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Handwerk & Wohnen -18.10.2017-

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4 HANDWERK & WOHNEN Den

4 HANDWERK & WOHNEN Den Kosten den Stecker ziehen Mit ein paar Tricks lässt sich einiges am Strom sparen. VON SIMONE A. MAYER Viel Strom lässt sich mit effizienteren Haushaltsgeräten sparen – aber in diese muss man erst mal investieren. Mit ein paar kleinen Änderungen des eigenen Verhaltens ist aber auch schon einiges zu erreichen. Tipps zum Stromsparen geben die Verbraucherzentrale und das Umweltbundesamt (UBA) und nennen Orientierungsgrößen zum Einsparpotenzial. Kochen 40 Prozent Energie spart es ein, wenn man beim Kochen den Deckel auf den Topf legt. Wird kurz vor dem Ende des Garens oder Bratens der Herd abgestellt, spart das rund 15 Prozent Energie. Werden Brötchen auf einem Toaster mit Aufsatz statt im Backofen erwärmt, macht das sogar einen Unterschied von Geräte im Stand-by-Betrieb sind Stromfresser. 70 Prozent aus. Im Backofen ist außerdem die Zubereitung in Umluft um 15 Prozent sparsamer als Ober- und Unterhitze. Wer nicht vorheizt, braucht acht Prozent weniger Energie. Foto: Kai Remmers Kühlen Wenn das Kühlgerät keine No-Frost-Funktion hat, sollte es mindestens einmal im Jahr abgetaut werden. Denn eine nur ein Zentimeter dicke Eisschicht erhöht den Stromverbrauch gleich um zehn bis 15 Prozent. Staut sich am Wärmetauscher an der Rückseite des Gerätes die Abluft, weil die Lüftungsschlitze zugestellt sind, müssen Kühlund Gefrierschrank mehr leisten. Der Mehrverbrauch an Strom kann sich auf bis zu zehn Prozent belaufen. Und dieser Tipp liegt eigentlich auf der Hand: Werden noch warme Reste vom Abendessen in den Kühlschrank gegeben, muss er mehr leisten. Wer darauf verzichtet, spart den zusätzlichen Stromverbrauch. Waschen Unter hygienischen Gesichtspunkten reicht es in den meisten Fällen, Wäsche mit nur 30 oder 40 Grad zu waschen. Außerdem kostet es weniger: Allein schon das Waschen mit 60 statt mit 90 Grad senkt den Stromverbrauch der Maschine um mindestens 40 Prozent. Wer auf den Vorwaschgang verzichtet, braucht zwischen zehn und 30 Prozent weniger. Beleuchtung Es gibt noch klassische Glühlampen in vielen Haushalten. LEDs oder Energiesparlampen benötigen aber rund 80 Prozent weniger Strom. Sonst gilt: Licht ausschalten, wenn man den Raum verlässt – auch dadurch lässt sich sparen.

HANDWERK & WOHNEN 5 Schmuckstücke im Rahmen Türen waren lange einfach weiß oder braun. Optisch hat sich in den vergangenen Jahren hier aber einiges getan – nd auch der Einbruchschutz wurde verbessert. VON KATJA FISCHER Die Tür ist die Visitenkarte des Hauses. „Sie ist das Erste, was jeder Besucher wahrnimmt“, sagt André Leffler vom Verband Fenster+Fassade. Und sie bestimmt den ersten Eindruck: „Form, Stil, Material lassen auf den Geschmack der Bewohner schließen.“ Oft haben die Türen Jahrzehnte auf dem Buckel – und das sieht man ihnen auch an. Moderne Türen wurden in den vergangenen Jahren stark weiterentwickelt – nicht nur optisch. Einbruchschutz bieten etwa Modelle, die nach der DIN-Norm EN 1627 gebaut wurden, eingeteilt in sechs Widerstandsklassen von RC 1 bis RC 6, wobei RC 6 für die höchste steht. Polizeilich empfohlen werden Modelle ab RC 2. Zusätzliche Sicherheit und Komfort bieten neue Türschlösser. Der klassische Haustürschlüssel ist zwar immer noch beliebt, wird aber zunehmend von automatischen Schlössern verdrängt. „Heute öffnet und schließt man Türen per Finger-Scan, mit einem Code-Schloss, einem Transponder oder via Smartphone“, erklärt Leffler. Zwar liegen bei den Rahmenwerkstoffen Aluminium, Holz und Kunststoff vorn in der Gunst. Aber: „Gerade im Neubau werden häufig großflächig verglaste Seitenteile neben der Tür eingesetzt, um mehr Licht in die Treppenhäuser und Flure zu lassen“, erklärt Leffler. Das verändert die einst so dunklen Fluren. Nicht nur die optische Bandbreite der Haustüren hat sich stark vergrößert. Auch die Innentüren werden individueller, und sie werden bewusst als Elemente für die Raumgestaltung eingesetzt. „Besonders eindrucksvoll sind raumhohe Türen, deren Türblatt vom Boden bis zur Decke reicht“, erläutert Stephan Hofherr vom Verband der Deutschen Holzwerkstoffindustrie. Auch wandbündige Türen, bei denen Bänder und Zarge Wandbündige Türen verleihen Räumen eine edle Wirkung. Das Eichenfurnier mit der individuellen Struktur des Holzes liegt ebenfalls im Trend. Foto: tuerenwechsel.de mit der Wand eine Einheit ohne Kanten bilden, verleihen Räumen eine besondere und edle Wirkung. Im Trend liegen furnierte Türen, bei denen bewusst die individuelle Maserung und Struktur des gewachsenen Holzes gelassen wird. Denn so ist jedes Türblatt ein Unikat. Besonders die Kombination von horizontalen und vertikalen Furniermaserungen wirkt durch die Streifenoptik elegant und filigran. Es muss aber nicht immer echtes Holz sein. Auch naturgetreu nachgebildete Oberflächen, sogenannte Nature- CPLs, sind beliebt. Sie sehen fast aus wie Holz und fühlen sich auch so an. Dank der Verarbeitung von Melaminharzen sind sie robust und widerstandsfähig. Nie aus der Mode gekommen sind weiße Türen, zum Beispiel klassische Stiltüren mit schönen Maserungen für Altbauten oder raumhohe Weißlacktüren mit geradlinigem Design. Oft sind die Modelle sogar individuell gestaltbar, man kann Logos, Muster oder Bilder einfräsen oder gravieren lassen. Eine echte Marktneuheit sind Türen mit schaltbarem Glas. Der Kunde bestimmt per Knopfdruck, ob seine Tür transparent und durchsichtig oder milchig-weiß sein soll. „Solche Türen eignen sich gut für Arztpraxen und Besprechungsräume. Sie sind aber auch im Privatbereich einsetzbar“, erläutert Stephan Hofherr.

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