Aufrufe
vor 8 Monaten

Frühling am Niederrhein

  • Text
  • Niederrhein
  • April
  • Xanten
  • Kinder
  • Stadt
  • Spargel
  • Veranstaltung
  • Ebenso
  • Gelderner
  • Streifen

FRÜHLING AM NIEDERRHEIN

FRÜHLING AM NIEDERRHEIN Goch 7 Goch Jupiter kommt Mittelalter erleben – zu Ostern Fotos: Stade, Klaus-Dieter (kds), Fotolia Mutige Ritter zeigen ihre Kampfeskunst beim mittelalter lichen Ostermarkt am Kloster Graefenthal in Asperden. Die Volkssternwarte Niederrhein hat einen neuen Standort in Goch-Kessel. Im April rückt mit Jupiter langsam aber stetig der größte Planet unseres Sonnensystems in die Beobachtungssituation, später im Sommer vom schönen Ringplaneten Saturn gefolgt“, erklärt Hartmut Sittel, der Vorsitzende der Volkssternwarte Niederrhein. Noch ist am neuen Standort in Goch-Kessel nicht alles so fertiggestellt, wie es sich die Mitglieder der einzigen Sternwarte im Kreis Kleve wünschen würden. Nach den Anstrengungen des zweimaligen Umzugs sind die Hobbyastronomen jedoch wieder so weit, wie sie es vor rund zwei Jahren waren. Der Verein bildete sich, nachdem sich 1983 astronomisch Interessierte zu einer Ausstellung in Kleve trafen. Dort bezeugten so viele Besucher Interesse, dass ein Verein ins Leben gerufen wurde. In den Anfängen war dieser Verein noch in Kleve angesiedelt. Zu den Beobachtungen mussten die Gerätschaften jedes Mal an den Rand des Reichswaldes gefahren werden, bis man in den 1990er Jahren beschloss, man müsse sesshaft werden. Der Verein fand seinen Platz in Goch-Nierswalde, mietete dort Gebäudeteile eines Bauernhofes. Im Laufe der Zeit wurden drei Schutzhütten für die Teleskope errichtet. Nach über 20 Jahren am Standort musste die Volkssternwarte, bedingt durch einen Besitzerwechsel, weichen. Nicht nur die Holzhütten mussten zurückgebaut werden. Es galt auch einen neuen Standort zu finden, der die notwendigen Anforderungen erfüllte. Über einen Zwischenstopp in Uedem, der sich als nicht ganz optimal herausstellte, fanden die Mitglieder in Goch-Kessel einen neuen Vereinssitz. In Modul-Bauweise entstand am Scharsenweg zügig eine erste Teleskophütte. Die Baugenehmigung für eine weitere Hütte liegt vor, „aber wir müssen erst mal wieder auf die Beine kommen“, sagt der Vorsitzende. Rückbau sowie Umzug waren teuer. Der Verein finanziert sich über die Beiträge der rund 50 Mitglieder, die Einnahmen aus den Eintrittspreisen für Besucher(-Gruppen) sowie Spenden. Jeden Freitag treffen sich die Mitglieder um 20 Uhr zum Vereinsabend. Dann wird gefachsimpelt. „Der Neuaufbau ist abgeschlossen, wir nehmen nur noch Feinarbeiten und Korrekturen vor“, berichtet Hartmut Sittel. Interessierte Einzelpersonen können ohne weiteres zu den Vereinsabenden dazukommen, gerne nach telefonischer Absprache, damit auch jemand vor Ort ist. Bei Gruppen bitten die Vereinsmitglieder der Volkssternwarte um vorherige Anmeldung. Die Vorträge, die für Schüler wie für Erwachsene gehalten werden, handeln allgemein von der Astronomie sowie darüber was Sterne und Planeten ausmacht. INFO www.volkssternwarte- niederrhein.de oder Hartmut Sittel, Telefon 02823-9288090. Rita Hansen Foto: privat Beim Vereinsabend der Volkssternwarte Niederrhein sind auch Gäste zur Himmelsbeobachtung willkommen. Drei Tage lang, von Karsamstag bis Ostermontag, kehrt das Mittelalter zurück – beim Ostermarkt am Kloster Graefenthal. Händler und Handwerker, Ritter, Gaukler und Spielleute: Der Ostermarkt am Kloster Graefenthal entführt Besucher aus der ganzen Region ins Mittelalter - stilecht mit Kampfspektakel, Ring-Stechen für Freizeitreiter und einem mächtigen Heerlager. Ritterkämpfe, Bruchenballspiel, Bogenschießen und Kampf zu Pferde werden vorgeführt auf diesem Ostermarkt des Jahres 1248. Über die Grafschaft Geldern herrscht der gute Graf Otto II. Auf Bitten seiner Gemahlin Margarethe von Kleve hat er das Kloster Graefenthal gestiftet. Nun also stehen Feierlichkeiten an, wie sie das Gelrische Oberquartier noch nie gesehen hat. Es sind viele Gäste eingeladen: ehrenvolle und kampferprobte Rittermönche des Templerordens werden aus verschiedenen Komtureien kommen, um sich bei der Heerschau dem staunenden Volke zu präsentieren. Ein Markt wird gehalten mit Waren und Speisen aus aller Herren Länder, es wird auch zu Pferde gekämpft, die Ritter zeigen ihr Geschick an den Waffen. Auch für Kinder gibt es viel zu erleben. Sie können sich zum Beispiel knallige Ritterkämpfe anschauen und einen drolligen Narr, oder betrachten, wie die Leuten im Mittelalter gelebt haben. Sie dürfen sich schmutzig machen, mit den Händen essen, Schwertkampf üben, Bogenschießen, Stockstoßen, Brötche backen, Filzen, Modellieren und noch viel mehr. rps INFO Öffnungszeiten: Samstag, 15. April, 11 bis 22 Uhr, Sonntag, 16. April, 11 bis 21 Uhr, Montag, 17. April, 11 bis 18.30 Uhr. Eintritt: Erwachsene 7 Euro, Kinder 0-4 Jahre gratis, Kinder 5-12 Jahre 3 Euro, ermäßigt 5 Euro, Familienkarte (zwei Erwachsene und drei Kinder) 20 Euro. Und: Gewandete bekommen 2 Euro Rabatt.

Sonderveröffentlichungen