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Gesund leben im Rhein-Kreis Neuss -04.04.2018-

Gesund leben im Rhein-Kreis Neuss

Gesund leben im Rhein-Kreis Neuss Arthrose verstehen und behandeln Mit den Jahren verschleißen die Gelenke – oft macht sich das am Knie und an der Hüfte bemerkbar. Das kann äußerst schmerzhaft sein. Aber nicht immer muss gleich operiert und eine Prothese eingesetzt werden. Wenn das Kniegelenk während und nach dem Aufstehen wie eingerostet erscheint und sich erst nach einer Weile bewegen lässt, verdichten sich die Anzeichen auf eine Arthrose. FOTO: THINKSTOCK/SEB_RA Im Laufe eines Lebens haben die Gelenke einiges auszuhalten. Da bleibt es nicht aus, dass sie mit zunehmendem Alter mehr und mehr abnutzen. In der medizinischen Fachsprache heißt der zunehmende Gelenkverschleiß Knorpelschaden und in seinem Endstadium Arthrose. Davon sind häufig Knie und Hüfte betroffen. Die Diagnose „Arthrose“ kann aber auch junge Menschen treffen, Spitzensportler ebenso wie Sportmuffel. Das Robert-Koch-Institut fasst es folgendermaßen zusammen: „Arthrose gilt weltweit als die häufigste Gelenkerrankung des erwachsenen enschen.“ Für Deutschland edeutet das: Etwa 15 Millioen Frauen und Männer weren von dem schmerzhaften elenkverschleiß geplagt. Wenn die Knochen der Geenke aneinanderreiben, ist eist der Knorpel, der schütende Puffer, abgenutzt. Stehende Schmerzen sind nicht elten die Folge. Ein mögliches rstes Warnzeichen sind morendliche Anlaufschwierigkeien: Wenn also die Gelenke ach dem Aufstehen wie einerostet erscheinen und sich rst nach einer Weile bewegen assen, verdichten sich die Aneichen auf eine Arthrose. Weitere Warnsignale sind chmerzen an Knie oder Hüfte ei Belastung oder eine Einschränkung der Beweglichkeit – es fällt zum Beispiel schwer, das Kniegelenk vollständig zu strecken. Halten die Beschwerden längerfristig an, dann sollte ein Orthopäde aufgesucht werden, um das betroffene Gelenk untersuchen zu lassen. Längst ist die Diagnose „Arthrose“ kein schicksalhafter Befund mehr, und ein Gelenkersatz ist keineswegs die einzige Perspektive. Vielfältige, neu entwickelte Therapien ermöglichen heute nahezu jedem Patienten mehr Bewegungsfreiheit und Lebensqualität – auch ohne eine OP. Oberstes Ziel ist es, die Beschwerden zu lindern und den Gelenkverschleiß aufzuhalten. Daher steht zu Beginn der Therapie: Bewegung – und keinesfalls Schonung. Ein gezieltes sportmedizinisches Muskeltraining kann vor allem in der Anfangsphase den Entzündungsfaktor einer Arthrose reduzieren. Zur Therapie gehört auch, Übergewicht zu reduzieren, um die Belastung vom Gelenk zu nehmen. Salben und Tabletten können in diesem Stadium ebenfalls zu einer Schmerzlinderung beitragen. Durch Cortison- oder Hyaluronsäure-Injektionen direkt in das betroffene Gelenk sowie die Einnahme von Glucosamin soll der Knorpelverschleiß außerdem verlangsamt werden. Gelenkspiegelnde und minimal-invasive Techniken der modernen Gelenkchirurgie machen bei kleineren Knorpelschäden auch einen Knorpelersatz möglich. Bei einer Arthrose im fortgeschrittenen Stadium kann aufgrund von starken Schmerzen und Unbeweglichkeit die Lebensqualität jedoch so stark eingeschränkt sein, dass als letzter Schritt ein künstlicher Gelenkersatz oder Teil-Ersatz notwendig wird. Gesundheits-Serie: Das sind die Folgen 21. März Was der kranken Schilddrüse hilft 28. März Junge Erwachsene in der Krise Heute Arthrose verstehen und behandeln 11. April Bei Fersenschmerz: Problemlöser Einlagen 18. April Medizinische Fitness im Fokus 25. April Zahnimplantate – eine Investition fürs Leben 1. Mai Wenn der Darm chronisch entzündet ist 9. Mai Schlaf Dich fit: Sport und Schlaf 16. Mai Mit Implantat neu hören lernen 23. Mai Kinderchirurgie – mehr als die Behandlung „kleiner Erwachsener“ INTERVIEW PROF. DR. DR. JÖRG JEROSCH „Kompetenzteam hilft Betroffenen“ Warum sollten Betroffene ihren Lebenswandel anpassen? PROF. DR. DR. JÖRG JEROSCH Eine Prothese sollte die letzte Wahl einer Arthrose-Therapie sein. Daher muss der Patient selber handeln, um den Gelenkverschleiß zu verlangsamen. Neuesten Erkenntnissen zufolge, besteht ein Zusammenhang zwischen dem Fettanteil im Körper und dem Entzündungsfaktor einer Arthrose. Gerade die Entzündungsstoffe im Blut führen zu einer Gefäßverkalkung und damit zur Knorpel-Zerstörung. Eine Gewichtsreduktion und sportmedizinisches Muskeltraining können bereits helfen, die Entzündung zu reduzieren. Wie helfen Sie und Ihr Team Arthrose-Patienten? JEROSCH Jeden Mittwoch, 13 bis 15 Uhr, bieten wir eine Arthrose-Sprechstunde an. Der Patient sitzt einem interdisziplinären Kompetenzteam aus Ärzten, Pflegern, Physiotherapeuten und Orthopädietechnikern gegenüber. So ist es möglich, alle Aspekte einzubeziehen und den Betroffenen durch neu entwickelte konservative und operative Möglichkeiten bestmöglich zu helfen. ANZEIGE Professor Dr. Dr. Jörg Jerosch ist Chefarzt der Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Sportmedizin im Johanna-Etienne- Krankenhaus. ARCHIVFOTO: WOI Welche gelenkerhaltenden Operationen sind möglich? JEROSCH Wir führen neben Achskorrekturen minimal-invasive Eingriffe am Knie-, Hüft-, Schulter-, Ellenbogenund Sprunggelenk durch. Auch wenn der hochwertige und nachhaltige Gelenkersatz ein Schwerpunkt unserer Klinik ist, – wir sind das dritte Jahr infolge als „Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung“ zertifiziert worden – steht diese Option für uns an letzter Stelle. Weitere Infos gibt’s beim „Tag der Orthopädie“ am 21. April? JEROSCH Genau. Vorträge zu Behandlungskonzepten, Operationen, Gelenksünden, Bewegungs- und Ernährungsplänen nehmen orthopädische Erkrankungen vom Kopf bis zum Fuß in den Blick. Kontakt Tel. 02131 5295-8700 oder www.johanna-etienne-krankenhaus.de Die NGZ-Serie „Gesund leben im Rhein-Kreis Neuss“wirdunterstützt von:

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