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Guter Rat

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Guter Rat ANZEIGE Mietprozesse sind nur das allerletzte Mittel Hans-Jochem Witzke, Vorsitzender des Mietervereins Düsseldorf und der stellvertretende Geschäftsführer Claus Nesemann kennen sich im Dickicht mietrechtlicher Vorschriften aus. 30.000 Beratungsgespräche führen die zwölf Juristen des Mietervereins jährlich. Vor Gericht landen nur wenige Streitigkeiten. Die Frage, warum es sich lohnt, Mitglied im Mieterverein Düsseldorf zu sein, beantwortet Hans-Jochem Witzke anhand einer einfachen Rechnung: „Nahezu jede zweite Betriebskostenabrechnung ist falsch, da macht sich der jährliche Mitgliedsbeitrag von 66 Euro schnell bezahlt“, sagt der Vorsitzende des 1899 gegründeten Vereins, dem aktuell etwa 33000 Mieter angehören. „Wir wissen, dass wir den Mitgliedern einige zig tausend Euro ersparen“, verweist Witzke auf die umfangreiche Beratungstätigkeit des Mieterver- eins: Auf gut 3.000 Beratungsgespräche kommen die zwölf in Diensten des Mietervereins stehenden Volljuristen während eines Jahres. Ziel ist es, etwaige Streitigkeiten möglichst außergerichtlich zu klären, doch ist der Mieterverein für alle Eventualitäten gewappnet: „Wenn es sein muss, bringen wir die Dinge so weit, dass sie von externen Rechtsanwälten vertreten werden können“, sagt Hans-Jochem Witzke. Wobei der Mieterverein für seine Mitglieder auch konkreten Rechtsschutz leistet: Ist der Gang vor Gericht nicht zu vermeiden und sind die Erfolgsaussichten gut, leistet der Mieterverein finanzielle Unterstützung, indem er Anwaltsund Gerichtskosten bis zu einem Streitwert in Höhe von 8000 Euro übernimmt. Wobei die Prioritäten jedoch klar andere sind: „Wir haben kein Interesse, die Dinge auf die Spitze zu treiben: Ziel ist die Prozessvermeidung. Es sind unter einem Prozent aller Fälle, die vor Gericht landen“, betont Witzke. Ein Nebeneffekt der Beratungstätigkeit ist nicht selten die juristische Aufklärung der Gegenseite: Zumindest kleinere Vermieter seien in den Finessen des Mietrechts nicht immer sattelfest, so der Vorsitzende des Mietervereins. Claus Nesemann, stellvertretender Geschäftsführer des Mietervereins und einer seiner Rechtsberater, nennt ein Beispiel: Dass bei einer Betriebskostenabrechnung für eine Eigentumswohnung die Kosten für die Instandhaltungsrücklage und die Bankgebühren vom Vermieter selbst zu tragen sind und nicht auf die Mieter umgelegt werden dürfen, ist manchem Vermieter nicht bekannt.

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