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Gesund leben im Rhein-Kreis Neuss -31.10.2018-

Gesund leben im Rhein-Kreis Neuss

Gesund leben im Rhein-Kreis Neuss Schwerhörigkeit steigert Demenz Viele scheuen sich vor der Anschaffung, dabei kann ein Hörgerät die Lebensqualität stark erhöhen. In der Regel sind es die Angehörigen, denen es als erstes auffällt. Der Partner dreht den Fernseher auf einmal ziemlich laut auf. Oder er hat anscheinend gar nicht zugehört, als man ihm etwas erzählt hat. Schon wieder. Gibt es Zweifel am Hörvermögen, sollte ein Hörtest gemacht werden. Schlechtes Hören kann ungewollte Komplikationen mit sich bringen – auch solche, an die Betroffene zunächst nicht denken. Mehrere Studien haben in den vergangenen Jahren gezeigt, dass ein Zusammenhang zwischen Hörverlust, Demenz und den geistigen Fähigkeiten besteht. Das Verdrängen einer Schwerhörigkeit hat Folgen für die Wahrnehmung. Ein Hörverlust wird beschleunigt, indem sich das Gehirn an das geringere Hörvermögen gewöhnt, weil es nicht genügend Reize bekommt. Die Synapsen werden dadurch, dass bei ihnen weniger ankommt, auch weniger stimuliert und arbeiten dadurch weniger. Das Gehirn wird weniger gefordert und trainiert. Verstärkt wird der Effekt, wenn auch noch der soziale Rückzug ins Spiel kommt. Und der kommt bei einem Hörverlust häufig noch dazu. Nicht zu hören kann einsam machen. Betroffene haben Schwierigkeiten, Gesprächen zu folgen. Kleine Alleskönner: Hörgeräte sind heute alles andere als klobig. Einige Modelle können sogar mit dem Smartphone verbunden werden. Trotzdem geben sich nur wenige die Blöße zuzugeben: Ja, ich habe es schon wieder nicht verstanden. Viele entscheiden sich deshalb, ihr Umfeld zu meiden und ziehen sich zurück. So entsteht durch den Hörverlust mit der Zeit auch eine soziale Isolation. Schnell befindet sich der Betroffene in einer Art Spirale. Der Mangel an akustischen Reizen und der soziale Rückzug können zu einem Abbau der geistigen Leistungsfähigkeit führen. Dass die geistige Leistungsfähigkeit abbaut, macht es wiederum noch schwerer, mit anderen in Kontakt zu bleiben. Wird eine Schwerhörigkeit frühzeitig erkannt und behandelt, wird damit dem Hauptrisiko für Altersdemenz und Altersdepressionen entscheidend entgegengesteuert. Trotzdem fällt der Gang zum Ohrenarzt oder Hörgeräteakustiker immer noch vielen Menschen schwer. Eitelkeit oder die Angst, als alt abgestempelt zu werden, führt dazu, dass viele lieber auf den Helfer Hörgerät verzichten würden. Dabei ist das Bild vom klobigen Hörgerät längst veraltet. An der Technologie moderner Hörsysteme hat sich sehr viel getan. Aus den typischen großen und sichtbaren Hörgeräten sind mittlerweile kleine, kaum sichtbare und doch leistungsstärkere Geräte geworden. Es gibt Modelle, die tief in den Gehörgang eingeführt werden und kaum zu Gesundheits-Serie: Das sind die Folgen 17. Oktober Das Märchen vom guten Einheitsbett 24. Oktober Schutz vor Erkältung und Grippe Heute Schwerhörigkeit steigert Demenz 7. November Hernien und plastische Bauchdecken 14. November Gesund durchatmen: Die Lunge 21. November Mit guter Sehkraft sicher durch den Herbst 28. November Moderne Bildgebung und die Entdeckung von Brustkrebs 5. Dezember Wie radioaktive Substanzen bei Rheuma und Arthrose helfen können Haben Sie Interesse, mit einem Medizinthema teilzunehmen? Kontakt: 0 21 31 – 404 360 sehen sind. Und es gibt Modelle, die sich mit dem Smartphone steuern lassen, sodass sogar Anrufe auf dem Mobiltelefon direkt auf das Hörgerät umgestellt werden können. Die Zeiten, in denen das Hörgerät zu sozialer Ausgrenzung führte, sind schlichtweg vorbei. Im Gegenteil können diejenigen, die den Gang zum Arzt und Hörgeräteakustiker wagen, sich darüber freuen, mit ihren Lieben besser kommunizieren zu können. INTERVIEW RÜDIGER LOHMANN „Keine Frage des Geldes“ Herr Lohmann, sind gute Hörgeräte eine Frage des Geldes? RÜDIGER LOHMANN Nein, auf keinen Fall. Die gesetzliche Krankenkasse zahlt, wenn die Notwendigkeit für Hörgeräte vorliegt. Der Patient geht in diesem Fall zum Ohrenarzt, der dann ein Rezept ausstellt. Mit dem Rezept sucht sich der Patient einen Hörgeräteakustiker seiner Wahl aus. Der Hörakustiker erstellt zusammen mit dem Patienten den weiteren Verlauf der weiteren Hörgeräteanpassung. Nach einer Bedarfsanalyse schlägt der Akustiker dem Patienten das für ihn am besten geeignete Hörsystem vor. Hierbei wird auch ein Hörsystem, welches die Krankenkasse komplett bezahlt, getestet. Entscheidet sich der Kunde für besonders kleine Designhörsysteme oder bedienungsfreundliche automatische Hörsysteme, muss in der Regel ein privater Eigenanteil gezahlt werden. Stimmt es, dass auch jüngere Menschen von Hörschäden betroffen sind? LOHMANN Ja, oft sind zwar ältere Menschen betroffen. Aber das Hörvermögen kann auch aus ganz unterschiedlichen Ursachen nachlassen: Lärm, Vererbung oder Krankheit sind mögliche Ursachen ANZEIGE Hörgeräteakustiker Rüdiger Lohmann. für eine Hörminderung. Mit dem Alter steigt oft auch der Grad der Schwerhörigkeit. Wie die Statistik zeigt, gibt es schon bei vielen über 50-Jährigen eine Hörminderung. Durch die Generation der Baby-Boomer, die jetzt gerade in das Alter kommt, in dem es losgeht, werden wir Hörgeräteakustiker in den kommenden Jahren viel zu tun haben. Wenn jemandem auffällt, dass das Hörvermögen nachlässt, was sollte er tun?. LOHMANN Allerspätestens, wenn der Partner darauf hinweist oder es auch selbst auffällt, dass man den Fernseher immer lauter stellt, sollte man einen Hörtest machen, entweder beim Ohrenarzt oder beim Akustiker. Der Test ist kostenlos. Hörcentrum Lohmann, Breite Straße 26, Grevenbroich, Telefon: 02181 / 213 63 09 Die NGZ-Serie „Gesund leben im Rhein-Kreis Neuss“wirdunterstützt von:

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