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GRILLgut

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enkorb unbekannten Inhalts. Die Profis sind übrigens nicht zwangsläufig Berufsköche. Zum Finale der Grill-DM kamen im vergangenen Jahr laut Veranstalter 10.000 Besucher. Soviel Zuspruch verwundert nicht. Denn Grillen ist ein beliebtes Hobby der Deutschen. Nach Angaben der Barbecue Industry Association Grill (BIAG) zählt Deutschland zu den umsatzstärksten Ländern Europas. Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) ermittelte neue Absatz- und Umsatzzahlen in der Branche: Im ersten Halbjahr 2016 wurden in Deutschland 1,04 Millionen Gas- und Kohlegrills verkauft. Der Grillverband BIAG sagt sogar: Deutsche Verbraucher geben jährlich mehr als eine Milliarde Euro für Grillgeräte, Brennstoffe und Zubehör aus. Der Grillhersteller Weber, nach eigenen Angaben Branchenführer in Europa, beziffert das Marktvolumen in Deutschland sogar mit 1,2 Milliarden Euro. „Unser Umsatzwachstum ist jedes Jahr prozentual im zweistelligen Bereich“, sagt Frank Skurril: ein Grill in Form eines Fantasie-Helms, ebenfalls bei der DM im vergangenen Jahr zu sehen. Fotos: Candy Welz Miedaner, Geschäftsführer bei Weber-Stephen Deutschland. Miedaner beobachtet: Der Trend geht seit einigen Jahren hin zu höherwertigen Grills mit entsprechender Ausstattung. In der Praxis heißt das: „Grillen ist auf einem gehobenen Lifestyle-Level angekommen“, sagte der grillbegeisterte Metzger Dirk Ludwig als Beobachter der DM. „Der Grill ist für viele zu einem Prestige-Objekt geworden. Man zeigt, was man hat und was man kann.“ Und auf den Edelgrills landen auch immer öfter - je nach Einkommensklasse - hochwertige Grillartikel. Metzger Ludwig und Fleischverbandssprecher Jentzsch stimmen bei der Einschätzung zu den neuen Grillfleisch-Trends überein: Besonders gefragt bei den Gourmets seien derzeit Nierenzapfen vom Rind (Onglet) und 42

das Flanksteak von der seitlichen Bauchmuskulatur des Rindes. Kulinarisch kommen aber auch immer neue Trends hinzu: Veggie-Grillen, Slow Cooking oder Smoken. Dabei wird das Fleisch in holz- oder kohlebefeuerten Ofen vom heißen Rauch gegart oder geräuchert. Doch trotz Highend-Grills und immer neuen Trends sagt Ludwig, auch schon mal DM-Teilnehmer: „Man muss einen Geschmack treffen, der bei der breiten Masse ankommt.“ Mit seiner ungewöhnlichen Fenchel-Bratwurst erlebte er vor Jahren eine Bauchlandung. Titelverteidiger Peter Zeitler betonte: „Man braucht ein gutes Team, das über Stunden gut Hand in Hand arbeitet, und die nötige Portion Glück bei der Jury.“ Letztlich sei aber auch handwerkliche Präzision gefragt: „Es muss halt alles gelingen.“ Der Grillverband GBA will nach dem vorübergehenden Bratwurst-Ausschluss weiter innovativ sein. „Wir wollen nicht nur an Altbewährtem festhalten. Nach dem Stör wollen wir auch in Zukunft eher unbekannte Produkte auf die Grillkarte bringen“, kündigt GBA-Präsident Elm an. Er denkt zum Beispiel über das Kachelfleisch aus dem Hüftdeckel oder Saumfleisch vom Rücken nach. „Die Sau hat noch viele Teile, die unberührt sind“, sagt Elm. JÖRN PERSKE Info Am 5. und 6. August findet jeweils ab 10 Uhr auf dem Areal des Fuldaer Messegeländes die 22. Deutsche Grill- und Barbecue Meisterschaft statt. Der ausrichtende Verband, die German Barbecue Association e.V. (GBA), erwartet rund 40 Teams, die am heißen Rost die hohe Schule des Garens zelebrieren und bei den Profis und Amateuren um insgesamt 11.300 Euro Preisgeld grillen. Erstmalig wird dabei das Grillen auf der Plancha vorgestellt. Unter einer Plancha versteht man eine große gusseiserne Grillplatte, die vor allem in Spanien Verwendung findet. Sie wird häufig mit Gas betrieben und erreicht wesentlich höhere Temperaturen als ein klassischer Grill. Das Grillgut wird direkt auf der heißen Platte zubereitet. Im Rahmenprogramm gibt es unter anderem einen großen Fachmarkt, in dem über 60 namhafte Aussteller der Branche ihre Produkte präsentieren. Weitere Informationen unter www.gbaev.de 43

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