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Grevenbroich - Genial

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E2 Grevenbroich – genial ! ngz DONNERSTAG, 27. APRIL 2017 Skulptur erinnert an geniale Huckepack-Rettung Eine Gräfin soll sich und ihren Mann mit einer schlauen List vor Feinden gerettet haben. Den Frimmersdorfern ist das ein Denkmal wert. VON CHRISTIAN KANDZORRA FRIMMERSDORF Mit dem fortschreitenden Tagebau verschwand der Hügel zwischen Frimmersdorf und dem kleinen Ort Morken – und damit auch die letzte Spur der Grafen von Hochstaden, die einst an der Stelle, an der sich bis dahin der Hügel befand, eine Burg bewohnt haben sollen. Doch: In Frimmersdorf hält sich eine interessante Sage um jene Grafen, die sich mit einer wirklich genialen List vor feindlichen Belagerern in Sicherheit gebracht haben sollen. Der Kern dieser Sage: Die Gräfin hat mit dem feindlichen Kriegsrat eine Art Wette abgeschlossen. Die Kämpfer, die die Burg damals umzingelt und bewacht haben sollen, ließen sie frei und erlaubten ihr, alles mitzunehmen, was ihr lieb ist. Die einzige Bedingung: Sie musste diese Dinge genau eine Meile weit tragen und durfte sich dabei keine Zeit lassen und sich auch nicht ausruhen. Nur dann würde sie wirklich freikommen. Gesagt, getan: Zum Erstaunen ihrer Feinde trug die Gräfin der Sage nach ihren Mann auf dem Rücken aus der Burg heraus und noch eine Meile weiter – so, dass beide freikamen. Die Aktion soll geglückt sein und ist den Frimmersdorfern bis heute ein Denkmal wert. „Huster Knupp“ nennt sich die Granit- Skulptur am Dorfplatz, die die Gräfin zeigt, während sie ihren Mann auf dem Rücken trägt. So war auch der Burg-Hügel im heutigen Tagebau-Gebiet von den Dorfbewohnern im Alltag genannt worden. Geschaffen wurde die Skulptur im Jahre 1992 von der Steinbildhauerin Hannelore Köhler. Zuvor hatte sich der Bürgerverein Frimmersdorf für das Denkmal stark gemacht, das nicht nur an die Sage, sondern allgemein auch an die Grafschaft Hochstaden erinnern soll. Ein Mann, der Anfang der 1990er Jahre zu den Initiatoren gehörte, ist Hubert Nellen. Der 82-Jährige war damals Geschäftsführer im Verein. „,Huster Knupp’ ist eng mit Frimmersdorf verwoben. Alles, was damit zusammenhängt, gehört zur Dorfgeschichte“, sagt Nellen, der 65 Jahre Vereinsmitglied ist und eine ganze Sammlung von Unterlagen über die Grafschaft und die Skulptur hat. Die Sage um die Grafen von Hochstaden war um 1870 besonders ausführlich von dem Grevenbroicher Schriftsteller Vinzenz von Zuccalmaglio, der eher unter dem Namen Montanus bekannt ist, aufgeschrieben worden. In seinem zweiten Band „Die Vorzeit – Sagen und Geschichten der Länder Clere- Mark, Jülich-Berg und Westphalen“, der 1871 veröffentlicht wurde, beschreibt er die Belagerer der Burg als „unversöhnliche und mächtige Feinde“, die sich eines Tages so aufgestellt haben sollen, dass niemand mehr die Grafen-Burg unbemerkt verlassen oder betreten konnte. Wie von Zuccalmaglio beschreibt, sollen irgendwann die Lebensmittelvorräte knapp geworden sein, so dass die Gräfin von Hochstaden – eine „milde, fromme und allbeliebte Frau“ und „gar eine Verwandte der erbittertsten Feinde des Grafen“ – versuchte, sich mit den Belagerern