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4 Wellness & Gesundheit

4 Wellness & Gesundheit Pure Entspannung zu Hause © Fotolia/Jan Stopka An einem verregneten Sonntag aus dem Bett fallen und rein ins Spa nebenan? Das klingt nach einem Wellness-Wochenende im Hotel, ist aber auch zu Hause möglich. Die Badeinrichter holen immer mehr Spa-Installationen ins Haus. Von Jana Illhardt Denkt man an Gemütlichkeit zu Hause, dann ist das Wohnzimmer mit dem Sofa oder dem knisternden Kamin der Inbegriff dafür. Oder das Schlafzimmer mit dem gemütlichen Bett. Aber das Badezimmer? Die einst dank kühler Fliesen eher steril wirkende Badstätte für die tägliche Körperhygiene verwandelt sich vermehrt in eine Wellness-Oase, die manchem Spa in nichts nachsteht. Denn auch dort kann man gemütlich im Whirlpool liegen, kneippen, saunieren und sich sogar mit Wärme behandeln. Ein Überblick: Whirlwanne: Der Whirlpool hat lange Wellness verkörpert. Noch immer erfreut sich das Sprudelbad großer Beliebtheit wegen seiner entspannenden Wirkung. „Die massierenden Wasserdüsen lockern lokale Muskelverspannungen und lindern sogar Beschwerden bei Arthritis oder Rückenleiden“, erklärt Martina Brüßel, Geschäftsführerin von Aqua Cultura, einer Vereinigung von Badeinrichtern in Bonn. Der Nachteil im Bad: die Lautstärke des Blubberwassers. „Wer Ruhe sucht, ist mit einem Entspannungsbad besser beraten.“ Dann sind große Wannen empfehlenswert. „Sich ausstrecken und abtauchen können, auch das ist Wellness“, sagt Jens Wischmann von der Vereinigung der Deutschen Sanitärwirtschaft in Bonn. Sauna:„Neu geplante Bäder verfügen immer häufiger über eine Sauna“, berichtet Jens Wischmann aus dem Handel. Neu ist, dass sie nicht mehr im Keller verschwinden, sondern im Badezimmer integriert sind. Doch der Wunsch nach einer Sauna trifft nicht selten auf ein Platzproblem. „Das deutsche Badezimmer ist im Durchschnitt 7,8 Quadratmeter groß“, sagt Jens Wischmann. Die Hersteller reagieren und bringen Mo- delle in den Handeln, die kaum mehr Platz als ein Schrank beanspruchen. Erhältlich sind Saunen schon im Baumarkt für vergleichsweise wenig Geld. Doch Axel Diedenhofen, Geschäftsführer der RAL Gütegemeinschaft Saunabau und Dampfbad, rät, Wert auf Qualität zu legen. „Die Unterschiede sind evident“, sagt der Experte. Vom Selberbauen einer Sauna rät Diedenhofen ab: „Die wenigsten Hobbyhandwerker verfügen über ausreichend Know-how, etwa was den Luftaustausch angeht.“ Dampfbad und -dusche:Eine Alternative für das kleine Bad ist das Dampfbad. Kleine Kabinen messen gerade einmal 80 mal 80 Zentimeter. „Sie verfügen über eine im Idealfall beheizbare Bank oder abklappbare Sitzgelegenheit“, erklärt Martina Brüßel. „Wer unter Kreislaufschwäche leidet, Gefäßerkrankungen oder ein schwaches Herz hat, sollte lieber Dampf baden statt saunieren.“ Diese Variante des Schwitzbades bei gerade einmal 45 Grad ist deutlich milder. Zugleich reinigt das Baden im heißen Der Trend geht auch zu Hause hin zum Kneippen: Bei dieser Installation mit zwei Becken sind Wechselfußbäder möglich. Foto: Aqua Cultura/Hans Schramm GmbH

Wellness & Gesundheit 5 Foto: Aqua Cultura Eine Dusche wie ein Regenschauer: Darunter lässt es sich prima entspannen. Dampf die Atemwege, stärkt das Immunsystem und befreit die Haut von Schadstoffen. Unterschieden wird ein separates Dampfbad und eine Dampfdusche, die Dampfbad und Dusche kombiniert: „Es gibt sie als fertige Module aus Kunststoff oder zum Selberbauen“, sagt Jens Wischmann. Martina Brüßel rät zu Modellen mit Glaspanelen: „Sie lassen den Raum optisch größer erscheinen.“ Infrarot-Wärmekabine: Auch das ist eine Alternative zur Sauna. „Hier wird nicht der gesamte Raum, sondern nur der Körper durch Infrarotstrahler aufgeheizt“, erklärt Axel Diedenhofen. Im Gegensatz zur Sauna muss die Kabine nicht lange vorheizen, was wiederum Energie spart. Ein weiterer Vorteil: „Die Montage ist recht einfach und der Anschluss über eine normale Steckdose möglich.“ Für kleine Bäder sind Modelle für eine Person erhältlich. Wellness-Dusche: „Ein Schwallauslauf oder eine Regenwalddusche bewirken wahre Wunder“, findet Martina Brüßel. Im Kommen sind auch Erlebnisduschen, die über verschiedene Szenarien verfügen. So können etwa die Wassertemperatur und der -druck nach Stimmung variiert werden, aber auch Lichtstimmungen oder gar Musik lassen sich zum Duschen auswählen. Aber Achtung: Es muss vorher geprüft werden, ob der Wasserdruck ausreicht. Kneippen: Neben Entspannung geht es im Badezimmer 2.0 natürlich um Gesundheit. Kneipp’sche Güsse lassen sich auch dort machen. „Je nach Art und Anwendungsbereich haben sie belebende, ermüdende oder das Immunsystem stärkende Wirkung“, erklärt Martina Brüßel. Regelmäßige Anwendungen härten den Körper ab. „Es muss ein Kneippschlauch mit dem Warmund Kaltwasseranschluss verbunden werden“, erklärt die Badexpertin. Um die Güsse bequem ausführen zu können, empfiehlt sich eine Sitzbank im Duschbereich. „Für Fußbäder kann ein Becken neben der Badewanne installiert werden“, sagt Jens Wischmann. Duftschalen und Musik Im heimischen Spa kommt es auch auf die richtige Raumstimmung an. „Erwünscht ist alles, was Wohlgefühl auslöst, seien es Dekorationen aus Holz, Duftschalen mit ätherischen Ölen oder Spa-Handtücher“, sagt Jens Wischmann von der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft. „Musik kann ebenfalls Wohlfühlatmosphäre schaffen“, ergänzt Mar tina Brüßel von Aqua Cultura. Es gibt etwa Spiegelschränke mit einem Anschluss für das Smartphone. Auch die Badewanne kann als Klangkörper dienen. Die Lautsprecher werden unsichtbar verbaut und via Blue tooth angesteuert.

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