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8 Wellness & Gesundheit

8 Wellness & Gesundheit Pure Entspannung zu Hause An einem verregneten Sonntag aus dem Bett fallen und rein ins Spa nebenan? Das klingt nach einem Wellness-Wochenende im Hotel, ist aber auch zu Hause möglich. Die Badeinrichter holen immer mehr Spa-Installationen ins Haus. Der Trend geht zum Kneippen: Bei diesem Fußbad mit zwei Becken sind Wechselfußbäder möglich. Foto: Aqua Cultura/Hans Schramm GmbH Von Jana Illhardt Denkt man an Gemütlichkeit zu Hause, dann ist das Wohnzimmer mit dem Sofa oder dem knisternden Kamin der Inbegriff dafür. Oder das Schlafzimmer mit dem gemütlichen Bett. Aber das Badezimmer? Die einst dank kühler Fliesen eher steril wirkende Badstätte für die tägliche Körperhygiene verwandelt sich vermehrt in eine Wellness-Oase, die manchem Spa in nichts nachsteht. Denn auch dort kann man gemütlich im Whirlpool liegen, kneippen, saunieren und sich sogar mit Wärme behandeln. Ein Überblick: Whirlwanne: Der Whirlpool hat lange Wellness verkörpert. Noch immer erfreut sich das Sprudelbad großer Beliebtheit wegen seiner entspannenden Wirkung. „Die massierenden Wasserdüsen lockern lokale Muskelverspannungen und lindern sogar Beschwerden bei Arthritis oder Rückenleiden“, erklärt Martina Brüßel, Geschäftsführerin von Aqua Cultura, einer Vereinigung von Badeinrichtern in Bonn. Der Nachteil im Bad: die Lautstärke des Blubberwassers. „Wer Ruhe sucht, ist mit einem Entspannungsbad besser beraten.“ Dann sind große Wannen empfehlenswert. „Sich ausstrecken und abtauchen können, auch das ist Wellness“, sagt Jens Wischmann von der Vereinigung der Deutschen Sanitärwirtschaft in Bonn. Sauna: „Neu geplante Bäder verfügen immer häufiger über eine Sauna“, berichtet Wischmann aus dem Handel. Feste neue Zähne an einem Tag Anzeige Wenn die eigenen Zähne nicht mehr zur Verfügung stehen und man nach einer Alternative suchen muss, sind moderne Implantate eine gute Möglichkeit für feste Zähne. Implantate aus bioverträglichem Titan sitzen fest und sehen so natürlich aus wie echte, gesunde Zähne. Das bedeutet gutes Aussehen und Sicherheit im Alltag. Implantate sind bei richtiger Pflege ein lebenslanger Zahnersatz. Eine für den Patienten besonders komfortable Variante der prothetischen Komplettversorgung ist das „all-on-4®“-Konzept (Nobel Biocare), sagt Dr. Marc-Thilo Sagner, internationaler Spezialist und Master of Science für Implantologie und Oralchirurgie. Seine zahnärztliche Praxis in Willich verfügt über eine Erfahrung von mehreren Tausend Implantatversorgungen in 16 Jahren und wurde wegen der hohen Fallzahlen mehrfach ausgezeichnet. Dieser große Erfahrungsschatz gibt dem Patienten eine hohe Erfolgssicherheit. Beim „all-on-4®“-Konzept werden nur vier geneigte Zahnimplantate pro Kiefer für einen vollständigen Zahnbogen gesetzt. Eine komplette Behandlung kann an nur einem Tag angeboten werden. Entzündete Zähne, Knochenaufbau, Implantation und Eingliederung des vorbereiteten Zahnersatzes erfolgen innerhalb weniger Stunden. Dafür werden die Patienten im Vorfeld mit einem 3-D-Computertomographen untersucht. Das sorgt für eine sichere Diagnostik und ein schnelles Arbeiten. „Für den Patienten bedeutet das eine hohe Planungssicherheit vor dem Eingriff mit dem Komfort des schnellen Ergebnisses“, erläutert der Zahnarzt. Das dreidimensionale Bild zeigt alle relevanten Informationen über Zähne, Nerven und Knochenverhältnisse, so dass ein klarer Befund möglich ist und die Implantation perfekt vorbereitet werden kann. Der Zahnersatz kann in Teilen schon vorgefertigt werden. „Direkt nach der Behandlung – auch gerne in Vollnarkose – können die Patienten wieder nach Hause gehen und essen, trinken und beißen“, so Dr. Marc-Thilo Sagner, der dank dieses Angebotes eine Vielzahl zufriedener Patienten