zu einigen. Das Ergebnis war die „Huckepack“-Aktion mit ihrem Mann, von der die Feinde natürlich Hubert Nellen an der Granit-Skulptur, die den Namen „Huster Knupp“ trägt. Der Platz wird jedes Jahr vom Zug des Regimentskönigs in Frimmersdorf gepflegt. Viele wissen nicht, was es mit der Figur auf sich hat. FOTO: CKA alles andere als begeistert gewesen sein sollen. „Als der Vertrag also geschlossen war und das Thor sich zum Abzuge der Gräfin öffnete, siehe! da trug sie ihren Gemahl auf dem Rücken und von ihren Kleinodien in der Schürze so viel, als sie fortbringen zu können vermeinte und schritt tapfer durch die Umzingelungen der Feinde, die sich höchlich darüber verwunderten und nicht alle damit einverstanden waren, daß der ihnen verhaßte Graf also entschlüpfen konnte“, heißt es in von Zuccalmaglios Buch. Doch das Wort war gegeben – die Belagerer hatten der Gräfin schließlich die Wahl gelassen, was sie mitnehmen möchte. Sie mussten akzeptieren, dass sie ihren Mann und sich selbst so in Sicherheit bringt. Die Feinde sollen die Burg zwischen Frimmersdorf und Morken danach zerstört und keinen Stein auf dem anderen gelassen haben. Ob an der Sage wirklich etwas Wahres dran ist, mögen manche bezweifeln. Auch Hubert Nellen ist da etwas skeptisch. „Aber wenn es wirklich so war, war es definitiv genial.“ Bewiesen ist heute jedenfalls die Existenz der Grafen. Interessant ist zudem, dass in der Sage auch auf ein neues Grafenschloss verwiesen wird, das kurz nach der Rettungsaktion zum Gedenken an die überstandene Not und zum Dank an die Mutter Gottes in der Nähe gebaut worden sein soll. Der Name des Schlosses: „Nothausen“. Später soll um die neue Heimat der Grafen von Hochstaden das fast gleichnamige Dorf Noithausen entstanden sein, das heute ein Stadtteil von Grevenbroich ist. Hülchratherin verfasste tausende Rezepte für gut situierte Haushalte VON WILJO PIEL INFO Ludocivas Bücher sind im Internet zu finden Internet Bücher von Ludovica von Pröpper sind im unter „Google Books“ zu finden. Unter anderem können die Titel „Das Obst in der Küche“, „Das Einmachen der Früchte“ oder „Der Kaffee- und Teetisch“ eingesehen werden. Schloss Nach dem Tod von Ferdinand von Pröpper veräußerte die Familie Schloss Hülchrath mit den Ländereien an den Fürsten zu Salm-Reifferscheidt auf Schloss Dyck – gegen eine lebenslängliche Jahresrente und Wohnrecht. GREVENBROICH Das von Dr. Oetker produzierte Backpulver „Backin“ empfand sie als genial. Es sei eine „große Erleichterung“, schwärmte Ludovica von Pröpper im ausgehenden 19. Jahrhundert in einem Brief an die Bielefelder Back-Experten. Die Begeisterung beruhte auf Gegenseitigkeit: Denn das Unternehmen warb noch bis zum Jahr 1916 mit dem Schreiben der Hülchratherin. Kein Wunder, denn von Pröpper (1810–1898) war ein Promi ihrer Zeit: Sie zählte zu den angesehensten Kochbuchautorinnen, veröffentlichte mehr als 30 Werke, gefüllt mit tausenden Rezepten. Friedrich Schmitz, Vorsitzender des Grevenbroicher Geschichtsvereins, hat viele Bücher der Autorin gesammelt – etwa die „Kartoffelküche in 230 erprobten Recepten“, die „Gute Hausmannskost“ oder die „Häusliche Conditorei“. Diese Werke seien etwas Besonderes – denn: „Damals war eine Frau als Autorin