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Handwerk & Wohnen -18.10.2017-

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2 HANDWERK & WOHNEN

2 HANDWERK & WOHNEN Inhalt Dachrinnen regelmäßig reinigen Gerade im Herbst drohen sonst große Schäden .............. 3 Den Kosten den Stecker ziehen Mit ein paar Tricks lässt sich gut Strom sparen .............. 4 Schmuckstücke im Rahmen Bei Türen hat sich einiges getan .................................... 5 Mit Herbstlaub einen Komposthaufen anlegen Wie wertvoller Mulch und Dünger entsteht ................... 6 Gartenaktivitäten im Herbst und Winter So wird der Garten winterfest gemacht .......................... 8 Gute Materialien für das Kinderzimmer So vermeidet man potenzielle Gefahrenquellen ............. 9 Wärme und Strom aus Solarenergie Sonnenenergie lässt sich auch für das Heizen nutzen... 10 Das Bad wird smart Im Bad zieht zunehmend Wellness ein ........................ 11 Holzböden schmeicheln auch den Ohren Parkett ist ideal für Musikräume................................. 12 So hilft die Polizei beim Einbruchschutz Ein Kriminalkommissar macht Hausbesuche.............. 13 Bessere Details, mehr Features: Trends von der IFA Hausgeräte können immer mehr................................. 14 Neue Raumteiler – nicht nur praktisch, auch schön Raumteiler erfüllen mehrere Funktionen .................... 15 Kuscheliges für daheim Schon kleine Dinge sorgen für Gemütlichkeit............... 16 Neue Fenster erfordern intensiveres Lüften Impressum EXTRA Handwerk & Wohnen Neue Fenster verhindern durch ihre Zweifach- oder Dreifachverglasung Wärmeverluste in Gebäuden. Mehrere Dichtungen verhindern dazu, dass warme Raumluft wie bei alten Fenstern unkontrolliert entweichen kann und kalte Luft hereinströmt. Der Haken: Bewohner müssen deutlich mehr lüften. Helfen kann eine Lüftungsanlage. Sie tauscht feuchte verbrauchte Luft gegen frische aus, senkt das Schimmelrisiko und kann durch Wärmerückgewinnung Heizenergie sparen. Werden mehr als ein Drittel der Fensterflächen erneuert oder bei Einfamilienhäusern mehr als ein Drittel der Dachfläche neu abgedichtet, schreibt die DIN- Norm 1946-6 ein Lüftungskonzept sogar vor. Die Kosten für Lüftungsanlagen bei Einfamilienhäusern liegen je nach Ausstattung zwischen 2000 Euro bei reinen Abluftanlagen und 15.000 Euro für kontrollierte Lüftungen. Wichtig zu wissen: In Gebäuden, die vor dem 1. Februar 2002 errichtet wurden, fördert die KfW den Einbau einer Wohnungslüftung mit einem Zuschuss von bis zu 7500 Euro pro Wohneinheit. tmn Verlag: Rheinische Post Verlagsgesellschaft mbH, Zülpicher Straße 10, 40196 Düsseldorf. Geschäftsführer: Dr. Karl Hans Arnold, Patrick Ludwig, Hans Peter Bork, Johannes Werle, Tom Bender (verantwortl. Anzeigen) ruck: Rheinisch-Bergische Druckerei GmbH, Zülpicher Straße 10, 40196 Düsseldorf Anzeigen: Kontakt: Melanie Herfurth, 0211 505 2411, E-Mail: melanie.herfurth@rheinische-post.de edaktion: Rheinland Presse Service GmbH, Zülpicher Straße 10, 40196 Düsseldorf, José Macias (verantwortlich), Mario Emonds Kontakt: Telefon 0211 528018-0, E-Mail: redaktion@rheinland-presse.de itelfoto: Kerkez/Thinkstock Der Heizölkessel sollte möglichst frei von Ruß sein. Der Schornsteinfeger hat das und die Kontrolle der Brennerdüse im Blick. Foto: Schornsteinfegerhandwerk Jetzt die Heizung überprüfen So etwas geschieht gerne am kältesten Wochenende des Jahres oder gar am Weihnachtsabend: Die Heizung fällt aus. Das lässt sich nicht mit Sicherheit vermeiden. Aber so mancher Schwachpunkt könnte bei einer Prüfung der Anlage vor der Heizperiode entdeckt werden. Das ist für Hausbesitzer am besten ein wiederkehrender