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Gesundheit für Ihr Tier -14.10.2017-

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Gesundheit für Ihr Tier

✧ xNE-K28 Gesundheit für Ihr Tier Ernährung wichtig für Fitness im Alter Wenn Tiere altern, sollte auch der Energie- und Nährstoffgehalt ihrer Nahrung angepasst werden, damit sie möglichst fit bleiben, so lange es geht. Eine alte Faustregel sagt, dass ein Menschejahr etwa dem von sieben Jahren beim Hund entspricht. Natürlich geht es auch sehr viel differenzierter: Es gibt unterschiedliche Berechnungen, wie man im Vergleich zum Menschen das „wahre“ Alter eines Hundes erkennt, dabei spielt die Körpergröße der Vierbeiner die zentrale Rolle: Kleine Hunderassen bis zehn Kilogramm werden ab neun Jahren, große Rassen wie Labrador Retriever bereits mit fünf Jahren zu den „Senioren“ gezählt. Im täglichen Zusammenleben fallen die ersten Anzeichen des Alterns kaum auf. Die Verdauung wird sensibler, der Fellwechsel verlangsamt und die Beweglichkeit der Tiere wird eingeschränkter: Treppensteigen fällt ihnen ebenso schwerer wie kleine Sprünge – etwa ins Auto. Die Haut und das Fell des Hundes können unter dem Alterungsprozess leiden, weil der Körper nun weniger natürliches Öl produziert. Dieses lässt das Fell leichter, feuchter und kraftvoller aussehen. Regelmäßiges Bürsten hilft, die Eigen- Öl-Produktion wieder anzuregen. Beim Tierarzt sind Informationen über ein geeignetes Shampoo oder eine Behandlungsmethode erhältlich, die die Haut feucht hält und Irritationen vorbeugt. Äußerlich können bei alternden Tieren graue Haare und Trübungen der Augen sichtbar werden, auch das Hundewesen zeigt nach und nach Veränderungen, die zunehmend auffälliger werden: die Vierbeiner werden ruhiger und haben ein höheres Schlafbedürfnis, häufig werden sie auch „vergesslich“ und haben merkliche Schwierigkeiten, Gelerntes umzusetzen oder Neues zu erlernen – das kann durchaus mit Verkalkungen im Gehirn zusammenhängen. Auch Hörund Sehkraft nehmen im Alter langsam ab. All diese Anzeichen sind kein Grund zur Sorge für Herrchen und Frauchen und eigentlich völlig normal für einen vierbeinigen Senioren – schließlich ist Alter ja keine Krankheit. Es ist allerdings wichtig, dass die Halter hierauf richtig reagieren und im Umgang und der Ernährung darauf eingehen, mehr Ruhepausen für ihr Tier einplanen und idealerweise Was Halter berücksichtigen müssen: Ältere Hunde sind ruhebedürftiger. Auch stundenlange Spaziergänge schaffen sie oft nicht mehr. Dennoch gilt:Altern ist keine Krankheit. Die Ernährung und andere Lebensgewohnheiten müssen jedoch umgestellt werden. ner kann zu Übergewicht führen, wenn der Energiegehalt nicht ebenfalls angepasst wird. Nährstoffe für die Gehirnaktivität, die Nierengesundheit sowie Haut und Fell sollten daher in erhöhter Menge in der täglichen Futterration enthalten sein. Es empfiehlt sich, min- eine Nahrung wählen, die auf diese Alterungsprozesse abgestimmt ist und hilft, die Lebensqualität des Tiers zu erhalten. Da der Geruchssinn eingeschränkt sein kann, ist eine hohe Akzeptanz der Nahrung entscheidend, um die Versorgung mit wichtigen Nährstoffen zu gewährleisten. Die geeignete Nahrung für ältere Hunde zeichnet sich durch eine besonders hohe Verdaulichkeit aus, um den Darm zu entlasten. Die verminderte Lauf- und Bewegungsfreude der Vierbeidestens einmal im Jahr eine Untersuchung beim Tierarzt vornehmen zu lassen, damit auf der Grundlage dieses Alters-Checks individuell und optimal reagiert werden kann und eventuell auftretende Erkrankungen früh erkannt und behandelt werden können. ANZEIGE Warmes Futter für Pferde Wer ein altes Pferd hat, sollte ihm während des Winters ruhig mal warmes Futter und Wasser anbieten. Denn alte Pferde brauchen mehr Energie als junge, um sich warmzuhalten, sagt die Tierärztin Sabine Gosch aus Rastatt. Außerdem haben die Senioren oft Zahnprobleme und empfindliche Zahnhälse. Ähnlich wie beim Menschen kann das Schmerzen verursachen, und die Tiere trinken vielleicht zu wenig. „Warmes Wasser animiert zum Trinken“, sagt Gosch. Für eine warme Pferde-Mahlzeit rühren Halter das Futter – etwa Mash oder Heucobs – mit warmem Wasser an. „Das tut alten Pferden in jeder Hinsicht gut“, sagt die Tierärztin. „Wie bei uns eine warme Suppe oder ein Tee.