noch ungewöhnlich, es war ja erst der Beginn der Emanzipation“, sagt der Wevelinghovener. Ludovica – auch Lovica genannt – war die Tochter von Paul Joseph von Pröpper, erster preußischer Landrat des Kreises Grevenbroich und Eigentümer von Schloss Hülchrath. „Die Familie wohnte auf der Vorburg, da sich das Hauptschloss in einem ruinösen Zustand befand“, berichtet Friedrich Schmitz. Ludociva und ihre Schwester Maria waren beide ledig und kinderlos. Und auch der Bruder Ferdinand war nicht verheiratet, er kümmerte sich jedoch fürsorglich um seine leiblichen Abkömmlinge, die von der Bevölkerung liebevoll „Pröpperchen“ genannt wurden. „Die meisten jungen Mädchen werden nicht in Küche und Haushalt unterrichtet“ Ludovica von Pröpper Kochbuchautorin (1810–1898) Einen großen Teil der Rezepte verdankte die Autorin ihrer aus Heilbronn stammenden Mutter. Ob gefüllte junge Hühnchen oder Kartoffelpüree auf Seemannsweise, ob Zuckerkuchen oder Chocolade- Suppe – die Koch-Tipps aus Hülchrath hatten eines gemeinsam: Sie waren deftig und weit entfernt von jeder Diätküche. Im Vorwort zu „Gute Hausmannskost – ein erfahrener Rathgeber für Frauen und Töchter“ schrieb von Pröpper im Jahr 1873: „Bei der jetzigen Erziehung werden die meisten jungen Mädchen ja gewöhnlich in Allem unterrichtet, nur nicht in Küche und Haushalt.“ Ihre Zielgruppe war die bürgerliche und adlige Schicht, Arbeiterfamilien konnten sich Gans oder Ähnliches nicht leisten. Interessant für Geschichtsforscher Schmitz: Aus den zuletzt veröffentlichten Büchern ergeben sich manche interessante Einzelheiten vom Leben der von Pröppers auf Schloss Hülchrath. „So unterhielt die Familie einen Eiskeller, in dem sie die im Winter aus dem Schlossteich gesägten Eisblöcke lagerte und mit Sägemehl überdeckte. Bis Mitte des Sommers konnte dort Fleisch konserviert werden.“ Und so manche Passage gebe heute Anlass zum Schmunzeln: „Etwa wenn im Buch ,Güldenes ABC’ zu lesen ist, dass man den Hausangestellten keinesfalls gestatten sollte, die für die Tafel der Herrschaften gedachten Speisen zu probieren“, sagt Schmitz. Nach dem Tode Ludovicas im Jahr 1898 gerieten ihre Rezeptbücher in die Bibliothek von Schloss Dyck. Bei deren Versteigerung konnte das Archiv des Rhein-Kreises Neuss fünf eigenhändig von der Autorin verfasste Titel erwerben. Sie werden heute in Zons gehütet. Friedrich Schmitz, Vorsitzender des Geschichtsvereins, hat mehrere Bücher aus der Feder von Ludovica von Pröpper gesammelt. FOTO: DIETER STANIEK

ngz DONNERSTAG, 27. APRIL 2017 Grevenbroich – genial ! E3 Ein geniales Pferd – auf den zweiten Blick Gilbert Tillman und sein Pferd „Hello Max“ konnten 2013 das Hamburger Derby gewinnen. Das Talent des Tieres entdeckte der Reiter nur zufällig. VON ANNE RICHTER NEUKIRCHEN Nicht immer werden Genies als solche auch erkannt. Das Problem kennen Menschen – es kommt aber auch bei Tieren vor. Ein Beispiel dafür ist „Hello Max“. Der Wallach und sein Reiter Gilbert Tillmann konnten 2013 das prestigeträchtige Hamburger Derby gewinnen – doch fast wäre das unglaubliche Sprungtalent des Pferdes nicht entdeckt worden. Das Talent des Reiters hingegen wurde diesem in die Wiege gelegt. Vater Friedhelm, selbst Springreiter, brachte seinem