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Garten erleben

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2 GARTEN ERLEBEN

2 GARTEN ERLEBEN Für jedes Budget gibt es Möglichkeiten, den Garten in die persönliche Wohlfühloase zu verwandeln. Foto: Gärtner von Eden Ein schöner Garten für jeden Geldbeutel Alles neu macht der Mai. Stimmt – vor allem, wenn man das Motto auf den Garten anwendet. Die Gartenarbeiten im Mai werden dominiert von der Aussaat oder Pflanzungen neuer Blumen oder Stauden. Als Startschuss in die neue Gartensaison werden oft die Eisheiligen gesehen, die dieses Jahr vom 11. bis 15. Mai den Wendepunkt im Gartenjahr markieren. Sie symbolisieren das Ende der kalten Frostnächte in der startenden Gartensaison. Allerdings ist diese Bauernregel nicht immer so genau zu nehmen, denn es kann durchaus vorkommen, dass es auch nach den Eisheiligen noch sehr kalte Tage und frostige Nächte gibt. Aber prinzipiell bleibt das warme Wetter ab diesem Zeitpunkt stabil. Doch nicht nur Rasen, Beete und Pflanzungen und Aussaaten stehen nun im Mittelpunkt der Gartenarbeiten – vielleicht möchte man auch den Garten oder die Terrasse an sich neu gestalten oder sogar komplett neu anlegen? Oder eine Teichanlage soll den Garten komplettieren? Der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt – bis auf den Geldbeutel. Aber keine Sorge: Für jedes Budget gibt es Möglichkeiten. Wer den Wert eines Kleinwagens in seinen Garten investieren will, kann daraus einen Garten Eden machen. Der Fantasie sind dann über einen großen Teich, einen Wasserfall oder eine eigene Sauna kaum Grenzen gesetzt. Der Garten muss aber nicht gleich zu einer Großinvestition werden, um sich darin wohl zu fühlen. Auch mit kleineren Ausgaben und zum Beispiel einem Rosenbusch hie und da, können die Grünlagen deutlich an Wohlfühlcharakter gewinnen. Selbst mit einem kleinen dreistelligen Betrag lässt sich einiges ändern: neue Gartenmöbel, ein schöner Blumenkasten oder eine farbenfrohe Bepflanzung der Beete können schon ein südliches Flair zaubern. Auf den folgenden Seiten finden Sie viele Ideen für Ihre individuelle Gartengestaltung – und zwar für jedes Budget. Oftmals ist es dabei allerdings hilfreich, sich professionelle Hilfe für die Gartengestaltung zu holen. Fest steht, dass der Garten mittlerweile von uns rund um die Uhr genutzt wird. Es wird dort gechillt, gegrillt und sogar gekocht. Der Garten soll daher viele unterschiedliche Bedürfnisse erfüllen und zudem Raum für mehrere Generationen bieten. Von einem schönen Garten profitieren alle. Nicht nur die eigene Familie, sondern auch die Nachbarn und die Natur. Lassen Sie sich inspirieren und genießen Sie die Gartensaison! Viel Freude beim Lesen wünscht Antonia Kasparek Inhalt Eine Zierde für den Garten..................................3 Gartenplanung für Grillfans..............................4-5 Designgärten für kleine Budgets.......................6-7 Tropische Üppigkeit.............................................8 Die Schätze im Garten...........................................9 Neue Erdbeeren pflanzen....................................10 Die Eibe im Garten...............................................11 Dekoratives Ackerkraut......................................12 Impressum EXTRA Garten erleben Verlag: Rheinische Post Verlagsgesellschaft mbH, Zülpicher Straße 10, 40196 Düsseldorf. Geschäftsführer: Dr. Karl Hans Arnold, Patrick Ludwig, Hans Peter Bork, Johannes Werle, Tom Bender (verantwortl. Anzeigen), Stephan Marzen Druck: Rheinisch-Bergische Druckerei GmbH, Zülpicher Str. 10, 40196 Düsseldorf Anzeigen: Kontakt: Eva Röttger, 02131 404-235 E-Mail: eva.roettger@ngz-online.de Redaktion: Rheinland Presse Service GmbH, Zülpicher Straße 10, 40196 Düsseldorf, José Macias (verantwortlich), Antonia Kasparek Kontakt: Telefon 0211 528018-0, E-Mail: redaktion@rheinland-presse.de Titelfoto: Fotolia

