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Glasfaser-Ausbau in Düsseldorf -09.03.2018-

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Glasfaser-Ausbau in Düsseldorf

ANZEIGE ANZEIGE GLASFASER-AUSBAU IN DÜSSELDORF Düsseldorf – eine moderne Stadt mit einer starken Wirtschaft und einem guten Branchenmix. Damit die Unternehmen auch weiterhin prosperieren, brauchen sie eine zukunftsfähige Daten-Infrastruktur. Anschluss an das Netz der Zukunft Regionen und Unternehmen ohne schnelle Datenleitungen verlieren im Wettbewerb, und Deutschland rangiert hier im Vergleich zu anderen Ländern eher im Mittelfeld. Doch es tut sich was. Vodafone schließt bundesweit – auch im Raum Düsseldorf – mehrere Gewerbegebiete an das Netz der Zukunft an: Glasfaser-Verbindungen machen die Übertragung großer Datenmengen mit Lichtgeschwindigkeit möglich und erschließen damit neue Potenziale für Geschäft und Produktion. Brauchen wir das wirklich? Eine typische Frage, die oft vor der Einführung einer neuen Technologie gestellt wurde – verbunden mit fatalen Fehleinschätzungen. „Die drahtlose Musikbox hat keinen denkbaren kommerziellen Wert“, meinte ein Investor in den 20er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts – und dürfte sein Urteil später sehr bereut haben. IBM-Gründer Thomas J. Watson hat seine Einschätzung ingegen korrigiert. 1943 soll r gesagt haben: „Ich glaube, ass es auf der Welt einen Bearf von vielleicht fünf Comutern geben wird.“ Später tieg IBM zum größten Comuter-Hersteller der Welt auf. Jetzt ist wieder eine Zeit des Aufbruchs in neue Welten. nd wieder dürften Unternehen, die den frühen Eintritt verschlafen, dies später bereuen. Jeder Unternehmer kennt die Stichworte, die das Wirtschaftsleben dominieren: Digitalisierung, Industrie 4.0, cloudbasiertes Arbeiten. Grundvoraussetzung für all dies ist eine zukunftsfeste Internet-Verbindungen. Kleine Mittelständler und Start-ups setzen sich damit genauso auseinander wie große Konzerne. Jeder Online-Shop ist auf schnelle und stabile Datenleitungen angewiesen – Kunden vergrault man mit Unterbrechungen. Im Marketing läuft heute vieles über Social Media mit Videos, auch in Messenger-Diensten. Da müssen nicht nur die Download-Kapazitäten stimmen. Auch das Hochladen muss schnell und zuverlässig klappen. In der Produktion werden Fertigungsprozesse immer digitaler, komplexer und vernetzter. Anlagen und Maschinen werden über datengestützte Technologien gesteuert, zum Beispiel über eine Vielzahl von Sensoren und deren Statusmeldungen. In der Industrie nutzt man bereits die Einsatzmöglichkeiten von 3D- Druck und Virtual-Reality-Anwendungen. Produktionsabläufe werden von selbst lernenden Robotern übernommen, die per Cloud verbunden sind. Stichwort Cloud: Arbeitsprozesse werden ebenso nach draußen verlagert wie Datenarchive, Kommunikationssysteme oder alltägliche Office- Programme. Spätestens hier dürfte jedem Nutzer, Anwender oder Produktionsleiter klar werden: Problematisch wäre ein Datenstau oder eine Unterbrechung. Eines wird indes von vielen Entwicklung Datenvolumen bis 2020 Monatlicher Verbrauch deutscher Gewerbebetriebe im Durchschnitt 1000 GB 900 GB 800 GB 700 GB 600 GB 500 GB 400 GB 300 GB 200 GB 100 GB 0 GB Datenmenge in Gigabyte (GB) noch verkannt: Was ist, wenn einen der Wettbewerb an der Stelle im Wortsinne überholt, schneller arbeitet? Hier haben Unternehmen, hier hat ganz Deutschland Nachholbedarf (siehe Seite 