Sohn das Reiten bei. „Meine erste Erinnerung ist die an mein eigenes Pony ,Susi Schmusi’“, blickt Gilbert Tillmann zurück. „Ich habe etwas gebraucht, bis ich das Reiten beherrscht habe, aber sie war immer brav“, sagt der Derby-Sieger. Fünf oder sechs Jahre sei er da alt gewesen. „Ich habe früher auch gerne Fußball gespielt“, erinnert er sich. Zwischenzeitlich sei er sogar eigentlich lieber auf dem Bolzplatz gewesen, als auf dem Pferd zu sitzen, doch am Ende „bin ich dem Reitsport treu geblieben.“ Vielleicht wäre der Vater sonst auch enttäuscht gewesen, überlegt Tillmann. Von dem hat er auch den Beruf übernommen, ist Hufschmied, während Bruder Frederic Pferdewirtschaftsmeister geworden ist und sich auf dem Gestüt Gut Neuhaus um die Ausbildung von Pferden und Reitern kümmert. Das Gestüt habe Mitte/Ende der 1980er Jahre mit nur einer Scheune angefangen. Stallungen, Reithallen und die große Zahl der Pferde kamen erst im Laufe der Jahre dazu, erklärt Tillmann, ebenso der Zuchtbetrieb. Der heute 35-Jährige durchlief als Kind und Jugendlicher die Reitausbildung erfolgreich, nahm an Turnieren teil. Dann trat im Jahr 2000 „Hello Max“ in sein Leben. „Wir hatten gar nicht nach einem Sportpferd gesucht“, erinnert Tillmann sich. Ein Kunde habe ein Pferd gekauft, in einer Art Tausch kam Wallach „Hello Max“ nach Grevenbroich. Papiere gab es zunächst nicht, das Tier wurde auf 14 bis 15 Jahre geschätzt – für ein Pferd ist das schon nahe am Rentenalter. „,Hello Max’ sollte Schulpferd werden“, erklärt Tillmann. „Aber er war leider Gottes unreitbar.“ Kinder wie Erwachsene habe das Tier abgeworfen, auch er selbst habe große Schwierigkeiten gehabt. „Irgendwann habe ich einfach mal versucht, mit ihm einen Sprung zu ma- Ein Leben ohne Pferde gibt es für Gilbert Tillmann nicht. Der Hufschmied nimmt mit seinen Springpferden regelmäßig an Turnieren teil. FOTO: WOITSCHÜTZKE chen. Das hat komischerweise viel besser funktioniert, als alles andere“, erzählt Tillmann. Eine zweite Überraschung ergab sich, als endlich die Papiere für den Wallach kamen: Er war erst sechs Jahre alt und hatte sein Leben noch vor sich. Nach dem ersten ordentlichen Abschneiden bei Springturnieren sei klar gewesen, dass „Hello Max“ Potenzial hat. „Aber wir haben nicht gedacht, dass er so viel Potenzial hat“, sagt Tillmann. In den kommenden Jahren ging es mal sehr gut – neben der Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften konnten auch international Erfolge gefeiert werden – , mal machten Verletzungen dem Duo aus Pferd und Reiter einen Strich durch die Rechnung. 2007 ging es zum ersten Mal zum Hamburger Derby, zu dem Tillmann eine besondere Beziehung hat: „Hamburg war für uns das Wichtigste“, erklärt er. „Das hat mich schon als Kind fasziniert, da wollte ich immer hin.“ Schon bei der ersten Teilnahme schafften es Pferd und Reiter auf den elften Platz. Im darauffolgenden Horrorjahr 2008 wäre „Hello Max“ dann fest an einer Kolik gestorben, musste notoperiert werden. „Glücklicherweise hat er überlebt – und sich schnell erholt“, so Tillmann. 2009 reichte es in Hamburg für den fünften Platz, 2011 sogar für den vierten. Da war „Hello Max“ schon 17 Jahre alt. „Wir hatten den Eindruck, als wolle er nicht aufhören“, erinnert sich der Reiter. 