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4 Wellness & Gesundheit

4 Wellness & Gesundheit Die Energie wieder auffüllen Viele Jahre hat Monika Dietrich-Beines in Japan und China gelebt und dort schon in den 1970er Jahren Yoga und Qigong kennen gelernt. Die beiden Entspannungstechniken hat sie dann mit nach Wickrath gebracht. Von Garnet Manecke Dass die Menschen in Fernost Yoga und Qigong so selbstverständlich in ihren Alltag integrieren und von ihren Arbeitgebern sogar extra Zeit für ihre Übungen zur Verfügung bekamen, hat sie beeindruckt. Aber auch die Philosophie, die dahinter steckt: Wenn Körper und Geist eine Einheit bilden, hat Krankheit kaum eine Chance. Am Ende geht es immer um’s Loslassen. Das beginnt schon auf dem Parkplatz. Das Qigong-Haus, das Monika Dietrich-Beines vor zwölf Jahren in Wickrath eingerichtet hat, hat eine Holzfassade und klare Linien. Hinter der Eingangstür geht man auf Steinquadern, die an einen Steg an einem See erinnern sollen. Dazwischen findet sich der gleiche Kies wie auf dem Parkplatz vor der Tür. „Eigentlich sollte hier Wasser fließen, aber das war technisch nicht möglich“, erzählt Dietrich-Beines. Die Räume im Qigong-Haus sind nach den Regeln des Feng Shui eingerichtet. Das heißt, dass hier vor allem Platz ist, um frei durchzuatmen. Und das ist auch der Kern des Qigong, das neben der Akkupunktur, der Massage, der Arznei aus Kräutern, der Ernährungslehre und der Erwärmung bestimmter Körperpunkte eine Disziplin der Traditionellen Chinesischen Medizin ist. Beim Qigong geht es darum, mit fließenden Bewegungen und der richtigen Atmung zur Ruhe zu kommen. Qi, das „chi“ gesprochen wird, ist die Lebensenergie und Gong, das wie „gung“ gesprochen wird, ist das Arbeiten mit dieser Energie. „Es geht darum, die eigene Lebensenergie immer wieder aufzufüllen“, sagt Dietrich-Beines. Denn ist die eigene Energie verbraucht, wird man krank und stirbt. Darum ist Qigong hilfreich für die Vorbeugung von Krankheiten, hilft aber auch bei der Genesung. „Früher haben die Chinesen ihren Arzt solange bezahlt, wie sie gesund waren. Wurden sie krank, bekam er nichts“, sagt die Qigong-Lehrerin. Auch ihre Kunden sind zu 50 Prozent vollkommen gesund und wollen einfach etwas Gutes für ihre Gesundheit tun. Die anderen 50 Prozent suchen Hilfe bei Migräne, Lampenfieber, Prüfungsangst, Rückenschmerzen, Wechseljahresbeschwerden, Schlafstörungen Info Qigong-Haus Mönchengladbach, Monika Dietrich-Beines, Fontanestraße 2a, 41189 Mönchengladbach Telefon: 02166/950 061 E-Mail: beines@web.de Internet: www.qigong-haus.de Es werden verschiedene Kurse angeboten, die zum Teil auch von der Krankenkasse bezuschusst werden.

Wellness & Gesundheit 5 oder anderen Problemen. „Mit Qigong kann man keine schweren Krankheiten behandeln“, betont Dietrich-Beines. „Das zu behaupten wäre unseriös. Aber man kann den Heilungsprozess unterstützen. Qigong verändert jeden.“ Sofern es nicht regnet, übt Dietrich- Beines mit ihren Schülern im Garten an der frischen Luft – auch im Winter. „Die Bewegung im Freien stärkt das Immunsystem“, sagt sie. Die Bewegungen und das richtige Atmen zu koordinieren muss geübt werden. Anfänger bewegen sich meist zu schnell. So werden erstmal die korrekten Abläufe geübt. Als zweiter Schritt wird auf die richtige Atmung geachtet. „Im dritten Schritt nehmen wir die Vorstellung von Bildern dazu“, sagt die Qigong-Lehrerin. Die Übungen haben klingende Namen wie „Fliegen wie ein Adler“: Wer sich auf solche Bilder einlassen kann, ist auf einem richtigen Weg. Die Übungen richtig auszuführen, geht nicht mit ein paar Instruktionen. „Man muss sich langsam darauf einlassen“, ist die Erfahrung von Dietrich- Beines. In China zum Beispiel lernen Im Qigong-Haus können Körper und Geist wieder zur Ruhe kommen. Fernöstliche Entspannungstechniken helfen, die Energiedepots für mehr Gesundheit und Wohlbefinden wieder aufzufüllen. die Schüler durch das Abgucken von den Lehrern. Die Meister sind davon überzeugt, dass die Schüler ihren eigenen Weg finden müssen. „Das ist in unserer Kultur nicht üblich“, sagt sie. Deshalb erklärt sie in ihren Kursen einiges zu den Übungen, damit ihre Teilnehmer sich die Technik besser aneignen können. Weil während der Übungen die Außenwelt vollkommen ausgeklammert wird, bekommt die Entspannung Raum. Das wirkt sich auf den Geist aus. „Wir sprechen oft danach noch darüber, wie sich die Teilnehmer fühlen“, sagt Dietrich-Beines. Oft stellt sie fest, dass sich Blockaden lösen. Die Gedanken, die sich früher im Kreis drehten, sind unterbrochen worden. Jetzt ist es wieder möglich, eine Situation klar zu sehen und damit umzugehen. Fotos (2): Garnet Manecke

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