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Gesundheit für Ihr Tier -17.11.2018-

Gesundheit für Ihr Tier

VON Gesundheit für Ihr Tier Von Wassergymnastik bis Elektrotherapie Was Menschen zum Orthopäden treibt, ist auch für manche Vierbeiner ein Problem. Inzwischen gibt es für Hunde viele Therapiemöglichkeiten. Durch eine Hydrotherapie können sich Hunde im Wasser aktiv von Gelenkverletzungen erholen. Es mag zunächst wie Spielerei klingen: Massagen für den Hund, Schwimmgymnastik und Unterwasserlaufbänder, Rotlichtlampe und Quarkwickel. Aber genau wie beim Menschen plagen auch Hunde Schmerzen durch Abnutzungserscheinungen und Nachwirkungen von Operationen. Dann kann die Physiotherapie ins Spiel kommen. Zum Beispiel, um Verspannungen zu lösen oder Fehlbelastungen auszugleichen. „Das ist im Prinzip wie beim Menschen“, sagt Tierarzt Andreas Zohmann, der auf Physiotherapie spezialisiert ist und in Bad Wildungen ein Ausbildungszentrum für Tierphysiotherapeuten leitet. Die Therapien können helfen, Fehlbelastungen zu vermeiden, den Heilungsprozess nach Operationen zu verbessern oder auch, um Tiere auf Operationen oder besondere Belastungen vorzubereiten. „Damit man den Hund da abfängt, wo es muskulär nötig ist“, erklärt Zohmann. Inzwischen gibt es mehrere Hundert registrierte Tierphysiotherapeuten in Deutschland. Geschützt ist der Beruf nicht. Um den richtigen Therapeuten zu finden, rät Sarah Ross von der Tierschutzvereinigung Vier Pfoten, sich genau zu informieren. „Manche Menschen haben einfach ein Talent dafür. Und nicht jeder, der ein Zertifikat hat, muss gut sein“, sagt sie. Hilfe bei der Entscheidung bieten der erste Eindruck von Praxis und Team, die Liste der angebotenen Leistungen oder Kundenbewertungen. Und: der Rat des Tierarztes. „Der Physiotherapeut ersetzt nicht den Tierarzt“, betont Ross. Die Kosten liegen bei etwa 30 Euro pro Termin. Die muss der Hundehalter selbst zahlen. Gerade bei alten Tieren, bei denen die Physiotherapie der Erhaltung der Lebensqualität dient, kann die Behandlung also auch kostenintensiv sein. Und wann ist welche Therapie die richtige? Grundsätzlich unterscheidet man zwischen apparativen Therapien, bei denen Hilfsmittel zum Einsatz kommen, und manuellen Therapien wie Massage, Lymphdrainage oder Krankengymnastik. Bei den apparativen Therapien gibt es verschiedene Methoden: Hydrotherapie Im Zentrum der Therapie im Wasser steht das Unterwasserlaufband. Hier können Muskeln aufgebaut werden, etwa nach Operationen oder Kreuzbandrissen. Der Hund läuft auf einer Gummimatte in das Becken mit dem Laufband hinein, erklärt Tierphysiotherapeutin Katrin Vosswinkel aus Kirchlengern. Dann wird Wasser hineingepumpt. „Beim Laufen im Wasser werden Muskeln aktiviert, die über das Hüftgelenk laufen“, erklärt Tierarzt Zohmann. Dadurch wird die Muskulatur stabilisiert und gekräftigt. Das kann zum Beispiel bei Hüftdysplasie, einer Fehlbildung der Hüfte, eine Operation hinauszögern. Eine andere Therapieform ist das Schwimmen im Hundepool. Wegen der geringen Gelenkbelastung eignet sich diese Therapie zum Beispiel gut bei Arthrose. „Bei Epilepsie-Hunden und Herzkrankheiten wäre ich vorsichtig“, warnt Vosswinkel. Auch bei älteren Hunden müsse man je nach Fitness des Tieres entscheiden. Allgemeine Bewegungstherapie Mit Geräteübungen an Hindernissen, Schaukeln, Wackelbrettern oder Weichbodenmatten kann der Therapeut am Bewegungsablauf