2012 sollte der letzte Auftritt in Hamburg werden: „Ich war übermotiviert, dachte, es ist das letzte Jahr, du musst alles geben.“ Dann der Black Out – Tillmann ritt einen falschen Weg, war ausgeschieden. „Da war eine meiner größten Niederlagen.“ Eine Niederlage, mit der „Hello Max“ offenbar auch nicht in den Ruhestand gehen wollte. „Wir haben familienintern abgesprochen, dass wir das Pferd entscheiden lassen. Und dann ist das Unmögliche möglich geworden.“ Im fast schon biblischen Alter von 19 Jahren konnten „Hello Max“ den Derbysieg erringen. „Er ist der älteste Sieger dieses Springens aller Zeiten“, sagt sein Reiter stolz. Danach ging es in den wohlverdienten Ruhestand. Der Siegerkranz schmückt heute die Reithalle, das geniale Springpferd genießt das Gnadenbrot in Ostdeutschland, wo die Familie eine Pferdeaufzucht hat. Auch wenn der Abschied ihm anfangs leicht gefallen ist, sagt Tillmann: „Bis heute vermisse ich ihn immer wieder.“ Gegenseitige Besuche, wie kürzlich ein Gastauftritt von „Hello Max“ bei einem Turnier auf dem Gestüt, seien mit vielen Emotionen verbunden. „So einen wie ,Hello Max’ gibt es wahrscheinlich nicht wieder“, weiß der Familienvater, dessen Tochter schon mit drei Jahren auf dem Pony sitzt und vielleicht irgendwann die Tradition fortsetzt. „Aber mit meinen anderen Pferden bin ich auch glücklich.“ Info Gilbert Tillmann hat seine Erlebnisse aufgeschrieben. Das Buch „Hello Max – Die unglaubliche Geschichte“ hat die ISBN 978-3-00-045433-2. Geniales Tierreich: Gefährlich, schnell, klebrig und clever GREVENBROICH (wilp) Genial, was alles so kreucht und fleucht im Stadtgebiet. Unsere Redaktion hat fünf Tiere ausgewählt, die auf ihre Art irgendwie besonders sind. Zum Beispiel ein Löwe, der gar keiner ist, eine Spinne, die nur so tut, als ob sie gefährlich ist und einen winzig kleinen Krebs, der aber einen riesengroßen Appetit auf seine Artgenossen hat. Und dann gibt es noch einen Vogel, der Höhlen verklebt, und den schnellsten Renner der Lüfte, der auch auf Baggern nistet. FOTOS: QUESERASERA99, WOLF, PRIVAT, ARCHIV Der Ameisenlöwe gräbt einen Trichter in den Sandboden. Ganz unten wartet er ab, bis eine Ameise hineinpurzelt, die dann verspeist wird. Ab und zu hilft der „Löwe“ auch mal nach, indem er mit Sand nach den Tieren wirft. Der Kleiber verklebt seine Einflugröhren mit Lehm – und zwar so, dass nur noch er in das Einflugloch gelangt. Machmal verklebt er auch 80 Zentimeter große Waldkauz-Höhlen. Da ist der Vogel tagelang beschäftigt. Die Wespenspinne ist der wohl auffälligste Achtbeiner der Region. Mit seiner Färbung signalisiert das Tier, dass er gefährlich ist. Ein Bluff, denn die Spinne ist harmlos – wenn man nicht gerade Biene oder Fliege ist. Der Wanderfalke ist mit nachgewiesenen 322 km/h der schnellste Vogel der Welt. Auch in Grevenbroich fühlt sich der Renner der Lüfte wohl. Unter anderem nistet er auf Kraftwerksblöcken und Braunkohlebaggern. Der Höckerflohkrebs (33 Millimeter) ist klein, aber gefährlich. Im Gillbach rottete der aus Eurasien eingewanderte Killer-Shrimp neun von 14 wirbellosen Tierarten aus. Noch ist gegen ihn kein Kraut gewachsen.

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