2). Doch die Wende ist eingeleitet. Und die Potenziale sind gewaltig und sogar volkswirtschaftlich relevant. Experten haben für die von Vodafone in Auftrag gegebene Studie „Der Weg in die Gigabitgesellschaft“ interessante Perspektiven ermittelt: Wenn die Anzahl der Glasfaseranschlüsse um ein Prozent steigt, erhöht sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) bereits um 0,02 bis 0,04 Prozent. Für Deutschland hätte dies einen BIP-Zuwachs zwischen 600 Millionen und 1,2 Milliarden Euro zur Folge. Eine bessere Leistungsfähigkeit der Breitbandnetze insge- 2015 2016 2017 2018 2019 2020 Quelle: www.glasfaser-internetzugang.de/Vodafone samt hätte noch deutlichere Folgen: Gemäß der Studie trägt eine Erhöhung der Durchschnittsgeschwindigkeit in allen Breitbandnetzen um ein Prozent zu einer Steigerung des BIP um 0,07 Prozent bei. In Deutschland wäre das ein Plus von knapp zwei Milliarden Euro. Vor allem mit einer Glasfaser-Infrastruktur werden sich Anwendungen durchsetzen, die sich heute bereits etablieren. Die Gaming-Branche wird eine Vielzahl neuer Virtual- Reality-Spiele auf den Markt bringen. Im Gesundheitswesen vernetzen sich Ärzte, Kliniken und Dienstleister, um in Echtzeit Operationen oder hochkomplexe CT-, MRT- und Röntgen-Abbildungen zu übertragen. Kartendienste, autonomes Fahren, digitale Signaturen, Mensch-Maschinen- Schnittstellen, holografische Visualisierung – die Anwendungsmöglichkeiten sind damit noch lange nicht erschöpft, und viele neue werden dazukommen. Das Thema ist aber nicht nur für große Organisationen relevant, sondern für Unternehmen aller Größen – gerade auch für kleine Mittelständler. Viele von ihnen erkennen derzeit keinen Bedarf. Bald schon könnten sie aber an Grenzen kommen, denn die technische Entwicklung geht unaufhaltsam weiter. Dass hier einige Mittelständler weiterdenken und sich so Wettbewerbsvorteile sichern, zeigen Unternehmen wie Crane Co. und Just Spices (siehe Interviews auf Seite 4). Die Vernetzung wird zunehmen, neue Geschäftsmodelle werden entstehen, bisherige Prozesse grundlegend umgestaltet. Die Art und Weise, wie sich Unternehmen organisieren, produzieren und kommunizieren, wird sich ebenso verändern wie die Arbeitswelt. All dies ist auf die Verbindungswege der Zukunft angewiesen. Ein Glasfaseranschluss verschafft den Zugang dazu und eröffnet die Chance, an dieser Zukunft aktiv mitzuwirken. Hier tut sich gerade einiges: Bis 2022 will Vodafone bis zu 100.000 Firmen in rund 2000 Gewerbegebieten ans Glasfasernetz bringen. In Düsseldorf profitieren bereits viele Unternehmen von den Vorteilen eines eigenen Anschlusses; die Arbeiten für den weiteren Ausbau laufen auf Hochtouren, zurzeit insbesondere in Gewerbegebieten in Benrath und in Reisholz. Sie sollen – abhängig vom Wetter – bis April abgeschlossen sein, bis Juni sollen Gebiete in Heerdt und im Reisholzer Hafen folgen. Wirtschaft und Unternehmen begrüßen die von der Stadt unterstützte Initiative. „Wir haben jetzt die große Chance, aber auch die Verantwortung, den Wirtschaftsstandort zukunftsfähig zu machen“, sagt zum Beispiel Jutta Zülow, Vorstandsvorsitzende der Zülow AG und zugleich Vorsitzende der Unternehmerschaft Düsseldorf und Umgebung e.V. (siehe Interview auf Seite 2). Mehr auf den folgenden Seiten: Was sagen Unternehmer und Experten? Wie geht es mit dem Ausbau voran? Wie funktioniert die Glasfasertechnik?

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