der Vierbeiner arbeiten. „Das passiert zum Beispiel nach einer OP, wenn das Tier ein Bein noch lange in der Luft hält“, berichtet Vosswinkel. Durch die Entlastung eines Beines würden die anderen Gliedmaßen schnell überbelastet. Das gelte es auszugleichen. Auch bei Koordinationsproblemen nach Bandscheibenvorfällen können gezielte Übungen helfen. Thermotherapie Hier geht es darum, die Durchblutung zu fördern oder zu senken. „Kälte wird bei allen entzündlichen Prozessen angewendet“, erklärt Zohmann. Dafür kommen zum Beispiel Quarkwickel oder kühlendes Gel zum Einsatz. Beispielsweise bei einer Arthritis kann dagegen Wärme helfen, etwa durch Infrarotlampen oder Kernkissen. Die Wärmetherapie wird oft mit anderen Behandlungen kombiniert – wie einer Massage. Elektrotherapie Bei Verschleißerkrankungen oder zur Unterstützung der Wundheilung kommt auch Strom zum Einsatz. Über Elektroden oder Manschetten wirken die Impulse gezielt auf die Problemstelle ein. Manche Therapeuten wollen damit den Muskelaufbau anregen. „Dies fördert aber keineswegs den Kraftzuwachs“, sagt Zohmann. Bei Lähmungserscheinungen, zum Beispiel durch Bandscheibenprobleme, könnten die Impulse helfen, um die Nerventätigkeit wieder zu stimulieren. Bei Tumorpatienten oder Hunden mit epileptischen Anfällen müssen Halter die Risiken mit dem Tierarzt abklären. Nicht jeder Hund kann mitjoggen ANZEIGE Passt ein Hund von der Größe her in eine Handtasche, kommt er als Trainingspartner zum gemeinsamen Joggen mit seinem Halter nicht infrage. Denn das ist schlecht für die Gelenke und Muskeln des kleinen Vierbeiners, rät das Hamburger Hundemagazin „Dogs“. Als Faustregel gelte: Je kürzer die Beine des Hundes, desto weniger ist er für Ausdauersport geeignet. Auch nicht-freiatmende Züchtungen wie Möpse sind größeren sportlichen Belastungen nicht gewachsen. Für den regelmäßigen Sport sollte ein Hund zudem ausgewachsen sein. Denn erst mit rund anderthalb Jahren sei sein Knochen- und Muskelapparat richtig ausgebildet. Für Hundesport eignen sich vor allem Labradore und Weimaraner. Haustiere früh versichern Eine Krankenversicherung fürs Haustier schließen Halter am besten möglichst früh ab. Sie sollten sich darum kümmern, wenn der Vierbeiner noch jung und fit ist, empfiehlt die Tierschutzorganisation Aktion Tier. Denn für ältere oder kranke Tiere muss man einen höheren Beitrag zahlen, oder sie werden gar nicht mehr aufgenommen. Generell sollten Halter gründlich überlegen, ob sich eine solche Krankenversicherung für sie und ihr Tier lohnt, und die Anbieter gut vergleichen. Wer keine Vollschutzvariante möchte, kann eine reine OP-Versicherung wählen. Denn gerade Operationen sind beim Tierarzt oft besonders teuer. Internet-Diagnosen sind gefährlich fürs Haustier Sind Hund, Katze oder Kaninchen krank, sollten sich Halter nicht auf Tipps und Diagnosen aus dem Internet verlassen – sondern zum Tierarzt gehen. Viele kennen das von sich selbst: Wer ein Wehwehchen hat, schaut erst einmal im Internet nach Tipps zur Behandlung und Diagnose. Wem es aber richtig schlecht geht, der geht wohl direkt zum Arzt. Und genau deshalb sollten Tierhalter immer direkt mit ihrem Haustier zum Tierarzt, wenn es offensichtlich nicht gesund ist. Denn Laien können nicht erkennen, wie krank das Tier wirklich ist. So kann sogar schon ein verklebtes Auge beim Kaninchen auf ein lebensgefährliches Problem hindeuten. Tierhalter sollten sich