichtungen unbedingt mit einem Gummipflegestift nachbehandeln.“ Reste von Insekten auf der Windschutzscheibe sollten immer baldmöglichst beseitigt werden, damit sie gar nicht erst verkrusten. Jetzt im Frühling müssen Autofahrer wieder verstärkt mit Wildwechsel rechnen. Nach dem Winter seien die Tiere auf Futtersuche, und die Regel „Rechts vor links an Straßen“ kennen die Tiere dabei nicht, warnt der Deutsche Jagdverband (DJV) in Berlin. Erhöhte Unfallgefahr droht demnach morgens und abends in der Dämmerung. Zu dieser Zeit seien geschlechtsreife Rehböcke zudem auf der Suche nach neuen Revieren. Autofahrer sollten vor allem an Stellen achtsam sein, wo Felder und Wälder zusammentreffen. In solchen Bereichen kreuzten die Tiere besonders häufig die Straße. Laut DJV unterschätzen viele das Ausmaß eines Wildunfalls. Ein 20 Kilogramm schweres Reh besitzt bei einer Kollision mit Tempo 100 ein Aufschlagsgewicht von einer Tonne“, so der Verband. Um Unfälle zu vermeiden, sollten Fahrer die typischen Strecken kennen, auf denen mit Tieren besonders häufig zu rechnen ist. Dazu zählten vergleichsweise neue Straßen durch Waldgebiete. Dort behielten die Tiere den gewohnten Wechsel bei. Wo Wildwechsel-Warnschilder aufgestellt sind, sollte ohnehin langsam und konzentriert gefahren werden. Auch in frequentierten Ausflugsgebieten sei mit In diesen Monaten müssen Autofahrer noch mehr als sonst mit Wildwechsel rechnen. aufgeschrecktem Wild zu rechnen. Für nächtliche Fahrten empfiehlt der DJV, das Fernlicht so oft wie möglich eingeschaltet zu lassen. Weil die Augen der Tiere wie Reflektoren wirkten, seien sie dann besser zu erkennen. Taucht ein Reh auf, müssen Autofahrer abblenden, bremsen und hupen, um das Tier zur Flucht zu bewegen. Ausweichmanöver sollten strikt vermieden werden, da ein Crash mit dem Gegenverkehr weit schlimmer ausfallen kann. Außerdem gilt: Es muss mit Nachzüglern gerechnet werden. Ein Tier sei selten allein unterwegs. Kommt es trotz aller Vorsicht zum Wildunfall, sollten Auto- fahrer laut DJV die Warnblinkanlage einschalten, die Unfallstelle mit einem Warndreieck sichern, und das Tier – falls notwendig – auf den Randstreifen schaffen, um Folgeunfälle zu vermeiden. Dabei sollte das Tier wegen möglicher Tollwutgefahr nur mit Handschuhen angefasst werden. Erst dann melden Autofahrer den Unfall – am besten der Polizei. Die Beamten können laut DJV eine Bescheinigung über einen Wildunfall ausstellen. Diese sei wichtig für Schadenersatzansprüche gegenüber der Versicherung. Zu Dokumentationszwecken sollten Schäden am Auto sowie etwaige Blut- und Haarspuren fotografiert werden.

Sonderveröffentlichungen