Aufrufe
vor 5 Monaten

Gesund leben im Rhein-Kreis Neuss -16.05.2018-

Gesund leben im Rhein-Kreis Neuss

Gesund leben im Rhein-Kreis Neuss ANZEIGE Mit Implantat neu hören lernen Bei einem schweren Hörverlust bis hin zur Taubheit können moderne Hörimplantat-Systeme helfen. Ein gesundes Gehör nimmt Schallwellen auf und wandelt diese mechanischen Schwingungen in Nervensignale um. Diese wiederum werden in Sprache, Klänge und Geräusche umgesetzt. Wenn Schallwellen nicht mehr weitergeleiet oder verarbeitet werden önnen, spricht man von eiem Hörverlust. Eine leichte bis mittelgradie Schwerhörigkeit kann in der egel mit einem konventionelen Hörsystem ausgeglichen werden. Bei hochgradigen chwerhörigkeiten bis hin zur aubheit ist dies nicht mehr öglich. Hinzukommen oftals anatomische oder mediinische Besonderheiten wie ine chronische Entzündung es Gehörganges. In solchen ällen hilft ein modernes Hörmplantat-System. Wenn der Schall nicht den normalen“ Weg vom Außenber das Mittel- bis zum Inenohr nehmen kann, kommt as Prinzip der Knochenleiung zum Einsatz. Beim sogeannten Knochenleitungsimlantat werden Blockaden der Fehlbildungen des Auen- und Mittelohrs umganen, indem die mechanische timulation der Knochenumebung im Ohr genutzt wird. iese besitzt eine natürliche challleitungsfähigkeit. Dazu wird während einer und halbstündigen Operation Beim Knochenleitungsimplantat (l.) wird die mechanische Stimulation der Knochenumgebung im Ohr genutzt. Das Cochleaimplantat-System (r.) versorgt die Hörschnecke mit elektrischen Signalen. FOTOS: MED-EL ein Implantat im Felsenbeinknochen verankert. Ein kleiner Audioprozessor, der per Magnet von außen über dem Implantat haftet, nimmt später Geräusche und Stimmen der Umgebung auf und leitet sie an das Implantat weiter. Dort werden die Signale in mechanische Schwingungen umgewandelt und an den Knochen gegeben. Das Innenohr wird stimuliert, Impulse an den Hörnerv gegeben. Bei hochgradiger Schwerhörigkeit bis hin zur Taubheit hilft das sogenannte Cochleaimplantat-System (CI) dabei, wieder Gespräche zu führen. Das Implantat umgeht beschädigte Haarsinneszellen im Innenohr und versorgt die Cochlea (Hörschnecke) mit elektrischen Signalen, die vom Hörnerv ans Gehirn übermittelt werden können. Dazu wird eine weiche, flexible Elektrode während eines einstündigen chirurgischen Eingriffs bis in die Cochlea geführt. Für einen CI-Nutzer müssen sich die Töne blechern anhören. Doch sein Gehirn hat gelernt, die elektrischen Signale als Geräusche wahrzunehmen. Auch hier wird ein Audioprozessor direkt hinter dem Ohr getragen. Er leitet den Schall an eine von außen, magnetischhaftende Sendespule weiter. Von dort aus geht das elektrisch verarbeitete Signal zur innenliegenden Elektrode. Voraussetzung für beide Implantat-Systeme ist ein gesunder Hörnerv. Je nach Hersteller und System kann der Audioprozessor unter den Haaren getragen werden. Ein Facharzt für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde sowie ein Hörgeräte-Akustiker mit Hörimplantat-Lizenzierung sind die ersten Ansprechpartner für Betroffene. In enger Absprache wird die optimale Hörimplantat-Versorgung vorgenommen. Gesundheits-Serie: Das sind die Folgen 21. März Was der kranken Schilddrüse hilft 28. März Junge Erwachsene in der Krise 4. April Arthrose verstehen und behandeln 11. April Bei Fersenschmerz: Problemlöser Einlagen 18. April Medizinische Fitness im Fokus 25. April Zahnimplantate – eine Investition fürs Leben 1. Mai Wenn der Darm chronisch entzündet ist 9. Mai Schlaf Dich fit: Sport und Schlaf Heute Mit Implantat neu hören lernen 23. Mai Kinderchirurgie – mehr als die Behandlung „kleiner Erwachsener“ INTERVIEW DR. THORALF STANGE „Das optimale Hör-Ergebnis“ Welche Vorteile haben moderne Hörimplantat-Systeme? DR. THORALF STANGE Betroffene, die unter einem schweren Hörverlust oder Taubheit leiden, können mit einem Cochleaimplantat Sprache verstehen sowie Geräusche wahrnehmen und damit wieder am Leben teilhaben. Taub geborene Kinder können damit schon im ersten Lebensjahr versorgt werden. Diese Frühversorgung ist sehr wichtig für den Spracherwerb. Andere Systeme wie knochenverankerte Hörgeräte sind bereits für Kinder ab dem dritten Lebensjahr geeignet und können bis ins hohe Alter eingesetzt werden. Ziel ist es, das optimale Hör-Ergebnis für die Betroffenen zu erreichen. Wie läuft die Behandlung ab? STANGE Eine enge Abstimmung zwischen dem HNO-Facharzt und dem betreuenden Hörgeräte-Akustiker ist die Regel. Am Anfang steht immer die Hördiagnostik (Hörtest), darauf aufbauend erfolgt die technische Versorgung sowie die Anpassung der Hörsysteme. Bevor die Versorgung zum Beispiel mit einem knochenverankerten Hörgerät erfolgt, kann über den Hörgeräte-Akustiker ein Testlauf durchgeführt werden, um sicher zu gehen, dass ein solches Implantat die richtige Wahl und Lösung ist. Dr. Thoralf Stange, vom HNO- Zentrum Neuss, ist Facharzt für Hals-, Nasen-, und Ohrenheilkunde. FOTO: HNO-ZENTRUM Was passiert nach einer OP? STANGE Ein Knochenleitungsimplantat benötigt nach dem Eingriff drei bis vier Monate, bis es fest im Knochen verankert ist. Erst dann kann es die mechanischen Schwingungen, die vom Hörgerät generiert werden, an den Knochen geben. Im Anschluss erfolgt die technische Anpassung des Audioprozessors über den Hörgeräte-Akustiker. Im Vergleich dazu ist eine Cochleaimplantat-Operation umfangreicher. Im Anschluss durchlaufen CI- Nutzer einen regelrechten Lernprozess, bei dem sie in Hörtrainings lernen, die elektrischen Signale als Sprache und spezifische Geräusche wahrzunehmen. Kontakt Tel. 02131 25323 oder www.hno-neuss.de Die NGZ-Serie „Gesund leben im Rhein-Kreis Neuss“ wird unterstützt von:

Sonderveröffentlichungen