deshalb nicht auf Tipps aus dem Internet verlassen, empfiehlt die Bundestierärztekammer (BTK). Tipps aus dem Internet oder Behandlungen von sogenannten Tierheilern könnten wirkungslos sein – und ein krankes Tier damit in große Gefahr Tierphysiotherapie für Hund und Pferd Termine nach Vereinbarung Praxisadresse www.physiopethaan.de Bahnstraße 30 Mobil: 01 75/1 61 89 02 42781 Haan E-Mail: tierphysio@alina-gerstner.de Was im Internet steht, ist nicht immer richtig und kann dem Haustier schaden. bringen. Generell sollten Halter wissen, dass Berufsbezeichnungen wie Tierheilpraktiker oder Tierphysiotherapeut nicht geschützt seien – jeder, auch Menschen ganz ohne Ausbildung, kann sich so nennen. Das heißt nicht, dass alternative Behandlungen beim Tier grundsätzlich falsch sind. Im Gegenteil: Es gibt Tierärzte, die sich auf ganzheitliche Heilmethoden bei tierischen Dr. Simone Schneider und Daniela Schäfer Spichernstraße 8/Metzerstraße 2 40476 Düsseldorf Telefon: 02 11-4801 06 E-Mail: info@tierarztpraxis-spichernplatz.de www.tierarztpraxis-spichernplatz.de Patienten spezialisiert haben. Möchten Halter, dass ihr Tier beispielsweise mit pflanzlicher Medizin oder Akupunktur behandelt wird, sollten sie den Tierarzt fragen. Denn bei manchen gesundheitlichen Problemen kann das durchaus auch für Haustiere gut sein, heißt es bei der BTK. Vielleicht hat der Tierarzt selbst eine Zusatzausbildung – oder er kann einen fachkundigen Kollegen empfehlen. www.zoostore.de Alles für Dein Tier 15% Rabatt für alle Leser Code: RP18 gültig bis 24.12.2018 – Tierisch gut Hundefutter ist nichts für Katzen Katzen naschen gerne auch aus dem Hundenapf. Auf lange Sicht ist das gefährlich. Katzen sind beim Essen sehr eigen. Bedienen sie sich ab und zu am Hundefutter, ist das nicht weiter tragisch. Machen Katzen das über einen langen Zeitraum, wird es kritisch. Grundsätzlich ist Katzenfutter auf die Bedürfnisse der Tierart angepasst, erläutert der Deutsche Tierschutzbund. Für Hundefutter gilt dasselbe. Zwischen Katzen- und Hundefutter gibt es Unterschiede: Katzen sind strikte Fleischfresser, das heißt, ihr Darm ist kurz und für das Verdauen von Fleisch ausgelegt. Kohlenhydrate und pflanzliche Bestandteile brauchen sie nicht unbedingt. Katzen benötigen eiweißreiches Futter mit ausreichend Taurin, da sie diese Aminosäure, anders als Hunde, nicht selbst herstellen können. Hundefutter enthält für eine Katze zu viel Kohlenhydrate und zu wenig Eiweiß, vor allem fehlt Taurin. Umgekehrt stecken für Hunde im Katzenfutter zu viel Proteine. Um zu verhindern, dass sich die Katze regelmäßig am Hundenapf bedient, sollten Halter den Hund separat fressen lassen und Reste schnell entsorgen. Ist das Gegenteil der Fall – der Hund will immer ans Katzenfutter – können Halter entweder mit dem Hund Abbruchsignale üben. Der Hund lernt dann, dass Katzenfutter für ihn tabu ist. Oder sie füttern die Katze an einem erhöhten, für den Hund unerreichbaren Platz. Katzen sollten aus ihrem eigenen Napf fressen. Doppelt krank ... Doppelt gut ! Multifunktional Das große Diätfutterprogramm zur gezielten Ernährungstherapie von Katzen • für 2 Erkrankungen gleichzeitig geeignet (z.B. Diabetes + Harnsteine, Adipositas + Allergie) • über 100 verschiedene Produkte • ausgezeichnete Akzeptanz VETERINARY DIET TIERÄRZTEN • nähere Infos unter www.integra-protect.de ENTWICKELT

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