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Frühling am Niederrhein

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FRÜHLING AM NIEDERRHEIN

FRÜHLING AM NIEDERRHEIN Kleve 27 Kleve feiert 775 Jahre Stadtrechte Köhlern bei der Arbeit zuschauen Beim Köhlerfest können die Besucher erleben, wie einst im Reichswald Kohle gemacht wurde. Kleve Foto: Stade, Klaus-Dieter (kds) Foto: Evers, Gottfried (eve) Ein echtes Erlebnis ist das Meilerfest in Reichswalde, das vom 18. bis zum 28. Mai geht. Die Besucher können erleben, wie im Reichswald früher Kohle gemacht wurde, und sie können ein buntes Programm genießen. Wie Köhler Wilhelm Papen es ausdrückt: „Wir wollen an die Arbeit des Köhlers, sein Leben und wirken in der Einsamkeit des Waldes erinnern und den Menschen das Handwerk wieder nahe bringen.“ Das Dorf Reichswalde mit seinen heute rund 2000 Einwohnern entstand 1950 und ist von mehreren Seiten vom Reichswald, dem größten zusammenhängenden Wald Nordrhein-Westfalens umgeben. Die Bezeichnung „Reichswald“ taucht erstmals gegen Mitte des 14. Jahrhunderts auf, doch die Geschichte dazu ist wesentlich älter. Für die Bataver (ein westgermanischer Volksstamm), die sich vor 2000 Jahren dort zum Aufstand gegen die Römer sammelten, war es der „Heilige Wald“. „Die Köhlerei war auch hier schon zu dieser Zeit beheimatet. Eins sollte uns immer bewusst bleiben – ohne den Köhler und die Holzkohle wäre die Gewinnung von Metallen aus Erzen nie möglich gewesen“, sagt Wilhelm Papen. Das Programm des Meilerfests auf dem Meilerplatz, Auf dem Kamp 25 in Kleve-Reichswalde: Donnerstag, 18. Mai, 18 Uhr Eröffnung mit Bürgermeisterin Sonja Northing mit Spielmannszug der Freiwilligen Reichswalde unter der Leitung Manfred Mülders; Freitag, 19. Mai, 19 Uhr, „Köhlerleuchten“ und Musik mit Frank Gerritzen; Sonntag, 21. Mai, Kinder- und Familientag mit Familienfrühstück ab 9.30 Uhr, ab 11 Uhr Greif- vogelschau mit Karl-Heinz Peschen, Kinderschminken, Hüpfburg, Bläsergruppe DWJ Horst Kleve; Donnerstag, 25. Mai, Vatertag, durchgehender Frühschoppen, Motorsägen- schau mit Michael Weber; Samstag, 27. Mai, 16 Uhr Ökumenischer Gottesdienst, 19 Uhr gemütliches Beisammensein für Jung und Alt mit Musik; Sonntag, 28. Mai, 14 Uhr, Folklore-Nachmittag mit der Maria-Reymer-Volkstanzgruppe und Fine Tune, die keltische Musik und Balladen vortragen. Marc Cattelaens Die Stadt Kleve blickt am 25. April 2017 auf 775 Jahre Stadtrechte zurück. Graf Dietrich der VI hat den Bürgern der Stadt Kleve am 25. April 1242 die Stadtrechte verliehen. Dieses Jubiläum soll mit einem Bürgerfest unter dem Motto „von Klevern für Klever“ gefeiert werden. Den Auftakt zum Jubiläumsjahr bildete am 1. Januar das Turmblasen von der Schwanenburg. Weiter geht es im Frühjahr mit der großen Jubiläumsfeier mit verschiedenen Darbietungen von Klever Gruppen auf einer Bühne am Koekkoekplatz . Bürgermeisterin Sonja Northing wird die Feier am Samstag, 29. April, um 10 Uhr eröffnen. Unterstützt wird sie durch die Konga Quings vom Konrad-Adenauer-Gymnasium. Den ganzen Tag über gibt es eine Mischung aus Gesang und Comedy. Der Tag endet dann rockig und zwar mit Musik von KingPin aus Emmerich und den Komm‘ MitMann!s, eine Rock- und Soul Gruppe aus Dortmund. Am Sonntag, 30. April, findet ein verkaufsoffener Sonntag im Rahmen der Jubiläumsfeier statt. An diesem Tag ist ebenfalls ein Bühnenprogramm am Koekkoekplatz mit verschiedenen Klevern Bands geplant. Der Tag endet mit einem Konzert der Gruppe Massive Beat. Eine weitere Bühne wird auf dem EOC Platz stehen, dort werden unter anderem Gruppen aus den Niederlanden und eine Tanzschule die Besucher unterhalten. Ebenfalls an Sonntag, 30. April, eröffnet im B.C. Koekkoek Haus eine Ausstellung für alle, die das Gesicht der Schwanenstadt aus einem anderen Blickwinkel kennenlernen wollen: „Unsere Stadt im Modell - ein Beitrag zur 775-Jahr-Feier der Stadt Kleve“. Der Hin- tergrund: Kleve ist ein spannendes Pflaster, was Stadtplanung angeht. Unsere Stadt ist als Burg mit Marktplatz, Residenzstadt von Grafen und Herzögen seit dem Mittelalter bis in die Zeit von Brandenburg-Preußen repräsentativ und qualitätsvoll angelegt. Im 18. bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts als Kurstadt mit internationalem Flair, wurde sie im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört. Es werden Modelle aus dem Besitz der Stadtverwaltung und der Kreisverwaltung gezeigt, ergänzt durch Pläne, Luftaufnahmen und Stadtansichten als Leihgaben des Bauplanungsamtes, des Stadtarchives und des Museum Kurhaus Kleve. Auf dem Gelände der Hochschule Rhein-Waal findet am Samstag, 29., und Sonntag, 30. April, zum ersten Mal das Street-Food-Festival statt. Die Messlatte für echtes Street Food wird hoch angesetzt. Auf die Hand gibt es frittiertes Eis, argentinische Empanadas, köstliche Falafeln, handgemachte Strudel aus der Schweiz, gefüllte brasilianische Käsebällchen und vieles mehr. Das große Campus-Gelände mit industriellem Charme bietet genug Raum zum Staunen und Probieren. Bei schönem Wetter können die Besucher auch die Seele baumeln lassen und die Sonne mit Blick auf den Kanal am Hafenbecken genießen. Das Street-Food-Festival steht für echte und kunterbunte Street Food Küche aus der ganzen Welt. Für die Kleinen gibt es einen Kinderspielbereich und einige DJs werden auflegen. Verteilt über das ganze Jahr sind verschiedene Veranstaltungen geplant. Herausragend zu erwähnen ist das Projekt der Städtischen Singgemeinden, die mit vielen Chören und Orchestern die Carmina Burana am 10. Juni aufführen werden. Theater im Fluss wird für die Klever ein Theaterstück schreiben. Marc Cattelaens

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