Wellness & Gesundheit 9 Eine Dusche wie ein Regenschauer: Darunter lässt es sich entspannen. Neu ist, dass sie nicht mehr im Keller verschwinden, sondern im Badezimmer integriert sind. Doch der Wunsch nach einer Sauna trifft nicht selten auf ein Platzproblem. „Das deutsche Badezimmer ist im Durchschnitt 7,8 Quadratmeter groß“, sagt Wischmann. Die Hersteller reagieren und bringen Modelle in den Handeln, die kaum mehr Platz als ein Schrank beanspruchen. Axel Diedenhofen, Geschäftsführer der RAL Gütegemeinschaft Saunabau und Dampfbad, rät, Wert auf Qualität zu legen. „Die Unterschiede sind evident“, sagt der Experte. Vom Selberbauen einer Sauna rät Diedenhofen ab: „Die wenigsten Hobbyhandwerker verfügen über ausreichend Know-how, etwa was den Luftaustausch angeht.“ Dampfbad und -dusche: Eine Alternative für das kleine Bad ist das Dampfbad. Kleine Kabinen messen gerade einmal 80 x 80 Zentimeter. „Sie verfügen über eine im Idealfall beheizbare Bank oder abklappbare Sitzgelegenheit“, erklärt Brüßel. „Wer unter Kreislaufschwäche leidet, Gefäßerkrankungen oder ein schwaches Herz hat, sollte lieber Dampfbaden statt saunieren.“ Diese Variante des Schwitzbades bei gerade einmal 45 Grad ist deutlich milder. Zugleich reinigt das Baden im heißen Dampf die Atemwege, stärkt das Immunsystem und befreit die Haut von Schadstoffen. Unterschieden wird ein separates Dampfbad und eine Dampfdusche, die Dampfbad und Dusche kombiniert: „Es gibt sie als fertige Module aus Kunststoff oder zum Selberbauen“, sagt Foto: Aqua Cultura Wischmann. Brüßel rät zu Modellen mit Glaspanelen: „Sie lassen den Raum optisch größer erscheinen.“ Infrarot-Wärmekabine: Auch das ist eine Alternative zur Sauna. „Hier wird nicht der gesamte Raum, sondern nur der Körper durch Infrarotstrahler aufgeheizt“, erklärt Diedenhofen. Im Gegensatz zur Sauna muss die Kabine nicht lange vorheizen, was wiederum Energie spart. Ein weiterer Vorteil: „Die Montage ist recht einfach und der Anschluss über eine normale Steckdose möglich.“ Für kleine Bäder sind Modelle für eine Person erhältlich. Wellness-Dusche: „Ein Schwallauslauf oder eine Regenwalddusche bewirken wahre Wunder“, findet Brüßel. „Im Kommen sind auch Erlebnisduschen, die über verschiedene Szenarien verfügen“, ergänzt Sanitärexperte Wischmann. So können etwa die Wassertemperatur und der -druck nach Stimmung variiert werden, aber auch Lichtstimmungen oder gar Musik lassen sich zum Duschen auswählen. Aber Achtung: „Es muss vorher geprüft werden, ob der Wasserdruck ausreicht“, betont Brüßel. Kneippen: Neben Entspannung geht es im Badezimmer 2.0 natürlich um Gesundheit. Kneipp’sche Güsse lassen sich auch dort machen. „Je nach Art und Anwendungsbereich haben sie belebende, ermüdende oder das Immunsystem stärkende Wirkung“, erklärt Brüßel. Regelmäßige Anwendun- gen härten den Körper ab. „Es muss ein Kneippschlauch mit dem Warm- und Kaltwasseranschluss verbunden werden“, erklärt die Badexpertin. Um die Güsse bequem ausführen zu können, empfiehlt sich eine Sitzbank im Duschbereich. „Für Fußbäder kann ein Becken neben der Badewanne installiert werden“, sagt Wischmann.

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