“ Junge, fitte Pferde brauchen diese Extra-Behandlung normalerweise nicht. Doch wann ist ein Pferd alt ? Hier gibt es einige grobe Richtwerte: Den Höhepunkt ihrer Leistungsfähigkeit erreichen sie im Alter von zwölf bis 16 Jahren. Danach nimmt die Leistung zunehmend ab. Ab 16 Jahren gelten Pferde als „älter“, ab 20 als „alt“ und ab Mitte 20 werden sie als „sher alt“ eingestuft. Doch spielen danebennoch andere Faktoren eine Rolle, so etwa Rasse und Größe eines Tiers. Kleine Rasse-Pferde werden in der Regel nämlich älter als große Tiere. Auch Tiere werden dement Hunde haben eigentlich einen guten Orientierungssinn. Geht der mit zunehmendem Alter mehr und mehr verloren, kann dies ein Indiz für eine Demenzerkrankung sein. Tiere bleiben nicht von einer Demenz verschont. Die Symptome und der Krankheitsverlauf sind ähnlich wie beim Menschen. Mit Liebe und Verständnis können Halter ihren Vierbeinern ein sicheres Gefühl geben. „Demenz tritt auch bei Tieren im zunehmenden Alter auf“, erklärt der Tierarzt Thilo von Klopmann von der Tierklinik in Hofheim. Je nach Rasse und Größe können sich beim Hund schon im Alter von acht Jahren die ersten Symptome zeigen. Auch Katzen bleiben nicht verschont. Die Hälfte der über 15- jährigen Tiere zeigt entsprechende Anzeichen. Es gibt viele Parallelen zur Demenz bei Menschen. „Demenz wird in der Tiermedizin auch als kognitive Dysfunktion bezeichnet“, erklärt Tierärztin Annette Fach. Dabei spielten Plaque-Ablagerungen im Gehirn ähnlich wie bei Alzheimerpatienten eine Rolle. Auch erkrankte Tiere werden desori- entiert. Zum Beispiel erkennen sie gewohnte Wege oder vertraute Menschen nicht mehr wieder. Außerdem verändert sich ihr Lebensrhythmus. Oft wandern die Tiere abends und nachts ruhelos umher. Das Interesse an ihrer Umwelt nimmt ab. Hunde bellen und Katzen maunzen vermehrt. Der Appetit lässt nach, und sie sind nicht mehr so stubenrein. Das Problem: All dies können auch Symptome anderer Krankheiten oder schlicht normale Alterserscheinungen sein. „Es ist letztlich eine Ausschlussdiagnostik“, sagt von Klopmann. Nach der Erfahrung der Tierärzte berichten die Halter meist erst auf Nachfrage von diesen Veränderungen - sie denken, dass ihr Tier eben einfach alt ist. „Generell ist die Diagnosestellung schwierig“, erklärt Tierarzt Klaus Kutschmann. Außerdem ist diese Krankheit bei Tieren noch nicht gut erforscht. Zwar gab es schon vor 60 Jahren die erste Veröffentlichung über Demenz bei Hunden, im Fokus steht diese Erkrankung jedoch erst seit gut zehn Jahren. An einem Impfstoff gegen die Krankheit wird gearbeitet. „Das ist aber noch Zukunftsmusik“, sagt von Klopmann. Wie beim Menschen beginnt eine Demenz beim Tier schleichend. Es gibt immer mal wieder bessere Tage, aber insgesamt geht die Tendenz abwärts. Einige Medikamente können den Krankheitsverlauf verlangsamen, zum Beispiel Propentofyllin aus der Humanmedizin. Es soll die Durchblutung im Gehirn steigern. Außerdem gibt es spezielle Futtermittel für Hunde mit Demenz, die Wirkung zeigen können. Den Tieren das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit geben, ist wichtig. Zudem kann es gerade Hunden helfen, sie vor neue Aufgaben zu stellen, die ihre Gehirnaktivität anregen.

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