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Generation 50+

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Editorial Liebe Leserin,

Editorial Liebe Leserin, lieber Leser, vom römischen Komödiendichter Plautus ist ein ganz und gar unkomischer Satz überliefert: „Wen die Götter lieben, den lassen sie jung sterben.“ So ganz ernst hat Plautus das womöglich nicht gemeint; immerhin stammt diese steile These von einem Mann, dem 130 Komödien zugeschrieben werden und der etwa 70 Jahre alt geworden ist. Die Götter haben ihn also mit Humor und einem für die Antike hohen Alter gesegnet – wie Liebesentzug wirkt das nicht gerade. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass sein Satz immer auch von Skepsis begleitet war. Oscar Wilde etwa hat das Plautus- Zitat leicht abgeändert und daraus den Lebensjubelruf „Wen die Götter lieben, den lassen sie jung werden“ gemacht. Dass Leute plötzlich wieder jung werden, ist nun eher selten, und meist hilft es auch nichts, sich in enge Jeans zu zwängen, schrill anzuziehen und Hiphop zu tanzen: Irgendwann ist man der Pubertät entwachsen. Anders als bei den alten Römern ist es heute aber keine Ausnahme mehr, ein stattliches Alter zu erreichen und das Leben lange zu genießen – aktiv, bei guter Gesundheit, voller Lebensfreude, den schönen Dingen des Lebens zugetan. So laden wir unsere Leser ein, auf den folgenden Seiten zu erkunden, wie reich das Angebot an Individualreisen ist; wie viel Spaß es machen kann, auch im Alter mit Sport zu beginnen; wo man am Niederrhein schön Golf spielt; was ein nicht mehr ganz junger, aber noch fitter Fußballtrainer Wolfgang Funkel im Interview berichtet und wie man das heimische Bad zu einem Wellnesstempel machen kann. Die Vorzüge eines Bades kannten bekanntlich auch schon die alten Römer. So wird Plautus sicher auch schon mal diesen Satz gedacht haben: Wen die Götter lieben, dem schenken sie ein langes, heißes Bad. Gilt für jedes Alter. Seltsam, dass er vergessen hat, ihn aufzuschreiben. Viel Spaß und schöne Anregungen beim Lesen wünscht Ihnen Ihr Jens Voß Redaktionsleiter Inhalt Familie & Freizeit Meine Reise bin ich Lebensart Golfparadies Niederrhein Seite 4 Reich und alt? Seite 5 Gewinnspiel Seite 5 Friedhelm Funkel: „Sport wird mein Leben immer beeinflussen“ Seite 6 Wellness & Gesundheit Pure Entspannung zu Hause Im Alter mit Sport starten Endlich wieder alles verstehen Seite 3 Seite 8 Seite 10 Seite 11 EXTRA Generation 50+ Verlag: Rheinische Post Verlagsgesellschaft mbH, Zülpicher Straße 10, 40196 Düsseldorf Geschäftsführer: Dr. Karl Hans Arnold, Patrick Ludwig, Hans Peter Bork, Johannes Werle, Tom Bender (verantwortl. Anzeigen), Stephan Marzen Druck: Rheinisch-Bergische Druckerei GmbH & Co. KG, Zülpicher Straße 10, 40196 Düsseldorf Anzeigen/Kontakt: Mona Schönhammer, Telefon 02151 6396 44, E-Mail: mona.schoenhammer @rheinische-post.de Nicole Preiß, Telefon 02151 6396 45, E-Mail: nicole.preiss@rheinische-post.de Grafik/Layout: Linda Laux, Uwe Seemann Pre-Press-Services GmbH Redaktion: Rheinland PresseService GmbH, Zülpicher Straße 10, 40549 Düsseldorf, José Macias (verantwortlich), Peter Kummer, Telefon 02151-639 64, E-Mail: peter.kummer@rheinland-presse.de Titelfoto: Thomas Lammertz

Familie & Freizeit 3 Individualreise oder lieber in einer Gruppe? Beides hat Vor- und Nachteile. Bei einer Reise auf eigene Faust zum Beispiel hat man in der Planung mehr Freiheiten. Foto Thinkstock Meine Reise bin ich Wer eine individuelle Rundreise plant, muss sich über ein paar Dinge vorher Gedanken machen. Ein Patentrezept dafür, dass nichts schiefgeht, gibt es allerdings nicht. Von Christian Leetz Wer individuell eine Rundreise plant, dem steht eine besondere Zeit bevor. Aber sie will auch gut geplant sein. Die Check liste, die man vorher abhaken sollte, hängt von vielen Faktoren ab. Wirklich gut auf seine Tour vorbereiten kann man sich in Sachen Gesundheit. Nicht alles ist für jeden gesund. Es kann individuelle Gründe geben, um einige Gegenden nicht aufzusuchen, sagt der Reisemediziner Prof. Tomas Jelinek. Herzkranken zum Beispiel rät er davon ab, Höhenlagen über 3000 Meter einzuplanen. Beruhigend: Die Faustformel von einst, dass ärmere Länder auch eine schlechtere medizinische Versorgung böten, stimmt nicht mehr. „Besonders in strukturell schwächeren, asiatischen Ländern gibt es seit Jahren einen Boom von Privatkliniken“, weiß Jelinek. Sie versorgen die neue Oberschicht in Ländern wie Vietnam, Laos und Kambodscha. Westliche Touristen sind da im Notfall gern gesehene Patienten – vorausgesetzt, man hat eine Kreditkarte und eine Auslandskrankenversicherung. Jedoch rät die Allianz Global Assistance, „auf keinen Fall vor Ort ohne Rücksprache mit der Versicherung irgendetwas zu unterschreiben“. Doch bei aller Vorsorge: „Machen Sie sich nicht zu verrückt“, rät Jelinek. Eine große Heraus forderung: Die Fahrtzeiten zwischen den einzelnen Stationen richtig zu planen. Viele verschätzten sich bei der örtlichen Infrastruktur. Faustregel: Lieber drei Stunden mehr einplanen als eine zu wenig. Ein Irrglaube ist, dass eine Rundreise ohne Veranstalter immer günstiger wäre. Den einen oder anderen Flug wird man als Einzelner immer irgendwo preiswert bekommen. Doch auf die Strecke einer ganzen Rundreise mit zig Transfers, mehreren Hotels und Eintrittsgeldern gerechnet, sind die Einkaufspreise eines Konzerns kaum zu schlagen. Ums Geld darf es also nicht gehen, wenn man individuell unterwegs sein möchte. Wer ohne Veranstalter unterwegs ist, gönnt sich vielmehr den Luxus von Spontaneität und Freiheit: Mit niemand abends an der Bar stehen müssen, auf den man keine Lust hat. Kein vorher festgezurrtes Programm. Stattdessen: übernachten, wo es einem gefällt. Doch Freiheit hat auch eine Kehr - seite der Medaille: Tritt eine Not lage ein, etwa politische Unruhen, ein Attentat oder eine Naturkatastrophe, dann ist kein Veranstalter da, der einen auto matisch auf einer Teilnehmerliste hat und nach Hause holt. Individualisten hilft im Ernstfall die nächste Botschaft. Und der Weg dorthin kann – trotz 200 Auslandsvertretungen des Auswärtigen Amtes (AA) – weit sein. Gibt es keine erreichbare deutsche Botschaft, hilft auch jede Vertretung eines anderen EU-Mitgliedsstaates weiter. Damit es möglichst gar nicht zu einer Notsituation kommt, rät das AA allen Reisenden, sich mit den aktuellen Reise- und Sicherheitshinweisen auf der Website des Ministeriums auseinanderzusetzen.

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