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Garten erleben

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Im eigenen

Im eigenen Garten schwimmen und entspannen – herrlich! Ein Schwimmteich ist zu allen Jahreszeiten optisch attraktiv und bringt viel Natürlichkeit in den Garten. Die asseraufbereitung funktioniert ausschließlich mit Hilfe von Mikroorganismen und Pflanzen. Fotos (3): Gärtner von Eden So will ich schwimmen! Baden im eigenen Garten? Das steht für viele Menschen auf der Wunschliste ganz oben. Doch welches Badebecken soll es sein? Swimmingpool, Schwimmteich oder Naturpool? VON CHRISTIANE STOLTENHOFF Die Sonne glitzert auf der Wasseroberfläche, mit einem Sprung geht es gleich nach dem Aufstehen oder vor dem Schlafengehen ins kühle Nass, und nach dem Bad kann man sich ungestört auf die eigene Terrasse setzen. Klingt doch traumhaft, oder? Eine Badegelegenheit im eigenen Garten steht tatsächlich bei vielen Menschen ganz weit oben auf der Wunschliste. Doch natürlich entscheiden nicht nur die persönliche Vorliebe fürs Freiluftschwimmen über eine solche Anschaffung; auch Platzangebot und nicht zuletzt das Budget müssen passen. Stehen hier allerdings die Ampeln auf Grün, gilt es, sich zu entscheiden, welches Badebecken denn Einzug in den Garten halten soll. Im Angebot sind heute mit Swimmingpool, Schwimmteich und Naturpool drei in vielen Punkten verwandte und doch grundlegend unterschiedliche Varianten, von denen jede ihre Eigenheiten hat. Die sollte man kennen lernen, bevor man sich entscheidet, welche am besten zu den eigenen Vorlieben und in den Garten passt. Mit Heiko Lüttge, Gartengestalter aus Leichlingen mit langjähriger Erfahrung beim Bau von Badegewässern, erklärt ein Experte, worauf es ankommt. Swimmingpool: Klassiker unter den Badegewässern Heute hat der klassische Swimmingpool zwar kräftig Konkurrenz durch Schwimmteich und Naturpool, ist aber auch weiterhin gefragt. „Es gibt nach wie vor einige Argumente für einen klassischen Pool“, findet Heiko Lüttge. Der Gartengestalter spricht aus Erfahrung, realisiert er doch regelmäßig im Auftrag seiner Kunden deren Traum vom eigenen Badegewässer. Als Mitglied der Gärtner von Eden, eines im gesamten deutschsprachigen Raum aktiven genossenschaftlichen Zusammen- Das Wasser im Naturpool ist naturbelassen, wird also ohne Chemie gereinigt. Er gilt als umweltfreundlich und pflegeleicht. Schwimmteich: baden wie in der Natur „Wer das Schwimmen im eigenen Garten zu einem mögschlusses ambitionierter Gartengestalter, hat er sich ganz auf die individuelle Gestaltung privater Gärten spezialisiert und berät seine Kunden auch intensiv zu der Frage, welche Badegelegenheit denn am besten zu ihnen passen würde. Für einen klassischen Swimmingpool spricht aus seiner Sicht zum Beispiel: „Das Wasser ist angenehm weich. Außerdem kann man die Anlagen problemlos so bauen, dass sie das ganze Jahr über nutzbar sind.“ Eine gleichbleibend gute Wasserqualität ist beim klassischen Pool durch den Einsatz chemischer Zusätze– meist ist es neben Salzelektrolyse oder Aktivsauerstoff vor allem Chlor – und einen pH-Wert- Regulator sichergestellt. In der Praxis kommen dafür häufig Chlortabletten als kostengünstige Variante zum Einsatz. Komfortabler und zuverlässiger ist eine automatische Dosierungsanlage. Allerdings muss diese einmal jährlich gewartet werden, was natürlich ein Kostenfaktor ist. „Beachten sollte man immer die konkreten Wasserwerte vor Ort, denn es gibt eine Reihe von Faktoren, auf die die chemische Wasseraufbereitung individuell abgestimmt werden sollte“, rät der Experte. Die chemische Wasserauf- bereitung ist allerdings aus Sicht vieler Hobbyschwimmer auch der größte Nachteil eines Swimmingpools, denn ihnen behagt heute das Baden in gechlortem Wasser nicht mehr, manch einer verträgt es auch schlicht nicht. Insgesamt gilt ein Swimmingpool allerdings als ausgesprochen pflegeleicht. Allerdings muss alle zwei bis drei Jahre das Poolwasser komplett ausgetauscht werden. Das schlägt dann genauso wie der regelmäßige Nachschub an Chemikalien bei den Unterhaltskosten zu Buche und belastet auch die Ökobilanz eines Swimmingpools. Wie die insgesamt ausfällt, hängt aber noch von ein paar anderen Faktoren ab, zum Beispiel davon, wie intensiv man seinen Pool beheizt, beziehungsweise wie gut der Pool wärmegedämmt und mit welcher Abdeckung er ausgestattet ist. Stilistisch passt ein Pool in viele Gärten. Die Bauvarianten eines Swimmingpools reichen vom klassisch gemauerten oder betonierten Becken bis zum Fertigbecken, so dass es viel Raum für individuelle Gestaltung gibt.

