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Kräuter heilen Pflanzen

Kräuter heilen Pflanzen Es muss nicht immer Chemie sein: Mittel gegen Insektenbefall oder zur Stärkung der Pflanzen lassen sich auch aus anderen Pflanzen herstellen. So kann etwa ein Tee aus Kartoffelschalen Blattläuse abwehren. VON SIMONE ANDREA MAYER Auch Pflanzen geht es mal nicht gut. Dann hilft ihnen zumindest in einigen Fällen genau das, was sich der Hobbygärtner bei einer Erkältung braut: ein Tee oder eine kräftige Brühe. Brauen lassen sich diese aus so mancher Garten- und Wildpflanze. In Wasser gegoren und teils ausgekocht können sie etwa vor Insekten und anderen schädlichen Organismen schützen und die damit behandelten Pflanzen stärken. Wichtig sei, dass man die Wirkpflanzen für das Elixier kurz vor ihrer Blüte sammelt, erklärt der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND). Sie werden zerkleinert und frisch oder getrocknet mit Regenwasser übergossen. Der BUND rät zu Gefäßen aus Holz, Steingut oder Plastik. Metall sei ungeeignet. Damit keine Vögel darin ertrinken, sollte man einen Maschendraht oder Ähnliches darüber geben. Vielleicht muss man die Kräuter beschweren, um sie völlig mit Wasser zu bedecken. Dann lässt man den Sud je nach Wirkungszweck unterschiedlich lange ziehen: DIE LANGZEITKUR Ihr uncharmanter Name ist Jauche, leider riecht sie auch so unangenehm, wie der Name es vermuten lässt. Schließlich werden hier Pflanzenreste über längere Zeit in Wasser eingeweicht, wo sie vergären. Fertig ist das Ganze, wenn die Jauche nicht mehr schäumt – etwa nach ein bis drei Wochen. Bis dahin muss man die Masse einmal am Tag umrühren. Eine Handvoll Steinmehl auf zehn Liter hilft dem BUND zufolge gegen den Geruch. Die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen rät zum Beispiel zu Wermutjauche, um Ameisen zu vertreiben. 300 Gramm frisches oder 30 Gramm getrocknetes Kraut weichen für zwei Wochen in zehn Liter Wasser, dann das Gebräu in den Ameisenbau gießen. Vorsicht: Auch wenn Jauche meist imVerhältnis 1:10 mit Wasser verdünnt Brennnesseln können in Wasser eingelegt zu einem Elixier werden, das die Pflanzen stärkt und Insekten abwehrt. Foto: dpa wird, kann sie die Pflanzen noch verätzen. Daher empfiehlt der Verbraucherinformationsdienst aid, damit nicht die oberirdischen Pflanzenteile zu berühren, sondern sie nur auf dem Boden auszubringen. RASCHE HILFE Sogenannte Kaltwasserauszüge kann man innerhalb eines Tages ansetzen. Die Pflanzenteile ziehen laut BUND einfach zwölf bis 24 Stunden lang in kaltem Wasser. Eine Alternative sind Brühen, für die Kräuter 24 Stunden lang in Wasser weichen. Dann wird die kalte Suppe noch eine halbe Stunde lang gekocht. Ein Beispiel: Eine Brühe aus den Schalen der Kartoffel soll laut BUND Blattläuse abwehren. Beliebt sind Brennnessel-Elixiere: Ein Kilogramm des Unkrautes auf zehn Liter kaltes Wasser geben und für ein bis zwei Tage einweichen lassen, rät die Gartenakademie Rheinland-Pfalz. Das Elixier dann gießen oder verdünnt spritzen. Es stärkt die Pflanzen und wehrt Insekten ab. Ein Tipp gegen eine wahre Plage für den Hobbygärtner: Zur Stärkung gegen Echten Mehltau hilft laut aid ein Auszug aus Sachalin-Flügelknöterich, schützt vor dem Kohlweißling. Wenn es ganz schnell gehen soll, sollte man den Pflanzen Kräutertee geben. Der wird angesetzt wie üblicher Tee: Einfach die frischen Pflanzenteile mit möglichst heißem Wasser übergießen und kurz ziehen lassen. Ein Beispiel: Blattläuse sind für den BUND die Extrakte aus den Blättern Zwiebelschalen. Letztere, genauso wie Knoblauch, sind laut aid auch gut für die Widerstandskraft und Milben. Und zu einem Gebräu aus 200 Gramm frischen Tomatenblättern auf zehn Litern Wasser rät der BUND bei einem Befall mit einer von Tomaten NOTFALLKUR Eine schnelle Hilfe gegen des Rhabarbers oder aus gegen Pilze Kartoffelkäfern.