GARTEN ERLEBEN 3 Wasseroase hinterm Haus Immer mehr Gartenbesitzer legen sich einen Fischteich an. Die Zahl der Gartenteichbesitzer ist in den letzten Jahren stetig gewachsen. Das ist kein Wunder, denn eine Wasseroase hinterm Haus ist nicht nur ein optisches Highlight, sie ist für viele auch ein Ort der Entspannung und ein interessantes Hobby. Nach dem erfolgreichen Planen und dem Anlegen der Wasserlandschaft ist es besonders faszinierend zu beobachten, wie Leben ins Biotop einkehrt. Frösche, Libellen und andere Kleintiere siedeln sich nach und nach ganz von allein an. Gartenteiche sind für die meisten ihrer Besitzer aber erst dann komplett, wenn sie auch mit Fischen besetzt sind. „Wer Fische in seinem Teich hält, sollte sich der Verantwortung bewusst sein, die er damit eingeht“, sagt Ulli Gerlach von der Fördergemeinschaft Leben mit Heimtieren (FLH). „Damit sich die Tiere richtig wohl fühlen und auch die Gartenbesitzer zukünftig viel Freude am Teich haben, ist eine genaue Planung im Vorfeld ratsam. Ausführliche Informationen über Technik, Fischarten, die Fütterung und die Reinigung der Anlage erhält man im Fachhandel oder in entsprechenden Publikationen.“ Für die Ein Gartenteich ist nicht nur ein optisches Highlight, er ist für viele auch ein Ort der Entspannung und – mit Fischen – auch ein interessantes Hobby. Foto: Gärtner von Eden Fische ist ausreichend Bewegungsfreiheit wichtig, darum sollte der Gartenteich groß und tief genug sein – ein Mindestvolumen von 2000 Litern ist wünschenswert. Ist das Becken wenigstens einen Meter tief, können die Tiere darin ohne Probleme überwintern und im Sommer heizt sich das Wasser nicht zu stark auf. Für Kois wird sogar eine Wassertiefe von 1,2 bis zwei Metern empfohlen. „Generell gilt für den Gartenteich dasselbe wie für ein Aquarium: je größer das Wasservolumen, desto stabiler sind die Wasserwerte und umso pflegeleichter ist die Anlage“, so Gerlach. „Idealerweise haben Gartengewässer daher Volumina von etwa zehn bis 25 Kubikmetern.“ Wasserpflanzen sind für jeden Gartenteich unerlässlich: Optisch integrieren sie das Becken übergangslos in die Gartenlandschaft, versorgen den Teich mit Sauerstoff, reinigen das Wasser und schattieren bestimmte Uferbereiche. Die Pflanzzonen sollten so angelegt werden, dass sie den Tieren Raum zum Verstecken bieten, ihnen aber auch noch genügend Platz zum Schwimmen bleibt. Für den Teichbesitzer fallen nun gelegentliche Arbeiten wie das Beschneiden und Auslichten von üppig wachsendem Grün oder das Entfernen von abgestorbenen Pflanzenteilen an. Blüten, Blätter und Pollen, die auf der Wasseroberfläche treiben, lassen sich leicht mit einem Kescher entfernen. Zur Messung der wichtigsten Wasserwerte gibt es im Handel verschiedene, einfach anzuwendende Schnelltests. Eine Filter- und Belüftungsanlage ist nicht bei jedem Teich zwingend notwendig, aber auf jeden Fall immer von Vorteil: Mit ihr wird sichergestellt, dass stets klares Wasser und ausreichend Sauerstoff zur Verfügung steht. Sauerstoffmangel ist gerade in heißen Sommern und kleinen Teichen ein Problem für den Fischbesatz. „Fische sollten frühestens zehn Wochen nach dem Anlegen des Gartenteiches eingesetzt werden, denn dieser benötigt einige Zeit, um ein biologisches Gleichgewicht aufzubauen“, rät Gerlach. „Es ist ratsam, speziell am Anfang die Anzahl der Tiere gering zu halten. Nachbesatz ist leichter als überzählige Fische wieder zu entnehmen.“ Bleibt die Frage: Wie viele Fische sind für einen Teich überhaupt sinnvoll? Die Antwort ist davon abhängig, ob man Technik einsetzen möchte oder nicht. Im einfachsten Fall ist die Wasserlandschaft als Biotopteich angelegt. In diesem müssen sich die Bewohner ohne zusätzliche Unterstützung behaupten – also auch ohne Fütterung. Sie ernähren sich ganzjährig nur von Insekten und Kleintieren. Ein Richtwert, wie viele Fische hier ideal sind, lässt sich mit Hilfe des Wasservolumens und der Fischgröße errechnen: Etwa acht bis zehn Zentimeter Fisch pro 1000 Liter Wasser gelten als „selbst tragend“. Hat ein Gartenteich also ein Volumen von rund 10000 Litern, dann sind zehn Fische von acht bis zehn Zentimeter Länge vertretbar. Da die eingesetzten Jungtiere im Laufe der Jahre natürlich noch um einiges wachsen und sich auch vermehren, sollte der Bestand regelmäßig kontrolliert werden. BGL

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