Aufrufe
vor 3 Wochen

Gesund leben im Rhein-Kreis Neuss -14.11.2018-

Gesund leben im Rhein-Kreis Neuss

Gesund leben im Rhein-Kreis Neuss Gesund durchatmen: die Lunge Lungenkrebs gehört zu den häufigsten Krebsarten. Therapien sollten individuell gestaltet sein. So funktioniert die Lunge Bei jedem Atemzug wird etwa ein halber Liter Luft eingeatmet. Beim Einatmen strömt die Luft durch die Nase oder den Mund, den Rachen und den Kehlkopf in die Luftröhre. Die Luftröhre ist ein elastisches, zehn bis zwölf Zentimeter langes Rohr, das vom Kehlkopf hinunter in den Brustraum zieht und sich dort in die beiden Hauptbronchien aufteilt. Diese verzweigen sich wie die Zweige eines Baumes in immer kleinere Äste und versorgen so alle Lungensegmente mit Atemluft. Innerhalb der Segmente verzweigen sich die Bronchien immer weiter und münden schließlich in kleine Lungenbläschen – die Alveolen.Durch die Wände der Alveolen – rund 300 Millionen gibt es von ihnen – findet der Gasaustausch statt: Hier wird Sauerstoff ins Blut aufgenommen und umgekehrt Kohlendioxid aus dem Blut an die Luft abgegeben. Im Ruhezustand geschieht das in etwa zehn bis 15 Mal die Minute. Bei einer gesunden Lunge. Ist sie angegriffen, hat das Folgen für ihre Funktion. Das Atmen fällt schwerer, der Körper wird nicht optimal mit Sauerstoff versorgt. Risiko Lungenkrebs Nach Angaben der Deutschen Krebsgesellschaft ist Lungenkrebs Durchatmen – das geht nur mit einer gesunden Lunge. bei Männern die zweithäufigste und bei Frauen die dritthäufigste Krebserkrankung. Mehr als 50.000 Menschen erkranken allein in Deutschland jährlich daran. Wenn der Lungenkrebs noch lokal begrenzt und nicht fernmetastasiert ist, bestehen gute Heilungschancen nach einer operativen Entfernung. Zu den Risikofaktoren gehören Rauchen, Passivrauchen, Arbeiten im Umfeld von krebserregenden Substanzen und der Kontakt mit schadstoffbelasteter Luft. Auch langwierige Lungenerkrankungen wie Tuberkulose können das Risiko zumindest in Teilen steigern – ebenso wie erbliche Faktoren. Vorbeugen Da eine der Hauptursachen von Lungenkrebs das Rauchen ist, empfehlen Mediziner, mit dem Rauchen aufzuhören, um Lungenkrebs vorzubeugen. Selbst wenn bereits eine Erkrankung an Lungenkrebs eingetreten ist, kann es sich nach Angaben der Deutschen Krebsgesellschaft noch lohnen, das Rauchen aufzugeben. Therapie ist nicht immer gleich Lungenkrebs ist nicht gleich Lungenkrebs. Die Tumore unterscheiden sich in Größe, Gewebeart und Stadium der Ausbreitung. Bei der Wahl der Therapie sollte das berücksichtigt werden, ebenso das Alter und der allgemeine Gesundheitszustand des Gesundheits-Serie: Das sind die Folgen 17. Oktober Das Märchen vom guten Einheitsbett 24. Oktober Schutz vor Erkältung und Grippe 31. Oktober Schwerhörigkeit steigert Demenz 7. November Hernien und plastische Bauchdecken Heute Gesund durchatmen: die Lunge 21. November Mit guter Sehkraft sicher durch den Herbst 28. November Moderne Bildgebung und die Entdeckung von Brustkrebs 5. Dezember Wie radioaktive Substanzen bei Rheuma und Arthrose helfen können Haben Sie Interesse, mit einem Medizinthema teilzunehmen? Kontakt: 0 21 31 – 404 360 Patienten. Heute steht einem Lungenkrebspatienten meist eine Vielzahl an Fachärzten zur Seiten. Wichtig ist, dass sie zusammenarbeiten. Das kann so aussehen, dass sich Nuklearmediziner, Pathologen, Pneumolgen, Radiologen, Strahlentherapeuten, Onkologen und Thoraxchirurgen zusammensetzen und gemeinsam beraten, wie der Patient in den verschiedenen Bereichen optimal behandelt werden kann. INTERVIEW DR. PETER KRIEG „Es gibt neue Methoden“ Herr Dr. Krieg, Sie leiten das Zentrum für Thoraxchirurgie der St. Augustinus-Kliniken. Wo liegen derzeit die Herausforderungen? PETER KRIEG Unser Zentrum ist noch relativ jung und wir sind konstant dabei, zu wachsen. Dazu gehört auch, dass wir, zu dem bereits bestehenden onkologischen Zentrum, uns einer externen Begutachtung als Lungenkrebszentrum stellen werden. Was hat sich bei der Behandlung von Lungenkrebs in den vergangenen Jahren getan? KRIEG Da gibt es einmal die Veränderung im Bereich der Diagnostik und zum anderen auch der Behandlungsmöglichkeiten. Es gibt neue Medikamente, die besser und gezielter arbeiten, wie zum Beispiel die Immuntherapie. Durch die neuen Diagnostik- und Behandlungsmöglichkeiten können zunehmend auch Patienten operiert werden, die früher als inoperabel galten. Hier ist die von uns praktizierte enge interdisziplinäre Zusammenarbeit hilfreich und notwendig. Wie sieht die aus? KRIEG In täglichen interdisziplinären Besprechungen wird das individuelle Vorgehen bei ANZEIGE Dr. Peter Krieg vom Zentrum für Thoraxchirurgie. der Diagnostik abgesprochen und die Therapie in regelmäßigen wöchentlich stattfindenden Tumorkonferenzen festgelegt. An diesen Besprechungen können auch externe Ärzte unter anderem. per Videokonferenz – unter Beachtung des Datenschutzes – teilnehmen. Wie kann man sich als Patient über diese neuen Erkenntnisse informieren? KRIEG Wir haben in den vergangenen Jahren regelmäßige Veranstaltungen bei uns am Johanna Etienne Krankenhaus durchgeführt. Auch in Zukunft planen wir weitere regelmäßige Veranstaltungen und laden alle Interessierten herzlich ein. Kontakt: Department für Thoraxchirurgie, Johanna-Etienne-Krankenhaus, Am Hasenberg 46, Neuss, Telefon (02131) 5295-4526 Die NGZ-Serie „Gesund leben im Rhein-Kreis Neuss“wirdunterstützt von:

Sonderveröffentlichungen