Termin jedes Jahr: Vor den kalten Tagen sollte die Heizung gewartet und gereinigt werden. Der Grund liegt auf der Hand: Sie darf nicht am kältesten Tag des Jahres ausfallen. Und besonders bei älteren Heizungen ist die Wartung für einen sicheren und energieeffizienten Betrieb notwendig. Schritt 1: Anlage begehen Heizungsanlagen laufen in den meisten Haushalten das ganze Jahr über, weil sie für das Warmwasser genutzt werden. Trotzdem sollten Hausbesitzer vor der Heizperiode die gesamte Anlage einmal gründlich in Augenschein nehmen, auch das verzweigte Rohrsystem. „Es ist darauf zu achten, dass nichts verstellt und zugehängt ist und man im Notfall gut herankommt“, rät Matthias Wagnitz vom Zentralverband Sanitär Heizung Klima. Für einen tiefergehenden Heizungscheck sollte dann ein Fachmann herangezogen werden. Schritt 2: Wasserdruck in der Heizung überprüfen Der Druck lässt sich am Manometer der Heizungsanlage ablesen. „Ist er zu gering, weist das auf einen Wasserverlust hin“, erklärt Wagnitz. „Einige Heizkörper im Haus bleiben dann kalt, weil zu wenig warmes Wasser bei ihnen ankommt. Der Unterdruck zieht Luft ins System, was langfristig zu Korrosionsschäden führen kann.“ Eine gewisse Leckage von einem halben Liter Wasser sei normal, sagt Wagnitz. Geht aber viel mehr Wasser verloren, muss ein Fachmann die Ursache ermitteln. Schritt 3: Entlüften und Wasser nachfüllen Auf zu viel Luft weist ein Gluckern in den Heizkörpern hin – oder wenn sich die Wärme am Heizkörper nicht gleichmäßig verteilt. „Dann muss die Luft herausgelassen und Wasser aufgefüllt werden“, erläutert Wagnitz. Um die Luft aus den Heizkörpern zu lassen, wird mit einem Vierkantschlüssel oder einer Zange das Entlüftungsventil am Heizkörper geöffnet. Meist befindet es sich an der Seite. Das Ventil so lange offen lassen, bis Wasser statt Luft entweicht. Die Flüssigkeit mit einer Schüssel auffangen. Um den daraus vielleicht folgenden Wassermangel ausgleichen, ist Trinkwasser nur bedingt geeignet. Besser ist enthärtetes oder entsalztes Wasser. Schritt 4: Reinigen des Heizkessels Der Heizkessel ist das Herzstück der Anlage. Um die Verbrennungsprozesse zu optimieren und die Abgastemperaturen zu senken, muss er möglichst rußfrei sein. „Sonst entweicht die Wärme gleich wieder durch den Schornstein“, erklärt Alexis Gula vom Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks. Wird eine nur ein Millimeter starke Rußschicht entfernt, sinkt die Abgastemperatur schon um 30 bis 40 Grad. Schritt 5: Brennerdüse gegebenenfalls austauschen lassen Neben den Ablagerungen von Ruß hat der Fachmann die Brennerdüse im Blick. Sie ist ein Verschleißteil, das ab und zu ausgetauscht werden muss. Der Fachbetrieb muss die Heizung so einstellen, dass die vorgeschriebenen Abgaswerte eingehalten werden. Temperatur sowie CO 2 - und Sauerstoffgehalt müssen stimmen. „Für die Betriebs- und Brennsicherheit ist besonders bei Gas- und Ölkesseln außerdem der Kohlenmonoxidgehalt des Abgases ein entscheidender Faktor. Der muss passen, sonst kann es zu Vergiftungen kommen“, warnt Gula. Von Katja Fischer

HANDWERK & WOHNEN 3 Dachrinnen Diese Aufgabe haben viele im Herbst nicht im Blick: Die Regenrinnen reinigen. Denn das Herbstlaub kann sie verstopfen, Wasser läuft über und durchfeuchtet die Hauswände. Es gibt aber auch Lösungen, damit das Laub erst gar nicht in die Rinnen gelangt. regelmäßig reinigen Eine Dachrinne sollten in festen Abständen gesäubert werden – vor allem, wenn große Laubbäume in der Nähe stehen. Foto: Nestor Bachmann VON KATJA FISCHER Bei starkem Blätterfall im Herbst geht es ganz schnell: Die Dachrinne setzt sich zu, und beim nächsten Regen kann das Wasser nicht mehr