lichst naturnahen Erlebnis machen möchte, ist höchstwahrscheinlich mit einem Schwimmteich gut beraten“, ist sich Heiko Lüttge sicher. Hier kommt die Wasseraufbereitung ganz ohne Chemie aus. Außerdem ist ein Schwimmteich zu allen Jahreszeiten optisch attraktiv und bringt viel Natürlichkeit in den Garten, weil zu ihm ein Pflanzbereich gehört und er Tiere wie Libellen anlockt.“ Die Wasseraufbereitung funktioniert ausschließlich mit Hilfe von Mikroorganismen und Pflanzen. Die entziehen – kurz gesagt – dem Teichwasser so viele Nährstoffe, dass die Wasserqualität gleichbleibend gut ist. Die bauliche Umsetzung beschreibt der Profi so: „Die Pflanzen zur Wasserreinigung sind in einer so genannten Regenerationszone angesiedelt. Die ist mit dem eigentlichen Schwimmbereich verbunden, aber flacher als dieser.“ Das erklärt dann auch den einzigen Nachteil, den ein Schwimmteich hat: Er braucht deutlich mehr Platz als ein Pool. Je nach Bauart sollte die Regenerationszone 30 bis gut 50 Prozent der gesamten Teichfläche einnehmen, um das System stabil zu halten. Da ein Schwimmteich in der Regel mithilfe von Teichfolie abgedichtet wird, ist man in der Ausgestaltung seiner Form vollkommen frei. In Sachen Pflege stehen die regelmäßige Reinigung des Skimmers, einmal jährlich Pflanzen stutzen, bis zu fünfmal im Jahr Sedimente absaugen – am einfachsten mithilfe eines Teichroboters – und bei Bedarf Wasser nachfüllen an: Ja, auch ein Schwimmteich macht Arbeit. „Aber die ist sehr überschaubar“, versichert Heiko Lüttge. Ein weiterer Pluspunkt für den Schwimmteich ist: Die Unterhaltskosten halten sich ebenfalls in erfreulich engen Grenzen. Das liegt auch daran, dass abgesehen von der Ergänzung verdunsteten Wassers ein Schwimmteich nie neu befüllt werden muss. Auch deshalb ist seine Ökobilanz so gut. Naturpool: Natürlich und designstark Für den dritten im Bunde der Badegewässer gibt der Experte folgende Definition: „Unter Naturpool versteht man einen Pool mit naturbelassenem Wasser, das ohne Chemie gereinigt wird, wobei das Schwimmbecken keine Bepflanzung enthält.“ Die Wasserreinigung findet in einer separaten Filtration statt, so dass der Naturpool auf den ersten Blick nicht vom konventionellen Swimmingpool zu unterscheiden ist. „Durch sein Filtersystem ist der Naturpool chemiefrei, umweltfreundlich und preiswert im Unterhalt“, fasst Lüttge die Vorteile dieses Systems zusammen. „Sein Wasser ist weich. Außerdem ist das Filtersystem eines Naturpools fehlertolerant, und seine Technik weniger komplex als die konventioneller Swimmingpools.“ Auch beheizen lässt sich der Naturpool mittlerweile, allerdings sollte er dann – ebenso wie der konventionelle Pool – über eine Abdeckung verfügen, um ein zu schnelles Auskühlen und damit einen zu hohen Energiebedarf zu verhindern. Stilistisch lässt sich ein Naturpool nahezu jedem Gartentyp anpassen. Zu den regelmäßig anfallenden Pflegearbeiten gehört vor allem der tägliche Einsatz eines Poolroboters. Der muss allerdings – auch das eine Parallele zum klassischen Pool – nur ins Wasser gesetzt werden und kümmert sich dann fast ganz allein darum, den Biofilm von Boden und Seitenwänden zu entfernen. Einmal wöchentlich sollten zudem für den Roboter nicht zugängliche Bereiche wie Ecken und Treppen mit einer Bürste gereinigt werden. Des Weiteren sollte man in regelmäßigen Abständen Pumpen und Filter überprüfen – alles Dinge, die der Biopoolbesitzer selbst erledigen kann. Ein Wasserwechsel gehört übrigens nicht zu seinen regelmäßigen Aufgaben, denn wenn alle Filter richtig arbeiten, braucht es den nicht. Das spart Arbeit, Geld und wirkt sich positiv auf die Ökobilanz aus. Das Fazit des Experten: Die Frage nach dem optimalen Badegewässer für den eigenen Garten lässt sich nur mit einem „Kommt drauf an“ beantworten. Vor der Entscheidung sollten auf jeden Fall Gespräche mit fachkundigen Menschen stehen, in deren Hand dann auch die Realisierung des Traums von der eigenen Schwimmgelegenheit gehört. Fragt man Heiko Lüttge allerdings nach seinem persönlichen Favoriten, bekommt man eine eindeutige Antwort: „Der Naturpool verbindet die geradlinige Ästhetik und die einfache Reinigung des Beckens eines Pools mit der chemiefreien Wasserqualität des Schwimmteichs. Das ist für mcih persönlich die optimale Kombination.“ Weitere Informationen: www.gartenplan.de und www.gaertner-von-eden.com Der klassische Swimmingpool hat zwar kräftig Konkurrenz durch Schwimmteich und Naturpool, ist aber auch weiterhin gefragt. Er ist pflegeleicht und kann das ganze Jahr über genutzt werden.

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