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Gesund leben im Rhein-Kreis Neuss -24.10.2018-

Gesund leben im Rhein-Kreis Neuss

Gesund leben im Rhein-Kreis Neuss Schutz vor Erkältung und Grippe Wenn es kälter wird, kommen die Erkältungskrankheiten. Eine Grippeimpfung ist oft empfehlenswert. Es ist wieder so weit: In der kalten Jahreszeit leiden viele Menschen unter Husten, Schnupfen, Halsschmerzen, Fieber. Erkältungskrankheiten werden oft von Viren verursacht, die hauptsächlich über Tröpfchen von Mensch zu Mensch übertragen werden. Besonders schlimm ist es, wenn man von einem erkrankten Menschen direkt angehustet wird. Aber auch eine Übertragung über Gegenstände oder Hände, auf denen sich Erkältungsviren befinden, ist möglich. Hustet der Erkrankte in die Hände und begrüßt anschließend jemanden mit Handschlag, gibt er die Viren weiter. Wie kann ich mich jetzt auf einfache Weise schützen? Am besten vermeidet man Menschenmengen und hält Abstand zu erkrankten Menschen. Häufiges Händewaschen vermindert zumindest die Anzahl der krankmachenden Viren. Häufiges Lüften der Räume hilft ebenfalls, die Virenanzahl zu verringern. Wie kann ich als Erkrankter meine Mitmenschen vor Ansteckung schützen? Keine Hände schütteln. Häufig die Hände waschen, besonders, wenn man in Papiertaschentücher geschnupft hat. Diese sofort in einem Plastikbeutel entsorgen. Wenn es trotzdem passiert ist, dass man in die Hände gehustet hat, Hände waschen Wer unter einer Erkältung leidet, sollte auch an seine Mitmenschen denken. Taschentücher gehören zum Beispiel sofort weggeworfen. und gegebenenfalls auch desinfizieren. Hier ein Tipp zum Husten: Kopf seitlich drehen und in die Armbeuge oder in ein Papiertaschentuch husten. Häufiges Trinken hilft sowohl Kranken wie auch Gesunden, die Schleimhäute feucht zu halten, denn feuchte Schleimhäute sind nicht so anfällig für Viren. Eine besonders ernste Erkrankung in der kalten Jahreszeit ist die klassische Grippe (Influenza). Sie wird hervorgerufen durch das sogenannte Influenzavirus. Diese Infektion unterscheidet sich von den Gesundheits-Serie: Das sind die Folgen 17. Oktober Das Märchen vom guten Einheitsbett Heute Schutz vor Erkältung und Grippe 31. Oktober Schwerhörigkeit steigert Demenz 7. November Hernien und plastische Bauchdecken 14. November Gesund durchatmen: die Lunge 21. November Mit guter Sehkraft sicher durch den Herbst 28. November Moderne Bildgebung und die Entdeckung von Brustkrebs 5. Dezember Wie radioaktive Substanzen bei Rheuma und Arthrose helfen können Haben Sie Interesse, mit einem Medizinthema teilzunehmen? Kontakt: 0 21 31 – 404 360 normalen Erkältungskrankheiten durch plötzlichen Beginn mit hohem Fieber. Hinzu kommen trockener Husten, Kopf- Hals-, Glieder- und Muskelschmerzen, Abgeschlagenheit und gelegentlich auch Übelkeit mit Erbrechen. Gefürchtet sind die Komplikationen der Influenzaerkrankung wie zum Beispiel Herzmuskelentzündung, Lungenentzündung, Gehirnentzündung. Der Ausgang kann tödlich sein. Die beste Schutzmaßnahme ist immer noch die Impfung gegen Influenza. So wird von der Ständigen Impfkommission die Impfung gegen Influenza folgenden Personengruppen empfohlen: Personen ab 60 Jahren, chronisch Kranken aller Altersstufen, Schwangeren, Bewohnern von Altenund Pflegeheimen, Medizin - und Pflegepersonal. Auch Menschen, die in Einrichtungen mit umfangreichem Publikumsverkehr arbeiten, sollten wegen des erhöhten beruflichen Risikos an Influenza zu erkranken, geimpft werden. Wann ist der günstigste Zeitpunkt sich impfen zu lassen? Der empfohlene Impfzeitpunkt ist im Oktober oder im November. Aber auch im Verlauf der Grippewelle kann es sinnvoll sein, sich noch impfen zu lassen. Nach der Impfung dauert es 10 bis 14 Tage, bis der Impfschutz aufgebaut ist. Leider lassen sich immer noch zu wenige Menschen impfen. Nach Auskunft des Robert Koch Instituts waren in der letzten Grippesaison 61,4 Prozent der Ärzteschaft und 32,5 Prozent des Pflegepersonals geimpft, in der Bevölkerung hatten nur 34,8 Prozent der Personen ab 60 Jahren eine Impfung erhalten. ANZEIGE INTERVIEW DR. MARIA EISENHUTH „Immer noch der beste Schutz“ Frau Dr. Eisenhuth, wie ist die Grippesaison im vergangenen Winter ausgefallen? DR. MARIA ISENHUTH Im Rhein- Kreis Neuss gab es 1204 Erkrankungen. Das war schon viel. Die Grippewelle hatte in ganz Deutschland ein hohes Niveau und das haben wir hier im Kreis eben auch gemerkt. Was macht das Gesundheitsamt, wenn die Zahl der Grippefälle zunimmt? EISENHUTH In ganz gravierenden Fällen, wenn es schon nach einer Pandemie aussieht – was wir natürlich alle nicht hoffen, wovor sich aber alle fürchten – würde ein Pandemieplan greifen. Das heißt, Apotheken und Ärzte werden mit Richtlinien ausgestattet und es gibt Informationen für die Bevölkerung. Aber das würde nur in ganz gravierenden Fällen greifen. Im Normalfall sieht es so aus, dass wir in der Grippesaison versuchen, aufzuklären, wie man sich schützen kann, zum Beispiel durch regelmäßiges Händewaschen und Abstandhalten zu Erkrankten. Dr. Maria Eisenhuth vom Gesundheitsamt des Rhein-Kreises Neuss. Schützt eine Impfung in jedem Fall gegen die Grippe? EISENHUTH Nein. Anders als bei anderen Impfungen bietet sie keinen hundertprozentigen Schutz. Aber die Grippeimpfung ist dennoch die wichtigste Maßnahme, die ergriffen werden kann, wenn es darum geht, sich vor einer Grippe zu schützen. Etwas Besseres gibt es nicht. Sie hilft zwar nicht in jedem Fall, aber nach Aussage des Robert Koch Instituts kann bei sehr guter Übereinstimmung des Grippeimpfstoffes mit den zirkulierenden Grippeviren bei jüngeren Erwachsenen mit einer Schutzwirkung bis zu 80 Prozent gerechnet werden, bei älteren Menschen im Mittel bis zu 50 Prozent. Auch einfache Erkältungen können mitnehmen. Ab wann sollte ein Arzt aufgesucht werden? EISENHUTH Ganz allgemein, wenn die Beschwerden tagelang anhalten – ohne jede Besserungstendenz oder sogar immer schlimmer werden sowie bei anhaltend hohem Fieber. Die NGZ-Serie „Gesund leben im Rhein-Kreis Neuss“wirdunterstützt von:

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