abfließen. Wird die Dachrinne mehrere Jahre nicht gereinigt, können sogar Löcher und Risse entstehen. Das kann für die gesamte Hauskonstruktion fatale Folgen haben. Denn die Regenrinne erfüllt eine wichtige Funktion. In ihr wird das vom Dach ablaufende Regenwasser gesammelt und durch einen Trichter über ein Fallrohr abgeleitet. „Ist irgendwo etwas verstopft, funktioniert das gesamte System nicht mehr. Das Wasser sucht sich dann andere Wege“, erklärt Manfred Gunkel vom Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks. „Dachrinnen müssen regelmäßig gereinigt werden – vor allem, wenn große Laubbäume in der Nähe stehen“, sagt Michael Kober vom Zentralverband Sanitär Heizung Klima. Eine einzige Hauruck-Aktion vor dem Winter reicht meist nicht aus. „Besser ist es, zwischendurch immer mal wieder nachzuschauen, ob die Regenrinne voll ist.“ Sein Tipp: „Am leichtesten lässt sich das Laub entfernen, wenn es locker und trocken ist.“ Auch das Fallrohr ist wichtig: „Hier ist es besonders wichtig, die Stoßstelle von der Dachrinne zum Ablaufrohr von Laub und Ästen zu befreien“, erklärt Kober. Sonst läuft die Rinne über, und Wasser fließt an der Fassade entlang. Ob von der verstopften Regenrinne oder vom Fallrohr: Abgeleitetes Wasser kann in die Wärmedämmung eindringen und zu Schimmel führen. „Die meisten Schäden an den Hauswänden entstehen, weil die Dachrinnen unzureichend gewartet werden“, weiß Stefan Würzner vom Bauherren- Schutzbund. Da es mühsam und auch gefährlich ist, auf einer langen Leiter stehend die Dachrinne zu säubern, hat sich die Industrie einiges einfallen lassen, um es leichter zu machen. So werden zum Beispiel Teleskopstangen angeboten. Sogar Reinigungsroboter für die Dachrinne gibt es schon. „Wer sich unsicher fühlt und nicht über das das passende Werkzeug verfügt, sollte aber lieber einen Fachmann beauftragen – der hat auch die richtige Ausrüstung dabei“, betont Kober. Bei Häusern ab zwei Etagen muss in jedem Fall der Profi ran. Auch Lötarbeiten sollten besser von Fachleuten erledigt werden, denn dicht unter dem Dach besteht erhöhte Brandgefahr. Das Laub lässt sich schon von der Rinne abhalten, etwa mit sogenannten Laubfangabdeckungen. „Das sind feinmaschige Metallgitter, die über die gesamte Länge in die Regenrinne eingelegt und am Rand fest geklippt werden“, erklärt Gunkel. Auf ihnen soll das Laub liegenbleiben und im Idealfall weggeweht werden. Der Kunde hat die Wahl zwischen ebenen Gittern oder solchen, die konvex oder konkav gewölbt sind. Wunder bewirken sie aber alle nicht: Kommt zu viel Laub, verfängt es sich in den Gittern, verklebt dort, und das Wasser fließt bei Nässe nicht ab. Oder es sammeln sich an den Seiten Blätter und Zweige. „Dann muss die gesamte Regenrinne samt Gitter gereinigt werden, und das über mehrere Meter“, erklärt Gunkel. Eine andere Möglichkeit ist, an der tiefsten Stelle der Rinne am Ablauf einen Laubfangkorb einzulegen. „Das Laub aus der Regenrinne wird zusammengespült und sammelt sich am Ablauf. Ist der verstopft, muss lediglich der Korb geleert werden“, erläutert der Dachdecker. Ist die Regenrinne vom Laub befreit und es tropft trotzdem noch heraus, weist das auf Defekte in der Rinne hin. „Löcher und offene Nähte müssen möglichst umgehend repariert werden, damit das Wasser nicht an der Hausfassade entlang läuft“, sagt Ludwig Popp, Trainer an der DIY Academy. Kleine Löcher lassen sich mit einem speziellen Kleber verschließen. Dabei ist darauf zu achten, aus welchem Material die Regenrinne besteht – für jedes gibt es den passenden Kitt oder Reparaturpads. Gängig sind Zink, Kupfer, Aluminium und Kunststoff.

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