Pflanzen für dunkle Ecken Einige Zimmerpflanzen können mit sehr wenig Licht klarkommen. Sie sind daher perfekt für dunkle Räume und für Standorte abseits der Fenster. VON DOROTHÉE WAECHTER Zimmerpflanzen haben es nicht leicht: Häufig sorgen Rollos und Stores am Fenster für Lichtmangel. Darüber hinaus schlucken auch die Glasscheiben schon Licht, und mit dem Abstand zum Fenster nimmt sowieso die Lichtstärke, die in Lux gemessen wird, ab. Laut Jürgen Herrmannsdörfer, Vorstandsmitglied im Fachverband Raumbegrünung und Hydrokultur in Berlin, ist immer ein Wert von 500 Lux erforderlich, um eine Pflanze am Leben zu halten. Für einen gesunden Wuchs und eine vitale Ausstrahlung muss aber mehr Licht vorhanden sein. Aber es gibt durchaus Pflanzen, die mit Werten zwischen 800 und 500 Lux klarkommen. „Meist stammen diese Pflanzen aus dichten Wäldern in tropischen und subtropischen Klimazonen“, erläutert Andreas Bettin, Professor für Zierpflanzenbau an der Hochschule Osnabrück. Drachenbäume (Dracaena deremensis) sind eine solche Ausnahme. Sie wachsen eigentlich an Standorten mit mehr Sonne, sie kommen aber auch mit schlechten Die Kentia-Palme kann bei nur 600 Lux überleben, der optimale Bereich liegt bei 800 bis 1200 Lux. Foto: dpa Lichtsituationen zurecht. Herrmannsdörfer rät zur Sorte Lemon Lime mit hell- und dunkelgrün gestreiften Blättern mit einem feinen weißen Rand. Neben dem hübschen Blattschmuck ist ein Vorzug dieser Pflanze der kompakte, nicht ausladende Wuchs. „Ein Standort mit einem Durchmesser von 50 bis 60 Zentimetern reicht für die Pflanze, die es in verschiedenen Größen von etwa 70 bis 180 Zentimetern Höhe gibt.“ Auch der Baumfreund, ebenfalls als Kletternder Phi- lodendron bekannt, kommt mit weniger Licht klar. Und Herrmannsdörfer nennt die Efeutute einen Überlebenskünstler. „Wenn das Licht zu schwach ist, schlängeln sich gen.“ Ebenfalls für Standorte (Aspidistra elatior), erklärt der Gärtnermeister. merpflanzen kommen mit Wer neue Blüten fördern nen Blattbüscheln rechnen. ANZEIGE PORTRÄT Niglo Exklusive Marmorböden Seit über 25 Jahren ist die Firma Niglo Spezialist für hochwertige Steinteppihe. Wer jetzt im Frühling seine Terrasse neu gestalten möchte, ist mit den innovativen Steinteppichen der Firma Niglo bestens beraten. Inhaber ist Heinrich Miosch: Er veredelt seit mehr 25 Jahren Treppen, Wände und Böden im Innen- und Außenbereich mit natürlichem Carrara- Marmor-Kiesel – und das an nur einem Tag. „Ein großer Vorteil st, dass der Steinboden schnell verlegt werden kann, egal ob auf vorhandene Fliesen, Holz oder Beton“, sagt der Geschäftsführer. Welche Aufwertung ein Raum oder eine Fläche erfahren und wie die innovative Bodenbeschichtung auf den Betrachter wirkt, erfahren Interessierte im NIGLO-Showroom an der Moltkestraße 40. Für Sonntag, 26. März, laden Heinrich Mirosch mit Töchtern Vivian und Anuschka zu einem „Tag der offenen Tür“ ein. Die Besucher werden von 11 bis 16 Uhr über alle Angebote der Firma Niglo beraten. Einen Verkauf gibt es am „Tag der offenen Tür“ aufgrund gesetzlicher Vorgaben nicht. Die Niglo-Experten kommen ohne Stemm- und Abrissarbeiten aus. Und da der Belag gespachtelt wird, entstehen auch keine Nähte oder Fugen. Die Steinböden sind abriebfest, pflegeleicht, verschleißfrei und rutschsicher. „Der Belag vermittelt ein angenehmes Laufgefühl und heizt sich nicht auf“, betont Mirosch. Daher eignet sich der offenporige und frostsichere Naturboden perfekt für den Außenbereich – aber auch für Innenräume. Im geschlossenen Räumen bekommt der Boden zwecks Pflege einen Porenverschluss. Der Belag, den es in vielen Farbkombinationen und unterschiedlichen Körnergrößen gibt, kann auf fast allen Untergründen aufgebracht werden und ist besonders für Fußbodenheizungen oder als Bodenbelag im Außenbereich wie Gärten und Parks geeignet. Marmor ist dauerhaft haltbar, pflegeleicht, allergikerfreundlich und schalldämmend. „Er ist gewissermaßen ‚unkaputtbar‘, der Verschleiß ist gleich null“, ergänzt Mirosch. Seine beiden Töchter Vivian und Anuschka sind mit im Geschäft und managen das Team aus sechs Fachleuten, das von Düsseldorf aus agiert. Die Mitarbeiter kommen aus dem Bereich der Stuckateure oder Maler: „Die Anlernzeit hier dauert rund zwei Jahre. Vivian und Anuschka Mirosch (v.l.) managen das Niglo-Team und bereiten auch den Tag der offenen Tür vor. Schließlich muss jeder Griff sitzen. Wir haben nur einen Versuch.“ 150 Steinfarben und eine große Auswahl an Körnergrößen hat Niglo im Angebot, alle sind individuell kombinierbar. „Auch auf Treppen bietet der aus dem Naturmaterial Marmor bestehende Bodenbelag nur Vorteile“, sagt Vivian Mirosch. „Durch unterschiedliche Körnergrößen sind die Gestaltungsmöglichkeiten fast unerschöpflich.“ Heinrich Mirosch betont: „Die Steine, mit denen wir die Flächen veredeln, kommen aus Norditalien und Portugal. Wir achten streng auf Qualität und brechen die Steine selbst, anschließend werden sie intensiv gewaschen und getrommelt.“ Kontakt Niglo – exklusive Stein- Kreationen, Moltkestraße 40 · 40477 Düsseldorf Tel.: 0211/51505080 info@fa-niglo.de

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