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14 Wellness & Gesundheit

14 Wellness & Gesundheit Im Reich der Seelenschmeichler Tee – das Wort klingt nach Ruhe, Entspannung und Gesundheit. Teezeremonien und die Tatsache, dass es das Lieblingsgetränk im Land der Queen ist, haben dem Getränk das Image der Kultiviertheit eingebracht. Von Garnet Manecke Ein guter Tee braucht Platz. Die Enge von Tee-Eiern mag er gar nicht, weil er darin seine vollen Aromen nicht entfalten kann. „Optimal ist ein Teesieb für die Kanne“, empfiehlt Sabine Grosse, Inhaberin des Tee-Fachgeschäfts „etepeteete“ in Rheydt. Ansonsten sei es eine Sache des persönlichen Geschmacks, wie man seinen Tee genießt. solchen bezeichnen“, erklärt Grosse. „Aber umgangssprachlich wird damit der Vorgang des Aufbrühens gemeint.“ Sowohl schwarzer als auch grüner Tee werden aus der gleichen Teepflanze gewonnen. Der Unterschied: Bei schwarzem Tee oxidiert während der Produktion der Zellsaft mit Luftsauerstoff. Das verändert die Farbe der vormals grünen Teeblätter und bestimmt das Aroma. Tee-Genuss hat viele Facetten. Im Geschäft von Sabine Grosse ist jedoch für jeden Geschmack etwas dabei. Das Angebot ist groß: Schwarztees, Grüntees, Früchtetees, Ayurveda-Tees oder Heilkräutertees. „Im Prinzip darf man nur den Tee der Teepflanze als Welcher Tee ist denn nun zum Beispiel beruhigend? „Das kommt darauf an, wie lange sie ihn ziehen lassen“, sagt die Expertin. „Lässt man ihn kurz

Wellness & Gesundheit 15 ziehen, ist er anregend. Lässt man ihn lange ziehen, ist er beruhigend.“ Das gelte sowohl bei grünem als auch bei schwarzem Tee. Um den vollkommenen Teegenuss zu erleben, muss man auf einen ganz anderen Punkt achten. „Wichtig ist in erster Linie, dass einem der Tee schmeckt“, sagt Grosse. Und um herauszufinden, was einem schmeckt, muss man probieren. Denn obwohl in den Teeanbaugebieten auf der Welt die gleiche Teepflanze angebaut wird, gibt es große Geschmacksunterschiede. „Das ist im Prinzip wie beim Wein“, sagt Grosse. Denn die Art des Bodens und das Klima beeinflussen die Eigenschaften des Tees. Auf einer Plantage können zwei Erntejahrgänge ganz unterschiedlich schmecken, weil die Dauer der Sonneeinstrahlung und die Regenhäufigkeit unterschiedlich waren. Auch die richtige Zubereitung ist wichtig für den Geschmack – und für den Genuss. Bei grünem Tee sollte das Wasser eine Temperatur von 75 bis 80 Grad haben. „Zuerst das Wasser einmal aufkochen und dann runterkühlen lassen“, rät Grosse. Wer sich dabei nicht auf sein Gefühl verlassen möchte, benutzt ein Thermometer. Die Qualität eines Tees ist die Grundlage für einen runden Genuss. „Gute Tees erkennt man an seinen Werten“, betont Grosse. Der Händler sollte seinen Kunden die Ergebnisse der Rückstandskontrollen auf Wunsch vorzeigen können. Wenn auch nicht Tees im eigentlichen Sinne, aber dennoch sehr beliebt, sind Früchtetees. Während Schwarz- und Grüntee nüchtern nach ihren Anbaugebieten benannt werden, finden die Produzenten für Früchtetees oft poetische Namen. Bezeichnungen wie „Engelskuss“, „Schmetterlinge im Bauch“ oder „Glückstee“ klingen wie Seelenschmeichler. Die Mischungen aus Früchten und Blüten sind nicht nur ein Hingucker, sondern ermöglichen auch eine große Geschmacksvielfalt. „Früchtetees sind alle aromatisiert“, sagt Grosse. Dass keine künstlichen Aromen verwendet werden, ist ein Qualitätszeichen. Fotos: Garnet Manecke Tee-Zeremonie aus einem Guss: Damit das Lieblingsgetränk sein volles Aroma entfalten kann, sollte natürlich auch das Ambiente stimmen. Woraus trinkt der Kenner seinen Tee für den vollendeten Genuss? „Das ist unterschiedlich“, sagt Grosse. Am besten schmeckt der Tee aus der Lieblingstasse. Egal, ob das Omas gutes, dünnwandiges Porzellan ist oder der große Keramikpott vom Flohmarkt.

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